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Allgemeine Zeitung. Nr. 39. Augsburg, 8. Februar 1840.

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Das Eco de Aragon schreibt aus Valencia vom 6 Jan. "Schon seit langer Zeit ging das Gerücht, daß die Rebellen einen Ueberfall gegen unsre Stadt beabsichtigten. In der That begannen sie am 3 um halb vier Uhr Morgens ein lebhaftes Feuer gegen das Thor Tales und griffen sogar das Thor von Castellon an. Aber die Garnison griff zu den Waffen und warf den Feind mit größter Energie zurück. Der Feind hatte fünf Bataillone und zwei Schwadronen Cavallerie. Sein Verlust belief sich in diesem Gefecht auf 33 Todte und etwa 80 Verwundete; ein großer Theil der letztern wurde nach den Ortschaften Ver, Alcudia und Ayodar transportirt. Es wurden auch viele Bauern in diesem Gefecht getödtet, denn die Rebellen hatten über 300 gezwungen, ihnen zu folgen und die Leitern zu tragen, deren sie sich bedienen wollten. Wir hatten in diesem Gefecht fünf Todte und zwölf schwer Verwundete. Unter den Getödteten befindet sich Obristlieutenant Iriarte."

Großbritannien.

Am 31 Jan. hielt die Königin in Buckinghampalast einen Hof. Hr. Arthur Aston, der neuernannte brittische Botschafter an den Madrider Hof, hatte, von Lord Palmerston eingeführt, seine Abschiedsaudienz, und wird nunmehr auf seinen Gesandtschaftsposten abreisen.

Noch ein Nachtrag aus der Oberhaussitzung vom 27 Jan. Viscount Strangford: "An einem der letzten Abende richtete ich an den edlen Viscount eine Frage wegen der Ankunft eines Agenten aus Montevideo in Paris als Ueberbringer eines Vorschlags an den König der Franzosen. Der edle Viscount versprach sich darüber zu erkundigen, und das Ergebniß seiner Nachfragen dem Hause vorzulegen. Ich wünsche nun zu erfahren, was der edle Viscount darüber vernommen hat." Lord Melbourne: "Daß ein solcher Agent in Paris eingetroffen, hab' ich gehört, nicht aber, was der Zweck seiner Sendung ist." Lord Strangford: "Ich habe unlängst in einer recht amusanten Zeitung die Schilderung einer Gesellschaft jovialer Bursche gelesen, die hier in London unter dem Namen "der Club der ganz Wachen (the wide-awake club)" ihre Zusammenkünfte hält. Ich bin überzeugt, daß der edle Viscount diesem Club nicht angehört (Hört!), und würden er und seine Collegen um Aufnahme nachsuchen, so würden sie gewiß schwarze Kugeln erhalten, denn zu den Wachen oder Wachsamen gehören sie wahrhaftig nicht. (Gelächter.) Weiß der edle Viscount, daß eben jetzt Montevideo und dessen Dependenzen factisch in französischem Militärbesitz sind?" Lord Melbourne: "Ich weiß es." Auch Lord Aberdeen (in den zwei letzten Toryministerien Staatssecretär des Auswärtigen) rügte die Fortdauer der französischen Blokade des La Plata-Stroms. Der Premierminister habe einige Tage zuvor auf die Frage eines edlen Lords geantwortet, er könne das Ende dieser Blokade nicht absehen; indeß sollte der edle Viscount doch bedenken, daß den Handelsinteressen Englands nichts nachtheiliger seyn könne, als ein noch längeres Bestehen dieser Blokade. Gesetzt, irgend ein despotischer Staat erlaubte sich ein solches Verfahren, wie jetzt Frankreich gegenüber von Buenos-Ayres, so würde man es von einem Ende des Landes bis zum andern als einen Act beflissener Feindseligkeit gegen England laut tadeln hören. Was ihn (Aberdeen) selbst anlange, so sey es ihm unmöglich, die Plünderung englischer Kaufleute, den Verlust des englischen Handels und die Zerstörung englischen Eigenthums mit anzusehen, und dennoch die Macht, von der diese Uebel zugefügt werden, eine befreundete zu nennen. Frankreichs Benehmen sey eine schreiende Verletzung des in diesen civilisirten Zeiten geltenden völkerrechtlichen Blokadegesetzes, und Ihrer Maj. Minister seyen verpflichtet, der französischen Regierung die Ungebührlichkeit einer solchen Handlungsweise ernstlichst bemerkbar zu machen. (Hört!) Lord Melbourne antwortete: "Man irrt sich, wenn man Ihrer Maj. Minister der Gleichgültigkeit gegen den Stand der Dinge in Südamerika zeiht. Die Blokade fügt dem brittischen Handel allerdings schweren Schaden zu, und ich fühle das so tief, als der edle Lord gegenüber, der so eben gesprochen. Ich und meine Collegen hegen den eifrigsten Wunsch, die Blokade beendigt zu sehen, und wir haben zu diesem Zweck Alles gethan, was in unsern Kräften stand. Indeß ziehen die Unterhandlungen darüber sich in die Länge, und in diesem Sinne äußerte ich neulich, ich könne nicht sagen, wann die Blokade aufhören werde. Ich wollte keine Hoffnungen erregen, die der Erfolg vielleicht nicht rechtfertigen würde. Was die völkerrechtliche Seite der Blokade betrifft, so geb' ich zu, daß sie kein in Friedenszeiten auszuübendes Recht, sondern eine Kriegshandlung ist. Sie kommt einer Kriegserklärung gleich, und dem Staat, gegen den sie gerichtet ist, steht es frei, sie als eine solche aufzunehmen; dagegen steht es demselben auch frei, anders zu handeln. Das Haus möge versichert seyn, daß von Seite der Regierung nichts verabsäumt werden wird, dieser Blokade ein Ziel zu setzen." Lord Strangford: "Der edle Viscount sagte uns schon in voriger Session mit bestimmten Worten, es seyen Negociationen im Gang, die eine schnelle Ausgleichung der Sache erwarten ließen." Lord Melbourne: "Ja; aber das nicht günstige Resultat jener Negociationen macht mich eben jetzt um so vorsichtiger, dem edlen Hause neue Hoffnungen vorzuhalten." Damit ließ man diese "Conversation" fallen.

