Anmelden (DTAQ) DWDS     dlexDB     CLARIN-D

Cramer, Wilhelm: Der christliche Vater wie er sein und was er thun soll. Nebst einem Anhange von Gebeten für denselben. Dülmen, 1874.

Bild:
<< vorherige Seite

und Frömmigkeit befestigt werden und zunehmen und zum
ewigen Heile gelangen. Amen.

Gebet um Gnade für die Kinder zur Erfüllung
ihrer Standespflichten.

Allqütiger Gott, verleihe meinen Kindern die Gnade,
daß sie die Pflichten, welche sie als Kinder gegen ihre
Eltern haben, gewissenhaft und treu erfüllen. Es ist Dein
heiligster Wille, daß ein Jeder Dir diene zunächst und
zumeist durch die treue Erfüllung seiner Standespflichten.
Nichts verlangst Du daher von meinen Kindern mehr, als,
daß sie ihren Eltern mit Ehrfurcht, Liebe und Unterthänig-
keit begegnen; nur dann können sie Dir gefallen, nur
dann zu guten Menschen heranwachsen. So flöße denn,
o mildester Vater, meinen Kindern die Gesinnungen der
Ehrfurcht und Liebe ein, erwecke sie, daß sie mit dankbarem
Herzen ihren Eltern stets mit Ehrerbietigkeit begegnen und
mit willigem Gehorsam sich in Allem ihnen unterwerfen.
Ertödte in ihnen Eigensinn und Eigenwillen; lehre sie,
den Willen ihrer Eltern stets willig und treu zu erfüllen
auf daß sie es dadurch lernen, auch Dir zu gehorchen. -
Einen reichen Segen für Zeit und Ewigkeit hast Du mit
der treuen Erfüllung des vierten Gebotes verbunden; lasse,
o Herr, diesen Segen reichlich über meine Kinder kommen.
Amen.

Gebet für die Kinder um die Gnade der Keuschheit.

O allerheiligster Gott, der Du die Reinigkeit und Un-
schuld liebest, verleihe meinen Kindern die kostbare Gnade
der h. Reinigkeit. Wehe, wenn das Laster der Unkeusch-
heit über sie hereinbräche! Wie unglücklich würden sie sein
- leicht für Zeit und Ewigkeit. Herr behüte sie; halt
mit mächtigem Arm dies Ungethüm von ihnen fern!
Ohne Deine besondere Gnade können sie die Keuschheit
nicht bewahren. O Gott, schenke ihnen diese Gnade!
Durch sie sei ihr Herz wie eine Heiligthum, unentweihet
von jeglichem unreinen Gedanken und Sinne; durch sie
sei ihr Auge züchtig, Ohr und Mund jeglicher Ungebühr

und Frömmigkeit befestigt werden und zunehmen und zum
ewigen Heile gelangen. Amen.

Gebet um Gnade für die Kinder zur Erfüllung
ihrer Standespflichten.

Allqütiger Gott, verleihe meinen Kindern die Gnade,
daß sie die Pflichten, welche sie als Kinder gegen ihre
Eltern haben, gewissenhaft und treu erfüllen. Es ist Dein
heiligster Wille, daß ein Jeder Dir diene zunächst und
zumeist durch die treue Erfüllung seiner Standespflichten.
Nichts verlangst Du daher von meinen Kindern mehr, als,
daß sie ihren Eltern mit Ehrfurcht, Liebe und Unterthänig-
keit begegnen; nur dann können sie Dir gefallen, nur
dann zu guten Menschen heranwachsen. So flöße denn,
o mildester Vater, meinen Kindern die Gesinnungen der
Ehrfurcht und Liebe ein, erwecke sie, daß sie mit dankbarem
Herzen ihren Eltern stets mit Ehrerbietigkeit begegnen und
mit willigem Gehorsam sich in Allem ihnen unterwerfen.
Ertödte in ihnen Eigensinn und Eigenwillen; lehre sie,
den Willen ihrer Eltern stets willig und treu zu erfüllen
auf daß sie es dadurch lernen, auch Dir zu gehorchen. -
Einen reichen Segen für Zeit und Ewigkeit hast Du mit
der treuen Erfüllung des vierten Gebotes verbunden; lasse,
o Herr, diesen Segen reichlich über meine Kinder kommen.
Amen.

Gebet für die Kinder um die Gnade der Keuschheit.

