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Anther, Nicolaus; Heermann, Georg: Zwo Christliche LeichPredigten. Brieg, 1606.

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Die I. LeichPredigt.

O Das verleihe nun jhme vnd vns allen/
O JEsu Christe/ du Fürst vnnd Hertzog des Ewigen
lebens/ vnd tröste die Hochbetrübte Eltern/ vnd Ansehn-
liche Freundschafft/ gelobet mit deinem Vater vnd
Heyligem Geist inn alle Ewigkeit/
Amen.



Folget die II. LeichPredigt:

Gehalten bey der Volckreichen bestattung des
Obgemelten Jungen Herrens/ Als sein verstorbener
Cörper inn sein Ruhebettlein inn der Pfarkirchen
zur Freystadt beygesatzet/ etc.

Parasceve Concionis.

GOtt der da Reich ist von Barmhertzig-
keit/ vber alle die jhn anruffen/ sey heut vnd allezeit
mit seinem Trost/ vnd H. Geist/ bey den Leydtragenden
Eltern/ wie auch bey allen bekümmerten Hertzen/ vnd
Matt. 8.vorgewissere seine Verheissung an jhnen: Seelig sind
die da Leyd tragen/ Sie sollen getröstet werden/ etc.

L. F. Christi/ Es hat der Weise Mann Salomon
inn seinem Ecclesiaste oder inn seiner Kirchen Postil/
Cap. 9. . 12. Diesen denckwürdigen Spruch hintersich
gelassen; Der Mensch weiß seine zeit nicht/ sondern wie
die Fische gefangen werden mit einem schädlichen Hammen/
vnd wie die Vogel mit einem Strick gefangen werden;

Also
Die I. LeichPredigt.

O Das verleihe nun jhme vnd vns allen/
O JEſu Chriſte/ du Fuͤrſt vnnd Hertzog des Ewigen
lebens/ vnd troͤſte die Hochbetruͤbte Eltern/ vnd Anſehn-
liche Freundſchafft/ gelobet mit deinem Vater vnd
Heyligem Geiſt inn alle Ewigkeit/
Amen.



Folget die II. LeichPredigt:

Gehalten bey der Volckreichen beſtattung des
Obgemelten Jungen Herrens/ Als ſein verſtorbener
Coͤrper inn ſein Ruhebettlein inn der Pfarkirchen
zur Freyſtadt beygeſatzet/ ꝛc.

Paraſceve Concionis.

GOtt der da Reich iſt von Barmhertzig-
keit/ vber alle die jhn anruffen/ ſey heut vñ allezeit
mit ſeinem Troſt/ vnd H. Geiſt/ bey den Leydtragenden
Eltern/ wie auch bey allen bekuͤmmerten Hertzen/ vnd
Matt. 8.vorgewiſſere ſeine Verheiſſung an jhnen: Seelig ſind
die da Leyd tragen/ Sie ſollen getroͤſtet werden/ ꝛc.

L. F. Chriſti/ Es hat der Weiſe Mann Salomon
inn ſeinem Eccleſiaſte oder inn ſeiner Kirchen Poſtil/
Cap. 9. ꝟ. 12. Dieſen denckwuͤrdigen Spruch hinterſich
gelaſſen; Der Menſch weiß ſeine zeit nicht/ ſondern wie
die Fiſche gefangen werdẽ mit einem ſchaͤdlichen Ham̃en/
vnd wie die Vogel mit einem Strick gefangen werden;

Alſo
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[[26]/0026] Die I. LeichPredigt. O Das verleihe nun jhme vnd vns allen/ O JEſu Chriſte/ du Fuͤrſt vnnd Hertzog des Ewigen lebens/ vnd troͤſte die Hochbetruͤbte Eltern/ vnd Anſehn- liche Freundſchafft/ gelobet mit deinem Vater vnd Heyligem Geiſt inn alle Ewigkeit/ Amen. Folget die II. LeichPredigt: Gehalten bey der Volckreichen beſtattung des Obgemelten Jungen Herrens/ Als ſein verſtorbener Coͤrper inn ſein Ruhebettlein inn der Pfarkirchen zur Freyſtadt beygeſatzet/ ꝛc. Paraſceve Concionis. GOtt der da Reich iſt von Barmhertzig- keit/ vber alle die jhn anruffen/ ſey heut vñ allezeit mit ſeinem Troſt/ vnd H. Geiſt/ bey den Leydtragenden Eltern/ wie auch bey allen bekuͤmmerten Hertzen/ vnd vorgewiſſere ſeine Verheiſſung an jhnen: Seelig ſind die da Leyd tragen/ Sie ſollen getroͤſtet werden/ ꝛc. Matt. 8. L. F. Chriſti/ Es hat der Weiſe Mann Salomon inn ſeinem Eccleſiaſte oder inn ſeiner Kirchen Poſtil/ Cap. 9. ꝟ. 12. Dieſen denckwuͤrdigen Spruch hinterſich gelaſſen; Der Menſch weiß ſeine zeit nicht/ ſondern wie die Fiſche gefangen werdẽ mit einem ſchaͤdlichen Ham̃en/ vnd wie die Vogel mit einem Strick gefangen werden; Alſo

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Zitationshilfe: Anther, Nicolaus; Heermann, Georg: Zwo Christliche LeichPredigten. Brieg, 1606, S. [26]. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/523629/26>, abgerufen am 24.10.2020.