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Staats- und Gelehrte Zeitung des Hamburgischen unpartheyischen Correspondenten. Nr. 13, Hamburg, 23. Januar 1801.

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[Spaltenumbruch] Rescriptionen, so wie die Obligationen auf die Wiener
Bank, zu Amsterdam wieder etwas gefallen. Auch
tragen hiezu die ungewissen Aussichten im Norden bey.

Das Verbot der Ausfuhr des Käse ist am 14ten
von unserm gesetzgebenden Corps nun wieder aufgeho-
ben, und die Ausfuhr aller Arten desselben von neuem
erlaubt worden. Die Ausfuhr der Butter, des Specks etc.
ist aber fortdauernd verboten und die Strafe wegen
der Ausfuhr der Lebensmittel an den Feind, zu welchem
auch kein Käse geführt werden darf, bleiben in ihrer
völligen Kraft, so wie auch die übrigen Bestimmungen
in der Publication vom 24sten Sept. 1800, wodurch
die Ausfuhr der Vic[t]ualien verboten wurde.

Das Postwesen in unsrer Republik soll nun von
5 Commissarien dirigirt werden.

Unser ehemalige Minister in Schweden, Dedem tot
Gelder, der von unsrer Regierung mit einem besondern
Auftrage nach Paris gesandt war, ist vorgestern von
da wieder hieher zurück gekommen.

Jn unserm gesetzgebenden Corps sollen nun die Be-
rathschlagungen von neuem darüber anfangen, die Taxen
und Abgaben, welche bisher noch so wie vor der Re-
volution in unsern Departements verschieden gewesen
sind, in der ganzen Republik auf einem gleichförmigen
Fuß einzurichten. -- An die Stelle des Directors van
Haersolte hat gestern der Director van Swinden zum
zweytenmale das Präsidium unsers Directoriums bis
zum 17ten Februar angetreten.

Jm vorigen Jahre sind zu Leyden gebohren 1023
Menschen, begraben 1155, und getraut 292 Paar; zu
Middelburg gebohren 560.

Jn die Maas und Goree sind im vorigen Jahre 611
Schiffe eingelaufen und 589 ausgesegelt, also 471 mehr
eingelaufen als 1799. Die Schiffe, die von Hamburg,
Altona, Bremen und Emden über die Wadden kom-
men, so wie die von Rotterdam, Dordrecht etc. sind in
jener Angabe nicht mitgerechnet.

Vermischte Nachrichten.

Dem Vernehmen nach ist der Gesandte Ludwigs
X[unleserliches Material - 1 Zeichen fehlt]II, Graf von Caraman, von St. Petersburg ab-
gereiset.

Das Gerücht, daß in den Englischen Häfen Embargo
auf die Dänischen Schiffe gelegt wäre, beruht bis jetzt
bloß auf mündlicher Aussage eines von London gekom-
menen und durch Cuxhaven gegangenen Expressen, und
verdient also noch näherer Bestätigung.




Zu wissen, daß am Dienstage nach dem dritten Sonn-
tage Epiphanias, wird seyn g. G. der 27ste Januar d.
J., des Morgens um 9 Uhr, ein Nothdeichding und
Verlassung von Hamm und Horn in der bey dem
Hammerbaum belegenen Voigtey werde geheget und
gehalten werden.

Am 19ten Januar starb Herr Johann Herrmann
Vogel,
Med. Dr. et Vicar. imm. rev. Capit.
Hamburgens.,
im 61sten Jahre seines thätigen Le-
bens an einem Stickfluß nach einem kaum 2tägigen
Krankenlager. Tief gebeugt durch diesen unerwarteten
Verlust ihres theuren Gatten und Vaters machen die
Unterschriebenen ihr trauriges Loos ihren Anverwand-
ten und Freunden bekannt, und verbitten sich alle Bey-
leidsbezeugungen, die ihren Schmerz nur vermehren
würden.

Des Verstorbenen Gattin und Pflegekinder.

