Anmelden (DTAQ) DWDS     dlexDB     CLARIN-D

Quenstedt, Friedrich August: Handbuch der Mineralogie. Tübingen, 1855.

Bild:
<< vorherige Seite

Rechnung: Zonenpunktformel.
rechte Winkel. Beim Hornblende-Dodekaid findet das besondere Verhältniß
Statt, daß die Dodekaidkante d°/d° sich gegen die Axe c gerade so neigt,
als d' auf der Vorderseite, die Axen stehen daher bei ihm sämmtlich auf
einander rechtwinklig.

Durch die Projektion des Hexaides, Oktaides und Dodekaides sind
uns so viel Punkte gegeben, daß wir daraus eine beliebige Menge von
neuen Flächen ableiten können. Bevor wir dazu schreiten, möge das
Wichtigste gesagt werden über die

Berechnung.

Einiges habe ich darüber in Poggendorf's Annal. 1835, XXXIV. 503,
XXXVI.
245 und in den "Beiträgen zur rechnenden Krystallographie, 1848"
im Programme der philos. Fakultät zu Tübingen, das nicht im Buchhandel
erschienen ist, gesagt.

I. Sind die Axenelemente sammt den Flächenaus-
drücken eines Krystalls bekannt, so werden daraus die
Winkel auf folgende Weise berechnet
:

Zonenpunktformel.

Sind die Sektionslinien [Formel 1] und [Formel 2] gegeben, so ist ihr Zonen-
punkt [Formel 3] .

Der Punkt p ist durch die Coordinaten [Formel 4] gegeben, gleich-
gültig, ob die Axen rechtwinklig oder schiefwink-
lig sind. Es verhält sich aber
[Formel 5] , folglich
[Formel 6] [Formel 7] [Formel 8] [Formel 9] [Abbildung] [Formel 10] . Da nun nach oben sich verhält
[Formel 11] ; so ist
[Formel 12] .


Rechnung: Zonenpunktformel.
rechte Winkel. Beim Hornblende-Dodekaid findet das beſondere Verhältniß
Statt, daß die Dodekaidkante d°/d° ſich gegen die Axe c gerade ſo neigt,
als d' auf der Vorderſeite, die Axen ſtehen daher bei ihm ſämmtlich auf
einander rechtwinklig.

Durch die Projektion des Hexaides, Oktaides und Dodekaides ſind
uns ſo viel Punkte gegeben, daß wir daraus eine beliebige Menge von
neuen Flächen ableiten können. Bevor wir dazu ſchreiten, möge das
Wichtigſte geſagt werden über die

Berechnung.

Einiges habe ich darüber in Poggendorf’s Annal. 1835, XXXIV. 503,
XXXVI.
245 und in den „Beiträgen zur rechnenden Kryſtallographie, 1848″
im Programme der philoſ. Fakultät zu Tübingen, das nicht im Buchhandel
erſchienen iſt, geſagt.

I. Sind die Axenelemente ſammt den Flächenaus-
drücken eines Kryſtalls bekannt, ſo werden daraus die
Winkel auf folgende Weiſe berechnet
:

Zonenpunktformel.

Sind die Sektionslinien [Formel 1] und [Formel 2] gegeben, ſo iſt ihr Zonen-
punkt [Formel 3] .

Der Punkt p iſt durch die Coordinaten [Formel 4] gegeben, gleich-
gültig, ob die Axen rechtwinklig oder ſchiefwink-
lig ſind. Es verhält ſich aber
[Formel 5] , folglich
[Formel 6] [Formel 7] [Formel 8] [Formel 9] [Abbildung] [Formel 10] . Da nun nach oben ſich verhält
[Formel 11] ; ſo iſt
[Formel 12] .


