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Blumenbach, Johann Friedrich: Geschichte und Beschreibung der Knochen des menschlichen Körpers. 2. Aufl. Göttingen, 1807.

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lich dicke Knöpfe: wovon die an den beyden
untersten Wirbeln fast wie in einen halben
Mond ausgeschnitten sind. Ohngefähr von
der 4ten bis zur 11ten läuft ein eignes Band
längs von einem dieser Knöpfe zum andern
herabg).

Besonders sind aber am Ende der Seiten-
fortsätze an den zehn obern Wirbeln andre,
mehr oder weniger vertiefte Knorpelflächen zu
merken, in welchen die äußern und hintern
Gelenkknöpfe (tubercula) der Rippen anliegen.

Von den Dornfortsätzenh) dieser Wir-
bel liegen die drey oder vier obern ziemlich
gerade aus und stehen merklich von einander
ab. Die folgenden 6 hingegen laufen sehr
schräg herunter, und stoßen daher fast dicht
auf einander. - Die letzten endlich liegen
wieder meist horizontal und ähneln überhaupt-
schon denen an den Lendenwirbeln, nur daß sie
dünner sind. Im ganzen sind diese Fortsätze
fast prismatisch haben wenigstens oben einen
scharfen Rückeni).

g) weitbrecht syndesmologia tab. XIII. fig. 46. c.
h) Bey den mehresten vierfüßigen Säugethieren
sind diese Dornfortsätze von einer auffallenden
Länge, besonders beym Elephant, Pferd, und
durchgehends bey den Thieren mit gespaltnen
Klauen. Bey keinem aber doch so ungeheuer
lang und stark als beym Camel und Dromedar.
i) Daß diese Fortsätze bey Frauenzimmern die sich enge
schnüren, schief wachsen sollen, sagt jo. c. ins-
feld
diss. de lusibus naturae LB. 1772. 4. p. 28.

lich dicke Knöpfe: wovon die an den beyden
untersten Wirbeln fast wie in einen halben
Mond ausgeschnitten sind. Ohngefähr von
der 4ten bis zur 11ten läuft ein eignes Band
längs von einem dieser Knöpfe zum andern
herabg).

Besonders sind aber am Ende der Seiten-
fortsätze an den zehn obern Wirbeln andre,
mehr oder weniger vertiefte Knorpelflächen zu
merken, in welchen die äußern und hintern
Gelenkknöpfe (tubercula) der Rippen anliegen.

Von den Dornfortsätzenh) dieser Wir-
bel liegen die drey oder vier obern ziemlich
gerade aus und stehen merklich von einander
ab. Die folgenden 6 hingegen laufen sehr
schräg herunter, und stoßen daher fast dicht
auf einander. – Die letzten endlich liegen
wieder meist horizontal und ähneln überhaupt-
schon denen an den Lendenwirbeln, nur daß sie
dünner sind. Im ganzen sind diese Fortsätze
fast prismatisch haben wenigstens oben einen
scharfen Rückeni).

g) weitbrecht syndesmologia tab. XIII. fig. 46. c.
h) Bey den mehresten vierfüßigen Säugethieren
sind diese Dornfortsätze von einer auffallenden
Länge, besonders beym Elephant, Pferd, und
durchgehends bey den Thieren mit gespaltnen
Klauen. Bey keinem aber doch so ungeheuer
lang und stark als beym Camel und Dromedar.
i) Daß diese Fortsätze bey Frauenzimmern die sich enge
schnüren, schief wachsen sollen, sagt jo. c. ins-
feld
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[307/0333] lich dicke Knöpfe: wovon die an den beyden untersten Wirbeln fast wie in einen halben Mond ausgeschnitten sind. Ohngefähr von der 4ten bis zur 11ten läuft ein eignes Band längs von einem dieser Knöpfe zum andern herab g). Besonders sind aber am Ende der Seiten- fortsätze an den zehn obern Wirbeln andre, mehr oder weniger vertiefte Knorpelflächen zu merken, in welchen die äußern und hintern Gelenkknöpfe (tubercula) der Rippen anliegen. Von den Dornfortsätzen h) dieser Wir- bel liegen die drey oder vier obern ziemlich gerade aus und stehen merklich von einander ab. Die folgenden 6 hingegen laufen sehr schräg herunter, und stoßen daher fast dicht auf einander. – Die letzten endlich liegen wieder meist horizontal und ähneln überhaupt- schon denen an den Lendenwirbeln, nur daß sie dünner sind. Im ganzen sind diese Fortsätze fast prismatisch haben wenigstens oben einen scharfen Rücken i). g) weitbrecht syndesmologia tab. XIII. fig. 46. c. h) Bey den mehresten vierfüßigen Säugethieren sind diese Dornfortsätze von einer auffallenden Länge, besonders beym Elephant, Pferd, und durchgehends bey den Thieren mit gespaltnen Klauen. Bey keinem aber doch so ungeheuer lang und stark als beym Camel und Dromedar. i) Daß diese Fortsätze bey Frauenzimmern die sich enge schnüren, schief wachsen sollen, sagt jo. c. ins- feld diss. de lusibus naturae LB. 1772. 4. p. 28.

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Zitationshilfe: Blumenbach, Johann Friedrich: Geschichte und Beschreibung der Knochen des menschlichen Körpers. 2. Aufl. Göttingen, 1807, S. 307. In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/blumenbach_knochen_1807/333>, abgerufen am 05.03.2021.