Anmelden (DTAQ) DWDS     dlexDB     CLARIN-D

Sandrart, Joachim von: L’Academia Todesca. della Architectura, Scultura & Pittura: Oder Teutsche Academie der Edlen Bau- Bild- und Mahlerey-Künste. Bd. 2,3. Nürnberg, 1679.

Bild:
<< vorherige Seite

[Spaltenumbruch] was wir unsern Neben-Menschen schuldig seyn; und das Wort sehr genau beobachten/ daß/ wie wir wollen/ daß uns geschehe/ wir unserm Neben-Menschen ebenmässig auch thun mögen/ ist eine vollkommene Weisheit. Und hierzu zu gelangen/ thut dieses schwere Rähtsel/ oder die Erkändtnus sein selbst/ hoch vonnöhten: sintemal/ wegen das übelen Rahtens/ oder verfehlens dieses Rähtsels/ viel tausend durch Unverstand jämmerlich verschlungen werden: dieweil es ein Rähtsel/ so von wenigen getroffen werden kan; iedoch aber ein rechter Anfang der vollkommenen Weisheit/ ja/ an sich selbsten eine grosse Weisheit ist. Dannenhero die Staatsherren über gantz Griechenland/ oberhalb der Thür des berühmten Tempels des Apollo zu Delphis/ wie Plutarchus schreibet/ nicht die Odysseen/ oder Iliaden des Homerus/ noch die Gedichte des Pindarus/ sondern diese kurtze/ iedoch nachdenckliche Worin die Selbst-Erkändtnus bestehe. Sprüchlein: Erkenn dich selbsten. Nichts zu viel/ wie auch: Zusage machet Schuld/ und zwar/ mit guldnen Buchstaben/ schreiben lassen: als solche Worte/ die in ihrer Kürtze sehr viel in sich halten: absonderlich dieses: Erkenn dich selbsten! Welche Selbst-Erkäntnus nicht bestehet im Wissen/ wie man heisse/ wessen Sohn/ oder Geschlechts man sey/ sondern seine eigne Schwachheit/ Unvermögen/ Gebrechlichkeit/ Ungeschickligkeit/ Unmässigkeit/ Blösse/ Rachgierigkeit und andere Gebrechen mehr/ erkennen: darneben alle seine Neigungen und Begierden wol zu unterscheiden/ um die schädliche/ unbefugte und unehrliche unterzudrucken/ zu verabscheuen und zu meiden/ denen nutzbaren aber zu folgen/ und nachzukommen/ gleich wie ferner/ in der Fabel/ von der Dryope; also wird allhier auch in dem unwissenden Vattermord und der begangenen Blut-schande des Oedipus/ woraus sehr viel Unglücks und Jammers entstunde/ vorgebildet/ daß Gott auch an unwissenden und verborgenen Sünden/ oder Mishandlungen grosses Misfallen habe/ dahero der Mensch in allen Dingen verständig/ weislich und vorsichtig handeln solle. Dann dafern Oedipus nur seines unbekandten Vatters Alter/ gegen seine Jugend gehalten/ und weislich angesehen/ auch ihme in Demut aus dem Wege gewichen/ würde er in die greuliche Sünde des Vatter-mords nicht gerahten seyn. Im Fall er auch zuvor wol nachgeforscht hätte/ wessen Sohn er wäre/ solte er die Blutschande nicht begangen haben. Allein zuvor gethan/ wie man sagt/ und hernach erst bedacht/ hat manchen in groß Leid Lehrliche Auslegung von der Eriphyle. gebracht. Durch die Eriphyle wird angewiesen/ wie schädlich die Begierde des Reichthums sey; oder wie gefährlich der Geitz/ den Menschen verblende/ also daß dardurch oft solche Dinge geschehen/ die der Natur/ Liebe und gesunden Vernunfst schnur gerade zu wider sind. Ferner/ daß auch alle Boßheiten sich ihre eigene Ruhten binden/ oder die Bestraffungen und den verdienten Lohn mit sich bringen: um ihre Herren und Wercker darmit zu qvählen/ oder zu verderben. Wie Tithon in eine kleine Heuschrecke verwandelt/ haben wir vorhin bey der Aurora in etwas Anregung gethan. Bey dem Murren der Götter über die Verjüngung der Menschen/ darinn sie vom Jupiter gestillt worden/[Spaltenumbruch] Lehrliche Auslegung/ oder Anweisung von der Aiblis. ist insonderheit anzumercken die Krafft des Rechtens/ dem sich Jupiter selbsten verpflichtet bekennet. Die Blut-schändliche unziemende Liebe der Byblis zu ihrem Bruder dem Caunus/ als beyder Kinder des Miletus/ des Sohns Phoebus und der Cyanee/ einer Tochter des Kriepelhafften/ oder krum und lahmen Maeanders/ deutet an/ wie kräftig/ in der Jugend/ aus Unachtsam- und Ruchlosigkeit/ das Feuer der unkeuschen Begierden/ in einem Menschen/ entzündet werden könne/ also daß das Hertz dermassen verblendet werde/ daß es weder Blut-Freundschafft/ Göttliche Gesetze/ Zucht noch Erbarkeit im geringsten mehr ansiehet noch achtet: Worauf oftermalen eine jämmerliche Betrübnus/ und als ob alles in Thränen zerschmeltzen wolte/ zu erfolgen/ und das letzte Gerichte (die letzte Vergeltung) zu seyn pflege. Dannenhero die Jugend hierdurch soll gewarnet seyn/ ihre Lüste zu mässigen/ und nichts zu begehren/ oder zu thun/ dann was vor Gott und Menschen verantwortlich und ziemlich ist/ und mit Lobe bestehen kan.

