Ordinari Postzeitung. Nr. 31, [s. l.], [1668].men geben/ daß ohneracht Seine Majest. über alle in den Niederlan- Aus der Pfaltz/ vom 18. dito. Die Hostilität hat nunmehr in der Unter Pfaltz ihren Anfang Extract aus einem Schreiben von einem Capitain aus Perpignan/ vom 12. Jul. Berichte hiemit/ daß wir vermeint haben/ von den Spanischen be- wollen
men geben/ daß ohneracht Seine Majest. über alle in den Niederlan- Aus der Pfaltz/ vom 18. dito. Die Hostilität hat nunmehr in der Unter Pfaltz ihren Anfang Extract aus einem Schreiben von einem Capitain aus Perpignan/ vom 12. Jul. Berichte hiemit/ daß wir vermeint haben/ von den Spanischen be- wollen
<TEI> <text> <body> <div type="jArticle" n="1"> <p><pb facs="#f0002" n="[2]"/> men geben/ daß ohneracht Seine Majest. über alle in den Niederlan-<lb/> den eroberte Plätze noch zu mehren Orten rechtmässige Zusprüch hät-<lb/> ten/ Sie sich dannoch jetzo allein mit Conde vergnügen lassen wolten/<lb/> deßwegen Herr Bönning die würckliche Abtrettung bemelten Orts/ an<lb/> diese Cron ohne fernern Anstand verschaffen solte/ hat derselbige Dero<lb/> Majest. nochmals den gütlichen weg/ <supplied cert="low">a</supplied>usser welcher die Cron Spania<lb/> Ihre Majest. sonsten noch mercklich überlegen seyn würde/ zu belieben/<lb/> gebeten. So haben nun die Niederländischen Ständ mit ihrem Gu-<lb/> berneur Rhodrigo ihre Quarnisonen selbsten zuverpflegen/ ihme aber<lb/> die Reißkosten zu seinem Abzug besonders zu erlegen/ sich verglichen.<lb/> Wie Holländische Brieff melden/ hätten die Herren Staaden ihre<lb/> Kriegs-Flotta biß auf 18. Schiff <hi rendition="#aq">cassirt</hi>, und sollen/ wie zu vermuthen/<lb/> gegen theils abdanckende Land Völcker einige Reformirte Schweitzer<lb/> daselbst angenommen werden. So wird aus England berichtet/ wie<lb/> daß ein zimliche Zahl an Orlochschiff/ zwar nicht wissend/ wohin/ mit<lb/> nechsten guten Winde zum Aufbruch daselbsten fertig stünden. In-<lb/> dessen bemühete sich der König in Franckreich durch viel nacher Eng-<lb/> land übermachte Præsenten dahin/ selbigen König/ welcher doch gäntzli-<lb/> chen/ bey voriger <hi rendition="#aq">resolution</hi> zu verbleiben/ entschlossen/ noch auf seine<lb/> Seiten zu bringen.</p> </div><lb/> <div type="jArticle" n="1"> <head>Aus der Pfaltz/ vom 18. dito.</head><lb/> <p>Die <hi rendition="#aq">Hostili</hi>tät hat nunmehr in der Unter Pfaltz ihren Anfang<lb/> würcklich genommen/ in dem die Chur Pfältzische Armee verwichener<lb/> Tagen die zwischen Altzen und Creutzenach mit Chur Maintzischen<lb/> Völckern besetzte Stadt und Schloß Neu-Bamberg/ erobert/ und<lb/> haben die Lothringischen Troppen ihren Aufbruch gegen Pfaltz genom-<lb/> men/ also daß sich der <hi rendition="#aq">sedes Belli</hi> thätlich in gedachte Provintz ziehen<lb/> thut/ GOTT verhüte alles Ubel/ und stehe der gerechten Sach bey/ fer-<lb/> nern Verlauff mit nechsten.</p> </div><lb/> <div type="jArticle" n="1"> <head><hi rendition="#aq">Extract</hi> aus einem Schreiben von einem Capitain aus<lb/> Perpignan/ vom 12. Jul.</head><lb/> <p>Berichte hiemit/ daß wir vermeint haben/ von den Spanischen be-<lb/> lägert zu werden/ und dadurch Krieg zu haben/ weil der Gubernator<lb/> von Roses geschrieben/ daß die Spanischen den Frieden nicht <hi rendition="#aq">publicirn</hi><lb/> wöllen/ auf welches allen Völckern in Roussilion und Perpignon zu<lb/> marchirn befelcht worden/ und an der Cittadella und Stadtgraben<lb/> arbeiten müssen/ in dieser unserer grossen Hoffnung zu einem neuen und<lb/> frischen Krieg/ kommt ein unglückhaffter Trompeter/ der berichtet/ daß<lb/> die Spanischen den Frieden in Catalognia <hi rendition="#aq">publicirt</hi>. Die Spanischen<lb/> <fw place="bottom" type="catch">wollen</fw><lb/></p> </div> </body> </text> </TEI> [[2]/0002]
