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Starck, Johann Friedrich: Tägliches Hand-Buch in guten und bösen Tagen. Frankfurt/Leipzig, 1749.

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Abend-Gebet
Elenden, bleibe bey mir, stärcke mich,
erhalte mich in wahrem Glauben und
Christlicher Gedult. O du Heilige
Dreyeinigkeit, nimm mich auf in dei-
nen Schutz. Der HERR segne mich,
und behüte mich, der HERR lasse
sein Angesicht leuchten über mich, und
sey mir gnädig, der HERR erhebe
sein Angesicht auf mich, und gebe mir
Frieden. Und solt ja diese Nacht die
letzte seyn, in diesem Jammerthal, so
nimm mich, HERR, in Himmel ein, zu
deinem Freuden-Saal. Und also leb
und sterb ich dir, du starcker Zebaoth,
im Tod und Leben hilff du mir, aus
aller Angst und Noth, Amen.



Gesang.
Mel. Wer nur den lieben GOtt läst walten etc.

1.
ICh wil mich nach der Ruh umsehen, weil mich
die Kranckheit müd gemacht, ich wil mit JE-
su schlaffen gehen, der selbsten bey den Krancken
wacht, ich denck dabey an meinen GOtt, ja auch
zugleich an meinen Tod.

2. Das

Abend-Gebet
Elenden, bleibe bey mir, ſtaͤrcke mich,
erhalte mich in wahrem Glauben und
Chriſtlicher Gedult. O du Heilige
Dreyeinigkeit, nimm mich auf in dei-
nen Schutz. Der HERR ſegne mich,
und behuͤte mich, der HERR laſſe
ſein Angeſicht leuchten uͤber mich, und
ſey mir gnaͤdig, der HERR erhebe
ſein Angeſicht auf mich, und gebe mir
Frieden. Und ſolt ja dieſe Nacht die
letzte ſeyn, in dieſem Jammerthal, ſo
nimm mich, HERR, in Himmel ein, zu
deinem Freuden-Saal. Und alſo leb
und ſterb ich dir, du ſtarcker Zebaoth,
im Tod und Leben hilff du mir, aus
aller Angſt und Noth, Amen.



Geſang.
Mel. Wer nur den lieben GOtt laͤſt walten ꝛc.

1.
ICh wil mich nach der Ruh umſehen, weil mich
die Kranckheit muͤd gemacht, ich wil mit JE-
ſu ſchlaffen gehen, der ſelbſten bey den Krancken
wacht, ich denck dabey an meinen GOtt, ja auch
zugleich an meinen Tod.

2. Das
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[390/0418] Abend-Gebet Elenden, bleibe bey mir, ſtaͤrcke mich, erhalte mich in wahrem Glauben und Chriſtlicher Gedult. O du Heilige Dreyeinigkeit, nimm mich auf in dei- nen Schutz. Der HERR ſegne mich, und behuͤte mich, der HERR laſſe ſein Angeſicht leuchten uͤber mich, und ſey mir gnaͤdig, der HERR erhebe ſein Angeſicht auf mich, und gebe mir Frieden. Und ſolt ja dieſe Nacht die letzte ſeyn, in dieſem Jammerthal, ſo nimm mich, HERR, in Himmel ein, zu deinem Freuden-Saal. Und alſo leb und ſterb ich dir, du ſtarcker Zebaoth, im Tod und Leben hilff du mir, aus aller Angſt und Noth, Amen. Geſang. Mel. Wer nur den lieben GOtt laͤſt walten ꝛc. 1. ICh wil mich nach der Ruh umſehen, weil mich die Kranckheit muͤd gemacht, ich wil mit JE- ſu ſchlaffen gehen, der ſelbſten bey den Krancken wacht, ich denck dabey an meinen GOtt, ja auch zugleich an meinen Tod. 2. Das

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Zitationshilfe: Starck, Johann Friedrich: Tägliches Hand-Buch in guten und bösen Tagen. Frankfurt/Leipzig, 1749, S. 390. In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/starck_handbuch_1749/418>, abgerufen am 22.05.2024.