Die Fabel vom Lycus/ welcher von den Göttern begehren dörffen/ daß seine Gemahlin Telethusa einen Sohn gebären möchte/ ihr aber gebotten/ wann sie ein Mägdlein brächte/ es zu tödten/ zeiget des Menschen grosse Thorheit zur Gnüge an/ daß er nemlich zum offtern solche Dinge wünsche/ die ihm nicht allein übel anständig/ sondern auch höchst schädlich sind: indem er/ wider Gottes willen/ der Natur Gewalt anlegen wil/ wie unter andern/ die Offenbarung der Inachis/ oder Isis/ so mit ihrer Gesellschafft darwider zu rahten sich auch unterstanden/ klärlich ausweiset. Von der Isis solte ich zwar noch etwas sagen/ weil aber nichts lehrwürdiges zu finden/ als was wir bereits/ im ersten Buche/ unter dem Namen der Io/ angeführt haben/ als lassen wir es hierbey bewenden. In ietzt sagter Offenbarung/ war auch der/ so den Finger auf den Mund legte/ wordurch das Schweigen angedeutet wurde/ welchen zwar unser Poet nicht Vom Harpocrates und dem Nutzen des Schweigens/ hingegen auch dem Schaden des vielen Redens. nennet: Es wird aber dardurch angedeutet Harpocrates/ den man für den Gott den Schweigens/ Verhelens/ oder Verbergens der Heimligkeit zu halten pflag. Welches gleichfalls auch eine gute Sitte ist. Dann gleich wie ein Adler berstend/ und sich selbsten verderbend/ seine Jungen gebieret/ und darüber todt bleibet: also kan ein unvorsichtiger Plauderer/ durch seine eigene Worte/ sich selbsten in Schaden/ und in das äusserste Unglück bringen. Dannenhero der Römer Metellus/ als er von einem jungen Hauptmanne gefragt wurde/ was seine Meinung wäre zu thun in einem gewissen heimlichen Kriegs-Anschlage? sehr weislich antwortete: Wann ich wüste/ daß meinem Hemd am Leibe mein Vornehmen/ oder Heimligkeit bekandt wäre/ ich wolte es ausziehen/ ins Feuer werffen/ und verbrennen: dieweil er besorgte/ es möchte sein Vornehmen/ Liß Plutarchum von vielen Reden. ihm zum Schaden/ oder zur Schande/ entdeckt und offenbar werden. Dann die Worte sind; nach des Poeten Ausspruch/ geflügelt. Und gleich wie es nicht ein leichtes Werck/ einen Vogel wiederum zu bekommen/ wann er einem einmal aus der Hand entflogen ist: also kan man auch ein Wort nicht wieder in den Mund bringen/ nachdem es einmal