[Spaltenumbruch]

Jch erfülle hierdurch die traurige Pflicht, meinen
sämmtlichen Verwandten und Freunden den in der
letzten Nacht erfolgten unerwarteten aber sanften Tod
meines guten, innigst geliebten Mannes, Gottlieb
Haab,
bekannt zu machen.


Anna Cornelia Haab, gebohrne
Becker.



Monatliches Verzeichniß
der neuesten

Deutschen, Französischen und Englischen
Bücher,

welche in der Campeschen Buchhandlung zu Ham-
burg, in der Bohnenstraße, zu bekommen sind.
Januar 1801.

Dieses Verzeichniß, welches immer das Neueste aus
der Litteratur Deutschlands, Frankreichs und Englands
enthalten soll, wird regelmäßig fortgesetzt und zu An-
fang eines jeden Monats unentgeldlich ausgegeben.
Auswärtigen Literaturfreunden, denen damit gedient
seyn könnte, wird es jedesmal auf dem zu bestimmen-
den Wege zugesandt werden, wenn Sie sich deshalb
an obige Handlung wenden.




Auf Befehl Sr. Kayserl. Majestät, des Selbstherrschers aller
Reußen etc. etc. etc.

Wird von Em. Magistrate der See- und Handelsstadt Win-
dau, im Curlöndischen Gouvernement, der von hier gebürtige
Johann Wilhelm Goebel, welcher im Jahr 1772 nach Lübeck
und von dort nach Hamburg gereiset, seit dem Jahre 1784
aber von seinem weitern Aufenthalt und Leben keine Nachricht
gegeben, und dem Gerüchte nach eine Reise nach America un-
ternommen haben soll, oder im Falle derselbe verstorben wäre,
dessen etwanige unbekannte Erben und Erbnehmer, auf gezie-
mendes Anhalten dessen Bruders, des Edlen und Achtbaren
ehemaligen Bürgermeisters und Kaufmanns dieser Stadt, Hein-
rich Ludolph Goebel, kraft dieses Proclamatis dahin vorgela-
den und beschieden, von Data einem Jahr und sechs Wochen,
spätestens den 14ten December des 1801sten Jahres, oder falls
dieser Tag ein Festtag seyn sollte, am nächstfolgenden Gerichts-
tage sich beym hiesigen Magistrate gebührend zu melden und
anzugeben, und zwar in Betref einer dem abwesenden Johann
Wilhelm Goebel zugefallenen Erbschaft, welche bis Dato von
benanntem seinem Bruder administriret worden, und der auch
bereits im Jahre 1784 eine gerichtliche Vorladung des Abwe-
senden hat veranstalten lassen, ohne daß derselbe oder irgend
einer seiner etwanigen Erbnehmer sich gemeldet habe. Es wird
demnach der oder die hierin Vorgeladenen aufgefordert, in zu-
vorbemeldetem peremtorischen Termin entweder persönlich oder
durch genugsam zuläßige Bevollmächtigte unausbleiblich vor
diesem Stadtmagistrat erscheinen und ihr etwa habendes Erb-
schaftsrecht gehörig und rechtsgültig deduciren und nachweisen,
widrigenfalls der Abwesende für todt und dessen unbekannte
Erben ihres Erbrechts, in wie fern Rechtens, verlustig erklärt
werden sollen, und solchergestalt dagegen das durch provocan-
tischen Heinrich Ludolph Goebel administrirte Vermögen dem-
selben zur unbeschränkten Disposition übergeben werden wird.
Wornach also diejenigen, welche es angehet, sich zu achten ha-
ben. Urkundlich unter eines Magistrats der See- und Handels-
stadt Windau Jnsiegel und der gewöhnlichen Unterschrift.


(L. S.)
Ulrich Ernst Brendel,
Bürgermeister.
J. C. C. Hoffmann
Secretair
.

[Ende Spaltensatz]

[Spaltenumbruch] Reſcriptionen, ſo wie die Obligationen auf die Wiener
Bank, zu Amſterdam wieder etwas gefallen. Auch
tragen hiezu die ungewiſſen Ausſichten im Norden bey.

