Anmelden (DTAQ) DWDS     dlexDB     CLARIN-D

Moser, Johann Jacob: Erste Grundlehren des jezigen Europäischen Völcker-Rechts, in Fridens- und Kriegs-Zeiten. Nürnberg, 1778.

Bild:
<< vorherige Seite
5. Capitel.
s. Thomasius (Christian.) de jure Asyli
Legatorum aedibus competente.
Halle,
1689. 4.
Upmarck (Jo.) oder der Resp. Ol. Toer-
ne,
de Franchitia Quarteriorum, seu
jure Asyli apud Legatos.
Upsal, 1706. 8.
§. 203.

Gesandte können bey ihrer Ankunfft sich
nicht schlechterdings der Visitirung ihrer Ba-
gage entziehen.

*) von Vattel 3, 533.
§. 204.

Noch auch dessen, was sie nachhero zu ih-
rem angeblichem Gebrauch aus der Fremde
kommen lassen.

§. 205.

Die Mobilien eines Gesandtens stehen or-
dentlicher Weise nicht unter der Gerichtbarkeit
des Staats, darinn er sich befindet:

Wohl aber kan es ausserordentlicher Weise
geschehen.



Wagen.
§. 206.

Die Wagen derer Gesandten seynd ordent-
licher Weise keiner Durchsuchung, Arrestie-
rung, oder anderer Gewaltthätigkeit, unter-
worffen.

§. 207.
5. Capitel.
ſ. Thomasius (Chriſtian.) de jure Aſyli
Legatorum ædibus competente.
Halle,
1689. 4.
Upmarck (Jo.) oder der Reſp. Ol. Toer-
ne,
de Franchitia Quarteriorum, ſeu
jure Aſyli apud Legatos.
Upſal, 1706. 8.
§. 203.

Geſandte koͤnnen bey ihrer Ankunfft ſich
nicht ſchlechterdings der Viſitirung ihrer Ba-
gage entziehen.

*) von Vattel 3, 533.
§. 204.

Noch auch deſſen, was ſie nachhero zu ih-
rem angeblichem Gebrauch aus der Fremde
kommen laſſen.

§. 205.

Die Mobilien eines Geſandtens ſtehen or-
dentlicher Weiſe nicht unter der Gerichtbarkeit
des Staats, darinn er ſich befindet:

Wohl aber kan es auſſerordentlicher Weiſe
geſchehen.



Wagen.
§. 206.

Die Wagen derer Geſandten ſeynd ordent-
licher Weiſe keiner Durchſuchung, Arreſtie-
rung, oder anderer Gewaltthaͤtigkeit, unter-
worffen.