[Spaltenumbruch] was wir unsern Neben-Menschen schuldig seyn; und das Wort sehr genau beobachten/ daß/ wie wir wollen/ daß uns geschehe/ wir unserm Neben-Menschen ebenmässig auch thun mögen/ ist eine vollkommene Weisheit. Und hierzu zu gelangen/ thut dieses schwere Rähtsel/ oder die Erkändtnus sein selbst/ hoch vonnöhten: sintemal/ wegen das übelen Rahtens/ oder verfehlens dieses Rähtsels/ viel tausend durch Unverstand jämmerlich verschlungen werden: dieweil es ein Rähtsel/ so von wenigen getroffen werden kan; iedoch aber ein rechter Anfang der vollkommenen Weisheit/ ja/ an sich selbsten eine grosse Weisheit ist. Dannenhero die Staatsherren über gantz Griechenland/ oberhalb der Thür des berühmten Tempels des Apollo zu Delphis/ wie Plutarchus schreibet/ nicht die Odysseen/ oder Iliaden des Homerus/ noch die Gedichte des Pindarus/ sondern diese kurtze/ iedoch nachdenckliche Worin die Selbst-Erkändtnus bestehe. Sprüchlein: Erkenn dich selbsten. Nichts zu viel/ wie auch: Zusage machet Schuld/ und zwar/ mit guldnen Buchstaben/ schreiben lassen: als solche Worte/ die in ihrer Kürtze sehr viel in sich halten: absonderlich dieses: Erkenn dich selbsten! Welche Selbst-Erkäntnus nicht bestehet im Wissen/ wie man heisse/ wessen Sohn/ oder Geschlechts man sey/ sondern seine eigne Schwachheit/ Unvermögen/ Gebrechlichkeit/ Ungeschickligkeit/ Unmässigkeit/ Blösse/ Rachgierigkeit und andere Gebrechen mehr/ erkennen: darneben alle seine Neigungen und Begierden wol zu unterscheiden/ um die schädliche/ unbefugte und unehrliche unterzudrucken/ zu verabscheuen und zu meiden/ denen nutzbaren aber zu folgen/ und nachzukommen/ gleich wie ferner/ in der Fabel/ von der Dryope; also wird allhier auch in dem unwissenden Vattermord und der begangenen Blut-schande des Oedipus/ woraus sehr viel Unglücks und Jammers entstunde/ vorgebildet/ daß Gott auch an unwissenden und verborgenen Sünden/ oder Mishandlungen grosses Misfallen habe/ dahero der Mensch in allen Dingen verständig/ weislich und vorsichtig handeln solle. Dann dafern Oedipus nur seines unbekandten Vatters Alter/ gegen seine Jugend gehalten/ und weislich angesehen/ auch ihme in Demut aus dem Wege gewichen/ würde er in die greuliche Sünde des Vatter-mords nicht gerahten seyn. Im Fall er auch zuvor wol nachgeforscht hätte/ wessen Sohn er wäre/ solte er die Blutschande nicht begangen haben. Allein zuvor gethan/ wie man sagt/ und hernach erst bedacht/ hat manchen in groß Leid Lehrliche Auslegung von der Eriphyle. gebracht. Durch die Eriphyle wird angewiesen/ wie schädlich die Begierde des Reichthums sey; oder wie gefährlich der Geitz/ den Menschen verblende/ also daß dardurch oft solche Dinge geschehen/ die der Natur/ Liebe und gesunden Vernunfst schnur gerade zu wider sind. Ferner/ daß auch alle Boßheiten sich ihre eigene Ruhten binden/ oder die Bestraffungen und den verdienten Lohn mit sich bringen: um ihre Herren und Wercker darmit zu qvählen/ oder zu verderben. Wie Tithon in eine kleine Heuschrecke verwandelt/ haben wir vorhin bey der Aurora in etwas Anregung gethan. Bey dem Murren der Götter über die Verjüngung der Menschen/ darinn sie vom Jupiter gestillt worden/[Spaltenumbruch] Lehrliche Auslegung/ oder Anweisung von der Aiblis. ist insonderheit anzumercken die Krafft des Rechtens/ dem sich Jupiter selbsten verpflichtet bekennet. Die Blut-schändliche unziemende Liebe der Byblis zu ihrem Bruder dem Caunus/ als beyder Kinder des Miletus/ des Sohns Phoebus und der Cyanee/ einer Tochter des Kriepelhafften/ oder krum und lahmen Maeanders/ deutet an/ wie kräftig/ in der Jugend/ aus Unachtsam- und Ruchlosigkeit/ das Feuer der unkeuschen Begierden/ in einem Menschen/ entzündet werden könne/ also daß das Hertz dermassen verblendet werde/ daß es weder Blut-Freundschafft/ Göttliche Gesetze/ Zucht noch Erbarkeit im geringsten mehr ansiehet noch achtet: Worauf oftermalen eine jämmerliche Betrübnus/ und als ob alles in Thränen zerschmeltzen wolte/ zu erfolgen/ und das letzte Gerichte (die letzte Vergeltung) zu seyn pflege. Dannenhero die Jugend hierdurch soll gewarnet seyn/ ihre Lüste zu mässigen/ und nichts zu begehren/ oder zu thun/ dann was vor Gott und Menschen verantwortlich und ziemlich ist/ und mit Lobe bestehen kan.

