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Kleiner, Johann Georg: Die doppelte Glückseligkeit der Gerechten. Brieg, 1722.

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der Gerechten.
greiffen/ und weder Jenen die erlangte Glückseligkeit mißgön-
nen/ noch in unserm eigenen Unglück zaghafft und kleinmüthig
werden; Sondern vielmehr unsere Finger auf unsern Mund
legen/ und mit Hiob sagen: Der Name des HErrn sey ge-Job. 1. v. 21.
lobet. Oder mit jenen beyden Engeln in der Offenbahrung
Johannis am 16. Capitel: HErr, du bist gerecht, und dei-Apoc. 16.
v.
5. 7.

ne Gerichte sind wahrhafftig und gerecht. Wir wollen
aber bey unserm erfahrnen Unglück/ unsern betrübten Gemü-
thern einiger massen aus dem Worte GOttes zu statten kom-
men/ und damit Sie als Zerrissene wiederum mögen gehei-
let/ als Zerschlagene wiederum mögen verbunden/ und
als Trostlose wieder kräfftigst mögen erquicket werden/ unsere
Wohl-Selige nach Jhrer schon hier zeitlich empfundenen
Glückseligkeit
noch in einer weit vortrefflichern und herrli-
chern nach dem kräfftigen Worte des HErrn betrachten/ und
uns hierzu durch ein in Demuth abschickend gläubiges Gebet
und Vater Unser/ um Erlangung des kräfftigen Beystandes
des H. Geistes/ zubereiten. Lasset uns dannenhero mit einan-
der beten/ und also sprechen: Vater Unser, der du bist etc.

TEXTUS.
Ex
Sapient. V. v.
16. 17.

DJe Gerechten werden ewiglich leben/
und der HErr ist ihr Lohn/ und der
Höchste sorget für sie. Darum wer-

den
B 2

der Gerechten.
greiffen/ und weder Jenen die erlangte Gluͤckſeligkeit mißgoͤn-
nen/ noch in unſerm eigenen Ungluͤck zaghafft und kleinmuͤthig
werden; Sondern vielmehr unſere Finger auf unſern Mund
legen/ und mit Hiob ſagen: Der Name des HErrn ſey ge-Job. 1. v. 21.
lobet. Oder mit jenen beyden Engeln in der Offenbahrung
Johannis am 16. Capitel: HErr, du biſt gerecht, und dei-Apoc. 16.
v.
5. 7.

ne Gerichte ſind wahrhafftig und gerecht. Wir wollen
aber bey unſerm erfahrnen Ungluͤck/ unſern betruͤbten Gemuͤ-
thern einiger maſſen aus dem Worte GOttes zu ſtatten kom-
men/ und damit Sie als Zerriſſene wiederum moͤgen gehei-
let/ als Zerſchlagene wiederum moͤgen verbunden/ und
als Troſtloſe wieder kraͤfftigſt moͤgen erquicket werden/ unſere
Wohl-Selige nach Jhrer ſchon hier zeitlich empfundenen
Gluͤckſeligkeit
noch in einer weit vortrefflichern und herrli-
chern nach dem kraͤfftigen Worte des HErrn betrachten/ und
uns hierzu durch ein in Demuth abſchickend glaͤubiges Gebet
und Vater Unſer/ um Erlangung des kraͤfftigen Beyſtandes
des H. Geiſtes/ zubereiten. Laſſet uns dannenhero mit einan-
der beten/ und alſo ſprechen: Vater Unſer, der du biſt ꝛc.

TEXTUS.
Ex
Sapient. V. v.
16. 17.

DJe Gerechten werden ewiglich leben/
und der HErr iſt ihr Lohn/ und der
Hoͤchſte ſorget fuͤr ſie. Darum wer-

den
B 2
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[11/0011] der Gerechten. greiffen/ und weder Jenen die erlangte Gluͤckſeligkeit mißgoͤn- nen/ noch in unſerm eigenen Ungluͤck zaghafft und kleinmuͤthig werden; Sondern vielmehr unſere Finger auf unſern Mund legen/ und mit Hiob ſagen: Der Name des HErrn ſey ge- lobet. Oder mit jenen beyden Engeln in der Offenbahrung Johannis am 16. Capitel: HErr, du biſt gerecht, und dei- ne Gerichte ſind wahrhafftig und gerecht. Wir wollen aber bey unſerm erfahrnen Ungluͤck/ unſern betruͤbten Gemuͤ- thern einiger maſſen aus dem Worte GOttes zu ſtatten kom- men/ und damit Sie als Zerriſſene wiederum moͤgen gehei- let/ als Zerſchlagene wiederum moͤgen verbunden/ und als Troſtloſe wieder kraͤfftigſt moͤgen erquicket werden/ unſere Wohl-Selige nach Jhrer ſchon hier zeitlich empfundenen Gluͤckſeligkeit noch in einer weit vortrefflichern und herrli- chern nach dem kraͤfftigen Worte des HErrn betrachten/ und uns hierzu durch ein in Demuth abſchickend glaͤubiges Gebet und Vater Unſer/ um Erlangung des kraͤfftigen Beyſtandes des H. Geiſtes/ zubereiten. Laſſet uns dannenhero mit einan- der beten/ und alſo ſprechen: Vater Unſer, der du biſt ꝛc. Job. 1. v. 21. Apoc. 16. v. 5. 7. TEXTUS. Ex Sapient. V. v. 16. 17. DJe Gerechten werden ewiglich leben/ und der HErr iſt ihr Lohn/ und der Hoͤchſte ſorget fuͤr ſie. Darum wer- den B 2

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Zitationshilfe: Kleiner, Johann Georg: Die doppelte Glückseligkeit der Gerechten. Brieg, 1722, S. 11. In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/358654/11>, abgerufen am 14.04.2021.