O allerheiligster Gott, der Du die Reinigkeit und Un-
schuld liebest, verleihe meinen Kindern die kostbare Gnade
der h. Reinigkeit. Wehe, wenn das Laster der Unkeusch-
heit über sie hereinbräche! Wie unglücklich würden sie sein
– leicht für Zeit und Ewigkeit. Herr behüte sie; halt
mit mächtigem Arm dies Ungethüm von ihnen fern!
Ohne Deine besondere Gnade können sie die Keuschheit
nicht bewahren. O Gott, schenke ihnen diese Gnade!
Durch sie sei ihr Herz wie eine Heiligthum, unentweihet
von jeglichem unreinen Gedanken und Sinne; durch sie
sei ihr Auge züchtig, Ohr und Mund jeglicher Ungebühr

<TEI>
  <text xml:id="C889_001_1874">
    <group>
      <text>
        <body>
          <div>
            <div>
              <div>
                <div>
                  <p><pb facs="#f0376" xml:id="C889_001_1874_pb0165_0001" n="165"/>
und Frömmigkeit befestigt werden und zunehmen und zum<lb/>
ewigen Heile gelangen. Amen.</p>
                </div>
                <div>
                  <head rendition="#c">Gebet um Gnade für die Kinder zur Erfüllung<lb/>
ihrer Standespflichten.</head><lb/>
                  <p>Allqütiger Gott, verleihe meinen Kindern die Gnade,<lb/>
daß sie die Pflichten, welche sie als Kinder gegen ihre<lb/>
Eltern haben, gewissenhaft und treu erfüllen. Es ist Dein<lb/>
heiligster Wille, daß ein Jeder Dir diene zunächst und<lb/>
zumeist durch die treue Erfüllung seiner Standespflichten.<lb/>
Nichts verlangst Du daher von meinen Kindern mehr, als,<lb/>
daß sie ihren Eltern mit Ehrfurcht, Liebe und Unterthänig-<lb/>
keit begegnen; nur dann können sie Dir gefallen, nur<lb/>
dann zu guten Menschen heranwachsen. So flöße denn,<lb/>
o mildester Vater, meinen Kindern die Gesinnungen der<lb/>
Ehrfurcht und Liebe ein, erwecke sie, daß sie mit dankbarem<lb/>
Herzen ihren Eltern stets mit Ehrerbietigkeit begegnen und<lb/>
mit willigem Gehorsam sich in Allem ihnen unterwerfen.<lb/>
Ertödte in ihnen Eigensinn und Eigenwillen; lehre sie,<lb/>
den Willen ihrer Eltern stets willig und treu zu erfüllen<lb/>
auf daß sie es dadurch lernen, auch Dir zu gehorchen. -<lb/>
Einen reichen Segen für Zeit und Ewigkeit hast Du mit<lb/>
der treuen Erfüllung des vierten Gebotes verbunden; lasse,<lb/>
o Herr, diesen Segen reichlich über meine Kinder kommen.<lb/>
Amen.</p>
                </div>
                <div>
                  <head rendition="#c">Gebet für die Kinder um die Gnade der Keuschheit.</head><lb/>
                  <p>O allerheiligster Gott, der Du die Reinigkeit und Un-<lb/>
schuld liebest, verleihe meinen Kindern die kostbare Gnade<lb/>
der h. Reinigkeit. Wehe, wenn das Laster der Unkeusch-<lb/>
heit über sie hereinbräche! Wie unglücklich würden sie sein<lb/>
&#x2013; leicht für Zeit und Ewigkeit. Herr behüte sie; halt<lb/>
mit mächtigem Arm dies Ungethüm von ihnen fern!<lb/>
Ohne Deine besondere Gnade können sie die Keuschheit<lb/>
nicht bewahren. O Gott, schenke ihnen diese Gnade!<lb/>
Durch sie sei ihr Herz wie eine Heiligthum, unentweihet<lb/>
von jeglichem unreinen Gedanken und Sinne; durch sie<lb/>
sei ihr Auge züchtig, Ohr und Mund jeglicher Ungebühr<lb/></p>
                </div>
              </div>
            </div>
          </div>
        </body>
      </text>
    </group>
  </text>
</TEI>
[165/0376] und Frömmigkeit befestigt werden und zunehmen und zum ewigen Heile gelangen. Amen. Gebet um Gnade für die Kinder zur Erfüllung ihrer Standespflichten. Allqütiger Gott, verleihe meinen Kindern die Gnade, daß sie die Pflichten, welche sie als Kinder gegen ihre Eltern haben, gewissenhaft und treu erfüllen. Es ist Dein heiligster Wille, daß ein Jeder Dir diene zunächst und zumeist durch die treue Erfüllung seiner Standespflichten. Nichts verlangst Du daher von meinen Kindern mehr, als, daß sie ihren Eltern mit Ehrfurcht, Liebe und Unterthänig- keit begegnen; nur dann können sie Dir gefallen, nur dann zu guten Menschen heranwachsen. So flöße denn, o mildester Vater, meinen Kindern die Gesinnungen der Ehrfurcht und Liebe ein, erwecke sie, daß sie mit dankbarem Herzen ihren Eltern stets mit Ehrerbietigkeit begegnen und mit willigem Gehorsam sich in Allem ihnen unterwerfen. Ertödte in ihnen Eigensinn und Eigenwillen; lehre sie, den Willen ihrer Eltern stets willig und treu zu erfüllen auf daß sie es dadurch lernen, auch Dir zu gehorchen. - Einen reichen Segen für Zeit und Ewigkeit hast Du mit der treuen Erfüllung des vierten Gebotes verbunden; lasse, o Herr, diesen Segen reichlich über meine Kinder kommen. Amen. Gebet für die Kinder um die Gnade der Keuschheit. O allerheiligster Gott, der Du die Reinigkeit und Un- schuld liebest, verleihe meinen Kindern die kostbare Gnade der h. Reinigkeit. Wehe, wenn das Laster der Unkeusch- heit über sie hereinbräche! Wie unglücklich würden sie sein – leicht für Zeit und Ewigkeit. Herr behüte sie; halt mit mächtigem Arm dies Ungethüm von ihnen fern! Ohne Deine besondere Gnade können sie die Keuschheit nicht bewahren. O Gott, schenke ihnen diese Gnade! Durch sie sei ihr Herz wie eine Heiligthum, unentweihet von jeglichem unreinen Gedanken und Sinne; durch sie sei ihr Auge züchtig, Ohr und Mund jeglicher Ungebühr

