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Marx, Karl: Das Kapital. Buch III: Der Gesammtprocess der kapitalistischen Produktion. Kapitel I bis XXVIII. Hamburg, 1894.

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Londoner Haus für 200000 £; d. h. die Geschäftsfreunde dieser Manchester-
Firma, die dem Hause in Kalkutta von Glasgow und Manchester Waaren
auf Konsignation schickten, trassirten auf das Londoner Haus bis zum Betrage
von 200000 £; gleichzeitig war die Verabredung, dass das Kalkutta-Haus
auf das Londoner Haus auch 200000 £ zieht; diese Wechsel wurden in
Kalkutta verkauft, mit dem Ertrag andre Wechsel gekauft, und diese wurden
nach London geschickt, um das dortige Haus zu befähigen die ersten von
Glasgow oder Manchester gezognen Wechsel zu bezahlen. So wurden durch
dieses eine Geschäft Wechsel für 600000 £ in die Welt gesetzt. -- No. 971.
Gegenwärtig, wenn ein Haus in Kalkutta eine Schiffsladung kauft" [für Eng-
land] "und sie mit ihren eignen Tratten auf ihren Londoner Korrespondenten
bezahlt, und die Ladescheine hierher gesandt werden, so werden diese Lade-
scheine sofort für sie benutzbar zur Erhebung von Vorschüssen in Lombard
Street; also haben sie acht Monate Zeit, worin sie das Geld benutzen können
ehe ihre Korrespondenten die Wechsel zu zahlen haben." --

IV. Im Jahr 1848 sass ein geheimer Ausschuss des Oberhauses zur Unter-
suchung der Ursachen der Krise von 1847. Die von diesem Ausschuss abge-
legten Zeugenaussagen wurden jedoch erst 1857 veröffentlicht (Minutes of
Evidence, taken before the Secret Committee of the H. of L. appointed to
inquire into the Causes of Distress etc. 1857; citirt als: C. D. 1848|57. Hier
sagte Herr Lister, Dirigent der Union Bank of Liverpool unter andrem aus:

"2444. Es bestand, Frühjahr 1847, eine ungehörige Ausdehnung des
Kredits ... weil Geschäftsleute ihr Kapital vom Geschäft auf Eisenbahnen
übertrugen, und doch das Geschäft in der alten Ausdehnung fortführen
wollten. Jeder glaubte wahrscheinlich zuerst, er könne die Eisenbahnaktien
mit Profit verkaufen, und so das Geld im Geschäft ersetzen. Er fand vielleicht,
dass das nicht möglich war, und nahm so Kredit in seinem Geschäft, wo er
früher baar bezahlt hatte. Hieraus entsprang eine Kreditausdehnung.

"2500. Diese Wechsel, worauf die Banken, die sie übernommen hatten,
Verluste erlitten, waren dies Wechsel hauptsächlich gegen Korn oder gegen
Baumwolle? ... Es waren Wechsel gegen Produkte aller Art, Korn, Baum-
wolle und Zucker, und Produkte aller Art. Es gab damals fast nichts, Oel
vielleicht ausgenommen, das nicht im Preise fiel. -- 2506. Ein Makler der
einen Wechsel acceptirt, acceptirt ihn nicht ohne hinreichend gedeckt zu
sein, auch gegen einen Preisfall der Waare, die als Deckung dient.

"2512. Gegen Produkte werden zweierlei Wechsel gezogen. Zur ersten
Art gehört der ursprüngliche Wechsel, der von drüben auf den Importeur
gezogen wird.... Die Wechsel, die so gegen Produkte gezogen werden.
verfallen häufig, ehe die Produkte ankommen. Der Kaufmann muss deshalb,
wenn die Waare ankommt und er nicht hinreichendes Kapital hat, sie beim
Makler verpfänden, bis er sie verkaufen kann. Dann wird sofort ein Wechsel
der andern Art vom Liverpooler Kaufmann auf den Makler gezogen, auf
Sicherheit jener Waare.... es wird dann die Sache des Bankiers, sich beim
Makler zu vergewissern, ob er die Waare hat, und wie weit er darauf vor-
geschossen hat. Er muss sich überzeugen, dass der Makler Deckung hat,
um sich im Fall eines Verlusts zu erholen.

"2516. Wir bekommen auch Wechsel vom Ausland.... Jemand kauft
drüben einen Wechsel auf England, und schickt ihn an ein Haus in Eng-
land; wir können dem Wechsel nicht ansehn, ob er verständig oder unver-
ständig gezogen ist, ob er Produkte oder Wind repräsentirt.

"2533. Sie sagten, dass auswärtige Produkte fast aller Art mit grossem
Verlust verkauft wurden. Glauben Sie, dass das der Fall war in Folge un-
gerechtfertigter Spekulation in diesen Produkten? -- Es entsprang aus
einer sehr grossen Einfuhr, während keine entsprechende Konsumtion be-
stand, um sie wegzuführen. Nach allem Anschein fiel die Konsumtion sehr
bedeutend. -- 2537. Im Oktober.... waren Produkte fast unverkäuflich."


