Anmelden (DTAQ) DWDS     dlexDB     CLARIN-D

Weise, Christian: Zittauisches Theatrum. Zittau, 1683.

Bild:
<< vorherige Seite
Der Haupt-Rebelle
sen Gewehr/ daß er so lange in des Volckes Ge-
walt bleibet/ biß wir das rechte Privilegium in Hän-
den haben.

Vit. Es sind gewisse Personen darzu bestellet/
welchen der Vogel auch mit Adlers Flügeln nicht
entwischen soll.

Geon. Das Eisen glüet/ die Schmiede müssen
das jhrige verrichten/ ehe es kalt wird.
Erster Handlung
Funffzehnder Aufftrit.
Die Vorigen/ Roderigo, Arpajo, Furfante.
(Beyde mit entblösten Degen.) hernach
Masaniello.
Rod. Ist dieses der Respect welchen jhr dem Kö-
nige in Hispanien schuldig seid?

Arp. GOtt gebe dem Könige in Spanien lan-
ges Leben/ und uns eine beßre Regierung.

Rod. Auf diese masse wird einem Königlichen Mi-
nister
Gewalt gethan.

Arp. Ihr Exellentz haben sich vor keiner Gewalt
zubefahren/ wenn in unser Begehren eingewilliget
wird/ so sind wir die besten Freunde.

Rod. Es ist allbereit in das Begehren gewilli-
get worden.

Arp. Wenn wir auf ledige Zettel bauen wol-
ten/ so dürfften wir dieser Weitläufftigkeit nicht.
Rod.
Der Haupt-Rebelle
ſen Gewehr/ daß er ſo lange in des Volckes Ge-
walt bleibet/ biß wir das rechte Privilegium in Haͤn-
den haben.

Vit. Es ſind gewiſſe Perſonen darzu beſtellet/
welchen der Vogel auch mit Adlers Fluͤgeln nicht
entwiſchen ſoll.

Geon. Das Eiſen gluͤet/ die Schmiede muͤſſen
das jhrige verrichten/ ehe es kalt wird.
Erſter Handlung
Funffzehnder Aufftrit.
Die Vorigen/ Roderigo, Arpajo, Furfante.
(Beyde mit entbloͤſten Degen.) hernach
Maſaniello.
Rod. Iſt dieſes der Reſpect welchen jhr dem Koͤ-
nige in Hiſpanien ſchuldig ſeid?

Arp. GOtt gebe dem Koͤnige in Spanien lan-
ges Leben/ und uns eine beßre Regierung.

Rod. Auf dieſe maſſe wird einem Koͤniglichen Mi-
niſter
Gewalt gethan.

Arp. Ihr Exellentz haben ſich vor keiner Gewalt
zubefahren/ wenn in unſer Begehren eingewilliget
wird/ ſo ſind wir die beſten Freunde.

Rod. Es iſt allbereit in das Begehren gewilli-
get worden.

