Anmelden (DTAQ) DWDS     dlexDB     CLARIN-D

Strobach, Johann Georg: Den Groß-Schatz-Meister Jesum. Pirna, 1701.

Bild:
<< vorherige Seite

Abdanckungs-Rede.
fe denen kämpffenden Leidtragenden secundiret und beyge-
standen/ mit Gebeth/ tröstlichen Zuspruch/ willfäriger Er-
scheinung und beständiger Begleitung/ und haben Jhnen hie-
durch einen sonderbaren Trost gewinnen helffen vor ihre be-
trübte Hertzen. Sie erkennen dieses alles mit schuldigst-ge-
bührenden Danck! und versprechen hier durch meine Wenig-
keit alle schuldige Gegen-Liebe und Dienstfertigkeit in allen/
doch/ so ihr Wunsch gelten solt/ frölichen Begebenheiten/ dar-
zulegen/ wündschende/ daß der Höchste GOtt Sie entweder
vor allen harten Trauer-Kampff gnädig bewahren/ oder doch
ihr mächtiger Beystand darinne seyn wolle.

Der wohlseeligen Frau Pfarrin endlich ruffen wir noch zu-
letzt diese wenige Worte nach/ welche der Paula, einer frommen
Hieron.
Ep. 27. ad
Eustoch.
und Gottseeligen Matron, von dem bekannten Kirchen-Lehrer
Hieronymo, in einem Schreiben an ihre Tochter Eustochi-
am,
nachgeschrieben wurden: Vale, o Paula, oder: Vale, o
Esther, fides & opera tua Christo Tesociant.

Fromme Esther lebe wohl/ nach erlidtnem Kampff und Streit/ Weil dein Glaube/ wie Er soll/ sich durch Wercke hat erwiesen/ Deine Seele lebet schon in der Himmels Seeligkeit/ CHRISTUS/ Dein sehr grosser Lohn/ sey vor Seine Hülff gepriesen.
abgelegt von
M. Christian Bartsch/
Diacono in Dohna.
Schmertz-

Abdanckungs-Rede.
fe denen kaͤmpffenden Leidtragenden ſecundiret und beyge-
ſtanden/ mit Gebeth/ troͤſtlichen Zuſpruch/ willfaͤriger Er-
ſcheinung und beſtaͤndiger Begleitung/ und haben Jhnen hie-
durch einen ſonderbaren Troſt gewinnen helffen vor ihre be-
truͤbte Hertzen. Sie erkennen dieſes alles mit ſchuldigſt-ge-
buͤhrenden Danck! und verſprechen hier durch meine Wenig-
keit alle ſchuldige Gegen-Liebe und Dienſtfertigkeit in allen/
doch/ ſo ihr Wunſch gelten ſolt/ froͤlichen Begebenheiten/ dar-
zulegen/ wuͤndſchende/ daß der Hoͤchſte GOtt Sie entweder
vor allen harten Trauer-Kampff gnaͤdig bewahren/ oder doch
ihr maͤchtiger Beyſtand darinne ſeyn wolle.

Der wohlſeeligen Frau Pfarrin endlich ruffen wir noch zu-
letzt dieſe wenige Worte nach/ welche der Paula, einer frommen
Hieron.
Ep. 27. ad
Euſtoch.
und Gottſeeligen Matron, von dem bekannten Kirchen-Lehrer
Hieronymo, in einem Schreiben an ihre Tochter Euſtochi-
am,
nachgeſchrieben wurden: Vale, ô Paula, oder: Vale, ô
Eſther, fides & opera tua Chriſto Teſociant.