men geben/ daß ohneracht Seine Majest. über alle in den Niederlan-
den eroberte Plätze noch zu mehren Orten rechtmässige Zusprüch hät-
ten/ Sie sich dannoch jetzo allein mit Conde vergnügen lassen wolten/
deßwegen Herr Bönning die würckliche Abtrettung bemelten Orts/ an
diese Cron ohne fernern Anstand verschaffen solte/ hat derselbige Dero
Majest. nochmals den gütlichen weg/ ausser welcher die Cron Spania
Ihre Majest. sonsten noch mercklich überlegen seyn würde/ zu belieben/
gebeten. So haben nun die Niederländischen Ständ mit ihrem Gu-
berneur Rhodrigo ihre Quarnisonen selbsten zuverpflegen/ ihme aber
die Reißkosten zu seinem Abzug besonders zu erlegen/ sich verglichen.
Wie Holländische Brieff melden/ hätten die Herren Staaden ihre
Kriegs-Flotta biß auf 18. Schiff cassirt, und sollen/ wie zu vermuthen/
gegen theils abdanckende Land Völcker einige Reformirte Schweitzer
daselbst angenommen werden. So wird aus England berichtet/ wie
daß ein zimliche Zahl an Orlochschiff/ zwar nicht wissend/ wohin/ mit
nechsten guten Winde zum Aufbruch daselbsten fertig stünden. In-
dessen bemühete sich der König in Franckreich durch viel nacher Eng-
land übermachte Præsenten dahin/ selbigen König/ welcher doch gäntzli-
chen/ bey voriger resolution zu verbleiben/ entschlossen/ noch auf seine
Seiten zu bringen.
Aus der Pfaltz/ vom 18. dito.
Die Hostilität hat nunmehr in der Unter Pfaltz ihren Anfang
würcklich genommen/ in dem die Chur Pfältzische Armee verwichener
Tagen die zwischen Altzen und Creutzenach mit Chur Maintzischen
Völckern besetzte Stadt und Schloß Neu-Bamberg/ erobert/ und
haben die Lothringischen Troppen ihren Aufbruch gegen Pfaltz genom-
men/ also daß sich der sedes Belli thätlich in gedachte Provintz ziehen
thut/ GOTT verhüte alles Ubel/ und stehe der gerechten Sach bey/ fer-
nern Verlauff mit nechsten.
Extract aus einem Schreiben von einem Capitain aus
Perpignan/ vom 12. Jul.
Berichte hiemit/ daß wir vermeint haben/ von den Spanischen be-
lägert zu werden/ und dadurch Krieg zu haben/ weil der Gubernator
von Roses geschrieben/ daß die Spanischen den Frieden nicht publicirn
wöllen/ auf welches allen Völckern in Roussilion und Perpignon zu
marchirn befelcht worden/ und an der Cittadella und Stadtgraben
arbeiten müssen/ in dieser unserer grossen Hoffnung zu einem neuen und
frischen Krieg/ kommt ein unglückhaffter Trompeter/ der berichtet/ daß
die Spanischen den Frieden in Catalognia publicirt. Die Spanischen
wollen
Suche im WerkInformationen zum Werk
Download dieses Werks
XML (TEI P5) ·
HTML ·
Text Metadaten zum WerkTEI-Header · CMDI · Dublin Core Ansichten dieser Seite
Voyant Tools
|
| URL zu diesem Werk: | https://www.deutschestextarchiv.de/nn_postzeitung0031_1668 |
| URL zu dieser Seite: | https://www.deutschestextarchiv.de/nn_postzeitung0031_1668/2 |
| Zitationshilfe: | Ordinari Postzeitung. Nr. 31, [s. l.], [1668], S. [2]. In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/nn_postzeitung0031_1668/2>, abgerufen am 06.08.2024. |