In der Oberhaussitzung am 31 Jan. fragte Lord Brougham den Lordkanzler, ob er bereit sey, in der beanstandeten Clausel der Naturalisationsbill für Prinz Albert eine Aenderung vorzunehmen, welche unangenehme Discussionen ersparen könne. Der Lordkanzler antwortete, er werde die Clausel dahin abzuändern vorschlagen: "Ihre Maj. soll ermächtigt werden, dem Prinzen den Vortritt zunächst nach jedem muthmaßlichen Thronerben einzuräumen." Lord Brougham: "Welcher Vortritt aber nur für die Lebensdauer Ihrer Maj. zu gelten habe?" Lordkanzler: "Ich bin nicht darauf vorbereitet, weiter zu gehen." Die Bill wurde zum zweitenmal gelesen und soll am 3 Februar in die Committee gebracht werden; - wo dann, wie die Times nicht zweifelt, die von Lord Brougham angedeutete Restriction gewiß wird eingerückt werden. - Der orthodoxe Bischof von Exeter (Dr. Phillpots) brachte zum drittenmal Robert Owens Socialismus in Anregung, indem er den Staatssecretär des Innern fragte, ob er auch wisse, daß Hr. Pare, der von der Regierung angestellte Oberaufseher der Registratur über Geburten, Trauungen und Sterbefälle in Birmingham vom Mai 1838 bis dahin 1839 Vicepräsident einer Socialisten gesellschaft gewesen sey. Lord Normanby antwortete, Hr. Pare habe jede Verbindung mit dieser Secte abgebrochen, und brachte zugleich Einiges zu Gunsten Owens und seiner Lehre vor. Daß Owen persönlich einen sehr achtbaren Charakter habe, behauptete Lord Brougham neulich unter Berufung auf den edlen Wilberforce, der ihm vor Jahren dasselbe Zeugniß im Hause der Gemeinen ertheilte. - Lord Londonderry fragte, ob die Regierung officielle Nachricht von der militärischen Besetzung Minorca's von Seite der Franzosen, oder mindestens von der Errichtung eines französischen Militärhospitals auf dieser Insel habe. Lord Melbourne antwortete, nicht Minorca, sondern ein Inselchen in dessen Nähe sey von den Franzosen