Die Fabel vom Lycus/ welcher von den Göttern begehren dörffen/ daß seine Gemahlin Telethusa einen Sohn gebären möchte/ ihr aber gebotten/ wann sie ein Mägdlein brächte/ es zu tödten/ zeiget des Menschen grosse Thorheit zur Gnüge an/ daß er nemlich zum offtern solche Dinge wünsche/ die ihm nicht allein übel anständig/ sondern auch höchst schädlich sind: indem er/ wider Gottes willen/ der Natur Gewalt anlegen wil/ wie unter andern/ die Offenbarung der Inachis/ oder Isis/ so mit ihrer Gesellschafft darwider zu rahten sich auch unterstanden/ klärlich ausweiset. Von der Isis solte ich zwar noch etwas sagen/ weil aber nichts lehrwürdiges zu finden/ als was wir bereits/ im ersten Buche/ unter dem Namen der Io/ angeführt haben/ als lassen wir es hierbey bewenden. In ietzt sagter Offenbarung/ war auch der/ so den Finger auf den Mund legte/ wordurch das Schweigen angedeutet wurde/ welchen zwar unser Poet nicht Vom Harpocrates und dem Nutzen des Schweigens/ hingegen auch dem Schaden des vielen Redens. nennet: Es wird aber dardurch angedeutet Harpocrates/ den man für den Gott den Schweigens/ Verhelens/ oder Verbergens der Heimligkeit zu halten pflag. Welches gleichfalls auch eine gute Sitte ist. Dann gleich wie ein Adler berstend/ und sich selbsten verderbend/ seine Jungen gebieret/ und darüber todt bleibet: also kan ein unvorsichtiger Plauderer/ durch seine eigene Worte/ sich selbsten in Schaden/ und in das äusserste Unglück bringen. Dannenhero der Römer Metellus/ als er von einem jungen Hauptmanne gefragt wurde/ was seine Meinung wäre zu thun in einem gewissen heimlichen Kriegs-Anschlage? sehr weislich antwortete: Wann ich wüste/ daß meinem Hemd am Leibe mein Vornehmen/ oder Heimligkeit bekandt wäre/ ich wolte es ausziehen/ ins Feuer werffen/ und verbrennen: dieweil er besorgte/ es möchte sein Vornehmen/ Liß Plutarchum von vielen Reden. ihm zum Schaden/ oder zur Schande/ entdeckt und offenbar werden. Dann die Worte sind; nach des Poeten Ausspruch/ geflügelt. Und gleich wie es nicht ein leichtes Werck/ einen Vogel wiederum zu bekommen/ wann er einem einmal aus der Hand entflogen ist: also kan man auch ein Wort nicht wieder in den Mund bringen/ nachdem es einmal

