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[N.N.]: Zeitzisches Hand- und Gebet-Buch. Leipzig, 1690.

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am Mittwoche.

7. Vater/ droben in der Höhe/ dessen Nahm uns
theur und werth/ dein Reich komm/ dein Will ge-
schehe/ unser Brodt werd uns beschert/ und vergib
uns unsre Schuld/ schenck uns deine Gnad und Huld/
laß uns nicht Versuchung tödten/ hilff uns HErr
aus allen Nöthen.

Morgen-Gebet am Donnerstage.

HErr/ du grosser und erschreck-
licher GOtt/ der du zum öff-
tern im Himmel donnerst/ und
deinen Donner auslässest mit
Hagel und Blitzen/ für dem die
Berge wie Wachs zerschmeltzen/
den das Erdreich siehet und er-
schrickt; An diesem Donnerstags-
Morgen erinnere ich mich theils
deines Zorns/ theils deiner Gna-
de. Jenes/ wenn ich bedencke/
wie so gar ein eyffriger GOtt du
bist/ wenn du wider die Gottlo-
sen donnerst/ und deine Zornstim-
me hören lässest/ ja wohl gar biß-

wei-
D 2
am Mittwoche.

7. Vater/ droben in der Hoͤhe/ deſſen Nahm uns
theur und werth/ dein Reich komm/ dein Will ge-
ſchehe/ unſer Brodt werd uns beſchert/ und vergib
uns unſre Schuld/ ſchenck uns deine Gnad und Huld/
laß uns nicht Verſuchung toͤdten/ hilff uns HErr
aus allen Noͤthen.

Morgen-Gebet am Donnerſtage.

HErr/ du groſſer und erſchreck-
licher GOtt/ der du zum oͤff-
tern im Himmel donnerſt/ und
deinen Donner auslaͤſſeſt mit
Hagel und Blitzen/ fuͤr dem die
Berge wie Wachs zerſchmeltzen/
den das Erdreich ſiehet und er-
ſchrickt; An dieſem Donnerſtags-
Morgen erinnere ich mich theils
deines Zorns/ theils deiner Gna-
de. Jenes/ wenn ich bedencke/
wie ſo gar ein eyffriger GOtt du
biſt/ wenn du wider die Gottlo-
ſen donnerſt/ und deine Zornſtim-
me hoͤren laͤſſeſt/ ja wohl gar biß-

wei-
D 2
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[51/0083] am Mittwoche. 7. Vater/ droben in der Hoͤhe/ deſſen Nahm uns theur und werth/ dein Reich komm/ dein Will ge- ſchehe/ unſer Brodt werd uns beſchert/ und vergib uns unſre Schuld/ ſchenck uns deine Gnad und Huld/ laß uns nicht Verſuchung toͤdten/ hilff uns HErr aus allen Noͤthen. Morgen-Gebet am Donnerſtage. HErr/ du groſſer und erſchreck- licher GOtt/ der du zum oͤff- tern im Himmel donnerſt/ und deinen Donner auslaͤſſeſt mit Hagel und Blitzen/ fuͤr dem die Berge wie Wachs zerſchmeltzen/ den das Erdreich ſiehet und er- ſchrickt; An dieſem Donnerſtags- Morgen erinnere ich mich theils deines Zorns/ theils deiner Gna- de. Jenes/ wenn ich bedencke/ wie ſo gar ein eyffriger GOtt du biſt/ wenn du wider die Gottlo- ſen donnerſt/ und deine Zornſtim- me hoͤren laͤſſeſt/ ja wohl gar biß- wei- D 2

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Zitationshilfe: [N.N.]: Zeitzisches Hand- und Gebet-Buch. Leipzig, 1690, S. 51. In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/zeitz_gebetbuch_1690/83>, abgerufen am 24.05.2024.