Das Eco de Aragon schreibt aus Valencia vom 6 Jan. „Schon seit langer Zeit ging das Gerücht, daß die Rebellen einen Ueberfall gegen unsre Stadt beabsichtigten. In der That begannen sie am 3 um halb vier Uhr Morgens ein lebhaftes Feuer gegen das Thor Tales und griffen sogar das Thor von Castellon an. Aber die Garnison griff zu den Waffen und warf den Feind mit größter Energie zurück. Der Feind hatte fünf Bataillone und zwei Schwadronen Cavallerie. Sein Verlust belief sich in diesem Gefecht auf 33 Todte und etwa 80 Verwundete; ein großer Theil der letztern wurde nach den Ortschaften Ver, Alcudia und Ayodar transportirt. Es wurden auch viele Bauern in diesem Gefecht getödtet, denn die Rebellen hatten über 300 gezwungen, ihnen zu folgen und die Leitern zu tragen, deren sie sich bedienen wollten. Wir hatten in diesem Gefecht fünf Todte und zwölf schwer Verwundete. Unter den Getödteten befindet sich Obristlieutenant Iriarte.“

Großbritannien.

Am 31 Jan. hielt die Königin in Buckinghampalast einen Hof. Hr. Arthur Aston, der neuernannte brittische Botschafter an den Madrider Hof, hatte, von Lord Palmerston eingeführt, seine Abschiedsaudienz, und wird nunmehr auf seinen Gesandtschaftsposten abreisen.

Noch ein Nachtrag aus der Oberhaussitzung vom 27 Jan. Viscount Strangford: „An einem der letzten Abende richtete ich an den edlen Viscount eine Frage wegen der Ankunft eines Agenten aus Montevideo in Paris als Ueberbringer eines Vorschlags an den König der Franzosen. Der edle Viscount versprach sich darüber zu erkundigen, und das Ergebniß seiner Nachfragen dem Hause vorzulegen. Ich wünsche nun zu erfahren, was der edle Viscount darüber vernommen hat.“ Lord Melbourne: „Daß ein solcher Agent in Paris eingetroffen, hab' ich gehört, nicht aber, was der Zweck seiner Sendung ist.“ Lord Strangford: „Ich habe unlängst in einer recht amusanten Zeitung die Schilderung einer Gesellschaft jovialer Bursche gelesen, die hier in London unter dem Namen „der Club der ganz Wachen (the wide-awake club)“ ihre Zusammenkünfte hält. Ich bin überzeugt, daß der edle Viscount diesem Club nicht angehört (Hört!), und würden er und seine Collegen um Aufnahme nachsuchen, so würden sie gewiß schwarze Kugeln erhalten, denn zu den Wachen oder Wachsamen gehören sie wahrhaftig nicht. (Gelächter.) Weiß der edle Viscount, daß eben jetzt Montevideo und dessen Dependenzen factisch in französischem Militärbesitz sind?“ Lord Melbourne: „Ich weiß es.“ Auch Lord Aberdeen (in den zwei letzten Toryministerien Staatssecretär des Auswärtigen) rügte die Fortdauer der französischen Blokade des La Plata-Stroms. Der Premierminister habe einige Tage zuvor auf die Frage eines edlen Lords geantwortet, er könne das Ende dieser Blokade nicht absehen; indeß sollte der edle Viscount doch bedenken, daß den Handelsinteressen Englands nichts nachtheiliger seyn könne, als ein noch längeres Bestehen dieser Blokade. Gesetzt, irgend ein despotischer Staat erlaubte sich ein solches Verfahren, wie jetzt Frankreich gegenüber von Buenos-Ayres, so würde man es von einem Ende des Landes bis zum andern als einen Act beflissener Feindseligkeit gegen England laut tadeln hören. Was ihn (Aberdeen) selbst anlange, so sey es ihm unmöglich, die Plünderung englischer Kaufleute, den Verlust des englischen Handels und die Zerstörung englischen Eigenthums mit anzusehen, und dennoch die Macht, von der diese Uebel zugefügt werden, eine befreundete zu nennen. Frankreichs Benehmen sey eine schreiende Verletzung des in diesen civilisirten Zeiten geltenden völkerrechtlichen Blokadegesetzes, und Ihrer Maj. Minister seyen verpflichtet, der französischen Regierung die Ungebührlichkeit einer solchen Handlungsweise ernstlichst bemerkbar zu machen. (Hört!) Lord Melbourne antwortete: „Man irrt sich, wenn man Ihrer Maj. Minister der Gleichgültigkeit gegen den Stand der Dinge in Südamerika zeiht. Die Blokade fügt dem brittischen Handel allerdings schweren Schaden zu, und ich fühle das so tief, als der edle Lord gegenüber, der so eben gesprochen. Ich und meine Collegen hegen den eifrigsten Wunsch, die Blokade beendigt zu sehen, und wir haben zu diesem Zweck Alles gethan, was in unsern Kräften stand. Indeß ziehen die Unterhandlungen darüber sich in die Länge, und in diesem Sinne äußerte ich neulich, ich könne nicht sagen, wann die Blokade aufhören werde. Ich wollte keine Hoffnungen erregen, die der Erfolg vielleicht nicht rechtfertigen würde. Was die völkerrechtliche Seite der Blokade betrifft, so geb' ich zu, daß sie kein in Friedenszeiten auszuübendes Recht, sondern eine Kriegshandlung ist. Sie kommt einer Kriegserklärung gleich, und dem Staat, gegen den sie gerichtet ist, steht es frei, sie als eine solche aufzunehmen; dagegen steht es demselben auch frei, anders zu handeln. Das Haus möge versichert seyn, daß von Seite der Regierung nichts verabsäumt werden wird, dieser Blokade ein Ziel zu setzen.“ Lord Strangford: „Der edle Viscount sagte uns schon in voriger Session mit bestimmten Worten, es seyen Negociationen im Gang, die eine schnelle Ausgleichung der Sache erwarten ließen.“ Lord Melbourne: „Ja; aber das nicht günstige Resultat jener Negociationen macht mich eben jetzt um so vorsichtiger, dem edlen Hause neue Hoffnungen vorzuhalten.“ Damit ließ man diese „Conversation“ fallen.

