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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 1. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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Achl
vor. Nach vier Jahren erhielt er das
Zeugnis der Reife und wurde nun
Volksschullehrer in Stranzendorf im
Weinland Niederösterreichs, bald dar-
auf Schulleiter in Haslach bei Ober-
hollabrunn und kam von hier nach
Muhr im Lugau (Salzburger Gebiet),
wo er gleichzeitig auch als Organist
und Gemeindesekretär tätig ist.

S:


Amors Launen (Das Liebesleben in
Lr.), 1907.

Achleitner, Karl,

Pseud. Karl
Kellnarn,
wurde am 30. Oktober
1859 zu Braunau am Jnn als der
Sohn eines Lehrers geboren, wid-
mete sich dem Berufe seines Vaters,
wirkte mehrere Jahre in Überaggern
im Jnnviertel u. ist jetzt (1887) Schul-
leiter zu Senftenbach im Jnnkreise
Oberösterreichs.

S:

Aus dem Walde
(Lr.), 1884. - Weil ma' in d'Welt
taug'n (Dialektgedichte), 1889. -
Wier's wollt's (Dialektgedichte), 1891.

*Aeckerle, Helene,

* am 12. Jan.
1875 in Arensburg auf der zu Liv-
land gehörigen Jnsel Ösel, wo ihr
Vater Oberlehrer a. städtischen Gym-
nasium war, wuchs in engem, aber
literarisch interessiertem und urteils-
fähigem Kreise auf, der trotz der Ab-
geschiedenheit der Lage der Jnsel an
allen großen Ereignissen und Fragen
der Zeit Anteil nahm. Eine gute
Schule und vor allem ein ausgezeich-
neter Literaturunterricht weckten und
unterstützten die vorhandenen litera-
rischen Neigungen. Als die in den
achtziger und neunziger Jahren des
vorigen Jahrh. bis aufs äußerste zu-
gespitzte Russifizierungsnot der bal-
tischen Provinzen viele Deutsche zur
Auswanderung trieb, mußte auch der
Oberlehrer Ae. den russischen Einflüs-
sen weichen und in Deutschland sein
Fortkommen suchen. Hier wurde die
Tochter auch zu ihren ersten schrift-
stellerischen Versuchen angeregt, und
da diese Anklang fanden, so schreitet
sie rüstig auf dem betretenen Pfade
fort. Sie lebt in Berlin.

S:

Stille
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Ada
Wasser (Nn.), 1904. - Prismen (Weih-
nachtliche (Geschn.), 1906.

Ackermann, Ernst Wilhelm,

geb.
am 14. Oktbr. 1821 in Königsberg in
Pr. als Sohn eines Lehrers, der 1827
als Gymnasiallehrer nach Lübeck kam,
machte auf dem Gymnasium so über-
raschend schnelle Fortschritte, daß der
Vater Bedenken trug, ihn in zu jun-
gen Jahren auf die Universität zu
senden. Er ordnete deshalb eine Un-
terbrechung des Gymnasialkursus an,
u. Ernst fand im Hause eines Oheims
in Sachsen die beste Gelegenheit, sei-
nen Körper zu kräftigen. Er studierte
seit 1840 in Leipzig, Berlin u. Bonn
Theologie, Philosophie u. Geschichte,
bereiste seit 1844 die Schweiz, Jtalien
und Griechenland u. nahm im Septbr.
1845 die Stelle eines Erziehers in
einer russischen Familie an. Als sol-
cher weilte er in Venedig, Florenz,
Rom, Neapel, und hier erlag er am
14. Juni 1846 dem Nervensieber.

S:

Aus dem poetischen Nachlasse;
hrsg. von seinem Vater, 1848.

*Adam, Ernst,

pseud. Ernst A.
Dam, wurde am 24. April 1879 in
Gelsenkirchen geboren, wo sein Vater
als Hauptlehrer wirkt, besuchte das
Realgymnasium daselbst, bis er das
Zeugnis zum einjährigen Dienst er-
langt hatte, und widmete sich darauf
der Technik, indem er zwei Jahre
lang in den verschiedensten Werkstät-
ten großer Fabriken des Jndustrie-
reviers praktisch arbeitete. Zu Ostern
1899 ließ er sich als Student der
Technischen Hochschule in Darmstadt
immatrikulieren, wo er fast drei Jahre
lang neben seinen Fachstudien auch
Vorlesungen über Philosophie, An-
thropologie u. Sozialökonomie hörte.
Dann aber faßte er den Entschluß,
sich der Schriftstellerei zu widmen u.
war er seitdem nach dieser Richtung
hin in seiner Vaterstadt tätig, bis er
1907 nach Essen a. d. Ruhr übersie-
delte.

S:

Die Russalka (Moderne
N.), 1903. - Jrrende Treue (Eine

*


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Achl
vor. Nach vier Jahren erhielt er das
Zeugnis der Reife und wurde nun
Volksſchullehrer in Stranzendorf im
Weinland Niederöſterreichs, bald dar-
auf Schulleiter in Haslach bei Ober-
hollabrunn und kam von hier nach
Muhr im Lugau (Salzburger Gebiet),
wo er gleichzeitig auch als Organiſt
und Gemeindeſekretär tätig iſt.

