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Lütkemann, Joachim: Von der Mühseligen Kürtze des Menschlichen Lebens : Ein Leich-Sermon/ Bey der Adelichen Leichbegängnus Deß ... Herrn Gebhard Moltken ... Rostock, 1645.

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Einmahl schaffet es in vns eine Christliche Freymütigkeit / daß wir mit David sagen auß dem 16. Psalm. IchPs. 16, 8. habe den HErrn allezeit für Augen / Er ist mir zur rechten / darumb werde ich wol bleiben / wann ein Christ daran gedencket / was Er an Gott habe / so stehet das Hertze feste auff Gott / vnd fürchtet kein Vnglück. Solche Gedancken benehmen nicht alleine die Furcht / sondern erwecken auch Fried vnd Frewd / wann David spricht: Ich habe den HErren allezeit für Augen / setzet er nicht alleine hinzu / darumb werde ich wol bleiben / sondern auch / darumb fr[e]wet sich mein Hertz / vnd meine Ehre ist frölich / da findet ein Christ Vrsache genug mit frölichem Mundt Gott zu loben.

Hernach erhelt vns auch das Gedächtnüs Gottes im stetigen Gehorsam / lasset vns nur sehen auff vnsere [ei]gene Haußhaltungen / die Augen deß Haußvaters misten den Acker / wann Herren vnd Frawen zugegen seyn / muß sich das Gesinde schewen / vnd das jhrige mit fleiß schaffen / wann sie aber wissen / daß Herr vnd Fraw jhnen nicht hindern / lassen sie es mit der Arbeit wol sachte angehen So ist es auch mit vns / so lange der Mensche jhm Gott für Augen stellet / so lange bleibet er auch in seiner Furcht. Darumb muß ein Christ / mit der Betrachtung Gottes behütsamb vmbgehen / wann wir in vnserem Gebete / vnd Geistlichen betrachtungen / Gott recht zu Hertzen gefasset / daß das Hertze dadurch bewogen ist / sollen wir vns fleissig bemühen solches Göttliches Einbilden festiglich zubehalten / so werden wir so balde kein Vbel thun.

Letzlich führet vns die Betrachtung Gottes / auff vnser

Einmahl schaffet es in vns eine Christliche Freymütigkeit / daß wir mit David sagen auß dem 16. Psalm. IchPs. 16, 8. habe den HErrn allezeit für Augen / Er ist mir zur rechten / darumb werde ich wol bleiben / wann ein Christ daran gedencket / was Er an Gott habe / so stehet das Hertze feste auff Gott / vnd fürchtet kein Vnglück. Solche Gedancken benehmen nicht alleine die Furcht / sondern erwecken auch Fried vnd Frewd / wann David spricht: Ich habe den HErren allezeit für Augen / setzet er nicht alleine hinzu / darumb werde ich wol bleiben / sondern auch / darumb fr[e]wet sich mein Hertz / vnd meine Ehre ist frölich / da findet ein Christ Vrsache genug mit frölichem Mundt Gott zu loben.

Hernach erhelt vns auch das Gedächtnüs Gottes im stetigen Gehorsam / lasset vns nur sehen auff vnsere [ei]gene Haußhaltungen / die Augen deß Haußvaters misten den Acker / wann Herren vnd Frawen zugegen seyn / muß sich das Gesinde schewen / vnd das jhrige mit fleiß schaffen / wann sie aber wissen / daß Herr vnd Fraw jhnen nicht hindern / lassen sie es mit der Arbeit wol sachte angehen So ist es auch mit vns / so lange der Mensche jhm Gott für Augen stellet / so lange bleibet er auch in seiner Furcht. Darumb muß ein Christ / mit der Betrachtung Gottes behütsamb vmbgehen / wann wir in vnserem Gebete / vnd Geistlichen betrachtungen / Gott recht zu Hertzen gefasset / daß das Hertze dadurch bewogen ist / sollen wir vns fleissig bemühen solches Göttliches Einbilden festiglich zubehalten / so werden wir so balde kein Vbel thun.

Letzlich führet vns die Betrachtung Gottes / auff vnser

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[7/0007] Einmahl schaffet es in vns eine Christliche Freymütigkeit / daß wir mit David sagen auß dem 16. Psalm. Ich habe den HErrn allezeit für Augen / Er ist mir zur rechten / darumb werde ich wol bleiben / wann ein Christ daran gedencket / was Er an Gott habe / so stehet das Hertze feste auff Gott / vnd fürchtet kein Vnglück. Solche Gedancken benehmen nicht alleine die Furcht / sondern erwecken auch Fried vnd Frewd / wann David spricht: Ich habe den HErren allezeit für Augen / setzet er nicht alleine hinzu / darumb werde ich wol bleiben / sondern auch / darumb frewet sich mein Hertz / vnd meine Ehre ist frölich / da findet ein Christ Vrsache genug mit frölichem Mundt Gott zu loben. Ps. 16, 8. Hernach erhelt vns auch das Gedächtnüs Gottes im stetigen Gehorsam / lasset vns nur sehen auff vnsere eigene Haußhaltungen / die Augen deß Haußvaters misten den Acker / wann Herren vnd Frawen zugegen seyn / muß sich das Gesinde schewen / vnd das jhrige mit fleiß schaffen / wann sie aber wissen / daß Herr vnd Fraw jhnen nicht hindern / lassen sie es mit der Arbeit wol sachte angehen So ist es auch mit vns / so lange der Mensche jhm Gott für Augen stellet / so lange bleibet er auch in seiner Furcht. Darumb muß ein Christ / mit der Betrachtung Gottes behütsamb vmbgehen / wann wir in vnserem Gebete / vnd Geistlichen betrachtungen / Gott recht zu Hertzen gefasset / daß das Hertze dadurch bewogen ist / sollen wir vns fleissig bemühen solches Göttliches Einbilden festiglich zubehalten / so werden wir so balde kein Vbel thun. Letzlich führet vns die Betrachtung Gottes / auff vnser

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Zitationshilfe: Lütkemann, Joachim: Von der Mühseligen Kürtze des Menschlichen Lebens : Ein Leich-Sermon/ Bey der Adelichen Leichbegängnus Deß ... Herrn Gebhard Moltken ... Rostock, 1645, S. 7. In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/luetkemann_kuertze_1645/7>, abgerufen am 02.03.2024.