Anmelden (DTAQ) DWDS     dlexDB     CLARIN-D

Silber, Wolfgang: Leichbegängnüß Deß weylandt Ehrenvesten/ Wolgeachten Herrn Thomae Cheswrights. Görlitz, 1616.

Bild:
<< vorherige Seite
Wie du hast zugesaget mir
Jn deinem Wort/ das traw ich dir:
Für wahr/ fürwahr/ euch sage ich/
Wer mein Wort helt/ vnd gläubt an mich/
Der wird nicht kommen ins Gericht/
Vnd den Todt ewig schmecken nicht:
Vnd ob er gleich hie zeitlich stirbt/
Mit nichten er drümb gar verdirbt.
Sondern ich wil mit starcker Handt/
Jhn reissen aus deß Todes band:
Vnd zu mir nehmen in mein Reich/
Da sol er denn mit mir zugleich/
Jn Frewden leben Ewiglich/
Dazu hilff vns ja gnädiglich.
Ach HErr vergib all vnser schuldt/
Hilff das wir warten mit gedult:
Biß vnser Stündlein kömpt herhey/
Auch vnser Glaub stets wacker sey/
Deim Wort zu trawen festiglich/
Biß wir entschlaffen seliglich/ Amen.
Ein schön Geistlich Lied/ für Christliche Reyß-
vnd Wanderßleute: Welches auch bey diesem Christ-
lichen Begräbnüß gesungen worden:
1.
Herr Jesu Christ/ Jch weiß gar wol/
Das ich ein mal muß sterben:
Wenn aber diß geschehen soll/
Vnd wie ich mög verderben
Dem Leibe nach/ das weiß ich nicht/
Es steht allein in deim Gericht/
Du sihst mein letztes Ende.
Vnd
G iij
Wie du haſt zugeſaget mir
Jn deinem Wort/ das traw ich dir:
Fuͤr wahr/ fuͤrwahr/ euch ſage ich/
Wer mein Wort helt/ vnd glaͤubt an mich/
Der wird nicht kommen ins Gericht/
Vnd den Todt ewig ſchmecken nicht:
Vnd ob er gleich hie zeitlich ſtirbt/
Mit nichten er druͤmb gar verdirbt.
Sondern ich wil mit ſtarcker Handt/
Jhn reiſſen aus deß Todes band:
Vnd zu mir nehmen in mein Reich/
Da ſol er denn mit mir zugleich/
Jn Frewden leben Ewiglich/
Dazu hilff vns ja gnaͤdiglich.
Ach HErr vergib all vnſer ſchuldt/
Hilff das wir warten mit gedult:
Biß vnſer Stuͤndlein koͤmpt herhey/
Auch vnſer Glaub ſtets wacker ſey/
Deim Wort zu trawen feſtiglich/
Biß wir entſchlaffen ſeliglich/ Amen.
Ein ſchoͤn Geiſtlich Lied/ fuͤr Chriſtliche Reyß-
vnd Wanderßleute: Welches auch bey dieſem Chriſt-
lichen Begraͤbnuͤß geſungen worden:
1.
Herr Jeſu Chriſt/ Jch weiß gar wol/
Das ich ein mal muß ſterben:
Wenn aber diß geſchehen ſoll/
Vnd wie ich moͤg verderben
Dem Leibe nach/ das weiß ich nicht/
Es ſteht allein in deim Gericht/
Du ſihſt mein letztes Ende.
Vnd
G iij
<TEI>
  <text>
    <body>
      <div type="fsOtherPublication" n="1">
        <div n="2">
          <lg type="poem">
            <pb facs="#f0053" n="[53]"/>
            <l> <hi rendition="#fr">Wie du ha&#x017F;t zuge&#x017F;aget mir</hi> </l><lb/>
            <l> <hi rendition="#fr">Jn deinem Wort/ das traw ich dir:</hi> </l><lb/>
            <l> <hi rendition="#fr">Fu&#x0364;r wahr/ fu&#x0364;rwahr/ euch &#x017F;age ich/</hi> </l><lb/>
            <l> <hi rendition="#fr">Wer mein Wort helt/ vnd gla&#x0364;ubt an mich/</hi> </l><lb/>
            <l> <hi rendition="#fr">Der wird nicht kommen ins Gericht/</hi> </l><lb/>
            <l> <hi rendition="#fr">Vnd den Todt ewig &#x017F;chmecken nicht:</hi> </l><lb/>
            <l> <hi rendition="#fr">Vnd ob er gleich hie zeitlich &#x017F;tirbt/</hi> </l><lb/>
            <l> <hi rendition="#fr">Mit nichten er dru&#x0364;mb gar verdirbt.</hi> </l><lb/>
            <l> <hi rendition="#fr">Sondern ich wil mit &#x017F;tarcker Handt/</hi> </l><lb/>
            <l> <hi rendition="#fr">Jhn rei&#x017F;&#x017F;en aus deß Todes band:</hi> </l><lb/>
            <l> <hi rendition="#fr">Vnd zu mir nehmen in mein Reich/</hi> </l><lb/>
            <l> <hi rendition="#fr">Da &#x017F;ol er denn mit mir zugleich/</hi> </l><lb/>
            <l> <hi rendition="#fr">Jn Frewden leben Ewiglich/</hi> </l><lb/>
            <l> <hi rendition="#fr">Dazu hilff vns ja gna&#x0364;diglich.</hi> </l><lb/>
            <l> <hi rendition="#fr">Ach HErr vergib all vn&#x017F;er &#x017F;chuldt/</hi> </l><lb/>
