Anmelden (DTAQ) DWDS     dlexDB     CLARIN-D

Lilienthal, Otto: Der Vogelflug als Grundlage der Fliegekunst. Ein Beitrag zur Systematik der Flugtechnik. Berlin, 1889.

Bild:
<< vorherige Seite

Die Natur belehrt uns ebenfalls, dass die gefundenen Ver-
hältnisse wohl am Ende die richtigen sind; denn ausser der
hohlen Form, welche sich bei allen Vogelflügeln findet, zeigt
sich auch das Auslaufen der Flügel in Spitzen. Vogelflügel
aber, welche nicht in einer Spitze endigen, lösen sich mit
Hülfe der Schwungfedern in mehrere Spitzen auf, als An-

[Abbildung]
[Abbildung] Fig. 35.
deutung dafür, dass hier die tragende Luftwelle in mehrere
kleinere Wellen aufgelöst ist, was ja ebenfalls zu einem all-
mählichen seitlichen Übergang der Hauptwelle in die umgebende
Luft führen kann.

Dass aber endlich der Aufriss solcher Flugflächen unter
Innehaltung dieser Merkmale dennoch verschieden sein kann,
lehren die Typen von Flugflächen in Fig. 35. Man sieht die

Die Natur belehrt uns ebenfalls, daſs die gefundenen Ver-
hältnisse wohl am Ende die richtigen sind; denn auſser der
hohlen Form, welche sich bei allen Vogelflügeln findet, zeigt
sich auch das Auslaufen der Flügel in Spitzen. Vogelflügel
aber, welche nicht in einer Spitze endigen, lösen sich mit
Hülfe der Schwungfedern in mehrere Spitzen auf, als An-

[Abbildung]
[Abbildung] Fig. 35.
deutung dafür, daſs hier die tragende Luftwelle in mehrere
kleinere Wellen aufgelöst ist, was ja ebenfalls zu einem all-
mählichen seitlichen Übergang der Hauptwelle in die umgebende
Luft führen kann.

Daſs aber endlich der Aufriſs solcher Flugflächen unter
Innehaltung dieser Merkmale dennoch verschieden sein kann,
lehren die Typen von Flugflächen in Fig. 35. Man sieht die

<TEI>
  <text>
    <body>
      <div n="1">
        <pb facs="#f0105" n="89"/>
        <p>Die Natur belehrt uns ebenfalls, da&#x017F;s die gefundenen Ver-<lb/>
hältnisse wohl am Ende die richtigen sind; denn au&#x017F;ser der<lb/>
hohlen Form, welche sich bei allen Vogelflügeln findet, zeigt<lb/>
sich auch das Auslaufen der Flügel in Spitzen. Vogelflügel<lb/>
aber, welche nicht in einer Spitze endigen, lösen sich mit<lb/>
Hülfe der Schwungfedern in mehrere Spitzen auf, als An-<lb/><figure/> <figure><head>Fig. 35.</head></figure><lb/>
deutung dafür, da&#x017F;s hier die tragende Luftwelle in mehrere<lb/>
kleinere Wellen aufgelöst ist, was ja ebenfalls zu einem all-<lb/>
mählichen seitlichen Übergang der Hauptwelle in die umgebende<lb/>
Luft führen kann.</p><lb/>
        <p>Da&#x017F;s aber endlich der Aufri&#x017F;s solcher Flugflächen unter<lb/>
Innehaltung dieser Merkmale dennoch verschieden sein kann,<lb/>
lehren die Typen von Flugflächen in Fig. 35. Man sieht die<lb/></p>
      </div>
    </body>
  </text>
</TEI>
[89/0105] Die Natur belehrt uns ebenfalls, daſs die gefundenen Ver- hältnisse wohl am Ende die richtigen sind; denn auſser der hohlen Form, welche sich bei allen Vogelflügeln findet, zeigt sich auch das Auslaufen der Flügel in Spitzen. Vogelflügel aber, welche nicht in einer Spitze endigen, lösen sich mit Hülfe der Schwungfedern in mehrere Spitzen auf, als An- [Abbildung] [Abbildung Fig. 35.] deutung dafür, daſs hier die tragende Luftwelle in mehrere kleinere Wellen aufgelöst ist, was ja ebenfalls zu einem all- mählichen seitlichen Übergang der Hauptwelle in die umgebende Luft führen kann. Daſs aber endlich der Aufriſs solcher Flugflächen unter Innehaltung dieser Merkmale dennoch verschieden sein kann, lehren die Typen von Flugflächen in Fig. 35. Man sieht die

Suche im Werk

Hilfe

Informationen zum Werk

Download dieses Werks

XML (TEI P5) · HTML · Text
TCF (text annotation layer)
TCF (tokenisiert, serialisiert, lemmatisiert, normalisiert)
XML (TEI P5 inkl. att.linguistic)

Metadaten zum Werk

TEI-Header · CMDI · Dublin Core

Ansichten dieser Seite

Voyant Tools ?

Language Resource Switchboard?

Feedback

Sie haben einen Fehler gefunden? Dann können Sie diesen über unsere Qualitätssicherungsplattform DTAQ melden.

Kommentar zur DTA-Ausgabe

Dieses Werk wurde gemäß den DTA-Transkriptionsrichtlinien im Double-Keying-Verfahren von Nicht-Muttersprachlern erfasst und in XML/TEI P5 nach DTA-Basisformat kodiert.




Ansicht auf Standard zurückstellen

URL zu diesem Werk: https://www.deutschestextarchiv.de/lilienthal_vogelflug_1889
URL zu dieser Seite: https://www.deutschestextarchiv.de/lilienthal_vogelflug_1889/105
Zitationshilfe: Lilienthal, Otto: Der Vogelflug als Grundlage der Fliegekunst. Ein Beitrag zur Systematik der Flugtechnik. Berlin, 1889, S. 89. In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/lilienthal_vogelflug_1889/105>, abgerufen am 14.04.2024.