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Storch, Heinrich Friedrich von: Gemählde von St. Petersburg. Bd. 1. Riga, 1794.

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Hofnung eines ähnlichen Schicksals nach Ruß-
land zu reisen; da aber nur Männer von an-
erkannter Brauchbarkeit, Weltkenntniß und
feiner Bildung einer solchen Bestimmung ge-
wachsen sind, und man mit solchen Ansprü-
chen überall in der Welt sein Fortkommen fin-
den kann, so hebt sich der anscheinende Vor-
theil von selbst: denn Leute von wenigem oder
keinem Verdienst zu einem beträchtlichen Glück
zu verhelfen, bedarf es hier so gut als irgend-
wo eines freundschaftlichen Dämons.



Hofnung eines aͤhnlichen Schickſals nach Ruß-
land zu reiſen; da aber nur Maͤnner von an-
erkannter Brauchbarkeit, Weltkenntniß und
feiner Bildung einer ſolchen Beſtimmung ge-
wachſen ſind, und man mit ſolchen Anſpruͤ-
chen uͤberall in der Welt ſein Fortkommen fin-
den kann, ſo hebt ſich der anſcheinende Vor-
theil von ſelbſt: denn Leute von wenigem oder
keinem Verdienſt zu einem betraͤchtlichen Gluͤck
zu verhelfen, bedarf es hier ſo gut als irgend-
wo eines freundſchaftlichen Daͤmons.



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[319/0355] Hofnung eines aͤhnlichen Schickſals nach Ruß- land zu reiſen; da aber nur Maͤnner von an- erkannter Brauchbarkeit, Weltkenntniß und feiner Bildung einer ſolchen Beſtimmung ge- wachſen ſind, und man mit ſolchen Anſpruͤ- chen uͤberall in der Welt ſein Fortkommen fin- den kann, ſo hebt ſich der anſcheinende Vor- theil von ſelbſt: denn Leute von wenigem oder keinem Verdienſt zu einem betraͤchtlichen Gluͤck zu verhelfen, bedarf es hier ſo gut als irgend- wo eines freundſchaftlichen Daͤmons.

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Zitationshilfe: Storch, Heinrich Friedrich von: Gemählde von St. Petersburg. Bd. 1. Riga, 1794, S. 319. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/storch_petersburg01_1794/355>, abgerufen am 11.07.2020.