S:


Amors Launen (Das Liebesleben in
Lr.), 1907.

Achleitner, Karl,

Pſeud. Karl
Kellnarn,
wurde am 30. Oktober
1859 zu Braunau am Jnn als der
Sohn eines Lehrers geboren, wid-
mete ſich dem Berufe ſeines Vaters,
wirkte mehrere Jahre in Überaggern
im Jnnviertel u. iſt jetzt (1887) Schul-
leiter zu Senftenbach im Jnnkreiſe
Oberöſterreichs.

S:

Aus dem Walde
(Lr.), 1884. – Weil ma’ in d’Welt
taug’n (Dialektgedichte), 1889. –
Wier’s wollt’s (Dialektgedichte), 1891.

*Aeckerle, Helene,

* am 12. Jan.
1875 in Arensburg auf der zu Liv-
land gehörigen Jnſel Öſel, wo ihr
Vater Oberlehrer a. ſtädtiſchen Gym-
naſium war, wuchs in engem, aber
literariſch intereſſiertem und urteils-
fähigem Kreiſe auf, der trotz der Ab-
geſchiedenheit der Lage der Jnſel an
allen großen Ereigniſſen und Fragen
der Zeit Anteil nahm. Eine gute
Schule und vor allem ein ausgezeich-
neter Literaturunterricht weckten und
unterſtützten die vorhandenen litera-
riſchen Neigungen. Als die in den
achtziger und neunziger Jahren des
vorigen Jahrh. bis aufs äußerſte zu-
geſpitzte Ruſſifizierungsnot der bal-
tiſchen Provinzen viele Deutſche zur
Auswanderung trieb, mußte auch der
Oberlehrer Ae. den ruſſiſchen Einflüſ-
ſen weichen und in Deutſchland ſein
Fortkommen ſuchen. Hier wurde die
Tochter auch zu ihren erſten ſchrift-
ſtelleriſchen Verſuchen angeregt, und
da dieſe Anklang fanden, ſo ſchreitet
ſie rüſtig auf dem betretenen Pfade
fort. Sie lebt in Berlin.

S:

Stille
[Spaltenumbruch]

Ada
Waſſer (Nn.), 1904. – Prismen (Weih-
nachtliche (Geſchn.), 1906.

Ackermann, Ernſt Wilhelm,

geb.
am 14. Oktbr. 1821 in Königsberg in
Pr. als Sohn eines Lehrers, der 1827
als Gymnaſiallehrer nach Lübeck kam,
machte auf dem Gymnaſium ſo über-
raſchend ſchnelle Fortſchritte, daß der
Vater Bedenken trug, ihn in zu jun-
gen Jahren auf die Univerſität zu
ſenden. Er ordnete deshalb eine Un-
terbrechung des Gymnaſialkurſus an,
u. Ernſt fand im Hauſe eines Oheims
in Sachſen die beſte Gelegenheit, ſei-
nen Körper zu kräftigen. Er ſtudierte
ſeit 1840 in Leipzig, Berlin u. Bonn
Theologie, Philoſophie u. Geſchichte,
bereiſte ſeit 1844 die Schweiz, Jtalien
und Griechenland u. nahm im Septbr.
1845 die Stelle eines Erziehers in
einer ruſſiſchen Familie an. Als ſol-
cher weilte er in Venedig, Florenz,
Rom, Neapel, und hier erlag er am
14. Juni 1846 dem Nervenſieber.

S:

Aus dem poetiſchen Nachlaſſe;
hrsg. von ſeinem Vater, 1848.

*Adam, Ernſt,

pſeud. Ernſt A.
Dam, wurde am 24. April 1879 in
Gelſenkirchen geboren, wo ſein Vater
als Hauptlehrer wirkt, beſuchte das
Realgymnaſium daſelbſt, bis er das
Zeugnis zum einjährigen Dienſt er-
langt hatte, und widmete ſich darauf
der Technik, indem er zwei Jahre
lang in den verſchiedenſten Werkſtät-
ten großer Fabriken des Jnduſtrie-
reviers praktiſch arbeitete. Zu Oſtern
1899 ließ er ſich als Student der
Techniſchen Hochſchule in Darmſtadt
immatrikulieren, wo er faſt drei Jahre
lang neben ſeinen Fachſtudien auch
Vorleſungen über Philoſophie, An-
thropologie u. Sozialökonomie hörte.
Dann aber faßte er den Entſchluß,
ſich der Schriftſtellerei zu widmen u.
war er ſeitdem nach dieſer Richtung
hin in ſeiner Vaterſtadt tätig, bis er
1907 nach Eſſen a. d. Ruhr überſie-
delte.