Fromme Eſther lebe wohl/ nach erlidtnem Kampff und Streit/ Weil dein Glaube/ wie Er ſoll/ ſich durch Wercke hat erwieſen/ Deine Seele lebet ſchon in der Himmels Seeligkeit/ CHRISTUS/ Dein ſehr groſſer Lohn/ ſey vor Seine Huͤlff geprieſen.
abgelegt von
M. Chriſtian Bartſch/
Diacono in Dohna.
Schmertz-
<TEI>
  <text>
    <body>
      <div type="fsThanks" n="1">
        <p><pb facs="#f0060" n="60"/><fw place="top" type="header"><hi rendition="#b">Abdanckungs-Rede.</hi></fw><lb/>
fe denen ka&#x0364;mpffenden Leidtragenden <hi rendition="#aq">&#x017F;ecundir</hi>et und beyge-<lb/>
&#x017F;tanden/ mit Gebeth/ tro&#x0364;&#x017F;tlichen Zu&#x017F;pruch/ willfa&#x0364;riger Er-<lb/>
&#x017F;cheinung und be&#x017F;ta&#x0364;ndiger Begleitung/ und haben Jhnen hie-<lb/>
durch einen &#x017F;onderbaren Tro&#x017F;t gewinnen helffen vor ihre be-<lb/>
tru&#x0364;bte Hertzen. Sie erkennen die&#x017F;es alles mit &#x017F;chuldig&#x017F;t-ge-<lb/>
bu&#x0364;hrenden Danck! und ver&#x017F;prechen hier durch meine Wenig-<lb/>
keit alle &#x017F;chuldige Gegen-Liebe und Dien&#x017F;tfertigkeit in allen/<lb/>
doch/ &#x017F;o ihr Wun&#x017F;ch gelten &#x017F;olt/ fro&#x0364;lichen Begebenheiten/ dar-<lb/>
zulegen/ wu&#x0364;nd&#x017F;chende/ daß der Ho&#x0364;ch&#x017F;te GOtt Sie entweder<lb/>
vor allen harten Trauer-Kampff gna&#x0364;dig bewahren/ oder doch<lb/>
ihr ma&#x0364;chtiger Bey&#x017F;tand darinne &#x017F;eyn wolle.</p><lb/>
        <p>Der wohl&#x017F;eeligen <hi rendition="#fr">Frau Pfarrin</hi> endlich ruffen wir noch zu-<lb/>
letzt die&#x017F;e wenige Worte nach/ welche der <hi rendition="#aq">Paula,</hi> einer frommen<lb/><note place="left"><hi rendition="#aq">Hieron.<lb/>
Ep. 27. ad<lb/>
Eu&#x017F;toch.</hi></note>und Gott&#x017F;eeligen <hi rendition="#aq">Matron,</hi> von dem bekannten Kirchen-Lehrer<lb/><hi rendition="#aq">Hieronymo,</hi> in einem Schreiben an ihre Tochter <hi rendition="#aq">Eu&#x017F;tochi-<lb/>
am,</hi> nachge&#x017F;chrieben wurden: <hi rendition="#aq">Vale, ô Paula,</hi> oder: <hi rendition="#aq">Vale, ô<lb/>
E&#x017F;ther, fides &amp; opera tua Chri&#x017F;to Te&#x017F;ociant.</hi></p><lb/>
        <div type="fsEpicedia" n="2">
          <lg type="poem">
            <l> <hi rendition="#c"> <hi rendition="#fr">Fromme E&#x017F;ther lebe wohl/ nach erlidtnem Kampff</hi> </hi> </l>
            <l> <hi rendition="#fr"> <hi rendition="#c">und Streit/</hi> </hi> </l>
            <l> <hi rendition="#c">Weil dein Glaube/ wie Er &#x017F;oll/ &#x017F;ich durch Wercke</hi> </l>
            <l> <hi rendition="#c"> <hi rendition="#c">hat erwie&#x017F;en/</hi> </hi> </l>
            <l> <hi rendition="#c">Deine Seele lebet &#x017F;chon in der Himmels Seeligkeit/</hi> </l>
            <l> <hi rendition="#c">CHRIST<hi rendition="#aq">U</hi><hi rendition="#fr">S/ Dein &#x017F;ehr gro&#x017F;&#x017F;er Lohn/ &#x017F;ey vor</hi></hi> </l>