Suche im Werk

Hilfe

Informationen zum Werk

Download dieses Werks

XML (TEI P5) · HTML · Text
TCF (text annotation layer)
TCF (tokenisiert, serialisiert, lemmatisiert, normalisiert)
XML (TEI P5 inkl. att.linguistic)

Metadaten zum Werk

TEI-Header · CMDI · Dublin Core

Ansichten dieser Seite

Voyant Tools ?

Language Resource Switchboard?

Feedback

Sie haben einen Fehler gefunden? Dann können Sie diesen über unsere Qualitätssicherungsplattform DTAQ melden.

Kommentar zur DTA-Ausgabe

Dieses Werk wurde im Rahmen des Moduls DTA-Erweiterungen (DTAE) digitalisiert. Weitere Informationen …

Weitere Informationen:

Dieses Werk stammt vom Projekt Digitization Lifecycle am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung.

Anmerkungen zur Transkription:

Bei der Zeichenerkennung wurde nach Vorgabe des DLC modernisiert.

In Absprache mit dem MPI wurden die folgenden Aspekte der Vorlage nicht erfasst:

  • Bogensignaturen und Kustoden
  • Kolumnentitel
  • Auf Titelblättern wurde auf die Auszeichnung der Schriftgrößenunterscheide zugunsten der Identifizierung von titleParts verzichtet.
  • Bei Textpassagen, die als Abschnittsüberschrift ausgeweisen werden können, wird auf die zusätzliche Auszeichnung des Layouts verzichtet.
  • Keine Auszeichnung der Initialbuchstaben am Kapitelanfang.

Es wurden alle Anführungszeichen übernommen und die Zitate zusätzlich mit q ausgezeichnet.

Weiche und harte Zeilentrennungen werden identisch als 002D übernommen. Der Zeilenumbruch selbst über lb ausgezeichnet.




Ansicht auf Standard zurückstellen

URL zu diesem Werk: https://www.deutschestextarchiv.de/cramer_mutter_1874
URL zu dieser Seite: https://www.deutschestextarchiv.de/cramer_mutter_1874/376
Zitationshilfe: Cramer, Wilhelm: Der christliche Vater wie er sein und was er thun soll. Nebst einem Anhange von Gebeten für denselben. Dülmen, 1874, S. 165. In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/cramer_mutter_1874/376>, abgerufen am 20.05.2022.