<TEI>
  <text>
    <body>
      <div>
        <div>
          <div>
            <p><pb facs="#f0291" xml:id="pb-1238" n="[Metamorphosis, S. 115]"/><cb/>
was wir unsern Neben-Menschen schuldig seyn; und das Wort sehr genau beobachten/ daß/ wie wir wollen/ daß uns geschehe/ wir unserm Neben-Menschen ebenmässig auch thun mögen/ ist eine vollkommene Weisheit. Und hierzu zu gelangen/ thut dieses schwere Rähtsel/ oder die Erkändtnus sein selbst/ hoch vonnöhten: sintemal/ wegen das übelen Rahtens/ oder verfehlens dieses Rähtsels/ viel tausend durch Unverstand jämmerlich verschlungen werden: dieweil es ein Rähtsel/ so von wenigen getroffen werden kan; iedoch aber ein rechter Anfang der vollkommenen Weisheit/ ja/ an sich selbsten eine grosse Weisheit ist. Dannenhero die Staatsherren über gantz <placeName ref="http://ta.sandrart.net/-place-336 http://www.getty.edu/vow/TGNFullDisplay?find=&amp;place=&amp;nation=&amp;subjectid=1000074">Griechenland</placeName>/ oberhalb der Thür des berühmten <placeName ref="http://ta.sandrart.net/-place-116">Tempels des Apollo</placeName> zu <placeName ref="http://ta.sandrart.net/-place-39 http://www.geonames.org/263219/ http://www.getty.edu/vow/TGNFullDisplay?find=&amp;place=&amp;nation=&amp;subjectid=7010770">Delphis</placeName>/ wie <persName ref="http://ta.sandrart.net/-person-343 http://d-nb.info/gnd/118595237 http://viaf.org/viaf/32140876">Plutarchus</persName> schreibet/ nicht die <bibl><ref target="http://ta.sandrart.net/-bibliography-2344">Odysseen</ref></bibl>/ oder <bibl><ref target="http://ta.sandrart.net/-bibliography-2345">Iliaden des <persName ref="http://ta.sandrart.net/-person-109 http://d-nb.info/gnd/11855333X http://viaf.org/viaf/63292865">Homerus</persName></ref></bibl>/ noch die Gedichte des <persName ref="http://ta.sandrart.net/-person-2082 http://d-nb.info/gnd/118594427 http://viaf.org/viaf/100181296">Pindarus</persName>/ sondern diese kurtze/ iedoch nachdenckliche <note place="right">Worin die Selbst-Erkändtnus bestehe.</note> Sprüchlein: Erkenn dich selbsten. Nichts zu viel/ wie auch: Zusage machet Schuld/ und zwar/ mit guldnen Buchstaben/ schreiben lassen: als solche Worte/ die in ihrer Kürtze sehr viel in sich halten: absonderlich dieses: Erkenn dich selbsten! Welche Selbst-Erkäntnus nicht bestehet im Wissen/ wie man heisse/ wessen Sohn/ oder Geschlechts man sey/ sondern seine eigne Schwachheit/ Unvermögen/ Gebrechlichkeit/ Ungeschickligkeit/ Unmässigkeit/ Blösse/ Rachgierigkeit und andere Gebrechen mehr/ erkennen: darneben alle seine Neigungen und Begierden wol zu unterscheiden/ um die schädliche/ unbefugte und unehrliche unterzudrucken/ zu verabscheuen und zu meiden/ denen nutzbaren aber zu folgen/ und nachzukommen/ gleich wie ferner/ in der Fabel/ von der <persName ref="http://ta.sandrart.net/-person-1993">Dryope</persName>; also wird allhier auch in dem unwissenden Vattermord und der begangenen Blut-schande des <persName ref="http://ta.sandrart.net/-person-2491 http://d-nb.info/gnd/118589393 http://viaf.org/viaf/804472">Oedipus</persName>/ woraus sehr viel Unglücks und Jammers entstunde/ vorgebildet/ daß <persName ref="http://ta.sandrart.net/-person-204">Gott</persName> auch an unwissenden und verborgenen Sünden/ oder Mishandlungen grosses Misfallen habe/ dahero der Mensch in allen Dingen verständig/ weislich und vorsichtig handeln solle. Dann dafern <persName ref="http://ta.sandrart.net/-person-2491 http://d-nb.info/gnd/118589393 http://viaf.org/viaf/804472">Oedipus</persName> nur seines unbekandten Vatters Alter/ gegen seine Jugend gehalten/ und weislich angesehen/ auch ihme in Demut aus dem Wege gewichen/ würde er in die greuliche Sünde des Vatter-mords nicht gerahten seyn. Im Fall er auch zuvor wol nachgeforscht hätte/ wessen Sohn er wäre/ solte er die Blutschande nicht begangen haben. Allein zuvor gethan/ wie man sagt/ und hernach erst bedacht/ hat manchen in groß Leid <note place="right">Lehrliche Auslegung von der <persName ref="http://ta.sandrart.net/-person-3621">Eriphyle</persName>.</note> gebracht. Durch die <persName ref="http://ta.sandrart.net/-person-3621">Eriphyle</persName> wird angewiesen/ wie schädlich die Begierde des Reichthums sey; oder wie gefährlich der Geitz/ den Menschen verblende/ also daß dardurch oft solche Dinge geschehen/ die der Natur/ Liebe und gesunden Vernunfst schnur gerade zu wider sind. Ferner/ daß auch alle Boßheiten sich ihre eigene Ruhten binden/ oder die Bestraffungen und den verdienten Lohn mit sich bringen: um ihre Herren und Wercker darmit zu qvählen/ oder zu verderben. Wie <persName ref="http://ta.sandrart.net/-person-3204">Tithon</persName> in eine kleine Heuschrecke verwandelt/ haben wir vorhin bey der <persName ref="http://ta.sandrart.net/-person-837 http://d-nb.info/gnd/119240416 http://viaf.org/viaf/42643644">Aurora</persName> in etwas Anregung gethan. Bey dem Murren der Götter über die Verjüngung der Menschen/ darinn sie vom <persName ref="http://ta.sandrart.net/-person-99 http://d-nb.info/gnd/118558897 http://viaf.org/viaf/22933410">Jupiter</persName> gestillt worden/<cb/>