In der Oberhaussitzung am 31 Jan. fragte Lord Brougham den Lordkanzler, ob er bereit sey, in der beanstandeten Clausel der Naturalisationsbill für Prinz Albert eine Aenderung vorzunehmen, welche unangenehme Discussionen ersparen könne. Der Lordkanzler antwortete, er werde die Clausel dahin abzuändern vorschlagen: „Ihre Maj. soll ermächtigt werden, dem Prinzen den Vortritt zunächst nach jedem muthmaßlichen Thronerben einzuräumen.“ Lord Brougham: „Welcher Vortritt aber nur für die Lebensdauer Ihrer Maj. zu gelten habe?“ Lordkanzler: „Ich bin nicht darauf vorbereitet, weiter zu gehen.“ Die Bill wurde zum zweitenmal gelesen und soll am 3 Februar in die Committee gebracht werden; – wo dann, wie die Times nicht zweifelt, die von Lord Brougham angedeutete Restriction gewiß wird eingerückt werden. – Der orthodoxe Bischof von Exeter (Dr. Phillpots) brachte zum drittenmal Robert Owens Socialismus in Anregung, indem er den Staatssecretär des Innern fragte, ob er auch wisse, daß Hr. Pare, der von der Regierung angestellte Oberaufseher der Registratur über Geburten, Trauungen und Sterbefälle in Birmingham vom Mai 1838 bis dahin 1839 Vicepräsident einer Socialisten gesellschaft gewesen sey. Lord Normanby antwortete, Hr. Pare habe jede Verbindung mit dieser Secte abgebrochen, und brachte zugleich Einiges zu Gunsten Owens und seiner Lehre vor. Daß Owen persönlich einen sehr achtbaren Charakter habe, behauptete Lord Brougham neulich unter Berufung auf den edlen Wilberforce, der ihm vor Jahren dasselbe Zeugniß im Hause der Gemeinen ertheilte. – Lord Londonderry fragte, ob die Regierung officielle Nachricht von der militärischen Besetzung Minorca's von Seite der Franzosen, oder mindestens von der Errichtung eines französischen Militärhospitals auf dieser Insel habe. Lord Melbourne antwortete, nicht Minorca, sondern ein Inselchen in dessen Nähe sey von den Franzosen