S:

Die Ruſſalka (Moderne
N.), 1903. – Jrrende Treue (Eine

*
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[28/0032] Achl Ada vor. Nach vier Jahren erhielt er das Zeugnis der Reife und wurde nun Volksſchullehrer in Stranzendorf im Weinland Niederöſterreichs, bald dar- auf Schulleiter in Haslach bei Ober- hollabrunn und kam von hier nach Muhr im Lugau (Salzburger Gebiet), wo er gleichzeitig auch als Organiſt und Gemeindeſekretär tätig iſt. S: Amors Launen (Das Liebesleben in Lr.), 1907. Achleitner, Karl, Pſeud. Karl Kellnarn, wurde am 30. Oktober 1859 zu Braunau am Jnn als der Sohn eines Lehrers geboren, wid- mete ſich dem Berufe ſeines Vaters, wirkte mehrere Jahre in Überaggern im Jnnviertel u. iſt jetzt (1887) Schul- leiter zu Senftenbach im Jnnkreiſe Oberöſterreichs. S: Aus dem Walde (Lr.), 1884. – Weil ma’ in d’Welt taug’n (Dialektgedichte), 1889. – Wier’s wollt’s (Dialektgedichte), 1891. *Aeckerle, Helene, * am 12. Jan. 1875 in Arensburg auf der zu Liv- land gehörigen Jnſel Öſel, wo ihr Vater Oberlehrer a. ſtädtiſchen Gym- naſium war, wuchs in engem, aber literariſch intereſſiertem und urteils- fähigem Kreiſe auf, der trotz der Ab- geſchiedenheit der Lage der Jnſel an allen großen Ereigniſſen und Fragen der Zeit Anteil nahm. Eine gute Schule und vor allem ein ausgezeich- neter Literaturunterricht weckten und unterſtützten die vorhandenen litera- riſchen Neigungen. Als die in den achtziger und neunziger Jahren des vorigen Jahrh. bis aufs äußerſte zu- geſpitzte Ruſſifizierungsnot der bal- tiſchen Provinzen viele Deutſche zur Auswanderung trieb, mußte auch der Oberlehrer Ae. den ruſſiſchen Einflüſ- ſen weichen und in Deutſchland ſein Fortkommen ſuchen. Hier wurde die Tochter auch zu ihren erſten ſchrift- ſtelleriſchen Verſuchen angeregt, und da dieſe Anklang fanden, ſo ſchreitet ſie rüſtig auf dem betretenen Pfade fort. Sie lebt in Berlin. S: Stille Waſſer (Nn.), 1904. – Prismen (Weih- nachtliche (Geſchn.), 1906. Ackermann, Ernſt Wilhelm, geb. am 14. Oktbr. 1821 in Königsberg in Pr. als Sohn eines Lehrers, der 1827 als Gymnaſiallehrer nach Lübeck kam, machte auf dem Gymnaſium ſo über- raſchend ſchnelle Fortſchritte, daß der Vater Bedenken trug, ihn in zu jun- gen Jahren auf die Univerſität zu ſenden. Er ordnete deshalb eine Un- terbrechung des Gymnaſialkurſus an, u. Ernſt fand im Hauſe eines Oheims in Sachſen die beſte Gelegenheit, ſei- nen Körper zu kräftigen. Er ſtudierte ſeit 1840 in Leipzig, Berlin u. Bonn Theologie, Philoſophie u. Geſchichte, bereiſte ſeit 1844 die Schweiz, Jtalien und Griechenland u. nahm im Septbr. 1845 die Stelle eines Erziehers in einer ruſſiſchen Familie an. Als ſol- cher weilte er in Venedig, Florenz, Rom, Neapel, und hier erlag er am 14. Juni 1846 dem Nervenſieber. S: Aus dem poetiſchen Nachlaſſe; hrsg. von ſeinem Vater, 1848. *Adam, Ernſt, pſeud. Ernſt A. Dam, wurde am 24. April 1879 in Gelſenkirchen geboren, wo ſein Vater als Hauptlehrer wirkt, beſuchte das Realgymnaſium daſelbſt, bis er das Zeugnis zum einjährigen Dienſt er- langt hatte, und widmete ſich darauf der Technik, indem er zwei Jahre lang in den verſchiedenſten Werkſtät- ten großer Fabriken des Jnduſtrie- reviers praktiſch arbeitete. Zu Oſtern 1899 ließ er ſich als Student der Techniſchen Hochſchule in Darmſtadt immatrikulieren, wo er faſt drei Jahre lang neben ſeinen Fachſtudien auch Vorleſungen über Philoſophie, An- thropologie u. Sozialökonomie hörte. Dann aber faßte er den Entſchluß, ſich der Schriftſtellerei zu widmen u. war er ſeitdem nach dieſer Richtung hin in ſeiner Vaterſtadt tätig, bis er 1907 nach Eſſen a. d. Ruhr überſie- delte. S: Die Ruſſalka (Moderne N.), 1903. – Jrrende Treue (Eine *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 1. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 28. In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon01_1913/32>, abgerufen am 24.09.2021.