Anmelden (DTAQ) DWDS     dlexDB     CLARIN-D

[Württemberg, Fürstentum]: Des Fürstenthumbs Wirtemberg newe Landtsordnung/ gebessert vnd gemehret/ sampt darzu gedruckten der armen Casten/ auch Holtz vnnd Vorst ordnungen. [Tübingen], 1552.

Bild:
<< vorherige Seite

in erfarung vernemen mag / vnder einen hauffen Schaaff / mit der Raud oder anderer sucht / ein anbruch geschehen / das selbig alßbald vnserm Zalmeister vnd Burgermeister / jedes orts / anzübringen / die sollen vnuerzogenlich / die angebrochnen schaff von hauffen / oder wa der anbruch gemeinlich im hauffen were / gar vnd ausser Landts abschaffen / damit kein weitter anbruch / bei andern hauffen geschehen möge. Wölcher aber hierüber solliche schaaff halten wurd / der oder dieselbigen / die daran schuld haben / sollend zü straff geben / zeben Pfundt Neller.

Es soll auch keiner vnser Vnderthonen / Kinder / Vihe oder Schaaff / er habs kaufft oder bestandts weiß überkommen / on ein kundtschafft / in die Flecken treiben / noch vnder ander vnser oder vnser Vnderthonen Vihe oder Schaaff schlahen. Wölcher aber diß vnser verpott übergath / der soll zü straff geben / drei Pfundt Neller.

Würde aber sollichs von einem oder mehr / mit angebrochnen vnd vnsaubern Schaaffen geschehen / so soll derselbig oder dieselbigen / vmb fünff Guldin gestrafft werden / darob denn vnsere Amptleüt / Zalmeister / Burgermeister vnd Gericht / jedes orts / jr fleissigs auffsehens haben sollen.

Die Zauppel Schaaff / sollen wa die in vnserm Fürstenthumb seien / alßbald ausser vnserm Fürstenthumb hinweg gethon / vnnd fürthin darinn zühalten / bei straff zweintzig Guldin / verbotten sein.

Von Othsen vnd Eossen.

Damit auch das fleisch dester fürderlicher / vnd dannoche mit nutz der armen leüt / erzogen werden mög / Wir aber be-

in erfarung vernemen mag / vnder einen hauffen Schaaff / mit der Raud oder anderer sucht / ein anbruch geschehen / das selbig alßbald vnserm Zalmeister vnd Burgermeister / jedes orts / anzübringen / die sollen vnuerzogenlich / die angebrochnen schaff von hauffen / oder wa der anbruch gemeinlich im hauffen were / gar vnd ausser Landts abschaffen / damit kein weitter anbruch / bei andern hauffen geschehen möge. Wölcher aber hierüber solliche schaaff halten wurd / der oder dieselbigen / die daran schuld haben / sollend zü straff geben / zeben Pfundt Neller.

Es soll auch keiner vnser Vnderthonen / Kinder / Vihe oder Schaaff / er habs kaufft oder bestandts weiß überkommen / on ein kundtschafft / in die Flecken treiben / noch vnder ander vnser oder vnser Vnderthonen Vihe oder Schaaff schlahen. Wölcher aber diß vnser verpott übergath / der soll zü straff geben / drei Pfundt Neller.

Würde aber sollichs von einem oder mehr / mit angebrochnen vnd vnsaubern Schaaffen geschehen / so soll derselbig oder dieselbigen / vmb fünff Guldin gestrafft werden / darob denn vnsere Amptleüt / Zalmeister / Burgermeister vnd Gericht / jedes orts / jr fleissigs auffsehens haben sollen.

Die Zauppel Schaaff / sollen wa die in vnserm Fürstenthumb seien / alßbald ausser vnserm Fürstenthumb hinweg gethon / vnnd fürthin darinn zühalten / bei straff zweintzig Guldin / verbotten sein.

Von Othsen vnd Eossen.

Damit auch das fleisch dester fürderlicher / vñ dannoche mit nutz der armen leüt / erzogen werden mög / Wir aber be-

