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Moser, Johann Jacob: Erste Grundlehren des jezigen Europäischen Völcker-Rechts, in Fridens- und Kriegs-Zeiten. Nürnberg, 1778.

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15. Capitel.
§. 8.

Einem anderen Souverainen Poststationen
in seinen Landen zu gestatten, ist etwas seltenes.

§. 9.

Eher geschiehet es, daß man Benachbarten
erlaubt, Postcommissarien an denen disseitigen
Gränzen zu halten.

§. 10.

Ob und wie ferne ein Souverain, der einem
anderen Hülffsvölcker zuschickt, zu Behuf der-
selbigen, in einem dritten neutralen Land Feld-
posten anlegen könne? wurde zu unserer Zeit
gestritten.

*) Franckreich und Teutschland.
§. 11.

Kein Souverain ist schuldig, auf seinen Po-
sten anderen Souverainen, oder deren Gesand-
ten, die Freyheit von dem Porto in Ansehung
ihrer Brieffe und Pacqueter zu gestatten; es
seye dann zwischen ihnen bedungen.

§. 12.

Beschwerden in Postsachen über dritter Sou-
verainen Bediente etc. müssen bey ihrem Herrn
angebracht werden.

*) Rußland, Schweden.
§. 13.

Pacquetboote haben zur See eben die Rech-
te, wie die Posten zu Land.

§. 14.
15. Capitel.
§. 8.

Einem anderen Souverainen Poſtſtationen
in ſeinen Landen zu geſtatten, iſt etwas ſeltenes.

§. 9.

Eher geſchiehet es, daß man Benachbarten
erlaubt, Poſtcommiſſarien an denen diſſeitigen
Graͤnzen zu halten.

§. 10.

Ob und wie ferne ein Souverain, der einem
anderen Huͤlffsvoͤlcker zuſchickt, zu Behuf der-
ſelbigen, in einem dritten neutralen Land Feld-
poſten anlegen koͤnne? wurde zu unſerer Zeit
geſtritten.

*) Franckreich und Teutſchland.
§. 11.

Kein Souverain iſt ſchuldig, auf ſeinen Po-
ſten anderen Souverainen, oder deren Geſand-
ten, die Freyheit von dem Porto in Anſehung
ihrer Brieffe und Pacqueter zu geſtatten; es
ſeye dann zwiſchen ihnen bedungen.

§. 12.

Beſchwerden in Poſtſachen uͤber dritter Sou-
verainen Bediente ꝛc. muͤſſen bey ihrem Herrn
angebracht werden.

*) Rußland, Schweden.
§. 13.

Pacquetboote haben zur See eben die Rech-
te, wie die Poſten zu Land.

§. 14.
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[192/0204] 15. Capitel. §. 8. Einem anderen Souverainen Poſtſtationen in ſeinen Landen zu geſtatten, iſt etwas ſeltenes. §. 9. Eher geſchiehet es, daß man Benachbarten erlaubt, Poſtcommiſſarien an denen diſſeitigen Graͤnzen zu halten. §. 10. Ob und wie ferne ein Souverain, der einem anderen Huͤlffsvoͤlcker zuſchickt, zu Behuf der- ſelbigen, in einem dritten neutralen Land Feld- poſten anlegen koͤnne? wurde zu unſerer Zeit geſtritten. *⁾ Franckreich und Teutſchland. §. 11. Kein Souverain iſt ſchuldig, auf ſeinen Po- ſten anderen Souverainen, oder deren Geſand- ten, die Freyheit von dem Porto in Anſehung ihrer Brieffe und Pacqueter zu geſtatten; es ſeye dann zwiſchen ihnen bedungen. §. 12. Beſchwerden in Poſtſachen uͤber dritter Sou- verainen Bediente ꝛc. muͤſſen bey ihrem Herrn angebracht werden. *⁾ Rußland, Schweden. §. 13. Pacquetboote haben zur See eben die Rech- te, wie die Poſten zu Land. §. 14.

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Zitationshilfe: Moser, Johann Jacob: Erste Grundlehren des jezigen Europäischen Völcker-Rechts, in Fridens- und Kriegs-Zeiten. Nürnberg, 1778, S. 192. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/moser_grundlehren_1778/204>, abgerufen am 17.10.2019.