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Bohse, August: Des Franzöischen Helicons Monat-Früchte. Leipzig, 1696.

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in die Canarien-Jnsuln.

Wenn Europaeer Audientz nähmen/ so gäb ih-
nen der König die Hand/ sässe auf einem Bette mit
rothen Leder bekleidet/ und hätte die Tabackspfeife
im Munde/ liesse darauf die Europaeer bey sich
niedersetzen/ und fragte gantz freundlich/ was sie
gutes brächten.

Nach diesen beschreibet der Autor die Aemmter/ so
die Königlichen hohen Minister haben; wie auch
die Krieges Officirer nebst ihren Waffen und Arten
zu streiten: und wie man den Frieden endlich bey
den Alcoran und Mahomet beschwere/ womit
er dann seine Relation schlies-
set.



HISTOIRE des Revolutions de Suede,
Ou l'on voit les changemens, qui sont ar-
rives dans ce Royaume au fujet de la Religion &
du Gouvernement; Tome premier, a Paris
1695
Historia von den Revolutionen des Schwedi-
schen Reichs/ worinnen man viele Veränderun-
gen findet/ welche so wohl in der Religion als dem Regi-
mente sich in diesem Königreiche zu getragen: Erster
Theil. Paris 1695.

DEr Autor hebt seine Historie von 1350. und
also dem Mittel des vier zehnden Seculi an/
meldend/ daß um selbige Zeit Schweden an-
noch ein Wahl-Königreich gewesen: die Gewalt
aber des Königes dermassen eingeschrencket/ daß er
weder Krieglanfangen noch Frieden schliessen/ viel-
weniger Volck werben/ oder Schatzungen anlegen
können/ wo nicht die Stände vorher darein consen-
ti
ret. Ja er habe nicht einmahl vor sich dürffen Ve-

stungen
J 2
in die Canarien-Jnſuln.

Wenn Europæer Audientz naͤhmen/ ſo gaͤb ih-
nen der Koͤnig die Hand/ ſaͤſſe auf einem Bette mit
rothen Leder bekleidet/ und haͤtte die Tabackspfeife
im Munde/ lieſſe darauf die Europæer bey ſich
niederſetzen/ und fragte gantz freundlich/ was ſie
gutes braͤchten.

Nach dieſen beſchreibet der Autor die Aem̃ter/ ſo
die Koͤniglichen hohen Miniſter haben; wie auch
die Krieges Officirer nebſt ihren Waffen und Arten
zu ſtreiten: und wie man den Frieden endlich bey
den Alcoran und Mahomet beſchwere/ womit
er dann ſeine Relation ſchlieſ-
ſet.



HISTOIRE des Revolutions de Suede,
Ou l’on voit les changemens, qui ſont ar-
rivés dans ce Royaume au fujet de la Religion &
du Gouvernement; Tome premier, à Paris
1695
Hiſtoria von den Revolutionen des Schwedi-
ſchen Reichs/ worinnen man viele Veraͤnderun-
gen findet/ welche ſo wohl in der Religion als dem Regi-
mente ſich in dieſem Koͤnigreiche zu getragen: Erſter
Theil. Paris 1695.

DEr Autor hebt ſeine Hiſtorie von 1350. und
alſo dem Mittel des vier zehnden Seculi an/
meldend/ daß um ſelbige Zeit Schweden an-
noch ein Wahl-Koͤnigreich geweſen: die Gewalt
aber des Koͤniges dermaſſen eingeſchrencket/ daß er
weder Krieglanfangen noch Frieden ſchlieſſen/ viel-
weniger Volck werben/ oder Schatzungen anlegen
koͤnnen/ wo nicht die Staͤnde vorher darein conſen-
ti
ret. Ja er habe nicht einmahl vor ſich duͤrffen Ve-

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J 2
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[111/0135] in die Canarien-Jnſuln. Wenn Europæer Audientz naͤhmen/ ſo gaͤb ih- nen der Koͤnig die Hand/ ſaͤſſe auf einem Bette mit rothen Leder bekleidet/ und haͤtte die Tabackspfeife im Munde/ lieſſe darauf die Europæer bey ſich niederſetzen/ und fragte gantz freundlich/ was ſie gutes braͤchten. Nach dieſen beſchreibet der Autor die Aem̃ter/ ſo die Koͤniglichen hohen Miniſter haben; wie auch die Krieges Officirer nebſt ihren Waffen und Arten zu ſtreiten: und wie man den Frieden endlich bey den Alcoran und Mahomet beſchwere/ womit er dann ſeine Relation ſchlieſ- ſet. HISTOIRE des Revolutions de Suede, Ou l’on voit les changemens, qui ſont ar- rivés dans ce Royaume au fujet de la Religion & du Gouvernement; Tome premier, à Paris 1695 Hiſtoria von den Revolutionen des Schwedi- ſchen Reichs/ worinnen man viele Veraͤnderun- gen findet/ welche ſo wohl in der Religion als dem Regi- mente ſich in dieſem Koͤnigreiche zu getragen: Erſter Theil. Paris 1695. DEr Autor hebt ſeine Hiſtorie von 1350. und alſo dem Mittel des vier zehnden Seculi an/ meldend/ daß um ſelbige Zeit Schweden an- noch ein Wahl-Koͤnigreich geweſen: die Gewalt aber des Koͤniges dermaſſen eingeſchrencket/ daß er weder Krieglanfangen noch Frieden ſchlieſſen/ viel- weniger Volck werben/ oder Schatzungen anlegen koͤnnen/ wo nicht die Staͤnde vorher darein conſen- tiret. Ja er habe nicht einmahl vor ſich duͤrffen Ve- ſtungen J 2

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Zitationshilfe: Bohse, August: Des Franzöischen Helicons Monat-Früchte. Leipzig, 1696, S. 111. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bohse_helicon_1696/135>, abgerufen am 23.02.2019.