<note place="right">Lehrliche Auslegung/ oder Anweisung von der <persName ref="http://ta.sandrart.net/-person-3632">Aiblis</persName>.</note> ist insonderheit anzumercken die Krafft des Rechtens/ dem sich <persName ref="http://ta.sandrart.net/-person-99 http://d-nb.info/gnd/118558897 http://viaf.org/viaf/22933410">Jupiter</persName> selbsten verpflichtet bekennet. Die Blut-schändliche unziemende Liebe der <persName ref="http://ta.sandrart.net/-person-3632">Byblis</persName> zu ihrem Bruder dem <persName ref="http://ta.sandrart.net/-person-3633">Caunus</persName>/ als beyder Kinder des <persName ref="http://ta.sandrart.net/-person-3634">Miletus</persName>/ des Sohns <persName ref="http://ta.sandrart.net/-person-59 http://d-nb.info/gnd/118503642 http://viaf.org/viaf/3261638">Phoebus</persName> und der <persName ref="http://ta.sandrart.net/-person-3635">Cyanee</persName>/ einer Tochter des Kriepelhafften/ oder krum und lahmen <persName ref="http://ta.sandrart.net/-person-3636">Maeanders</persName>/ deutet an/ wie kräftig/ in der Jugend/ aus Unachtsam- und Ruchlosigkeit/ das Feuer der unkeuschen Begierden/ in einem Menschen/ entzündet werden könne/ also daß das Hertz dermassen verblendet werde/ daß es weder Blut-Freundschafft/ Göttliche Gesetze/ Zucht noch Erbarkeit im geringsten mehr ansiehet noch achtet: Worauf oftermalen eine jämmerliche Betrübnus/ und als ob alles in Thränen zerschmeltzen wolte/ zu erfolgen/ und das letzte Gerichte (die letzte Vergeltung) zu seyn pflege. Dannenhero die Jugend hierdurch soll gewarnet seyn/ ihre Lüste zu mässigen/ und nichts zu begehren/ oder zu thun/ dann was vor <persName ref="http://ta.sandrart.net/-person-204">Gott</persName> und Menschen verantwortlich und ziemlich ist/ und mit Lobe bestehen kan.</p>
            <p>Die Fabel vom <persName ref="http://ta.sandrart.net/-person-3637">Lycus</persName>/ welcher von den Göttern begehren dörffen/ daß seine Gemahlin <persName ref="http://ta.sandrart.net/-person-3638">Telethusa</persName> einen Sohn gebären möchte/ ihr aber gebotten/ wann sie ein Mägdlein brächte/ es zu tödten/ zeiget des Menschen grosse Thorheit zur Gnüge an/ daß er nemlich zum offtern solche Dinge wünsche/ die ihm nicht allein übel anständig/ sondern auch höchst schädlich sind: indem er/ wider <persName ref="http://ta.sandrart.net/-person-204">Gottes</persName> willen/ der Natur Gewalt anlegen wil/ wie unter andern/ die Offenbarung der <persName ref="http://ta.sandrart.net/-person-539 http://d-nb.info/gnd/124359906 http://viaf.org/viaf/35387480">Inachis</persName>/ oder <persName ref="http://ta.sandrart.net/-person-105 http://d-nb.info/gnd/118932640 http://viaf.org/viaf/67264837">Isis</persName>/ so mit ihrer Gesellschafft darwider zu rahten sich auch unterstanden/ klärlich ausweiset. Von der <persName ref="http://ta.sandrart.net/-person-105 http://d-nb.info/gnd/118932640 http://viaf.org/viaf/67264837">Isis</persName> solte <persName ref="http://ta.sandrart.net/-person-836">ich</persName> zwar noch etwas sagen/ weil aber nichts lehrwürdiges zu finden/ als was <persName ref="http://ta.sandrart.net/-person-836">wir</persName> bereits/ im ersten Buche/ unter dem Namen der <persName ref="http://ta.sandrart.net/-person-539 http://d-nb.info/gnd/124359906 http://viaf.org/viaf/35387480">Io</persName>/ angeführt haben/ als lassen <persName ref="http://ta.sandrart.net/-person-836">wir</persName> es hierbey bewenden. In ietzt sagter Offenbarung/ war auch der/ so den Finger auf den Mund legte/ wordurch das Schweigen angedeutet wurde/ welchen zwar <persName ref="http://ta.sandrart.net/-person-350 http://d-nb.info/gnd/118590995 http://viaf.org/viaf/88342447">unser Poet</persName> nicht <note place="right">Vom <persName ref="http://ta.sandrart.net/-person-3235 http://d-nb.info/gnd/131971026 http://viaf.org/viaf/8534185">Harpocrates</persName> und dem Nutzen des Schweigens/ hingegen auch dem Schaden des vielen Redens.</note> nennet: Es wird aber dardurch angedeutet <persName ref="http://ta.sandrart.net/-person-3235 http://d-nb.info/gnd/131971026 http://viaf.org/viaf/8534185">Harpocrates</persName>/ den man für den Gott den Schweigens/ Verhelens/ oder Verbergens der Heimligkeit zu halten pflag. Welches gleichfalls auch eine gute Sitte ist. Dann gleich wie ein Adler berstend/ und sich selbsten verderbend/ seine Jungen gebieret/ und darüber todt bleibet: also kan ein unvorsichtiger Plauderer/ durch seine eigene Worte/ sich selbsten in Schaden/ und in das äusserste Unglück bringen. Dannenhero der Römer <persName ref="http://ta.sandrart.net/-person-5632">Metellus</persName>/ als er von einem jungen Hauptmanne gefragt wurde/ was seine Meinung wäre zu thun in einem gewissen heimlichen Kriegs-Anschlage? sehr weislich antwortete: Wann ich wüste/ daß meinem Hemd am Leibe mein Vornehmen/ oder Heimligkeit bekandt wäre/ ich wolte es ausziehen/ ins Feuer werffen/ und verbrennen: dieweil er besorgte/ es möchte sein Vornehmen/ <note place="right">Liß <persName ref="http://ta.sandrart.net/-person-343 http://d-nb.info/gnd/118595237 http://viaf.org/viaf/32140876">Plutarchum</persName> von vielen Reden.</note> ihm zum Schaden/ oder zur Schande/ entdeckt und offenbar werden. Dann die Worte sind; nach des Poeten Ausspruch/ geflügelt. Und gleich wie es nicht ein leichtes Werck/ einen Vogel wiederum zu bekommen/ wann er einem einmal aus der Hand entflogen ist: also kan man auch ein Wort nicht wieder in den Mund bringen/ nachdem es einmal
</p>
          </div>
        </div>
      </div>
    </body>
  </text>
</TEI>