            <l> <hi rendition="#fr">Hilff das wir warten mit gedult:</hi> </l><lb/>
            <l> <hi rendition="#fr">Biß vn&#x017F;er Stu&#x0364;ndlein ko&#x0364;mpt herhey/</hi> </l><lb/>
            <l> <hi rendition="#fr">Auch vn&#x017F;er Glaub &#x017F;tets wacker &#x017F;ey/</hi> </l><lb/>
            <l> <hi rendition="#fr">Deim Wort zu trawen fe&#x017F;tiglich/</hi> </l><lb/>
            <l> <hi rendition="#fr">Biß wir ent&#x017F;chlaffen &#x017F;eliglich/ Amen.</hi> </l>
          </lg>
        </div><lb/>
        <div n="2">
          <head><hi rendition="#b">Ein &#x017F;cho&#x0364;n Gei&#x017F;tlich Lied/ fu&#x0364;r Chri&#x017F;tliche Reyß-</hi><lb/>
vnd Wanderßleute: Welches auch bey die&#x017F;em Chri&#x017F;t-<lb/>
lichen Begra&#x0364;bnu&#x0364;ß ge&#x017F;ungen worden:</head><lb/>
          <lg type="poem">
            <lg n="1">
              <head>1.</head><lb/>
              <l> <hi rendition="#fr"><hi rendition="#g"><hi rendition="#k"><hi rendition="#in">H</hi>err</hi></hi> Je&#x017F;u Chri&#x017F;t/ Jch weiß gar wol/</hi> </l><lb/>
              <l> <hi rendition="#fr">Das ich ein mal muß &#x017F;terben:</hi> </l><lb/>
              <l> <hi rendition="#fr">Wenn aber diß ge&#x017F;chehen &#x017F;oll/</hi> </l><lb/>
              <l> <hi rendition="#fr">Vnd wie ich mo&#x0364;g verderben</hi> </l><lb/>
              <l> <hi rendition="#fr">Dem Leibe nach/ das weiß ich nicht/</hi> </l><lb/>
              <l> <hi rendition="#fr">Es &#x017F;teht allein in deim Gericht/</hi> </l><lb/>
              <l> <hi rendition="#fr">Du &#x017F;ih&#x017F;t mein letztes Ende.</hi> </l>
            </lg><lb/>
            <fw place="bottom" type="sig">G iij</fw>
            <fw place="bottom" type="catch">Vnd</fw><lb/>
          </lg>
        </div>
      </div>
    </body>
  </text>
</TEI>
[[53]/0053] Wie du haſt zugeſaget mir Jn deinem Wort/ das traw ich dir: Fuͤr wahr/ fuͤrwahr/ euch ſage ich/ Wer mein Wort helt/ vnd glaͤubt an mich/ Der wird nicht kommen ins Gericht/ Vnd den Todt ewig ſchmecken nicht: Vnd ob er gleich hie zeitlich ſtirbt/ Mit nichten er druͤmb gar verdirbt. Sondern ich wil mit ſtarcker Handt/ Jhn reiſſen aus deß Todes band: Vnd zu mir nehmen in mein Reich/ Da ſol er denn mit mir zugleich/ Jn Frewden leben Ewiglich/ Dazu hilff vns ja gnaͤdiglich. Ach HErr vergib all vnſer ſchuldt/ Hilff das wir warten mit gedult: Biß vnſer Stuͤndlein koͤmpt herhey/ Auch vnſer Glaub ſtets wacker ſey/ Deim Wort zu trawen feſtiglich/ Biß wir entſchlaffen ſeliglich/ Amen. Ein ſchoͤn Geiſtlich Lied/ fuͤr Chriſtliche Reyß- vnd Wanderßleute: Welches auch bey dieſem Chriſt- lichen Begraͤbnuͤß geſungen worden: 1. Herr Jeſu Chriſt/ Jch weiß gar wol/ Das ich ein mal muß ſterben: Wenn aber diß geſchehen ſoll/ Vnd wie ich moͤg verderben Dem Leibe nach/ das weiß ich nicht/ Es ſteht allein in deim Gericht/ Du ſihſt mein letztes Ende. Vnd G iij

Suche im Werk

Hilfe

Informationen zum Werk

Download dieses Werks

XML (TEI P5) · HTML · Text
TCF (text annotation layer)
TCF (tokenisiert, serialisiert, lemmatisiert, normalisiert)
XML (TEI P5 inkl. att.linguistic)

Metadaten zum Werk

TEI-Header · CMDI · Dublin Core

Ansichten dieser Seite

Voyant Tools ?

Language Resource Switchboard?

Feedback

Sie haben einen Fehler gefunden? Dann können Sie diesen über unsere Qualitätssicherungsplattform DTAQ melden.

Kommentar zur DTA-Ausgabe

Dieses Werk wurde im Rahmen des Moduls DTA-Erweiterungen (DTAE) digitalisiert. Weitere Informationen …




Ansicht auf Standard zurückstellen

URL zu diesem Werk: https://www.deutschestextarchiv.de/523650
URL zu dieser Seite: https://www.deutschestextarchiv.de/523650/53
Zitationshilfe: Silber, Wolfgang: Leichbegängnüß Deß weylandt Ehrenvesten/ Wolgeachten Herrn Thomae Cheswrights. Görlitz, 1616, S. [53]. In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/523650/53>, abgerufen am 18.05.2022.