Das Verbot der Ausfuhr des Kaͤſe iſt am 14ten
von unſerm geſetzgebenden Corps nun wieder aufgeho-
ben, und die Ausfuhr aller Arten deſſelben von neuem
erlaubt worden. Die Ausfuhr der Butter, des Specks ꝛc.
iſt aber fortdauernd verboten und die Strafe wegen
der Ausfuhr der Lebensmittel an den Feind, zu welchem
auch kein Kaͤſe gefuͤhrt werden darf, bleiben in ihrer
voͤlligen Kraft, ſo wie auch die uͤbrigen Beſtimmungen
in der Publication vom 24ſten Sept. 1800, wodurch
die Ausfuhr der Vic[t]ualien verboten wurde.

Das Poſtweſen in unſrer Republik ſoll nun von
5 Commiſſarien dirigirt werden.

Unſer ehemalige Miniſter in Schweden, Dedem tot
Gelder, der von unſrer Regierung mit einem beſondern
Auftrage nach Paris geſandt war, iſt vorgeſtern von
da wieder hieher zuruͤck gekommen.

Jn unſerm geſetzgebenden Corps ſollen nun die Be-
rathſchlagungen von neuem daruͤber anfangen, die Taxen
und Abgaben, welche bisher noch ſo wie vor der Re-
volution in unſern Departements verſchieden geweſen
ſind, in der ganzen Republik auf einem gleichfoͤrmigen
Fuß einzurichten. — An die Stelle des Directors van
Haersolte hat geſtern der Director van Swinden zum
zweytenmale das Praͤſidium unſers Directoriums bis
zum 17ten Februar angetreten.

Jm vorigen Jahre ſind zu Leyden gebohren 1023
Menſchen, begraben 1155, und getraut 292 Paar; zu
Middelburg gebohren 560.

Jn die Maas und Goree ſind im vorigen Jahre 611
Schiffe eingelaufen und 589 ausgeſegelt, alſo 471 mehr
eingelaufen als 1799. Die Schiffe, die von Hamburg,
Altona, Bremen und Emden uͤber die Wadden kom-
men, ſo wie die von Rotterdam, Dordrecht ꝛc. ſind in
jener Angabe nicht mitgerechnet.

Vermiſchte Nachrichten.

Dem Vernehmen nach iſt der Geſandte Ludwigs
X[unleserliches Material – 1 Zeichen fehlt]II, Graf von Caraman, von St. Petersburg ab-
gereiſet.

Das Geruͤcht, daß in den Engliſchen Haͤfen Embargo
auf die Daͤniſchen Schiffe gelegt waͤre, beruht bis jetzt
bloß auf muͤndlicher Ausſage eines von London gekom-
menen und durch Cuxhaven gegangenen Expreſſen, und
verdient alſo noch naͤherer Beſtaͤtigung.




Zu wiſſen, daß am Dienſtage nach dem dritten Sonn-
tage Epiphanias, wird ſeyn g. G. der 27ſte Januar d.
J., des Morgens um 9 Uhr, ein Nothdeichding und
Verlaſſung von Hamm und Horn in der bey dem
Hammerbaum belegenen Voigtey werde geheget und
gehalten werden.

Am 19ten Januar ſtarb Herr Johann Herrmann
Vogel,
Med. Dr. et Vicar. imm. rev. Capit.
Hamburgenſ.,
im 61ſten Jahre ſeines thaͤtigen Le-
bens an einem Stickfluß nach einem kaum 2taͤgigen
Krankenlager. Tief gebeugt durch dieſen unerwarteten
Verluſt ihres theuren Gatten und Vaters machen die
Unterſchriebenen ihr trauriges Loos ihren Anverwand-
ten und Freunden bekannt, und verbitten ſich alle Bey-
leidsbezeugungen, die ihren Schmerz nur vermehren
wuͤrden.

Des Verſtorbenen Gattin und Pflegekinder.

[Spaltenumbruch]

Jch erfuͤlle hierdurch die traurige Pflicht, meinen
ſaͤmmtlichen Verwandten und Freunden den in der
letzten Nacht erfolgten unerwarteten aber ſanften Tod
meines guten, innigſt geliebten Mannes, Gottlieb
Haab,
bekannt zu machen.