[[Metamorphosis, S. 115]/0291] was wir unsern Neben-Menschen schuldig seyn; und das Wort sehr genau beobachten/ daß/ wie wir wollen/ daß uns geschehe/ wir unserm Neben-Menschen ebenmässig auch thun mögen/ ist eine vollkommene Weisheit. Und hierzu zu gelangen/ thut dieses schwere Rähtsel/ oder die Erkändtnus sein selbst/ hoch vonnöhten: sintemal/ wegen das übelen Rahtens/ oder verfehlens dieses Rähtsels/ viel tausend durch Unverstand jämmerlich verschlungen werden: dieweil es ein Rähtsel/ so von wenigen getroffen werden kan; iedoch aber ein rechter Anfang der vollkommenen Weisheit/ ja/ an sich selbsten eine grosse Weisheit ist. Dannenhero die Staatsherren über gantz Griechenland/ oberhalb der Thür des berühmten Tempels des Apollo zu Delphis/ wie Plutarchus schreibet/ nicht die Odysseen/ oder Iliaden des Homerus/ noch die Gedichte des Pindarus/ sondern diese kurtze/ iedoch nachdenckliche Sprüchlein: Erkenn dich selbsten. Nichts zu viel/ wie auch: Zusage machet Schuld/ und zwar/ mit guldnen Buchstaben/ schreiben lassen: als solche Worte/ die in ihrer Kürtze sehr viel in sich halten: absonderlich dieses: Erkenn dich selbsten! Welche Selbst-Erkäntnus nicht bestehet im Wissen/ wie man heisse/ wessen Sohn/ oder Geschlechts man sey/ sondern seine eigne Schwachheit/ Unvermögen/ Gebrechlichkeit/ Ungeschickligkeit/ Unmässigkeit/ Blösse/ Rachgierigkeit und andere Gebrechen mehr/ erkennen: darneben alle seine Neigungen und Begierden wol zu unterscheiden/ um die schädliche/ unbefugte und unehrliche unterzudrucken/ zu verabscheuen und zu meiden/ denen nutzbaren aber zu folgen/ und nachzukommen/ gleich wie ferner/ in der Fabel/ von der Dryope; also wird allhier auch in dem unwissenden Vattermord und der begangenen Blut-schande des Oedipus/ woraus sehr viel Unglücks und Jammers entstunde/ vorgebildet/ daß Gott auch an unwissenden und verborgenen Sünden/ oder Mishandlungen grosses Misfallen habe/ dahero der Mensch in allen Dingen verständig/ weislich und vorsichtig handeln solle. Dann dafern Oedipus nur seines unbekandten Vatters Alter/ gegen seine Jugend gehalten/ und weislich angesehen/ auch ihme in Demut aus dem Wege gewichen/ würde er in die greuliche Sünde des Vatter-mords nicht gerahten seyn. Im Fall er auch zuvor wol nachgeforscht hätte/ wessen Sohn er wäre/ solte er die Blutschande nicht begangen haben. Allein zuvor gethan/ wie man sagt/ und hernach erst bedacht/ hat manchen in groß Leid gebracht. Durch die Eriphyle wird angewiesen/ wie schädlich die Begierde des Reichthums sey; oder wie gefährlich der Geitz/ den Menschen verblende/ also daß dardurch oft solche Dinge geschehen/ die der Natur/ Liebe und gesunden Vernunfst schnur gerade zu wider sind. Ferner/ daß auch alle Boßheiten sich ihre eigene Ruhten binden/ oder die Bestraffungen und den verdienten Lohn mit sich bringen: um ihre Herren und Wercker darmit zu qvählen/ oder zu verderben. Wie Tithon in eine kleine Heuschrecke verwandelt/ haben wir vorhin bey der Aurora in etwas Anregung gethan. Bey dem Murren der Götter über die Verjüngung der Menschen/ darinn sie vom Jupiter gestillt worden/ ist insonderheit anzumercken die Krafft des Rechtens/ dem sich Jupiter selbsten verpflichtet bekennet. Die Blut-schändliche unziemende Liebe der Byblis zu ihrem Bruder dem Caunus/ als beyder Kinder des Miletus/ des Sohns Phoebus und der Cyanee/ einer Tochter des Kriepelhafften/ oder krum und lahmen Maeanders/ deutet an/ wie kräftig/ in der Jugend/ aus Unachtsam- und Ruchlosigkeit/ das Feuer der unkeuschen Begierden/ in einem Menschen/ entzündet werden könne/ also daß das Hertz dermassen verblendet werde/ daß es weder Blut-Freundschafft/ Göttliche Gesetze/ Zucht noch Erbarkeit im geringsten mehr ansiehet noch achtet: Worauf oftermalen eine jämmerliche Betrübnus/ und als ob alles in Thränen zerschmeltzen wolte/ zu erfolgen/ und das letzte Gerichte (die letzte Vergeltung) zu seyn pflege. Dannenhero die Jugend hierdurch soll gewarnet seyn/ ihre Lüste zu mässigen/ und nichts zu begehren/ oder zu thun/ dann was vor Gott und Menschen verantwortlich und ziemlich ist/ und mit Lobe bestehen kan. Worin die Selbst-Erkändtnus bestehe. Lehrliche Auslegung von der Eriphyle. Lehrliche Auslegung/ oder Anweisung von der Aiblis. Die Fabel vom Lycus/ welcher von den Göttern begehren dörffen/ daß seine Gemahlin Telethusa einen Sohn gebären möchte/ ihr aber gebotten/ wann sie ein Mägdlein brächte/ es zu tödten/ zeiget des Menschen grosse Thorheit zur Gnüge an/ daß er nemlich zum offtern solche Dinge wünsche/ die ihm nicht allein übel anständig/ sondern auch höchst schädlich sind: indem er/ wider Gottes willen/ der Natur Gewalt anlegen wil/ wie unter andern/ die Offenbarung der Inachis/ oder Isis/ so mit ihrer Gesellschafft darwider zu rahten sich auch unterstanden/ klärlich ausweiset. Von der Isis solte ich zwar noch etwas sagen/ weil aber nichts lehrwürdiges zu finden/ als was wir bereits/ im ersten Buche/ unter dem Namen der Io/ angeführt haben/ als lassen wir es hierbey bewenden. In ietzt sagter Offenbarung/ war auch der/ so den Finger auf den Mund legte/ wordurch das Schweigen angedeutet wurde/ welchen zwar unser Poet nicht nennet: Es wird aber dardurch angedeutet Harpocrates/ den man für den Gott den Schweigens/ Verhelens/ oder Verbergens der Heimligkeit zu halten pflag. Welches gleichfalls auch eine gute Sitte ist. Dann gleich wie ein Adler berstend/ und sich selbsten verderbend/ seine Jungen gebieret/ und darüber todt bleibet: also kan ein unvorsichtiger Plauderer/ durch seine eigene Worte/ sich selbsten in Schaden/ und in das äusserste Unglück bringen. Dannenhero der Römer Metellus/ als er von einem jungen Hauptmanne gefragt wurde/ was seine Meinung wäre zu thun in einem gewissen heimlichen Kriegs-Anschlage? sehr weislich antwortete: Wann ich wüste/ daß meinem Hemd am Leibe mein Vornehmen/ oder Heimligkeit bekandt wäre/ ich wolte es ausziehen/ ins Feuer werffen/ und verbrennen: dieweil er besorgte/ es möchte sein Vornehmen/ ihm zum Schaden/ oder zur Schande/ entdeckt und offenbar werden. Dann die Worte sind; nach des Poeten Ausspruch/ geflügelt. Und gleich wie es nicht ein leichtes Werck/ einen Vogel wiederum zu bekommen/ wann er einem einmal aus der Hand entflogen ist: also kan man auch ein Wort nicht wieder in den Mund bringen/ nachdem es einmal Vom Harpocrates und dem Nutzen des Schweigens/ hingegen auch dem Schaden des vielen Redens. Liß Plutarchum von vielen Reden.

