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[N. N.]: Vollständiges kleines niedersächsisches Kochbuch, für angehende Hausfrauen, Wirthschafterinnen und Köchinnen. Hamburg u. a., um 1800.

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55) Türkische Schneidbohnen.

Wenn solche fein geschnitten und in kaltem
Wasser gewaschen und in springend kochenden Was-
ser und etwas Salz gekocht, dann läßt man sie auf
einem Durchschlag ablecken, rührt gebranntes Mehl
mit Bouillon ab, mit gehackter Petersilie und einem
Stück Butter werden die Bohnen durchstoft.

56)Türkische Erbsen.

Wenn sie abgezogen, einigemal durchbrochen
und mit kochendem Wasser und Salz gar gekocht,
werden sie eben so wie die Schneidbohnen zu-
gerichtet.

57) Große Bohnen.

In einem Kessel wird reichlich Wasser gekocht
und die ausgepahlten und gewaschenen Bohnen hin-
eingeschüttet, der Schaum aber mit dem Löffel ab-
genommen. Wenn sie gar sind, füllt man sie auf
einen Durchschlag, unterdessen macht man etwas
wei gebranntes Mehl, rührt dieses mit Rahm,
etwas Thimian, gehackter Petersilie und ein gut
Stück Butter und läßt es zusammen kochen. Sie
werden auch ohne Rahm, bloß in Wasser und But-
ter gestoft, Petersilie und Bohnenkraut dazu
genommen.

58) Weiße Bohnen (getrocknet.)

Wenn sie verlesen und gewaschen sind, setzt
man sie mit kaltem Wasser aufs Feuer und läßt sie
langsam garkochen. Hierauf gießt man das Was-
ser ab, gießt ein wenig Fleischbrühe daran und
läßt sie mit einem Stück Butter und gehörigem
Salze durchkochen.

55) Tuͤrkische Schneidbohnen.

Wenn solche fein geschnitten und in kaltem
Wasser gewaschen und in springend kochenden Was-
ser und etwas Salz gekocht, dann laͤßt man sie auf
einem Durchschlag ablecken, ruͤhrt gebranntes Mehl
mit Bouillon ab, mit gehackter Petersilie und einem
Stuͤck Butter werden die Bohnen durchstoft.

56)Tuͤrkische Erbsen.

Wenn sie abgezogen, einigemal durchbrochen
und mit kochendem Wasser und Salz gar gekocht,
werden sie eben so wie die Schneidbohnen zu-
gerichtet.

57) Große Bohnen.

In einem Kessel wird reichlich Wasser gekocht
und die ausgepahlten und gewaschenen Bohnen hin-
eingeschuͤttet, der Schaum aber mit dem Loͤffel ab-
genommen. Wenn sie gar sind, fuͤllt man sie auf
einen Durchschlag, unterdessen macht man etwas
wei gebranntes Mehl, ruͤhrt dieses mit Rahm,
etwas Thimian, gehackter Petersilie und ein gut
Stuͤck Butter und laͤßt es zusammen kochen. Sie
werden auch ohne Rahm, bloß in Wasser und But-
ter gestoft, Petersilie und Bohnenkraut dazu
genommen.

58) Weiße Bohnen (getrocknet.)

Wenn sie verlesen und gewaschen sind, setzt
man sie mit kaltem Wasser aufs Feuer und laͤßt sie
langsam garkochen. Hierauf gießt man das Was-
ser ab, gießt ein wenig Fleischbruͤhe daran und
laͤßt sie mit einem Stuͤck Butter und gehoͤrigem
Salze durchkochen.

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[20/0024] 55) Tuͤrkische Schneidbohnen. Wenn solche fein geschnitten und in kaltem Wasser gewaschen und in springend kochenden Was- ser und etwas Salz gekocht, dann laͤßt man sie auf einem Durchschlag ablecken, ruͤhrt gebranntes Mehl mit Bouillon ab, mit gehackter Petersilie und einem Stuͤck Butter werden die Bohnen durchstoft. 56)Tuͤrkische Erbsen. Wenn sie abgezogen, einigemal durchbrochen und mit kochendem Wasser und Salz gar gekocht, werden sie eben so wie die Schneidbohnen zu- gerichtet. 57) Große Bohnen. In einem Kessel wird reichlich Wasser gekocht und die ausgepahlten und gewaschenen Bohnen hin- eingeschuͤttet, der Schaum aber mit dem Loͤffel ab- genommen. Wenn sie gar sind, fuͤllt man sie auf einen Durchschlag, unterdessen macht man etwas wei gebranntes Mehl, ruͤhrt dieses mit Rahm, etwas Thimian, gehackter Petersilie und ein gut Stuͤck Butter und laͤßt es zusammen kochen. Sie werden auch ohne Rahm, bloß in Wasser und But- ter gestoft, Petersilie und Bohnenkraut dazu genommen. 58) Weiße Bohnen (getrocknet.) Wenn sie verlesen und gewaschen sind, setzt man sie mit kaltem Wasser aufs Feuer und laͤßt sie langsam garkochen. Hierauf gießt man das Was- ser ab, gießt ein wenig Fleischbruͤhe daran und laͤßt sie mit einem Stuͤck Butter und gehoͤrigem Salze durchkochen.

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Zitationshilfe: [N. N.]: Vollständiges kleines niedersächsisches Kochbuch, für angehende Hausfrauen, Wirthschafterinnen und Köchinnen. Hamburg u. a., um 1800, S. 20. In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/vollmer_kochbuch_1800/24>, abgerufen am 14.07.2024.