Anna Cornelia Haab, gebohrne
Becker.



Monatliches Verzeichniß
der neueſten

Deutſchen, Franzoͤſiſchen und Engliſchen
Buͤcher,

welche in der Campeſchen Buchhandlung zu Ham-
burg, in der Bohnenſtraße, zu bekommen ſind.
Januar 1801.

Dieſes Verzeichniß, welches immer das Neueſte aus
der Litteratur Deutſchlands, Frankreichs und Englands
enthalten ſoll, wird regelmaͤßig fortgeſetzt und zu An-
fang eines jeden Monats unentgeldlich ausgegeben.
Auswaͤrtigen Literaturfreunden, denen damit gedient
ſeyn koͤnnte, wird es jedesmal auf dem zu beſtimmen-
den Wege zugeſandt werden, wenn Sie ſich deshalb
an obige Handlung wenden.




Auf Befehl Sr. Kayſerl. Majeſtaͤt, des Selbſtherrſchers aller
Reußen ꝛc. ꝛc. ꝛc.

Wird von Em. Magiſtrate der See- und Handelsſtadt Win-
dau, im Curlöndiſchen Gouvernement, der von hier gebürtige
Johann Wilhelm Goebel, welcher im Jahr 1772 nach Lübeck
und von dort nach Hamburg gereiſet, ſeit dem Jahre 1784
aber von ſeinem weitern Aufenthalt und Leben keine Nachricht
gegeben, und dem Gerüchte nach eine Reiſe nach America un-
ternommen haben ſoll, oder im Falle derſelbe verſtorben wäre,
deſſen etwanige unbekannte Erben und Erbnehmer, auf gezie-
mendes Anhalten deſſen Bruders, des Edlen und Achtbaren
ehemaligen Bürgermeiſters und Kaufmanns dieſer Stadt, Hein-
rich Ludolph Goebel, kraft dieſes Proclamatis dahin vorgela-
den und beſchieden, von Data einem Jahr und ſechs Wochen,
ſpäteſtens den 14ten December des 1801ſten Jahres, oder falls
dieſer Tag ein Feſttag ſeyn ſollte, am nächſtfolgenden Gerichts-
tage ſich beym hieſigen Magiſtrate gebührend zu melden und
anzugeben, und zwar in Betref einer dem abweſenden Johann
Wilhelm Goebel zugefallenen Erbſchaft, welche bis Dato von
benanntem ſeinem Bruder adminiſtriret worden, und der auch
bereits im Jahre 1784 eine gerichtliche Vorladung des Abwe-
ſenden hat veranſtalten laſſen, ohne daß derſelbe oder irgend
einer ſeiner etwanigen Erbnehmer ſich gemeldet habe. Es wird
demnach der oder die hierin Vorgeladenen aufgefordert, in zu-
vorbemeldetem peremtoriſchen Termin entweder perſönlich oder
durch genugſam zuläßige Bevollmächtigte unausbleiblich vor
dieſem Stadtmagiſtrat erſcheinen und ihr etwa habendes Erb-
ſchaftsrecht gehörig und rechtsgültig deduciren und nachweiſen,
widrigenfalls der Abweſende für todt und deſſen unbekannte
Erben ihres Erbrechts, in wie fern Rechtens, verluſtig erklärt
werden ſollen, und ſolchergeſtalt dagegen das durch provocan-
tiſchen Heinrich Ludolph Goebel adminiſtrirte Vermögen dem-
ſelben zur unbeſchränkten Diſpoſition übergeben werden wird.
Wornach alſo diejenigen, welche es angehet, ſich zu achten ha-
ben. Urkundlich unter eines Magiſtrats der See- und Handels-
ſtadt Windau Jnſiegel und der gewöhnlichen Unterſchrift.


(L. S.)
Ulrich Ernſt Brendel,
Bürgermeiſter.
J. C. C. Hoffmann
Secretair
.

