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Gottschall, Rudolph: Poetik. Die Dichtkunst und ihre Technik [v]om Standpunkte der Neuzeit. Breslau, 1858.

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Zeit entsprechend, nicht wieder ausgefüllt worden ist. Was der Kritiker pgo_009.002
über den Charakter und guten Geschmack eines Poeten, über poetische pgo_009.003
Nachahmungen, über poetische Worte, Perioden, Figuren, über die poetische pgo_009.004
Schreibart sagt, hat meistens seinen guten Grund, und nur dem pgo_009.005
besondern Theil fehlt, bei einzelnen treffenden Bemerkungen, die tiefere pgo_009.006
Einsicht in das Wesen der Dichtgattungen.

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Gegenüber diesem, vorzugsweise auf die Reinheit des Geschmackes pgo_009.008
hinarbeitenden Werke verfocht nur Breitinger's "Kritische Dichtkunst" pgo_009.009
(2 Bde. 1740) eine phantasievollere Richtung, stellte die englischen pgo_009.010
Muster den französischen gegenüber und gab den Anstoß zum Streit der pgo_009.011
Schweizer und der Anhänger Gottsched's und damit zur fruchtbringenden pgo_009.012
Fortentwickelung deutscher Poesie. Der ganzen bisherigen Poetik pgo_009.013
fehlte es indeß an einem höheren Princip. Eine gründliche Reform auf pgo_009.014
diesem Gebiete konnte daher erst stattfinden, als die Aesthetik selbst durch pgo_009.015
die Fortschritte der Philosophie einen tiefern Jnhalt gewonnen, während pgo_009.016
gleichzeitig die geniale Praxis großer Dichter neue Muster schuf. Die pgo_009.017
seltene Vereinigung bedeutender Denker und Dichter, welche die Blüthe pgo_009.018
unserer Nationalliteratur bezeichnet, mußte die Fundamente einer neuen pgo_009.019
Aesthetik legen, deren Entwickelung wir, da wir keine Geschichte der pgo_009.020
Aesthetik schreiben, nur in allgemeinen Umrissen andeuten können.

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Nach einem Princip des Schönen hatten französische und englische pgo_009.022
Philosophen und Kunstrichter gesucht. Batteux, verführt durch die pgo_009.023
mimesis des Aristoteles, glaubte es in der Nachahmung der schönen pgo_009.024
Natur gefunden zu haben, eine flache und äußerliche Auffassung, welche pgo_009.025
durch Ramler und Andere auch in Deutschland verbreitet wurde*).

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Die englischen Sensualisten Shaftesbury, Hutcheson, Adam pgo_009.027
Smith, Hogarth,
und vor Allen der geistreichste Edmund Burke, pgo_009.028
faßten ebenfalls das Schöne zu äußerlich und sonderten das ästhetische pgo_009.029
Gebiet nicht vom moralischen und politischen. Erst der Deutsche pgo_009.030
Alexander Gottlieb Baumgarten (geb. 1714), ein Schüler Wolf's, pgo_009.031
legte die Fundamente der Aesthetik als einer selbstständigen Wissenschaft**).

*) pgo_009.032
Ramler übersetzte Batteux "Cours de belles-lettres" (4 Bde. 1753).
**) pgo_009.033
De nonnullis ad poema pertinentibus (1735); Aesthetica (2 Bde. 1750 bis pgo_009.034
1758). Anfangsgründe aller schönen Wissenschaften (3 Bde. 1748-50), nach seinem pgo_009.035
Ableben von Meier herausgegeben.

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Nach einem Princip des Schönen hatten französische und englische pgo_009.022
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Natur gefunden zu haben, eine flache und äußerliche Auffassung, welche pgo_009.025
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Die englischen Sensualisten Shaftesbury, Hutcheson, Adam pgo_009.027
Smith, Hogarth,
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faßten ebenfalls das Schöne zu äußerlich und sonderten das ästhetische pgo_009.029
Gebiet nicht vom moralischen und politischen. Erst der Deutsche pgo_009.030
Alexander Gottlieb Baumgarten (geb. 1714), ein Schüler Wolf's, pgo_009.031
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De nonnullis ad poëma pertinentibus (1735); Aesthetica (2 Bde. 1750 bis pgo_009.034
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Zitationshilfe: Gottschall, Rudolph: Poetik. Die Dichtkunst und ihre Technik [v]om Standpunkte der Neuzeit. Breslau, 1858, S. 9. In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/gottschall_poetik_1858/31>, abgerufen am 20.05.2022.