<TEI>
  <text>
    <body>
      <div n="1">
        <div n="2">
          <p><pb facs="#f0053" n="41"/><fw place="top" type="header">Rechnung: Zonenpunktformel.</fw><lb/>
rechte Winkel. Beim Hornblende-Dodekaid findet das be&#x017F;ondere Verhältniß<lb/>
Statt, daß die Dodekaidkante <hi rendition="#aq">d°/d</hi>° &#x017F;ich gegen die Axe <hi rendition="#aq">c</hi> gerade &#x017F;o neigt,<lb/>
als <hi rendition="#aq">d'</hi> auf der Vorder&#x017F;eite, die Axen &#x017F;tehen daher bei ihm &#x017F;ämmtlich auf<lb/>
einander rechtwinklig.</p><lb/>
          <p>Durch die Projektion des Hexaides, Oktaides und Dodekaides &#x017F;ind<lb/>
uns &#x017F;o viel Punkte gegeben, daß wir daraus eine beliebige Menge von<lb/>
neuen Flächen ableiten können. Bevor wir dazu &#x017F;chreiten, möge das<lb/>
Wichtig&#x017F;te ge&#x017F;agt werden über die</p>
        </div><lb/>
        <div n="2">
          <head> <hi rendition="#b">Berechnung.</hi> </head><lb/>
          <p>Einiges habe ich darüber in Poggendorf&#x2019;s Annal. 1835, <hi rendition="#aq">XXXIV. 503,<lb/>
XXXVI.</hi> 245 und in den &#x201E;Beiträgen zur rechnenden Kry&#x017F;tallographie, 1848&#x2033;<lb/>
im Programme der philo&#x017F;. Fakultät zu Tübingen, das nicht im Buchhandel<lb/>
er&#x017F;chienen i&#x017F;t, ge&#x017F;agt.</p><lb/>
          <p><hi rendition="#aq">I.</hi><hi rendition="#g">Sind die Axenelemente &#x017F;ammt den Flächenaus-<lb/>
drücken eines Kry&#x017F;talls bekannt, &#x017F;o werden daraus die<lb/>
Winkel auf folgende Wei&#x017F;e berechnet</hi>:</p>
        </div><lb/>
        <div n="2">
          <head> <hi rendition="#b">Zonenpunktformel.</hi> </head><lb/>
          <p>Sind die Sektionslinien <formula/> und <formula/> gegeben, &#x017F;o i&#x017F;t ihr Zonen-<lb/>
punkt <formula/>.</p><lb/>
          <p>Der Punkt <hi rendition="#aq">p</hi> i&#x017F;t durch die Coordinaten <formula/> gegeben, gleich-<lb/>
gültig, ob die Axen rechtwinklig oder &#x017F;chiefwink-<lb/>
lig &#x017F;ind. Es verhält &#x017F;ich aber<lb/><formula/>, folglich<lb/><hi rendition="#et"><formula/><formula/><formula/><formula/></hi> <figure/> <formula/>. Da nun nach oben &#x017F;ich verhält<lb/><hi rendition="#et"><formula/>; &#x017F;o i&#x017F;t<lb/><formula/>.</hi></p><lb/>
        </div>
      </div>
    </body>
  </text>
</TEI>
[41/0053] Rechnung: Zonenpunktformel. rechte Winkel. Beim Hornblende-Dodekaid findet das beſondere Verhältniß Statt, daß die Dodekaidkante d°/d° ſich gegen die Axe c gerade ſo neigt, als d' auf der Vorderſeite, die Axen ſtehen daher bei ihm ſämmtlich auf einander rechtwinklig. Durch die Projektion des Hexaides, Oktaides und Dodekaides ſind uns ſo viel Punkte gegeben, daß wir daraus eine beliebige Menge von neuen Flächen ableiten können. Bevor wir dazu ſchreiten, möge das Wichtigſte geſagt werden über die Berechnung. Einiges habe ich darüber in Poggendorf’s Annal. 1835, XXXIV. 503, XXXVI. 245 und in den „Beiträgen zur rechnenden Kryſtallographie, 1848″ im Programme der philoſ. Fakultät zu Tübingen, das nicht im Buchhandel erſchienen iſt, geſagt. I. Sind die Axenelemente ſammt den Flächenaus- drücken eines Kryſtalls bekannt, ſo werden daraus die Winkel auf folgende Weiſe berechnet: Zonenpunktformel. Sind die Sektionslinien [FORMEL] und [FORMEL] gegeben, ſo iſt ihr Zonen- punkt [FORMEL]. Der Punkt p iſt durch die Coordinaten [FORMEL] gegeben, gleich- gültig, ob die Axen rechtwinklig oder ſchiefwink- lig ſind. Es verhält ſich aber [FORMEL], folglich [FORMEL][FORMEL][FORMEL][FORMEL] [Abbildung] [FORMEL]. Da nun nach oben ſich verhält [FORMEL]; ſo iſt [FORMEL].

Suche im Werk

Hilfe

Informationen zum Werk

Download dieses Werks

XML (TEI P5) · HTML · Text
TCF (text annotation layer)
TCF (tokenisiert, serialisiert, lemmatisiert, normalisiert)
XML (TEI P5 inkl. att.linguistic)

Metadaten zum Werk

TEI-Header · CMDI · Dublin Core

Ansichten dieser Seite

Voyant Tools ?

Feedback

Sie haben einen Fehler gefunden? Dann können Sie diesen über unsere Qualitätssicherungsplattform DTAQ melden.

Kommentar zur DTA-Ausgabe

Dieses Werk wurde gemäß den DTA-Transkriptionsrichtlinien im Double-Keying-Verfahren von Nicht-Muttersprachlern erfasst und in XML/TEI P5 nach DTA-Basisformat kodiert.




Ansicht auf Standard zurückstellen

URL zu diesem Werk: http://www.deutschestextarchiv.de/quenstedt_mineralogie_1854
URL zu dieser Seite: http://www.deutschestextarchiv.de/quenstedt_mineralogie_1854/53
Zitationshilfe: Quenstedt, Friedrich August: Handbuch der Mineralogie. Tübingen, 1855, S. 41. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/quenstedt_mineralogie_1854/53>, abgerufen am 24.03.2019.