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Nyland, Petrus: Desz Schauplatzes Irdischer Geschöpffe. Bd. 4. Osnabrück, 1687.

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alleine bey ihrem Geschlecht/ wie Aristoteles schreibt/ sondern vermischen sich auch mit der Squatina. Sie gebähren ein lebendig Thier zum wenigsten ein oder zwey Junge; wann sie zu erst die Eyer innewendig empfangen haben/ welche anfangs gelb und ohne Schalen oben in der Gebär-Mutter gesehen werden/ deren einige so groß als Hüner-Eyer / andere kleiner/ und vielmahls hundert in einem Rochen sind. Daß sie in der See so uberflüssig sind/ machet die menge ihre Eyer. Sie schwimmen mit der breit ihres Leibes gantz lang.

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sam und faul/ sind Fleisch fressig/ leben von andern kleinen Fischen. Im Artzney-Gebrauch/ ist die Galle gut zur öffnung der Leber/ wie Rondeletius selbst probirt hat. Die frische Gall ist auch sehr dienlich zum schaden der Ohren. Die Leber sambt der Galle wird gebraucht zum beissen und der Krätze.

Die sonderbahre Beschreibung der Rochen belangend/ sind in Nahmen und Gestalt unterschieden/ werden in glatte und rauhe vertheilt: das erste Geschlecht der

alleine bey ihrem Geschlecht/ wie Aristoteles schreibt/ sondern vermischen sich auch mit der Squatina. Sie gebähren ein lebendig Thier zum wenigsten ein oder zwey Junge; wann sie zu erst die Eyer innewendig empfangen haben/ welche anfangs gelb und ohne Schalen oben in der Gebär-Mutter gesehen werden/ deren einige so groß als Hüner-Eyer / andere kleiner/ und vielmahls hundert in einem Rochen sind. Daß sie in der See so uberflüssig sind/ machet die menge ihre Eyer. Sie schwimmen mit der breit ihres Leibes gantz lang.

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sam und faul/ sind Fleisch fressig/ leben von andern kleinen Fischen. Im Artzney-Gebrauch/ ist die Galle gut zur öffnung der Leber/ wie Rondeletius selbst probirt hat. Die frische Gall ist auch sehr dienlich zum schaden der Ohren. Die Leber sambt der Galle wird gebraucht zum beissen uñ der Krätze.

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[292/0060] alleine bey ihrem Geschlecht/ wie Aristoteles schreibt/ sondern vermischen sich auch mit der Squatina. Sie gebähren ein lebendig Thier zum wenigsten ein oder zwey Junge; wann sie zu erst die Eyer innewendig empfangen haben/ welche anfangs gelb und ohne Schalen oben in der Gebär-Mutter gesehen werden/ deren einige so groß als Hüner-Eyer / andere kleiner/ und vielmahls hundert in einem Rochen sind. Daß sie in der See so uberflüssig sind/ machet die menge ihre Eyer. Sie schwimmen mit der breit ihres Leibes gantz lang. [Abbildung] sam und faul/ sind Fleisch fressig/ leben von andern kleinen Fischen. Im Artzney-Gebrauch/ ist die Galle gut zur öffnung der Leber/ wie Rondeletius selbst probirt hat. Die frische Gall ist auch sehr dienlich zum schaden der Ohren. Die Leber sambt der Galle wird gebraucht zum beissen uñ der Krätze. Die sonderbahre Beschreibung der Rochen belangend/ sind in Nahmen und Gestalt unterschieden/ werden in glatte und rauhe vertheilt: das erste Geschlecht der

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Zitationshilfe: Nyland, Petrus: Desz Schauplatzes Irdischer Geschöpffe. Bd. 4. Osnabrück, 1687, S. 292. In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/nylandt_schauplatz04_1678/60>, abgerufen am 19.04.2024.