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Gottschalck, Friedrich: Die Sagen und Volksmährchen der Deutschen. Halle, 1814.

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Durst daran, und schlich weiter bis zur Bergkuppe, auf welcher die Kapelle steht. Hier mochte ihm wohl der schwere Sack zu lästig werden, daher er ihn abwarf, aber er rollte in die jähe Tiefe bis an das Ufer des Nordbachs. Nun war der Ort gefunden, wo das Kloster erbaut werden mußte. Es stieg empor, wurde mit Prämonstratensern aus Erpiboldszell besetzt, und Gerungus, Uta's einziger Sohn, der erste Vorsteher desselben. Jetzt ist die alte Stiftung aufgehoben, und wenige Menschen bewohnen noch diese Wüste.



Schreiber, Taschenbuch für Reisende am Rhein.

Durst daran, und schlich weiter bis zur Bergkuppe, auf welcher die Kapelle steht. Hier mochte ihm wohl der schwere Sack zu lästig werden, daher er ihn abwarf, aber er rollte in die jähe Tiefe bis an das Ufer des Nordbachs. Nun war der Ort gefunden, wo das Kloster erbaut werden mußte. Es stieg empor, wurde mit Prämonstratensern aus Erpiboldszell besetzt, und Gerungus, Uta’s einziger Sohn, der erste Vorsteher desselben. Jetzt ist die alte Stiftung aufgehoben, und wenige Menschen bewohnen noch diese Wüste.



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Durst daran, und schlich weiter bis zur Bergkuppe, auf welcher die Kapelle steht. Hier mochte ihm wohl der schwere Sack zu lästig werden, daher er ihn abwarf, aber er rollte in die jähe Tiefe bis an das Ufer des Nordbachs. Nun war der Ort gefunden, wo das Kloster erbaut werden mußte. Es stieg empor, wurde mit Prämonstratensern aus Erpiboldszell besetzt, und Gerungus, Uta&#x2019;s einziger Sohn, der erste Vorsteher desselben. Jetzt ist die alte Stiftung aufgehoben, und wenige Menschen bewohnen noch diese Wüste.</p>
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[251/0290] Durst daran, und schlich weiter bis zur Bergkuppe, auf welcher die Kapelle steht. Hier mochte ihm wohl der schwere Sack zu lästig werden, daher er ihn abwarf, aber er rollte in die jähe Tiefe bis an das Ufer des Nordbachs. Nun war der Ort gefunden, wo das Kloster erbaut werden mußte. Es stieg empor, wurde mit Prämonstratensern aus Erpiboldszell besetzt, und Gerungus, Uta’s einziger Sohn, der erste Vorsteher desselben. Jetzt ist die alte Stiftung aufgehoben, und wenige Menschen bewohnen noch diese Wüste. Schreiber, Taschenbuch für Reisende am Rhein.

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Zitationshilfe: Gottschalck, Friedrich: Die Sagen und Volksmährchen der Deutschen. Halle, 1814, S. 251. In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/gottschalck_sagen_1814/290>, abgerufen am 09.05.2021.