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Starck, Johann Friedrich: Tägliches Hand-Buch in guten und bösen Tagen. Frankfurt/Leipzig, 1749.

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die Verheissungen GOttes.
bender 1) sich erinnern oder erinnern lassen der
herrlichen göttlichen Verheissungen, die wir in der
Heil. Schrifft finden, von der göttlichen Hülffe,
Beystand, Gegenwart und Gnade. 2) Sol er
auch solche Trost-Sprüche und Verheissungen
sich zueignen, als ob sie GOtt zu ihm rede, und
ihm die Verheissungen allein gebe; denn GOtt
redet in der heiligen Schrifft mit allen, und einem
jeden insonderheit. Hat er nun solche Verheis-
sungen vor sich, so sol er 3) sich darauf verlassen,
und nicht zweiffeln, GOtt werde sie auch an ihm
erfüllen; thut er es nicht gleich in einem Augen-
blick, in einer Stunde, verzeucht der HErr die
Verheissung, so wird er sie doch herrlich zu seiner
Zeit wahr machen.



Gebet.

Du Gnaden-reicher GOtt, wie
süsse sind die Verheissungen, die
du mir in deinem Wort gethan hast!
wenn du sprichst: Ich bin bey ihm in der
Noth, ich wil ihn heraus reissen; und
wiederum: Fürchte dich nicht, ich bin
bey dir, weiche nicht, ich bin dein GOtt;
und ferner, wenn mein JEsus spricht:
Wo ich bin, da sol mein Diener auch

seyn

die Verheiſſungen GOttes.
bender 1) ſich erinnern oder erinnern laſſen der
herrlichen goͤttlichen Verheiſſungen, die wir in der
Heil. Schrifft finden, von der goͤttlichen Huͤlffe,
Beyſtand, Gegenwart und Gnade. 2) Sol er
auch ſolche Troſt-Spruͤche und Verheiſſungen
ſich zueignen, als ob ſie GOtt zu ihm rede, und
ihm die Verheiſſungen allein gebe; denn GOtt
redet in der heiligen Schrifft mit allen, und einem
jeden inſonderheit. Hat er nun ſolche Verheiſ-
ſungen vor ſich, ſo ſol er 3) ſich darauf verlaſſen,
und nicht zweiffeln, GOtt werde ſie auch an ihm
erfuͤllen; thut er es nicht gleich in einem Augen-
blick, in einer Stunde, verzeucht der HErr die
Verheiſſung, ſo wird er ſie doch herrlich zu ſeiner
Zeit wahr machen.



Gebet.

Du Gnaden-reicher GOtt, wie
ſuͤſſe ſind die Verheiſſungen, die
du mir in deinem Wort gethan haſt!
wenn du ſpꝛichſt: Ich bin bey ihm in deꝛ
Noth, ich wil ihn heraus reiſſen; und
wiederum: Fuͤrchte dich nicht, ich bin
bey dir, weiche nicht, ich bin dein GOtt;
und ferner, wenn mein JEſus ſpricht:
Wo ich bin, da ſol mein Diener auch

ſeyn
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[557/0587] die Verheiſſungen GOttes. bender 1) ſich erinnern oder erinnern laſſen der herrlichen goͤttlichen Verheiſſungen, die wir in der Heil. Schrifft finden, von der goͤttlichen Huͤlffe, Beyſtand, Gegenwart und Gnade. 2) Sol er auch ſolche Troſt-Spruͤche und Verheiſſungen ſich zueignen, als ob ſie GOtt zu ihm rede, und ihm die Verheiſſungen allein gebe; denn GOtt redet in der heiligen Schrifft mit allen, und einem jeden inſonderheit. Hat er nun ſolche Verheiſ- ſungen vor ſich, ſo ſol er 3) ſich darauf verlaſſen, und nicht zweiffeln, GOtt werde ſie auch an ihm erfuͤllen; thut er es nicht gleich in einem Augen- blick, in einer Stunde, verzeucht der HErr die Verheiſſung, ſo wird er ſie doch herrlich zu ſeiner Zeit wahr machen. Gebet. Du Gnaden-reicher GOtt, wie ſuͤſſe ſind die Verheiſſungen, die du mir in deinem Wort gethan haſt! wenn du ſpꝛichſt: Ich bin bey ihm in deꝛ Noth, ich wil ihn heraus reiſſen; und wiederum: Fuͤrchte dich nicht, ich bin bey dir, weiche nicht, ich bin dein GOtt; und ferner, wenn mein JEſus ſpricht: Wo ich bin, da ſol mein Diener auch ſeyn

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Zitationshilfe: Starck, Johann Friedrich: Tägliches Hand-Buch in guten und bösen Tagen. Frankfurt/Leipzig, 1749, S. 557. In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/starck_handbuch_1749/587>, abgerufen am 18.05.2024.