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Blumenbach, Johann Friedrich: Handbuch der Naturgeschichte. 6. Aufl. Göttingen, 1799.

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Säulen, die mit vier auf den Seiten aufsitzenden
Flächen zugespitzt sind (- tab. II. fig. 7. -);
sehr hart. Gewicht = 4475 L. Manche werden
stark vom Magnet angezogen. Gehalt (nach
Klaproth) = 69 Zircon-Erde, 26,50 Kiesel-Erde,
0,50 Eisen-Kalk. Fundort, Ceilan.



III. Thongeschlecht.

Die Thon-Erde (terra argillosa) heißt
auch Alaun-Erde (terra aluminosa, Fr.
alumine), weil sie mit der Schwefelsäure den
Alaun bildet. Sie wird außerdem auch in der
Salpetersäure und Salzsäure aufgelöst, und aus
der Auflösung durch Pottasche wieder gefällt.
Für sich ist sie im Feuer unschmelzbar, verhärtet
aber darin; und wird dabey (und zwar nach
Verhältniß des Grades der Hitze) in einen klei-
nern Raum zusammen gezogen. - Viele thon-
artige Fossilien geben, wenn sie angehaucht
werden, den eigenen Thongeruch von sich. Die
weichen kleben meist an der Zunge, und man-
che derselben saugen das Wasser ein, und lassen
sich darin erweichen.

In dieses Geschlecht gehören zuförderst -
so auffallend es auch auf den ersten Blick schei-
nen muß - manche farbige Edelsteine, deren
einige, wie ihre genaueste Analyse gelehrt hat,
fast aus bloßem Thone bestehen, der auf eine

Säulen, die mit vier auf den Seiten aufsitzenden
Flächen zugespitzt sind (– tab. II. fig. 7. –);
sehr hart. Gewicht = 4475 L. Manche werden
stark vom Magnet angezogen. Gehalt (nach
Klaproth) = 69 Zircon-Erde, 26,50 Kiesel-Erde,
0,50 Eisen-Kalk. Fundort, Ceilan.



III. Thongeschlecht.

Die Thon-Erde (terra argillosa) heißt
auch Alaun-Erde (terra aluminosa, Fr.
alumine), weil sie mit der Schwefelsäure den
Alaun bildet. Sie wird außerdem auch in der
Salpetersäure und Salzsäure aufgelöst, und aus
der Auflösung durch Pottasche wieder gefällt.
Für sich ist sie im Feuer unschmelzbar, verhärtet
aber darin; und wird dabey (und zwar nach
Verhältniß des Grades der Hitze) in einen klei-
nern Raum zusammen gezogen. – Viele thon-
artige Fossilien geben, wenn sie angehaucht
werden, den eigenen Thongeruch von sich. Die
weichen kleben meist an der Zunge, und man-
che derselben saugen das Wasser ein, und lassen
sich darin erweichen.

In dieses Geschlecht gehören zuförderst –
so auffallend es auch auf den ersten Blick schei-
nen muß – manche farbige Edelsteine, deren
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[549/0573] Säulen, die mit vier auf den Seiten aufsitzenden Flächen zugespitzt sind (– tab. II. fig. 7. –); sehr hart. Gewicht = 4475 L. Manche werden stark vom Magnet angezogen. Gehalt (nach Klaproth) = 69 Zircon-Erde, 26,50 Kiesel-Erde, 0,50 Eisen-Kalk. Fundort, Ceilan. III. Thongeschlecht. Die Thon-Erde (terra argillosa) heißt auch Alaun-Erde (terra aluminosa, Fr. alumine), weil sie mit der Schwefelsäure den Alaun bildet. Sie wird außerdem auch in der Salpetersäure und Salzsäure aufgelöst, und aus der Auflösung durch Pottasche wieder gefällt. Für sich ist sie im Feuer unschmelzbar, verhärtet aber darin; und wird dabey (und zwar nach Verhältniß des Grades der Hitze) in einen klei- nern Raum zusammen gezogen. – Viele thon- artige Fossilien geben, wenn sie angehaucht werden, den eigenen Thongeruch von sich. Die weichen kleben meist an der Zunge, und man- che derselben saugen das Wasser ein, und lassen sich darin erweichen. In dieses Geschlecht gehören zuförderst – so auffallend es auch auf den ersten Blick schei- nen muß – manche farbige Edelsteine, deren einige, wie ihre genaueste Analyse gelehrt hat, fast aus bloßem Thone bestehen, der auf eine

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Dieses Werk stammt vom Projekt „Johann Friedrich Blumenbach – online“ der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen.

Herstellung der Imagedateien des Quelldokuments durch die Utrecht University Library und die Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek Jena.

Anmerkungen zur Transkription:

Bei der Zeichenerkennung wurde nach dem von der Akademie gelieferten Dokument "Buchstabenmuster_Blumenbach.doc" modernisiert.

In Absprache mit der Akademie wurden die folgenden Aspekte der Vorlage nicht erfasst:

  • Bogensignaturen und Kustoden
  • Kolumnentitel
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  • Keine Auszeichnung der Initialbuchstaben am Kapitelanfang.

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Zitationshilfe: Blumenbach, Johann Friedrich: Handbuch der Naturgeschichte. 6. Aufl. Göttingen, 1799, S. 549. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/blumenbach_naturgeschichte_1799/573>, abgerufen am 16.02.2019.