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Dach, Simon: Tugend-Gebühr Welche Dem Weiland WolEdlen Vesten und Mannhafften Hn. Stephan Braden Churfürstl. Preussischen wolbestallten Majorn in dero Vestung Pillaw etc. Welcher 1649. 28. Mey. sanfft und selig in der Pillaw eingeschlaffen und daselbst 22. Hewmon. ... bestattet worden/ Geleistet. Königsberg, 1649.

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Wie richt ich ihm ein Denckmal auff
Das für der Zeit Gewalt kan bleiben?

Hub Opitz ihn nicht stets empor?
Wie rühmt er seinen Muth vnd Degen/
Er zog ihn tausent andern vor
Der Sprachen/ Laut-vnd Waffen wegen.
Dieß wo-er-zu trug Lieb' vnd Gunst/
Worauff er wandte stracks die Jugend/
Das war die edle Music-Kunst/
Vnd die behertzte Krieges-Tugend.
Er hat die Cimbern vnd das Land/
So ihn gebohren/ bald verlassen/
Die Warn' hat seinen Sinn erkant/
Der nur war gute Tugend fassen.
Sie schickt' ihn dir/ O Schweden/ zu/
Wie lieb ihn da Stockholm auch schätzte/
So fand er doch daselbst nicht Rhu
Biß er den Fuß in Franckreich setzte.
Er hat die Höffligkeit vnd Zier
Der Sprach' hie eilends angenommen/
Es war kein Künstler da vnd hier
Bey dem er nicht in Gunst ist kommen.
Man

Wie richt ich ihm ein Denckmal auff
Das fuͤr der Zeit Gewalt kan bleiben?

Hub Opitz ihn nicht ſtets empor?
Wie ruͤhmt er ſeinen Muth vnd Degen/
Er zog ihn tauſent andern vor
Der Sprachen/ Laut-vnd Waffen wegen.
Dieß wo-er-zu trug Lieb' vnd Gunſt/
Worauff er wandte ſtracks die Jugend/
Das war die edle Muſic-Kunſt/
Vnd die behertzte Krieges-Tugend.
Er hat die Cimbern vnd das Land/
So ihn gebohren/ bald verlaſſen/
Die Warn' hat ſeinen Sinn erkant/
Der nur war gute Tugend faſſen.
Sie ſchickt' ihn dir/ O Schweden/ zu/
Wie lieb ihn da Stockholm auch ſchaͤtzte/
So fand er doch daſelbſt nicht Rhu
Biß er den Fuß in Franckreich ſetzte.
Er hat die Hoͤffligkeit vnd Zier
Der Sprach' hie eilends angenommen/
Es war kein Kuͤnſtler da vnd hier
Bey dem er nicht in Gunſt iſt kommen.
Man
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[0008] Wie richt ich ihm ein Denckmal auff Das fuͤr der Zeit Gewalt kan bleiben? Hub Opitz ihn nicht ſtets empor? Wie ruͤhmt er ſeinen Muth vnd Degen/ Er zog ihn tauſent andern vor Der Sprachen/ Laut-vnd Waffen wegen. Dieß wo-er-zu trug Lieb' vnd Gunſt/ Worauff er wandte ſtracks die Jugend/ Das war die edle Muſic-Kunſt/ Vnd die behertzte Krieges-Tugend. Er hat die Cimbern vnd das Land/ So ihn gebohren/ bald verlaſſen/ Die Warn' hat ſeinen Sinn erkant/ Der nur war gute Tugend faſſen. Sie ſchickt' ihn dir/ O Schweden/ zu/ Wie lieb ihn da Stockholm auch ſchaͤtzte/ So fand er doch daſelbſt nicht Rhu Biß er den Fuß in Franckreich ſetzte. Er hat die Hoͤffligkeit vnd Zier Der Sprach' hie eilends angenommen/ Es war kein Kuͤnſtler da vnd hier Bey dem er nicht in Gunſt iſt kommen. Man

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Zitationshilfe: Dach, Simon: Tugend-Gebühr Welche Dem Weiland WolEdlen Vesten und Mannhafften Hn. Stephan Braden Churfürstl. Preussischen wolbestallten Majorn in dero Vestung Pillaw etc. Welcher 1649. 28. Mey. sanfft und selig in der Pillaw eingeschlaffen und daselbst 22. Hewmon. ... bestattet worden/ Geleistet. Königsberg, 1649, S. . In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/635375818/8>, abgerufen am 26.09.2021.