<TEI>
  <text>
    <body>
      <div>
        <p><pb facs="#f0147" n="71"/>
in erfarung vernemen mag / vnder einen hauffen Schaaff / mit der                      Raud oder anderer sucht / ein anbruch geschehen / das selbig alßbald vnserm                      Zalmeister vnd Burgermeister / jedes orts / anzübringen / die sollen                      vnuerzogenlich / die angebrochnen schaff von hauffen / oder wa der anbruch                      gemeinlich im hauffen were / gar vnd ausser Landts abschaffen / damit kein                      weitter anbruch / bei andern hauffen geschehen möge. Wölcher aber hierüber                      solliche schaaff halten wurd / der oder dieselbigen / die daran schuld haben /                      sollend zü straff geben / zeben Pfundt Neller.</p>
        <p>Es soll auch keiner vnser Vnderthonen / Kinder / Vihe oder Schaaff / er habs                      kaufft oder bestandts weiß überkommen / on ein kundtschafft / in die Flecken                      treiben / noch vnder ander vnser oder vnser Vnderthonen Vihe oder Schaaff                      schlahen. Wölcher aber diß vnser verpott übergath / der soll zü straff geben /                      drei Pfundt Neller.</p>
        <p>Würde aber sollichs von einem oder mehr / mit angebrochnen vnd vnsaubern                      Schaaffen geschehen / so soll derselbig oder dieselbigen / vmb fünff Guldin                      gestrafft werden / darob denn vnsere Amptleüt / Zalmeister / Burgermeister vnd                      Gericht / jedes orts / jr fleissigs auffsehens haben sollen.</p>
        <p>Die Zauppel Schaaff / sollen wa die in vnserm Fürstenthumb seien / alßbald ausser                      vnserm Fürstenthumb hinweg gethon / vnnd fürthin darinn zühalten / bei straff                      zweintzig Guldin / verbotten sein.</p>
      </div>
      <div>
        <head>Von Othsen vnd Eossen.<lb/></head>
        <p>Damit auch das fleisch dester fürderlicher / vn&#x0303; dannoche mit nutz                      der armen leüt / erzogen werden mög / Wir aber be-
</p>
      </div>
    </body>
  </text>
</TEI>
[71/0147] in erfarung vernemen mag / vnder einen hauffen Schaaff / mit der Raud oder anderer sucht / ein anbruch geschehen / das selbig alßbald vnserm Zalmeister vnd Burgermeister / jedes orts / anzübringen / die sollen vnuerzogenlich / die angebrochnen schaff von hauffen / oder wa der anbruch gemeinlich im hauffen were / gar vnd ausser Landts abschaffen / damit kein weitter anbruch / bei andern hauffen geschehen möge. Wölcher aber hierüber solliche schaaff halten wurd / der oder dieselbigen / die daran schuld haben / sollend zü straff geben / zeben Pfundt Neller. Es soll auch keiner vnser Vnderthonen / Kinder / Vihe oder Schaaff / er habs kaufft oder bestandts weiß überkommen / on ein kundtschafft / in die Flecken treiben / noch vnder ander vnser oder vnser Vnderthonen Vihe oder Schaaff schlahen. Wölcher aber diß vnser verpott übergath / der soll zü straff geben / drei Pfundt Neller. Würde aber sollichs von einem oder mehr / mit angebrochnen vnd vnsaubern Schaaffen geschehen / so soll derselbig oder dieselbigen / vmb fünff Guldin gestrafft werden / darob denn vnsere Amptleüt / Zalmeister / Burgermeister vnd Gericht / jedes orts / jr fleissigs auffsehens haben sollen. Die Zauppel Schaaff / sollen wa die in vnserm Fürstenthumb seien / alßbald ausser vnserm Fürstenthumb hinweg gethon / vnnd fürthin darinn zühalten / bei straff zweintzig Guldin / verbotten sein. Von Othsen vnd Eossen. Damit auch das fleisch dester fürderlicher / vñ dannoche mit nutz der armen leüt / erzogen werden mög / Wir aber be-

Suche im Werk

Hilfe

Informationen zum Werk

Download dieses Werks

XML (TEI P5) · HTML · Text
TCF (text annotation layer)
TCF (tokenisiert, serialisiert, lemmatisiert, normalisiert)
XML (TEI P5 inkl. att.linguistic)

Metadaten zum Werk

TEI-Header · CMDI · Dublin Core

Ansichten dieser Seite

Voyant Tools ?

Language Resource Switchboard?

Feedback

Sie haben einen Fehler gefunden? Dann können Sie diesen über unsere Qualitätssicherungsplattform DTAQ melden.

Kommentar zur DTA-Ausgabe

Dieses Werk wurde im Rahmen des Moduls DTA-Erweiterungen (DTAE) digitalisiert. Weitere Informationen …

Obrigkeitskritik und Fürstenberatung: Die Oberhofprediger in Braunschweig-Wolfenbüttel 1568-1714: Bereitstellung der Texttranskription und Auszeichnung in XML/TEI. (2013-02-15T13:54:31Z) Bitte beachten Sie, dass die aktuelle Transkription (und Textauszeichnung) mittlerweile nicht mehr dem Stand zum Zeitpunkt der Übernahme entsprechen muss.
Wolfenbütteler Digitale Bibliothek: Bereitstellung der Bilddigitalisate (2013-02-15T13:54:31Z)
Marcus Baumgarten, Frederike Neuber, Frank Wiegand: Konvertierung nach XML gemäß DTA-Basisformat, Tagging der Titelblätter, Korrekturen der Transkription. (2013-02-15T13:54:31Z)

Weitere Informationen:

Anmerkungen zur Transkription:

  • Langes s (ſ) wird als rundes s (s) wiedergegeben.
  • Rundes r (ꝛ) wird als normales r (r) wiedergegeben bzw. in der Kombination ꝛc. als et (etc.) aufgelöst.
  • Die Majuskel J im Frakturdruck wird in der Transkription je nach Lautwert als I bzw. J wiedergegeben.
  • Übergeschriebenes „e“ über „a“, „o“ und „u“ wird als „ä“, „ö“, „ü“ transkribiert.
  • Ligaturen werden aufgelöst.
  • Silbentrennungen über Zeilengrenzen hinweg werden aufgelöst.
  • Silbentrennungen über Seitengrenzen hinweg werden beibehalten.
  • Kolumnentitel, Bogensignaturen und Kustoden werden nicht erfasst.
  • Griechische Schrift wird nicht transkribiert, sondern im XML mit <foreign xml:lang="el"><gap reason="fm"/></foreign> vermerkt.



Ansicht auf Standard zurückstellen

URL zu diesem Werk: https://www.deutschestextarchiv.de/wuerttemberg_landtsordnung_1552
URL zu dieser Seite: https://www.deutschestextarchiv.de/wuerttemberg_landtsordnung_1552/147
Zitationshilfe: [Württemberg, Fürstentum]: Des Fürstenthumbs Wirtemberg newe Landtsordnung/ gebessert vnd gemehret/ sampt darzu gedruckten der armen Casten/ auch Holtz vnnd Vorst ordnungen. [Tübingen], 1552, S. 71. In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/wuerttemberg_landtsordnung_1552/147>, abgerufen am 01.05.2024.