[Ende Spaltensatz]
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[[6]/0006] Reſcriptionen, ſo wie die Obligationen auf die Wiener Bank, zu Amſterdam wieder etwas gefallen. Auch tragen hiezu die ungewiſſen Ausſichten im Norden bey. Das Verbot der Ausfuhr des Kaͤſe iſt am 14ten von unſerm geſetzgebenden Corps nun wieder aufgeho- ben, und die Ausfuhr aller Arten deſſelben von neuem erlaubt worden. Die Ausfuhr der Butter, des Specks ꝛc. iſt aber fortdauernd verboten und die Strafe wegen der Ausfuhr der Lebensmittel an den Feind, zu welchem auch kein Kaͤſe gefuͤhrt werden darf, bleiben in ihrer voͤlligen Kraft, ſo wie auch die uͤbrigen Beſtimmungen in der Publication vom 24ſten Sept. 1800, wodurch die Ausfuhr der Victualien verboten wurde. Das Poſtweſen in unſrer Republik ſoll nun von 5 Commiſſarien dirigirt werden. Unſer ehemalige Miniſter in Schweden, Dedem tot Gelder, der von unſrer Regierung mit einem beſondern Auftrage nach Paris geſandt war, iſt vorgeſtern von da wieder hieher zuruͤck gekommen. Jn unſerm geſetzgebenden Corps ſollen nun die Be- rathſchlagungen von neuem daruͤber anfangen, die Taxen und Abgaben, welche bisher noch ſo wie vor der Re- volution in unſern Departements verſchieden geweſen ſind, in der ganzen Republik auf einem gleichfoͤrmigen Fuß einzurichten. — An die Stelle des Directors van Haersolte hat geſtern der Director van Swinden zum zweytenmale das Praͤſidium unſers Directoriums bis zum 17ten Februar angetreten. Jm vorigen Jahre ſind zu Leyden gebohren 1023 Menſchen, begraben 1155, und getraut 292 Paar; zu Middelburg gebohren 560. Jn die Maas und Goree ſind im vorigen Jahre 611 Schiffe eingelaufen und 589 ausgeſegelt, alſo 471 mehr eingelaufen als 1799. Die Schiffe, die von Hamburg, Altona, Bremen und Emden uͤber die Wadden kom- men, ſo wie die von Rotterdam, Dordrecht ꝛc. ſind in jener Angabe nicht mitgerechnet. Vermiſchte Nachrichten. Dem Vernehmen nach iſt der Geſandte Ludwigs X_II, Graf von Caraman, von St. Petersburg ab- gereiſet. Das Geruͤcht, daß in den Engliſchen Haͤfen Embargo auf die Daͤniſchen Schiffe gelegt waͤre, beruht bis jetzt bloß auf muͤndlicher Ausſage eines von London gekom- menen und durch Cuxhaven gegangenen Expreſſen, und verdient alſo noch naͤherer Beſtaͤtigung. Zu wiſſen, daß am Dienſtage nach dem dritten Sonn- tage Epiphanias, wird ſeyn g. G. der 27ſte Januar d. J., des Morgens um 9 Uhr, ein Nothdeichding und Verlaſſung von Hamm und Horn in der bey dem Hammerbaum belegenen Voigtey werde geheget und gehalten werden. Am 19ten Januar ſtarb Herr Johann Herrmann Vogel, Med. Dr. et Vicar. imm. rev. Capit. Hamburgenſ., im 61ſten Jahre ſeines thaͤtigen Le- bens an einem Stickfluß nach einem kaum 2taͤgigen Krankenlager. Tief gebeugt durch dieſen unerwarteten Verluſt ihres theuren Gatten und Vaters machen die Unterſchriebenen ihr trauriges Loos ihren Anverwand- ten und Freunden bekannt, und verbitten ſich alle Bey- leidsbezeugungen, die ihren Schmerz nur vermehren wuͤrden. Des Verſtorbenen Gattin und Pflegekinder. Jch erfuͤlle hierdurch die traurige Pflicht, meinen ſaͤmmtlichen Verwandten und Freunden den in der letzten Nacht erfolgten unerwarteten aber ſanften Tod meines guten, innigſt geliebten Mannes, Gottlieb Haab, bekannt