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[0306/0002] Das Eco de Aragon schreibt aus Valencia vom 6 Jan. „Schon seit langer Zeit ging das Gerücht, daß die Rebellen einen Ueberfall gegen unsre Stadt beabsichtigten. In der That begannen sie am 3 um halb vier Uhr Morgens ein lebhaftes Feuer gegen das Thor Tales und griffen sogar das Thor von Castellon an. Aber die Garnison griff zu den Waffen und warf den Feind mit größter Energie zurück. Der Feind hatte fünf Bataillone und zwei Schwadronen Cavallerie. Sein Verlust belief sich in diesem Gefecht auf 33 Todte und etwa 80 Verwundete; ein großer Theil der letztern wurde nach den Ortschaften Ver, Alcudia und Ayodar transportirt. Es wurden auch viele Bauern in diesem Gefecht getödtet, denn die Rebellen hatten über 300 gezwungen, ihnen zu folgen und die Leitern zu tragen, deren sie sich bedienen wollten. Wir hatten in diesem Gefecht fünf Todte und zwölf schwer Verwundete. Unter den Getödteten befindet sich Obristlieutenant Iriarte.“ Großbritannien. *London, 1 Febr. Am 31 Jan. hielt die Königin in Buckinghampalast einen Hof. Hr. Arthur Aston, der neuernannte brittische Botschafter an den Madrider Hof, hatte, von Lord Palmerston eingeführt, seine Abschiedsaudienz, und wird nunmehr auf seinen Gesandtschaftsposten abreisen. Noch ein Nachtrag aus der Oberhaussitzung vom 27 Jan. Viscount Strangford: „An einem der letzten Abende richtete ich an den edlen Viscount eine Frage wegen der Ankunft eines Agenten aus Montevideo in Paris als Ueberbringer eines Vorschlags an den König der Franzosen. Der edle Viscount versprach sich darüber zu erkundigen, und das Ergebniß seiner Nachfragen dem Hause vorzulegen. Ich wünsche nun zu erfahren, was der edle Viscount darüber vernommen hat.“ Lord Melbourne: „Daß ein solcher Agent in Paris eingetroffen, hab' ich gehört, nicht aber, was der Zweck seiner Sendung ist.“ Lord Strangford: „Ich habe unlängst in einer recht amusanten Zeitung die Schilderung einer Gesellschaft jovialer Bursche gelesen, die hier in London unter dem Namen „der Club der ganz Wachen (the wide-awake club)“ ihre Zusammenkünfte hält. Ich bin überzeugt, daß der edle Viscount diesem Club nicht angehört (Hört!), und würden er und seine Collegen um Aufnahme nachsuchen, so würden sie gewiß schwarze Kugeln erhalten, denn zu den Wachen oder Wachsamen gehören sie wahrhaftig nicht. (Gelächter.) Weiß der edle Viscount, daß eben jetzt Montevideo und dessen Dependenzen factisch in französischem Militärbesitz sind?“ Lord Melbourne: „Ich weiß es.“ Auch Lord Aberdeen (in den zwei letzten Toryministerien Staatssecretär des Auswärtigen) rügte die Fortdauer der französischen Blokade des La Plata-Stroms. Der Premierminister habe einige Tage zuvor auf die Frage eines edlen Lords geantwortet, er könne das Ende dieser Blokade nicht absehen; indeß sollte der edle Viscount doch bedenken, daß den Handelsinteressen Englands nichts nachtheiliger seyn könne, als ein noch längeres Bestehen dieser Blokade. Gesetzt, irgend ein despotischer Staat erlaubte sich ein solches Verfahren, wie jetzt Frankreich gegenüber von Buenos-Ayres, so würde man es von einem Ende des Landes bis zum andern als einen Act beflissener Feindseligkeit gegen England laut tadeln hören. 