Londoner Haus für 200000 £; d. h. die Geschäftsfreunde dieser Manchester-
Firma, die dem Hause in Kalkutta von Glasgow und Manchester Waaren
auf Konsignation schickten, trassirten auf das Londoner Haus bis zum Betrage
von 200000 £; gleichzeitig war die Verabredung, dass das Kalkutta-Haus
auf das Londoner Haus auch 200000 £ zieht; diese Wechsel wurden in
Kalkutta verkauft, mit dem Ertrag andre Wechsel gekauft, und diese wurden
nach London geschickt, um das dortige Haus zu befähigen die ersten von
Glasgow oder Manchester gezognen Wechsel zu bezahlen. So wurden durch
dieses eine Geschäft Wechsel für 600000 £ in die Welt gesetzt. — No. 971.
Gegenwärtig, wenn ein Haus in Kalkutta eine Schiffsladung kauft“ [für Eng-
land] „und sie mit ihren eignen Tratten auf ihren Londoner Korrespondenten
bezahlt, und die Ladescheine hierher gesandt werden, so werden diese Lade-
scheine sofort für sie benutzbar zur Erhebung von Vorschüssen in Lombard
Street; also haben sie acht Monate Zeit, worin sie das Geld benutzen können
ehe ihre Korrespondenten die Wechsel zu zahlen haben.“ —

IV. Im Jahr 1848 sass ein geheimer Ausschuss des Oberhauses zur Unter-
suchung der Ursachen der Krise von 1847. Die von diesem Ausschuss abge-
legten Zeugenaussagen wurden jedoch erst 1857 veröffentlicht (Minutes of
Evidence, taken before the Secret Committee of the H. of L. appointed to
inquire into the Causes of Distress etc. 1857; citirt als: C. D. 1848|57. Hier
sagte Herr Lister, Dirigent der Union Bank of Liverpool unter andrem aus:

„2444. Es bestand, Frühjahr 1847, eine ungehörige Ausdehnung des
Kredits … weil Geschäftsleute ihr Kapital vom Geschäft auf Eisenbahnen
übertrugen, und doch das Geschäft in der alten Ausdehnung fortführen
wollten. Jeder glaubte wahrscheinlich zuerst, er könne die Eisenbahnaktien
mit Profit verkaufen, und so das Geld im Geschäft ersetzen. Er fand vielleicht,
dass das nicht möglich war, und nahm so Kredit in seinem Geschäft, wo er
früher baar bezahlt hatte. Hieraus entsprang eine Kreditausdehnung.

„2500. Diese Wechsel, worauf die Banken, die sie übernommen hatten,
Verluste erlitten, waren dies Wechsel hauptsächlich gegen Korn oder gegen
Baumwolle? … Es waren Wechsel gegen Produkte aller Art, Korn, Baum-
wolle und Zucker, und Produkte aller Art. Es gab damals fast nichts, Oel
vielleicht ausgenommen, das nicht im Preise fiel. — 2506. Ein Makler der
einen Wechsel acceptirt, acceptirt ihn nicht ohne hinreichend gedeckt zu
sein, auch gegen einen Preisfall der Waare, die als Deckung dient.

„2512. Gegen Produkte werden zweierlei Wechsel gezogen. Zur ersten
Art gehört der ursprüngliche Wechsel, der von drüben auf den Importeur
gezogen wird.... Die Wechsel, die so gegen Produkte gezogen werden.
verfallen häufig, ehe die Produkte ankommen. Der Kaufmann muss deshalb,
wenn die Waare ankommt und er nicht hinreichendes Kapital hat, sie beim
Makler verpfänden, bis er sie verkaufen kann. Dann wird sofort ein Wechsel
der andern Art vom Liverpooler Kaufmann auf den Makler gezogen, auf
Sicherheit jener Waare.... es wird dann die Sache des Bankiers, sich beim
Makler zu vergewissern, ob er die Waare hat, und wie weit er darauf vor-
geschossen hat. Er muss sich überzeugen, dass der Makler Deckung hat,
um sich im Fall eines Verlusts zu erholen.

„2516. Wir bekommen auch Wechsel vom Ausland.... Jemand kauft
drüben einen Wechsel auf England, und schickt ihn an ein Haus in Eng-
land; wir können dem Wechsel nicht ansehn, ob er verständig oder unver-
ständig gezogen ist, ob er Produkte oder Wind repräsentirt.