zu machen. Hamburg, den 21ſten Januar 1801. Anna Cornelia Haab, gebohrne Becker. Monatliches Verzeichniß der neueſten Deutſchen, Franzoͤſiſchen und Engliſchen Buͤcher, welche in der Campeſchen Buchhandlung zu Ham- burg, in der Bohnenſtraße, zu bekommen ſind. Januar 1801. Dieſes Verzeichniß, welches immer das Neueſte aus der Litteratur Deutſchlands, Frankreichs und Englands enthalten ſoll, wird regelmaͤßig fortgeſetzt und zu An- fang eines jeden Monats unentgeldlich ausgegeben. Auswaͤrtigen Literaturfreunden, denen damit gedient ſeyn koͤnnte, wird es jedesmal auf dem zu beſtimmen- den Wege zugeſandt werden, wenn Sie ſich deshalb an obige Handlung wenden. Auf Befehl Sr. Kayſerl. Majeſtaͤt, des Selbſtherrſchers aller Reußen ꝛc. ꝛc. ꝛc. Wird von Em. Magiſtrate der See- und Handelsſtadt Win- dau, im Curlöndiſchen Gouvernement, der von hier gebürtige Johann Wilhelm Goebel, welcher im Jahr 1772 nach Lübeck und von dort nach Hamburg gereiſet, ſeit dem Jahre 1784 aber von ſeinem weitern Aufenthalt und Leben keine Nachricht gegeben, und dem Gerüchte nach eine Reiſe nach America un- ternommen haben ſoll, oder im Falle derſelbe verſtorben wäre, deſſen etwanige unbekannte Erben und Erbnehmer, auf gezie- mendes Anhalten deſſen Bruders, des Edlen und Achtbaren ehemaligen Bürgermeiſters und Kaufmanns dieſer Stadt, Hein- rich Ludolph Goebel, kraft dieſes Proclamatis dahin vorgela- den und beſchieden, von Data einem Jahr und ſechs Wochen, ſpäteſtens den 14ten December des 1801ſten Jahres, oder falls dieſer Tag ein Feſttag ſeyn ſollte, am nächſtfolgenden Gerichts- tage ſich beym hieſigen Magiſtrate gebührend zu melden und anzugeben, und zwar in Betref einer dem abweſenden Johann Wilhelm Goebel zugefallenen Erbſchaft, welche bis Dato von benanntem ſeinem Bruder adminiſtriret worden, und der auch bereits im Jahre 1784 eine gerichtliche Vorladung des Abwe- ſenden hat veranſtalten laſſen, ohne daß derſelbe oder irgend einer ſeiner etwanigen Erbnehmer ſich gemeldet habe. Es wird demnach der oder die hierin Vorgeladenen aufgefordert, in zu- vorbemeldetem peremtoriſchen Termin entweder perſönlich oder durch genugſam zuläßige Bevollmächtigte unausbleiblich vor dieſem Stadtmagiſtrat erſcheinen und ihr etwa habendes Erb- ſchaftsrecht gehörig und rechtsgültig deduciren und nachweiſen, widrigenfalls der Abweſende für todt und deſſen unbekannte Erben ihres Erbrechts, in wie fern Rechtens, verluſtig erklärt werden ſollen, und ſolchergeſtalt dagegen das durch provocan- tiſchen Heinrich Ludolph Goebel adminiſtrirte Vermögen dem- ſelben zur unbeſchränkten Diſpoſition übergeben werden wird. Wornach alſo diejenigen, welche es angehet, ſich zu achten ha- ben. Urkundlich unter eines Magiſtrats der See- und Handels- ſtadt Windau Jnſiegel und der gewöhnlichen Unterſchrift. So geſchehen und gegeben auf dem Rathhauſe zu Windau, am 1ſten November 1800. (L. S.) Ulrich Ernſt Brendel, Bürgermeiſter. J. C. C. Hoffmann Secretair.

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Zitationshilfe: Staats- und Gelehrte Zeitung des Hamburgischen unpartheyischen Correspondenten. Nr. 13, Hamburg, 23. Januar 1801, S. [6]. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/hc_132301_1801/6>, abgerufen am 18.09.2020.