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Starck, Johann Friedrich: Tägliches Hand-Buch in guten und bösen Tagen. Frankfurt/Leipzig, 1749.

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bey entstandenem Ungewitter.
arme Würme, Staub und Asche sind, welche
GOtt mit einem Winck und Strahl verderben
könte, und demnach 7) sich vor diesem Majestä-
tischen GOtt fürchten und scheuen, nicht al-
lein wenn es donnert, sondern auch wenn die
Sonne scheinet, und sich hüten, ihn mit Wor-
ten und Wercken zu beleidigen, sonderlich aber
also zu leben, daß man eines gnädigen GOttes
sich versichern könne zn allen Zeiten, und auch,
wenn er uns wolte in einem Wetter von der Welt
abfordern.



Gebet.

ODu starcker und allmächtiger
GOtt, ich höre deine Stimme
in den Wolcken, wie deine Blitzen
leuchten, und wie dein Donner brül-
let und schläget. Starck ist dein
Arm, und groß deine Gewalt, und
wenn du woltest, so könntest du m[i]ch
und alle Menschen in einem Augen-
blick samt allen Creaturen zu Boden
schlagen: aber ach HERR! HERR!
gedencke an deine Barmhertzigteit
und Güte, die von der Welt her ge-

wesen,
R 2

bey entſtandenem Ungewitter.
arme Wuͤrme, Staub und Aſche ſind, welche
GOtt mit einem Winck und Strahl verderben
koͤnte, und demnach 7) ſich vor dieſem Majeſtaͤ-
tiſchen GOtt fuͤrchten und ſcheuen, nicht al-
lein wenn es donnert, ſondern auch wenn die
Sonne ſcheinet, und ſich huͤten, ihn mit Wor-
ten und Wercken zu beleidigen, ſonderlich aber
alſo zu leben, daß man eines gnaͤdigen GOttes
ſich verſichern koͤnne zn allen Zeiten, und auch,
wenn er uns wolte in einem Wetter von der Welt
abfordern.



Gebet.

ODu ſtarcker und allmaͤchtiger
GOtt, ich hoͤre deine Stimme
in den Wolcken, wie deine Blitzen
leuchten, und wie dein Donner bruͤl-
let und ſchlaͤget. Starck iſt dein
Arm, und groß deine Gewalt, und
wenn du wolteſt, ſo koͤnnteſt du m[i]ch
und alle Menſchen in einem Augen-
blick ſamt allen Creaturen zu Boden
ſchlagen: aber ach HERR! HERR!
gedencke an deine Barmhertzigteit
und Guͤte, die von der Welt her ge-

weſen,
R 2
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[259/0283] bey entſtandenem Ungewitter. arme Wuͤrme, Staub und Aſche ſind, welche GOtt mit einem Winck und Strahl verderben koͤnte, und demnach 7) ſich vor dieſem Majeſtaͤ- tiſchen GOtt fuͤrchten und ſcheuen, nicht al- lein wenn es donnert, ſondern auch wenn die Sonne ſcheinet, und ſich huͤten, ihn mit Wor- ten und Wercken zu beleidigen, ſonderlich aber alſo zu leben, daß man eines gnaͤdigen GOttes ſich verſichern koͤnne zn allen Zeiten, und auch, wenn er uns wolte in einem Wetter von der Welt abfordern. Gebet. ODu ſtarcker und allmaͤchtiger GOtt, ich hoͤre deine Stimme in den Wolcken, wie deine Blitzen leuchten, und wie dein Donner bruͤl- let und ſchlaͤget. Starck iſt dein Arm, und groß deine Gewalt, und wenn du wolteſt, ſo koͤnnteſt du mich und alle Menſchen in einem Augen- blick ſamt allen Creaturen zu Boden ſchlagen: aber ach HERR! HERR! gedencke an deine Barmhertzigteit und Guͤte, die von der Welt her ge- weſen, R 2

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Zitationshilfe: Starck, Johann Friedrich: Tägliches Hand-Buch in guten und bösen Tagen. Frankfurt/Leipzig, 1749, S. 259. In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/starck_handbuch_1749/283>, abgerufen am 18.05.2024.