§. 207.
<TEI>
  <text>
    <body>
      <div n="1">
        <div n="2">
          <div n="3">
            <pb facs="#f0122" n="110"/>
            <fw place="top" type="header"> <hi rendition="#b">5. Capitel.</hi> </fw><lb/>
            <list>
              <item>&#x017F;. <hi rendition="#aq"><hi rendition="#k">Thomasius</hi> (Chri&#x017F;tian.) de jure A&#x017F;yli<lb/>
Legatorum ædibus competente.</hi> Halle,<lb/>
1689. 4.</item><lb/>
              <item><hi rendition="#aq"><hi rendition="#k">Upmarck</hi> (Jo.)</hi> oder der Re&#x017F;p. <hi rendition="#aq">Ol. <hi rendition="#k">Toer-<lb/>
ne,</hi> de Franchitia Quarteriorum, &#x017F;eu<lb/>
jure A&#x017F;yli apud Legatos.</hi> Up&#x017F;al, 1706. 8.</item>
            </list>
          </div><lb/>
          <div n="3">
            <head>§. 203.</head><lb/>
            <p>Ge&#x017F;andte ko&#x0364;nnen bey ihrer Ankunfft &#x017F;ich<lb/>
nicht &#x017F;chlechterdings der Vi&#x017F;itirung ihrer Ba-<lb/>
gage entziehen.</p><lb/>
            <note place="end" n="*)">von <hi rendition="#aq"><hi rendition="#k">Vattel</hi></hi> 3, 533.</note>
          </div><lb/>
          <div n="3">
            <head>§. 204.</head><lb/>
            <p>Noch auch de&#x017F;&#x017F;en, was &#x017F;ie nachhero zu ih-<lb/>
rem angeblichem Gebrauch aus der Fremde<lb/>
kommen la&#x017F;&#x017F;en.</p>
          </div><lb/>
          <div n="3">
            <head>§. 205.</head><lb/>
            <p>Die Mobilien eines Ge&#x017F;andtens &#x017F;tehen or-<lb/>
dentlicher Wei&#x017F;e nicht unter der Gerichtbarkeit<lb/>
des Staats, darinn er &#x017F;ich befindet:</p><lb/>
            <p>Wohl aber kan es au&#x017F;&#x017F;erordentlicher Wei&#x017F;e<lb/>
ge&#x017F;chehen.</p>
          </div>
        </div><lb/>
        <milestone rendition="#hr" unit="section"/><lb/>
        <div n="2">
          <head> <hi rendition="#fr"><hi rendition="#g">Wagen</hi>.</hi> </head><lb/>
          <div n="3">
            <head>§. 206.</head><lb/>
            <p>Die Wagen derer Ge&#x017F;andten &#x017F;eynd ordent-<lb/>
licher Wei&#x017F;e keiner Durch&#x017F;uchung, Arre&#x017F;tie-<lb/>
rung, oder anderer Gewalttha&#x0364;tigkeit, unter-<lb/>
worffen.</p>
          </div><lb/>
          <fw place="bottom" type="catch">§. 207.</fw><lb/>
        </div>
      </div>
    </body>
  </text>
</TEI>
[110/0122] 5. Capitel. ſ. Thomasius (Chriſtian.) de jure Aſyli Legatorum ædibus competente. Halle, 1689. 4. Upmarck (Jo.) oder der Reſp. Ol. Toer- ne, de Franchitia Quarteriorum, ſeu jure Aſyli apud Legatos. Upſal, 1706. 8. §. 203. Geſandte koͤnnen bey ihrer Ankunfft ſich nicht ſchlechterdings der Viſitirung ihrer Ba- gage entziehen. *⁾ von Vattel 3, 533. §. 204. Noch auch deſſen, was ſie nachhero zu ih- rem angeblichem Gebrauch aus der Fremde kommen laſſen. §. 205. Die Mobilien eines Geſandtens ſtehen or- dentlicher Weiſe nicht unter der Gerichtbarkeit des Staats, darinn er ſich befindet: Wohl aber kan es auſſerordentlicher Weiſe geſchehen. Wagen. §. 206. Die Wagen derer Geſandten ſeynd ordent- licher Weiſe keiner Durchſuchung, Arreſtie- rung, oder anderer Gewaltthaͤtigkeit, unter- worffen. §. 207.

Suche im Werk

Hilfe

Informationen zum Werk

Download dieses Werks

XML (TEI P5) · HTML · Text
TCF (text annotation layer)
TCF (tokenisiert, serialisiert, lemmatisiert, normalisiert)
XML (TEI P5 inkl. att.linguistic)

Metadaten zum Werk

TEI-Header · CMDI · Dublin Core

Ansichten dieser Seite

Voyant Tools ?

Language Resource Switchboard?

Feedback

Sie haben einen Fehler gefunden? Dann können Sie diesen über unsere Qualitätssicherungsplattform DTAQ melden.

Kommentar zur DTA-Ausgabe

Dieses Werk wurde gemäß den DTA-Transkriptionsrichtlinien im Double-Keying-Verfahren von Nicht-Muttersprachlern erfasst und in XML/TEI P5 nach DTA-Basisformat kodiert.




Ansicht auf Standard zurückstellen

URL zu diesem Werk: http://www.deutschestextarchiv.de/moser_grundlehren_1778
URL zu dieser Seite: http://www.deutschestextarchiv.de/moser_grundlehren_1778/122
Zitationshilfe: Moser, Johann Jacob: Erste Grundlehren des jezigen Europäischen Völcker-Rechts, in Fridens- und Kriegs-Zeiten. Nürnberg, 1778, S. 110. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/moser_grundlehren_1778/122>, abgerufen am 20.10.2019.