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Woyt, Johann Jacob: Gazophylacium Medico-Physicum, Oder Schatz-Kammer Medicinisch- und Natürlicher Dinge. 9. Aufl. Leipzig, 1737.

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IU KA KE KI
radic. rec. Cichor. j.
Santal. citrin. ßiij.
flor. Borragin.
Bugloss.
Tunic. ana P. ij.
colent. & exprimant. fortiter.
D. S.
Stärckende Krafft-Suppe.

Juvantia, helffende Mittel, werden solche genannt, welche andern
schwächern zur Mit-Hülffe zugesetzet werden, damit sie desto schleuniger
und besser operiren mögen: ordinair geschiehets mit den Purgantibus, als
wenn man z. E. zum Mercur. dulc. die trochisc. Alhandl. setzet.

K.

KAli, ist ein von den Egyptern also genanntes Kraut, wird um See-
burg gefunden, und ist eine Gattung des Sedi, wie Ettmüller. Tom. I.
Oper. pag.
427. berichtet: die hieraus gebrannte Asche und ausgelaugete
Saltz wird auch Kali genennet.

Kali geniculatum, Salicornia, heist ein fremdes Meer-Kraut, aus
welchem das rechte veritable Sal alcali gemachet wird, wird sonsten auch
Anthyllida, das Saltz aber auf den Glas-Hütten insgemein Soda, alu-
men catinum,
Soer-Saltz, Schmaltz-Saltz, Aschen-Saltz genennet.
Es ist ein weiß-graues Saltz, in Steinen von unterschiedlicher Grösse,
und wird in Spanien, (wo das Kraut längst dem Meer wächset) durch
blosse Calcination gemachet. Man findet derer in Europa vier Sorten,
als (1) die Alicantische, oder Soude d' Alican, welche aber wieder unter-
schiedlich ist, und vor den andern den Vorzug hat, (2) die Carthagenische,
oder Soude de la Cartagene, (3) die Soude de Bourde, und (4) Soude de
Cherbourg,
sind feuchte, steinicht und nichts nütz. Es brauchen sie die
Glasmacher zum Crystallinischen Glas.

Kapoc, siehe Capock.

Kaskarilla, siehe Cortex Winteranus.

Kermes, siehe Grana Chermes.

Kitta, siehe Pica.

L. Labi-
N n n 3
IU KA KE KI
radic. rec. Cichor. ℥j.
Santal. citrin. ʒiij.
flor. Borragin.
Bugloſſ.
Tunic. ana P. ij.
colent. & exprimant. fortiter.
D. S.
Staͤrckende Krafft-Suppe.

Juvantia, helffende Mittel, werden ſolche genannt, welche andern
ſchwaͤchern zur Mit-Huͤlffe zugeſetzet werden, damit ſie deſto ſchleuniger
und beſſer operiren moͤgen: ordinair geſchiehets mit den Purgantibus, als
wenn man z. E. zum Mercur. dulc. die trochiſc. Alhandl. ſetzet.

K.

KAli, iſt ein von den Egyptern alſo genanntes Kraut, wird um See-
burg gefunden, und iſt eine Gattung des Sedi, wie Ettmüller. Tom. I.
Oper. pag.
427. berichtet: die hieraus gebrannte Aſche und ausgelaugete
Saltz wird auch Kali genennet.

Kali geniculatum, Salicornia, heiſt ein fremdes Meer-Kraut, aus
welchem das rechte veritable Sal alcali gemachet wird, wird ſonſten auch
Anthyllida, das Saltz aber auf den Glas-Huͤtten insgemein Soda, alu-
men catinum,
Soer-Saltz, Schmaltz-Saltz, Aſchen-Saltz genennet.
Es iſt ein weiß-graues Saltz, in Steinen von unterſchiedlicher Groͤſſe,
und wird in Spanien, (wo das Kraut laͤngſt dem Meer waͤchſet) durch
bloſſe Calcination gemachet. Man findet derer in Europa vier Sorten,
als (1) die Alicantiſche, oder Soude d’ Alican, welche aber wieder unter-
ſchiedlich iſt, und vor den andern den Vorzug hat, (2) die Carthageniſche,
oder Soude de la Cartagene, (3) die Soude de Bourde, und (4) Soude de
Cherbourg,
ſind feuchte, ſteinicht und nichts nuͤtz. Es brauchen ſie die
Glasmacher zum Cryſtalliniſchen Glas.

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Zitationshilfe: Woyt, Johann Jacob: Gazophylacium Medico-Physicum, Oder Schatz-Kammer Medicinisch- und Natürlicher Dinge. 9. Aufl. Leipzig, 1737, S. 469. In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/woyt_gazophylacium_1737/481>, abgerufen am 17.06.2024.