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Tönnies, Johann Heinrich: Auszug der Geschichte zur Erklärung der Offenbarung Johannis. Leipzig, 1776.

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mus verwiesen, um des göttligen Wortes willen und wegen des Zeugnisses von Jesu, dem Gesalbten Gottes. Daselbst wurde er an einem Tage des Herren entzükt und erhielt Offenbarungen von den künftigen Schiksalen des Volkes Gottes, die er schriftlig hinterlies, deren göttliger Ursprung auch durch den Erfolg bestätiget worden, gleich Daniels und Jechezkiels Verkündigungen, die damit übereinstimmen. Wieder Domitianum verschworen sich 96 seine Kriegsbedienten und96 Freigelassenen, von denen er dan entleibet wurde; auch schändeten die Verordnungen des Raths sein Andenken, allenthalben wurde, auf dessen Befehl, sein Bildnis zerbrochen und sein Name ausgetilget. Als er also umkommen war, lies die Verfolgung der Christen nach: Nerva, der ihm in der Herschaffolgte, berief die Verbanneten zurük und Johannes kam wieder nach Ephesus, wo er im hohen Alter starb. Nerva nahm 97 Trajanum97 zum Sohne an und bestimte ihn zu seinem Nachfolger: welcher dan auch nach seinem Ableben 98 zur höchsten Gewalt gelangte.98

Zweites Jarhundert.

Die Verfolgung der Christen ward unter Trajano wieder heftig: doch nach einiger Zeit gemäßiget, durch die Verordnung, daß die Christen nicht aufzusuchen auch keines

mus verwiesen, um des göttligen Wortes willen und wegen des Zeugnisses von Jesu, dem Gesalbten Gottes. Daselbst wurde er an einem Tage des Herren entzükt und erhielt Offenbarungen von den künftigen Schiksalen des Volkes Gottes, die er schriftlig hinterlies, deren göttliger Ursprung auch durch den Erfolg bestätiget worden, gleich Daniels und Jechezkiels Verkündigungen, die damit übereinstimmen. Wieder Domitianum verschworen sich 96 seine Kriegsbedienten und96 Freigelassenen, von denen er dan entleibet wurde; auch schändeten die Verordnungen des Raths sein Andenken, allenthalben wurde, auf dessen Befehl, sein Bildnis zerbrochen und sein Name ausgetilget. Als er also umkommen war, lies die Verfolgung der Christen nach: Nerva, der ihm in der Herschaffolgte, berief die Verbanneten zurük und Johannes kam wieder nach Ephesus, wo er im hohen Alter starb. Nerva nahm 97 Trajanum97 zum Sohne an und bestimte ihn zu seinem Nachfolger: welcher dan auch nach seinem Ableben 98 zur höchsten Gewalt gelangte.98

Zweites Jarhundert.

Die Verfolgung der Christen ward unter Trajano wieder heftig: doch nach einiger Zeit gemäßiget, durch die Verordnung, daß die Christen nicht aufzusuchen auch keines

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[3/0015] mus verwiesen, um des göttligen Wortes willen und wegen des Zeugnisses von Jesu, dem Gesalbten Gottes. Daselbst wurde er an einem Tage des Herren entzükt und erhielt Offenbarungen von den künftigen Schiksalen des Volkes Gottes, die er schriftlig hinterlies, deren göttliger Ursprung auch durch den Erfolg bestätiget worden, gleich Daniels und Jechezkiels Verkündigungen, die damit übereinstimmen. Wieder Domitianum verschworen sich 96 seine Kriegsbedienten und Freigelassenen, von denen er dan entleibet wurde; auch schändeten die Verordnungen des Raths sein Andenken, allenthalben wurde, auf dessen Befehl, sein Bildnis zerbrochen und sein Name ausgetilget. Als er also umkommen war, lies die Verfolgung der Christen nach: Nerva, der ihm in der Herschaffolgte, berief die Verbanneten zurük und Johannes kam wieder nach Ephesus, wo er im hohen Alter starb. Nerva nahm 97 Trajanum zum Sohne an und bestimte ihn zu seinem Nachfolger: welcher dan auch nach seinem Ableben 98 zur höchsten Gewalt gelangte. 96 97 98 Zweites Jarhundert. Die Verfolgung der Christen ward unter Trajano wieder heftig: doch nach einiger Zeit gemäßiget, durch die Verordnung, daß die Christen nicht aufzusuchen auch keines

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Zitationshilfe: Tönnies, Johann Heinrich: Auszug der Geschichte zur Erklärung der Offenbarung Johannis. Leipzig, 1776, S. 3. In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/toennies_auszug_1776/15>, abgerufen am 18.04.2021.