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Freylinghausen, Johann Anastasius: Christliches Denckmaal, Welches Seinem Seligen Herrn Eydam, HERRN M. Georg Joh. Hencken. hrsg. v. Wiegleb, Johann Hieronymus. Halle, 1720.

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von der Auferstehung ihrer Leiber.
Anwendung.

JCh applicire nun dieses alles zuvor-
derst auf unsern lieben seligen Herrn
M. Hencken,
welcher Jhm, wie
vo[r] gedacht, diese Worte dazu außersehen, daß
sie nach seinem seligen Abschiede bey seiner
Christlich anzustellenden Leich-Begängniß euch
möchten vorgehalten und erkläret werden.

Zweifels ohne ist darunter sein Absehen zu-
vorderst dahin gegangen, damit iederman wis-
sen möchte, auf was für eine Hoffnung Er
seine sterbliche Leibes-Hütte verlaßen habe,
und von uns geschieden sey. Wobey ich mich
erinnere, welcher gestalt der selige Mann in
einer derjenigen ohnlängst gedruckten Predig-
ten, worinnen er gleichsam von der Christli-
chen Gemeine hieselbst Abschied genommen,
und zwar der letzten, nach Anleitung der Wor-
te Hiobs: Jch weiß, daß mein Erlöser
lebt rc
Hiob XIX. eben diese Hoffnung der
Gläubigen von der künftigen Erweckung ih-
rer Leiber, und der alsdenn zu erlangenden
himmlischen Beschaffenheit derselbigen bezeu-
get hat. So schrieb er auch noch 2 Tage
vor seinem seligen Ende, iemanden, den er als
seinen Vater in Christo iederzeit geliebet und
geehret, zu seinem Andencken in ein zu dem
Ende Jhm offerirtes Buch, diese Glaubens-
und Hoffnungs-volle Worte aus Joh. XIV:

Jch
von der Auferſtehung ihrer Leiber.
Anwendung.

JCh applicire nun dieſes alles zuvor-
derſt auf unſern lieben ſeligen Herrn
M. Hencken,
welcher Jhm, wie
vo[r] gedacht, dieſe Worte dazu außerſehen, daß
ſie nach ſeinem ſeligen Abſchiede bey ſeiner
Chriſtlich anzuſtellenden Leich-Begaͤngniß euch
moͤchten vorgehalten und erklaͤret werden.

Zweifels ohne iſt darunter ſein Abſehen zu-
vorderſt dahin gegangen, damit iederman wiſ-
ſen moͤchte, auf was fuͤr eine Hoffnung Er
ſeine ſterbliche Leibes-Huͤtte verlaßen habe,
und von uns geſchieden ſey. Wobey ich mich
erinnere, welcher geſtalt der ſelige Mann in
einer derjenigen ohnlaͤngſt gedruckten Predig-
ten, worinnen er gleichſam von der Chriſtli-
chen Gemeine hieſelbſt Abſchied genommen,
und zwar der letzten, nach Anleitung der Wor-
te Hiobs: Jch weiß, daß mein Erloͤſer
lebt ꝛc
Hiob XIX. eben dieſe Hoffnung der
Glaͤubigen von der kuͤnftigen Erweckung ih-
rer Leiber, und der alsdenn zu erlangenden
himmliſchen Beſchaffenheit derſelbigen bezeu-
get hat. So ſchrieb er auch noch 2 Tage
vor ſeinem ſeligen Ende, iemanden, den er als
ſeinen Vater in Chriſto iederzeit geliebet und
geehret, zu ſeinem Andencken in ein zu dem
Ende Jhm offerirtes Buch, dieſe Glaubens-
und Hoffnungs-volle Worte aus Joh. XIV:

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[29/0029] von der Auferſtehung ihrer Leiber. Anwendung. JCh applicire nun dieſes alles zuvor- derſt auf unſern lieben ſeligen Herrn M. Hencken, welcher Jhm, wie vor gedacht, dieſe Worte dazu außerſehen, daß ſie nach ſeinem ſeligen Abſchiede bey ſeiner Chriſtlich anzuſtellenden Leich-Begaͤngniß euch moͤchten vorgehalten und erklaͤret werden. Zweifels ohne iſt darunter ſein Abſehen zu- vorderſt dahin gegangen, damit iederman wiſ- ſen moͤchte, auf was fuͤr eine Hoffnung Er ſeine ſterbliche Leibes-Huͤtte verlaßen habe, und von uns geſchieden ſey. Wobey ich mich erinnere, welcher geſtalt der ſelige Mann in einer derjenigen ohnlaͤngſt gedruckten Predig- ten, worinnen er gleichſam von der Chriſtli- chen Gemeine hieſelbſt Abſchied genommen, und zwar der letzten, nach Anleitung der Wor- te Hiobs: Jch weiß, daß mein Erloͤſer lebt ꝛc Hiob XIX. eben dieſe Hoffnung der Glaͤubigen von der kuͤnftigen Erweckung ih- rer Leiber, und der alsdenn zu erlangenden himmliſchen Beſchaffenheit derſelbigen bezeu- get hat. So ſchrieb er auch noch 2 Tage vor ſeinem ſeligen Ende, iemanden, den er als ſeinen Vater in Chriſto iederzeit geliebet und geehret, zu ſeinem Andencken in ein zu dem Ende Jhm offerirtes Buch, dieſe Glaubens- und Hoffnungs-volle Worte aus Joh. XIV: Jch

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Zitationshilfe: Freylinghausen, Johann Anastasius: Christliches Denckmaal, Welches Seinem Seligen Herrn Eydam, HERRN M. Georg Joh. Hencken. hrsg. v. Wiegleb, Johann Hieronymus. Halle, 1720, S. 29. In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/376914/29>, abgerufen am 19.05.2022.