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Gottschall, Rudolph: Poetik. Die Dichtkunst und ihre Technik [v]om Standpunkte der Neuzeit. Breslau, 1858.

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Zusammenhang suchen, selbst davon abgesehn, daß diese Poetik in eine pgo_004.002
dichterische Form gekleidet war und der Satyren- und Epistelndichter in pgo_004.003
ihr keineswegs den Ruhm seines leichtspielenden Witzes und seiner gewandten pgo_004.004
und unterhaltenden Darstellungsgabe einbüßen wollte. Er faßt daher pgo_004.005
seine Poetik im Style einer Gastronomie ab, indem er die leckerste Zubereitung pgo_004.006
der Gerichte lehrt und dabei selbst nicht die schärfsten Gewürze pgo_004.007
seines kaustischen Witzes schont. Ueber das Wesen des Schönen und der pgo_004.008
Dichtkunst, über die Unterschiede der Gattungen, über die Begeisterung des pgo_004.009
Dichters erhalten wir keine Aufklärung, wohl aber einzelne treffliche Winke pgo_004.010
über die dichterische Technik, die sich durch ihren eleganten Lapidarstyl pgo_004.011
dem Gedächtniß einprägen. Seine Poetik erinnert selbst an jene poetische pgo_004.012
Vignette, die er in ihren ersten Versen warnend ausmalt -- der satyrische pgo_004.013
Fischschwanz will zum schönen jungfräulichen Antlitz der Dichtkunst, die pgo_004.014
er darstellt, nicht recht passen. Er springt von Bild zu Bild in einer pgo_004.015
meist zufälligen Jdeeenassociation und schwingt mit besonderem Behagen pgo_004.016
die Geißel des Sittenrichters über die literarischen Zustände Roms. pgo_004.017
Doch ein feiner Kopf, der so reich war an glücklichen Einfällen, wie pgo_004.018
Horaz, that auf jedem Gebiete "kühne Griffe," und so finden sich auch pgo_004.019
in seiner Poetik Regeln und Bemerkungen, die nie veralten, sondern im pgo_004.020
Gegentheil durch die Zeit an innerer Kraft und äußerer Tragweite pgo_004.021
gewonnen haben. Die Poetik des Horaz fand zahlreiche Nachahmer pgo_004.022
unter geistesverwandten Poeten oder solchen, die es zu sein glaubten. pgo_004.023
Bis in die Mitte des vorigen Jahrhunderts hinein suchten einzelne Dichter pgo_004.024
in Versen die Gesetze der Dichtkunst populair zu machen. Wir erwähnen pgo_004.025
den Cremoneser Hieronymus Vida (geb. 1507), den Poeten pgo_004.026
des Schachspiels, welcher in drei Büchern eine dichterische Gesetzgebung pgo_004.027
in Hexametern veröffentlichte. Wir finden in dieser Poetik manche treffende pgo_004.028
Bemerkung; aber das Muster des didaktischen Dichters war nicht geeignet, pgo_004.029
Vertrauen zu seinen Lehren zu erwecken. Er ist ungebührlich weitschweifig pgo_004.030
und überladen, dabei unglücklich in seinen Bildern, denen alle schlagende pgo_004.031
Kraft fehlt. Hierzu kommt seine abgöttische Verehrung für Virgil, der pgo_004.032
ihm hoch über den griechischen Dichtern steht, und aus dessen Werken allein pgo_004.033
er die Velege für seine Regeln schöpft. Dadurch verfällt er auch in die pgo_004.034
bedenkliche Einseitigkeit, alle seine Vorschriften fast nur auf die epische pgo_004.035
Dichtung zu beziehn. Was er im ersten Buche über Erziehung des Poeten

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Zusammenhang suchen, selbst davon abgesehn, daß diese Poetik in eine pgo_004.002
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Dichtkunst, über die Unterschiede der Gattungen, über die Begeisterung des pgo_004.009
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Zitationshilfe: Gottschall, Rudolph: Poetik. Die Dichtkunst und ihre Technik [v]om Standpunkte der Neuzeit. Breslau, 1858, S. 4. In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/gottschall_poetik_1858/26>, abgerufen am 16.05.2022.