Suche im Werk

Hilfe

Informationen zum Werk

Download dieses Werks

XML (TEI P5) · HTML · Text
TCF (text annotation layer)
XML (TEI P5 inkl. att.linguistic)

Metadaten zum Werk

TEI-Header · CMDI · Dublin Core

Ansichten dieser Seite

Voyant Tools ?

Language Resource Switchboard?

Feedback

Sie haben einen Fehler gefunden? Dann können Sie diesen über unsere Qualitätssicherungsplattform DTAQ melden.

Kommentar zur DTA-Ausgabe

Dieses Werk wurde im Rahmen des Moduls DTA-Erweiterungen (DTAE) digitalisiert. Weitere Informationen …

Sandrart.net: Bereitstellung der Texttranskription in XML/TEI. (2013-05-21T09:54:31Z) Bitte beachten Sie, dass die aktuelle Transkription (und Textauszeichnung) mittlerweile nicht mehr dem Stand zum Zeitpunkt der Übernahme aus sandrart.net entsprechen muss.
Sandrart.net: Bereitstellung der Bilddigitalisate. (2013-05-21T09:54:31Z)
Frederike Neuber: Konvertierung nach XML/TEI gemäß DTA-Basisformat. (2013-05-21T09:54:31Z)

Weitere Informationen:

Anmerkungen zur Transkription:

  • Der Zeilenfall wurde nicht übernommen.
  • Bei Worttrennungen am Spalten- oder Seitenumbruch, steht das gesamte Wort auf der vorhergehenden Spalte bzw. Seite.
  • Langes s (ſ) wird als rundes s (s) wiedergegeben.
  • Übergeschriebenes „e“ über „a“, „o“ und „u“ wird als „ä“, „ö“, „ü“ transkribiert.
  • Rundes r (ꝛ) wird als normales r (r) wiedergegeben bzw. in der Kombination ꝛc. als et (etc.) aufgelöst.
  • Die Majuskel J im Frakturdruck wird in der Transkription je nach Lautwert als I bzw. J wiedergegeben.
  • Kolumnentitel, Bogensignaturen und Kustoden werden nicht erfasst.



Ansicht auf Standard zurückstellen

URL zu diesem Werk: https://www.deutschestextarchiv.de/sandrart_academie0203_1679
URL zu dieser Seite: https://www.deutschestextarchiv.de/sandrart_academie0203_1679/291
Zitationshilfe: Sandrart, Joachim von: L’Academia Todesca. della Architectura, Scultura & Pittura: Oder Teutsche Academie der Edlen Bau- Bild- und Mahlerey-Künste. Bd. 2,3. Nürnberg, 1679, S. [Metamorphosis, S. 115]. In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/sandrart_academie0203_1679/291>, abgerufen am 16.07.2024.