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Ich und meine Collegen hegen den eifrigsten Wunsch, die Blokade beendigt zu sehen, und wir haben zu diesem Zweck Alles gethan, was in unsern Kräften stand. Indeß ziehen die Unterhandlungen darüber sich in die Länge, und in diesem Sinne äußerte ich neulich, ich könne nicht sagen, wann die Blokade aufhören werde. Ich wollte keine Hoffnungen erregen, die der Erfolg vielleicht nicht rechtfertigen würde. Was die völkerrechtliche Seite der Blokade betrifft, so geb' ich zu, daß sie kein in Friedenszeiten auszuübendes Recht, sondern eine Kriegshandlung ist. Sie kommt einer Kriegserklärung gleich, und dem Staat, gegen den sie gerichtet ist, steht es frei, sie als eine solche aufzunehmen; dagegen steht es demselben auch frei, anders zu handeln. Das Haus möge versichert seyn, daß von Seite der Regierung nichts verabsäumt werden wird, dieser Blokade ein Ziel zu setzen.“ Lord Strangford: „Der edle Viscount sagte uns schon in voriger Session mit bestimmten Worten, es seyen Negociationen im Gang, die eine schnelle Ausgleichung der Sache erwarten ließen.“ Lord Melbourne: „Ja; aber das nicht günstige Resultat jener Negociationen macht mich eben jetzt um so vorsichtiger, dem edlen Hause neue Hoffnungen vorzuhalten.“ Damit ließ man diese „Conversation“ fallen. In der Oberhaussitzung am 31 Jan. fragte Lord Brougham den Lordkanzler, ob er bereit sey, in der beanstandeten Clausel der Naturalisationsbill für Prinz Albert eine Aenderung vorzunehmen, welche unangenehme Discussionen ersparen könne. Der Lordkanzler antwortete, er werde die Clausel dahin abzuändern vorschlagen: „Ihre Maj. soll ermächtigt werden, dem Prinzen den Vortritt zunächst nach jedem muthmaßlichen Thronerben einzuräumen.“ Lord Brougham: „Welcher Vortritt aber nur für die Lebensdauer Ihrer Maj. zu gelten habe?“ Lordkanzler: „Ich bin nicht darauf vorbereitet, weiter zu gehen.“ Die Bill wurde zum zweitenmal gelesen und soll am 3 Februar in die Committee gebracht werden; – wo dann, wie die Times nicht zweifelt, die von Lord Brougham angedeutete Restriction gewiß wird eingerückt werden. – Der orthodoxe Bischof von Exeter (Dr. Phillpots) brachte zum drittenmal Robert Owens Socialismus in Anregung, indem er den Staatssecretär des Innern fragte, ob er auch wisse, daß Hr. Pare, der von der Regierung angestellte Oberaufseher der Registratur über Geburten, Trauungen und Sterbefälle in Birmingham vom Mai 1838 bis dahin 1839 Vicepräsident einer Socialisten gesellschaft gewesen sey. Lord Normanby antwortete, Hr. Pare habe jede Verbindung mit dieser Secte abgebrochen, und brachte zugleich Einiges zu Gunsten Owens und seiner Lehre vor. Daß Owen persönlich einen sehr achtbaren Charakter habe, behauptete Lord Brougham neulich unter Berufung auf den edlen Wilberforce, der ihm vor Jahren dasselbe Zeugniß im Hause der Gemeinen ertheilte. – Lord Londonderry fragte, ob die Regierung officielle Nachricht von der militärischen Besetzung Minorca's von Seite der Franzosen, oder mindestens von der Errichtung eines französischen Militärhospitals auf dieser Insel habe. Lord Melbourne antwortete, nicht Minorca, sondern ein Inselchen in dessen Nähe sey von den Franzosen

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Dieses Werk wurde im Rahmen des Moduls DTA-Erweiterungen (DTAE) digitalisiert. Weitere Informationen …

Deutsches Textarchiv: Bereitstellung der Texttranskription. (2016-06-28T11:37:15Z) Bitte beachten Sie, dass die aktuelle Transkription (und Textauszeichnung) mittlerweile nicht mehr dem Stand zum Zeitpunkt der Übernahme des Werkes in das DTA entsprechen muss.
Matthias Boenig: Bearbeitung der digitalen Edition. (2016-06-28T11:37:15Z)

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Zitationshilfe: Allgemeine Zeitung. Nr. 39. Augsburg, 8. Februar 1840, S. 0306. In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/augsburgerallgemeine_039_18400208/2>, abgerufen am 26.02.2024.