„2533. Sie sagten, dass auswärtige Produkte fast aller Art mit grossem
Verlust verkauft wurden. Glauben Sie, dass das der Fall war in Folge un-
gerechtfertigter Spekulation in diesen Produkten? — Es entsprang aus
einer sehr grossen Einfuhr, während keine entsprechende Konsumtion be-
stand, um sie wegzuführen. Nach allem Anschein fiel die Konsumtion sehr
bedeutend. — 2537. Im Oktober.... waren Produkte fast unverkäuflich.“


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[398/0432] Londoner Haus für 200000 £; d. h. die Geschäftsfreunde dieser Manchester- Firma, die dem Hause in Kalkutta von Glasgow und Manchester Waaren auf Konsignation schickten, trassirten auf das Londoner Haus bis zum Betrage von 200000 £; gleichzeitig war die Verabredung, dass das Kalkutta-Haus auf das Londoner Haus auch 200000 £ zieht; diese Wechsel wurden in Kalkutta verkauft, mit dem Ertrag andre Wechsel gekauft, und diese wurden nach London geschickt, um das dortige Haus zu befähigen die ersten von Glasgow oder Manchester gezognen Wechsel zu bezahlen. So wurden durch dieses eine Geschäft Wechsel für 600000 £ in die Welt gesetzt. — No. 971. Gegenwärtig, wenn ein Haus in Kalkutta eine Schiffsladung kauft“ [für Eng- land] „und sie mit ihren eignen Tratten auf ihren Londoner Korrespondenten bezahlt, und die Ladescheine hierher gesandt werden, so werden diese Lade- scheine sofort für sie benutzbar zur Erhebung von Vorschüssen in Lombard Street; also haben sie acht Monate Zeit, worin sie das Geld benutzen können ehe ihre Korrespondenten die Wechsel zu zahlen haben.“ — IV. Im Jahr 1848 sass ein geheimer Ausschuss des Oberhauses zur Unter- suchung der Ursachen der Krise von 1847. Die von diesem Ausschuss abge- legten Zeugenaussagen wurden jedoch erst 1857 veröffentlicht (Minutes of Evidence, taken before the Secret Committee of the H. of L. appointed to inquire into the Causes of Distress etc. 1857; citirt als: C. D. 1848|57. Hier sagte Herr Lister, Dirigent der Union Bank of Liverpool unter andrem aus: „2444. Es bestand, Frühjahr 1847, eine ungehörige Ausdehnung des Kredits … weil Geschäftsleute ihr Kapital vom Geschäft auf Eisenbahnen übertrugen, und doch das Geschäft in der alten Ausdehnung fortführen wollten. Jeder glaubte wahrscheinlich zuerst, er könne die Eisenbahnaktien mit Profit verkaufen, und so das Geld im Geschäft ersetzen. Er fand vielleicht, dass das nicht möglich war, und nahm so Kredit in seinem Geschäft, wo er früher baar bezahlt hatte. Hieraus entsprang eine Kreditausdehnung. „2500. Diese Wechsel, worauf die Banken, die sie übernommen hatten, Verluste erlitten, waren dies Wechsel hauptsächlich gegen Korn oder gegen Baumwolle? … Es waren Wechsel gegen Produkte aller Art, Korn, Baum- wolle und Zucker, und Produkte aller Art. Es gab damals fast nichts, Oel vielleicht ausgenommen, das nicht im Preise fiel. — 2506. Ein Makler der einen Wechsel acceptirt, acceptirt ihn nicht ohne hinreichend gedeckt zu sein, auch gegen einen Preisfall der Waare, die als Deckung dient. „2512. Gegen Produkte werden zweierlei Wechsel gezogen. Zur ersten Art gehört der ursprüngliche Wechsel, der von drüben auf den Importeur gezogen wird.... Die Wechsel, die so gegen Produkte gezogen werden. verfallen häufig, ehe die Produkte ankommen. Der Kaufmann muss deshalb, wenn die Waare ankommt und er nicht hinreichendes Kapital hat, sie beim Makler verpfänden, bis er sie verkaufen kann. Dann wird sofort ein Wechsel der andern Art vom Liverpooler Kaufmann auf den Makler gezogen, auf Sicherheit jener Waare.... es wird dann die Sache des Bankiers, sich beim Makler zu vergewissern, ob er die Waare hat, und wie weit er darauf vor- geschossen hat. Er muss sich überzeugen, dass der Makler Deckung hat, um sich im Fall eines Verlusts zu erholen. „2516. Wir bekommen auch Wechsel vom Ausland.... Jemand kauft drüben einen Wechsel auf England, und schickt ihn an ein Haus in Eng- land; wir können dem Wechsel nicht ansehn, ob er verständig oder unver- ständig gezogen ist, ob er Produkte oder Wind repräsentirt. „2533. Sie sagten, dass auswärtige Produkte fast aller Art mit grossem Verlust verkauft wurden. Glauben Sie, dass das der Fall war in Folge un- gerechtfertigter Spekulation in diesen Produkten? — Es entsprang aus einer sehr grossen Einfuhr, während keine entsprechende Konsumtion be- stand, um sie wegzuführen. Nach allem Anschein fiel die Konsumtion sehr bedeutend. — 2537. Im Oktober.... waren Produkte fast unverkäuflich.“

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Dieses Werk wurde gemäß den DTA-Transkriptionsrichtlinien im Double-Keying-Verfahren von Nicht-Muttersprachlern erfasst und in XML/TEI P5 nach DTA-Basisformat kodiert.




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Zitationshilfe: Marx, Karl: Das Kapital. Buch III: Der Gesammtprocess der kapitalistischen Produktion. Kapitel I bis XXVIII. Hamburg, 1894, S. 398. In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/marx_kapital0301_1894/432>, abgerufen am 23.04.2024.