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Schwenckfeld, Caspar: Hirschbergischen Warmen Bades/ in Schlesien vnter dem Riesen Gebürge gelegen/ Kurtze vnd einfältige Beschreibung. Görlitz, 1607.

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Kräuter vmb den
Erlenbaum/

Alnus, Das junge
feiste Laub vertreibet die Flöhe/ in die schlaff-
gemacher gestreuet.

Ewich/ Ebhew/

Hedera arborea.
Wachst an Felsen/ alten Gemäwern vnd
Eichbäumen. Blühet im Herbste. Die blet-
ter sind gut vorn Ansprung der Kinder.
Man leget sie auch auff die Fontanellen.
Aus dem Holtze werden Löffel gemacht.

Kriechender Wald Ewich/

He-
dera helix,
Waldwinde.

Farbe/ S. Johannis Farbe/

A-
ckerfarren. Das Männlin hat nur einen ein-
tzigen Stengel. Das Weiblin hat nebenäst-
lin. Den Miltzsüchtigen wird die Wurtz ge-
brauchet/ vnd tödtet die Würme. Der Ge-
ruch ist dem Häupte sehr schädlich.

Grosse Berg Farbe/

Filix alpi-
na maxima.
Eines Mannes hoch/ auff den
hohen Bergen gar gemein.

Kleine Stein Farbe/ Steinfärlin/

Filix muraria minor.

Spitzige Farbe/

Filicula aculeata.

Feldwicken/

Aphaca, Feldwicken/
Vogelwicken

Fichtenbaum/ Fichte/

Picea. Des-
sen sind Gebürge vnd Wälde voll/ zum
Bauen vnd Brennen.

Filtz-
Kraͤuter vmb den
Erlenbaum/

Alnus, Das junge
feiſte Laub vertreibet die Floͤhe/ in die ſchlaff-
gemacher geſtreuet.

Ewich/ Ebhew/

Hedera arborea.
Wachſt an Felſen/ alten Gemaͤwern vnd
Eichbaͤumen. Bluͤhet im Herbſte. Die blet-
ter ſind gut vorn Anſprung der Kinder.
Man leget ſie auch auff die Fontanellen.
Aus dem Holtze werden Loͤffel gemacht.

Kriechender Wald Ewich/

He-
dera helix,
Waldwinde.

Farbe/ S. Johannis Farbe/

A-
ckerfarren. Das Maͤñlin hat nur einen ein-
tzigen Stengel. Das Weiblin hat nebenaͤſt-
lin. Den Miltzſuͤchtigen wird die Wurtz ge-
brauchet/ vnd toͤdtet die Wuͤrme. Der Ge-
ruch iſt dem Haͤupte ſehr ſchaͤdlich.

Groſſe Berg Farbe/

Filix alpi-
na maxima.
Eines Mannes hoch/ auff den
hohen Bergen gar gemein.

Kleine Stein Farbe/ Steinfaͤrlin/

Filix muraria minor.

Spitzige Farbe/

Filicula aculeata.

Feldwicken/

Aphaca, Feldwicken/
Vogelwicken

Fichtenbaum/ Fichte/

Picea. Deſ-
ſen ſind Gebuͤrge vnd Waͤlde voll/ zum
Bauen vnd Brennen.

Filtz-
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[198/0216] Kraͤuter vmb den Erlenbaum/ Alnus, Das junge feiſte Laub vertreibet die Floͤhe/ in die ſchlaff- gemacher geſtreuet. Ewich/ Ebhew/ Hedera arborea. Wachſt an Felſen/ alten Gemaͤwern vnd Eichbaͤumen. Bluͤhet im Herbſte. Die blet- ter ſind gut vorn Anſprung der Kinder. Man leget ſie auch auff die Fontanellen. Aus dem Holtze werden Loͤffel gemacht. Kriechender Wald Ewich/ He- dera helix, Waldwinde. Farbe/ S. Johannis Farbe/ A- ckerfarren. Das Maͤñlin hat nur einen ein- tzigen Stengel. Das Weiblin hat nebenaͤſt- lin. Den Miltzſuͤchtigen wird die Wurtz ge- brauchet/ vnd toͤdtet die Wuͤrme. Der Ge- ruch iſt dem Haͤupte ſehr ſchaͤdlich. Groſſe Berg Farbe/ Filix alpi- na maxima. Eines Mannes hoch/ auff den hohen Bergen gar gemein. Kleine Stein Farbe/ Steinfaͤrlin/ Filix muraria minor. Spitzige Farbe/ Filicula aculeata. Feldwicken/ Aphaca, Feldwicken/ Vogelwicken Fichtenbaum/ Fichte/ Picea. Deſ- ſen ſind Gebuͤrge vnd Waͤlde voll/ zum Bauen vnd Brennen. Filtz-

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Zitationshilfe: Schwenckfeld, Caspar: Hirschbergischen Warmen Bades/ in Schlesien vnter dem Riesen Gebürge gelegen/ Kurtze vnd einfältige Beschreibung. Görlitz, 1607, S. 198. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/schwenckfeld_hirschberischen_1619/216>, abgerufen am 21.01.2020.