Arp. Wenn wir auf ledige Zettel bauen wol-
ten/ ſo duͤrfften wir dieſer Weitlaͤufftigkeit nicht.
Rod.
<TEI>
  <text>
    <body>
      <div n="1">
        <div n="2">
          <div n="3">
            <sp>
              <p><pb facs="#f0381" n="40"/><fw place="top" type="header"><hi rendition="#b">Der Haupt-Rebelle</hi></fw><lb/>
&#x017F;en Gewehr/ daß er &#x017F;o lange in des Volckes Ge-<lb/>
walt bleibet/ biß wir das rechte <hi rendition="#aq">Privilegium</hi> in Ha&#x0364;n-<lb/>
den haben.</p><lb/>
            </sp>
            <sp>
              <speaker> <hi rendition="#aq">Vit.</hi> </speaker>
              <p>Es &#x017F;ind gewi&#x017F;&#x017F;e Per&#x017F;onen darzu be&#x017F;tellet/<lb/>
welchen der Vogel auch mit Adlers Flu&#x0364;geln nicht<lb/>
entwi&#x017F;chen &#x017F;oll.</p><lb/>
            </sp>
            <sp>
              <speaker> <hi rendition="#aq">Geon.</hi> </speaker>
              <p>Das Ei&#x017F;en glu&#x0364;et/ die Schmiede mu&#x0364;&#x017F;&#x017F;en<lb/>
das jhrige verrichten/ ehe es kalt wird.</p>
            </sp>
          </div>
        </div><lb/>
        <div n="2">
          <head> <hi rendition="#b"><hi rendition="#in">E</hi>r&#x017F;ter <hi rendition="#in">H</hi>andlung</hi> </head><lb/>
          <div n="3">
            <head> <hi rendition="#b">Funffzehnder Aufftrit.</hi> </head><lb/>
            <stage> <hi rendition="#c"> <hi rendition="#fr">Die Vorigen/</hi> <hi rendition="#aq">Roderigo, Arpajo, Furfante.</hi><lb/> <hi rendition="#fr">(Beyde mit entblo&#x0364;&#x017F;ten Degen.) hernach</hi><lb/> <hi rendition="#aq">Ma&#x017F;aniello.</hi> </hi> </stage><lb/>
            <sp>
              <speaker> <hi rendition="#aq">Rod.</hi> </speaker>
              <p>I&#x017F;t die&#x017F;es der <hi rendition="#aq">Re&#x017F;pect</hi> welchen jhr dem Ko&#x0364;-<lb/>
nige in Hi&#x017F;panien &#x017F;chuldig &#x017F;eid?</p><lb/>
            </sp>
            <sp>
              <speaker> <hi rendition="#aq">Arp.</hi> </speaker>
              <p>GOtt gebe dem Ko&#x0364;nige in Spanien lan-<lb/>
ges Leben/ und uns eine beßre Regierung.</p><lb/>
            </sp>
            <sp>
              <speaker> <hi rendition="#aq">Rod.</hi> </speaker>
              <p>Auf die&#x017F;e ma&#x017F;&#x017F;e wird einem Ko&#x0364;niglichen <hi rendition="#aq">Mi-<lb/>
ni&#x017F;ter</hi> Gewalt gethan.</p><lb/>
            </sp>
            <sp>
              <speaker> <hi rendition="#aq">Arp.</hi> </speaker>
              <p>Ihr <hi rendition="#aq">Exellen</hi>tz haben &#x017F;ich vor keiner Gewalt<lb/>
zubefahren/ wenn in un&#x017F;er Begehren eingewilliget<lb/>
wird/ &#x017F;o &#x017F;ind wir die be&#x017F;ten Freunde.</p><lb/>
            </sp>
            <sp>
              <speaker> <hi rendition="#aq">Rod.</hi> </speaker>
              <p>Es i&#x017F;t allbereit in das Begehren gewilli-<lb/>
get worden.</p><lb/>
            </sp>
            <sp>
              <speaker> <hi rendition="#aq">Arp.</hi> </speaker>
              <p>Wenn wir auf ledige Zettel bauen wol-<lb/>
ten/ &#x017F;o du&#x0364;rfften wir die&#x017F;er Weitla&#x0364;ufftigkeit nicht.</p>
            </sp><lb/>
            <fw place="bottom" type="catch"> <hi rendition="#aq">Rod.</hi> </fw><lb/>
          </div>
        </div>
      </div>
    </body>
  </text>
</TEI>
[40/0381] Der Haupt-Rebelle ſen Gewehr/ daß er ſo lange in des Volckes Ge- walt bleibet/ biß wir das rechte Privilegium in Haͤn- den haben. Vit. Es ſind gewiſſe Perſonen darzu beſtellet/ welchen der Vogel auch mit Adlers Fluͤgeln nicht entwiſchen ſoll. Geon. Das Eiſen gluͤet/ die Schmiede muͤſſen das jhrige verrichten/ ehe es kalt wird. Erſter Handlung Funffzehnder Aufftrit. Die Vorigen/ Roderigo, Arpajo, Furfante. (Beyde mit entbloͤſten Degen.) hernach Maſaniello. Rod. Iſt dieſes der Reſpect welchen jhr dem Koͤ- nige in Hiſpanien ſchuldig ſeid? Arp. GOtt gebe dem Koͤnige in Spanien lan- ges Leben/ und uns eine beßre Regierung. Rod. Auf dieſe maſſe wird einem Koͤniglichen Mi- niſter Gewalt gethan. Arp. Ihr Exellentz haben ſich vor keiner Gewalt zubefahren/ wenn in unſer Begehren eingewilliget wird/ ſo ſind wir die beſten Freunde. Rod. Es iſt allbereit in das Begehren gewilli- get worden. Arp. Wenn wir auf ledige Zettel bauen wol- ten/ ſo duͤrfften wir dieſer Weitlaͤufftigkeit nicht. Rod.

Suche im Werk

Hilfe

Informationen zum Werk

Download dieses Werks

XML (TEI P5) · HTML · Text
TCF (text annotation layer)
TCF (tokenisiert, serialisiert, lemmatisiert, normalisiert)
XML (TEI P5 inkl. att.linguistic)

Metadaten zum Werk

TEI-Header · CMDI · Dublin Core

Ansichten dieser Seite

Voyant Tools ?

Language Resource Switchboard?

Feedback

Sie haben einen Fehler gefunden? Dann können Sie diesen über unsere Qualitätssicherungsplattform DTAQ melden.

Kommentar zur DTA-Ausgabe

Dieses Werk wurde gemäß den DTA-Transkriptionsrichtlinien im Double-Keying-Verfahren von Nicht-Muttersprachlern erfasst und in XML/TEI P5 nach DTA-Basisformat kodiert.




Ansicht auf Standard zurückstellen

URL zu diesem Werk: http://www.deutschestextarchiv.de/weise_theatrum_1683
URL zu dieser Seite: http://www.deutschestextarchiv.de/weise_theatrum_1683/381
Zitationshilfe: Weise, Christian: Zittauisches Theatrum. Zittau, 1683, S. 40. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/weise_theatrum_1683/381>, abgerufen am 15.10.2019.