            <l> <hi rendition="#fr"> <hi rendition="#c">Seine Hu&#x0364;lff geprie&#x017F;en.</hi> </hi> </l>
          </lg><lb/>
          <closer>
            <salute> <hi rendition="#et">abgelegt von<lb/><hi rendition="#aq">M.</hi> <hi rendition="#fr">Chri&#x017F;tian Bart&#x017F;ch/</hi><lb/><hi rendition="#aq">Diacono</hi> in Dohna.</hi> </salute>
          </closer><lb/>
        </div>
      </div>
      <fw place="bottom" type="catch">Schmertz-</fw><lb/>
    </body>
  </text>
</TEI>
[60/0060] Abdanckungs-Rede. fe denen kaͤmpffenden Leidtragenden ſecundiret und beyge- ſtanden/ mit Gebeth/ troͤſtlichen Zuſpruch/ willfaͤriger Er- ſcheinung und beſtaͤndiger Begleitung/ und haben Jhnen hie- durch einen ſonderbaren Troſt gewinnen helffen vor ihre be- truͤbte Hertzen. Sie erkennen dieſes alles mit ſchuldigſt-ge- buͤhrenden Danck! und verſprechen hier durch meine Wenig- keit alle ſchuldige Gegen-Liebe und Dienſtfertigkeit in allen/ doch/ ſo ihr Wunſch gelten ſolt/ froͤlichen Begebenheiten/ dar- zulegen/ wuͤndſchende/ daß der Hoͤchſte GOtt Sie entweder vor allen harten Trauer-Kampff gnaͤdig bewahren/ oder doch ihr maͤchtiger Beyſtand darinne ſeyn wolle. Der wohlſeeligen Frau Pfarrin endlich ruffen wir noch zu- letzt dieſe wenige Worte nach/ welche der Paula, einer frommen und Gottſeeligen Matron, von dem bekannten Kirchen-Lehrer Hieronymo, in einem Schreiben an ihre Tochter Euſtochi- am, nachgeſchrieben wurden: Vale, ô Paula, oder: Vale, ô Eſther, fides & opera tua Chriſto Teſociant. Hieron. Ep. 27. ad Euſtoch. Fromme Eſther lebe wohl/ nach erlidtnem Kampff und Streit/ Weil dein Glaube/ wie Er ſoll/ ſich durch Wercke hat erwieſen/ Deine Seele lebet ſchon in der Himmels Seeligkeit/ CHRISTUS/ Dein ſehr groſſer Lohn/ ſey vor Seine Huͤlff geprieſen. abgelegt von M. Chriſtian Bartſch/ Diacono in Dohna. Schmertz-

Suche im Werk

Hilfe

Informationen zum Werk

Download dieses Werks

XML (TEI P5) · HTML · Text
TCF (text annotation layer)
TCF (tokenisiert, serialisiert, lemmatisiert, normalisiert)
XML (TEI P5 inkl. att.linguistic)

Metadaten zum Werk

TEI-Header · CMDI · Dublin Core

Ansichten dieser Seite

Voyant Tools ?

Language Resource Switchboard?

Feedback

Sie haben einen Fehler gefunden? Dann können Sie diesen über unsere Qualitätssicherungsplattform DTAQ melden.

Kommentar zur DTA-Ausgabe

Dieses Werk wurde im Rahmen des Moduls DTA-Erweiterungen (DTAE) digitalisiert. Weitere Informationen …




Ansicht auf Standard zurückstellen

URL zu diesem Werk: https://www.deutschestextarchiv.de/392438
URL zu dieser Seite: https://www.deutschestextarchiv.de/392438/60
Zitationshilfe: Strobach, Johann Georg: Den Groß-Schatz-Meister Jesum. Pirna, 1701, S. 60. In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/392438/60>, abgerufen am 14.04.2021.