Anmelden (DTAQ) DWDS     dlexDB     CLARIN-D

Allgemeine Zeitung. Nr. 130. Augsburg, 9. Mai 1840.

Bild:
<< vorherige Seite

dessen Namen ich mich nicht mehr entsinne, weil er so unbekannt ist, wie es Hr. Flourens vor seiner Erwählung war, gab ein Stück Jugurtha von Sallust in einer endlosen Reihe von französischen Versen zum Besten, declamirte und gesticulirte auf das entsetzlichste, und hatte kein Mitleid mit den anwesenden Dichtern, die gute Verse machen, keines mit den lieben Leuten, die deren weder machen noch lesen, keines selbst mit den schönen lieben Frauen, die ihre Taschentücher auf das geistreichste handhabten, damit die Symptome ihrer Langweile nicht gar zu verständlich würden. Was sonst in der Sitzung vorkam, war nicht possierlich, ausgezeichnet oder witzig genug, daß ich nicht darüber schweigen sollte.

Niederlande.

Parallele zwischen dem nautischen Zustand der Schelde und der Flüsse Hollands.

Die Schelde anbetreffend, beträgt ihre geringste Tiefe im Fahrwasser von Antwerpen bis ins Meer 30 bis 60 Fuß. Ueberall ist dieses Fahrwasser selbst zwischen den Sandbänken der Mündung für die größten Schiffe so tief, daß dieselben an dem Kai von Antwerpen anlegen; zwischen den Sandbänken der Scheldemündung sind die drei Fahrstraßen mit großen Tonnen bezeichnet. Diese letzteren, so wie die neue Einrichtung von der Administration der Pilotage gewährt dem Seemann die größte Sicherheit, nur ist die Abgabe dafür zu hoch, und es wäre zu wünschen, daß sie um zwei Drittel erniedrigt würde. Hollands Hauptflüsse sind dagegen zum Theil dergestalt versandet, daß die Eismassen und Hochgewässer, sich über die Dämme stürzend, seit 1421 siebenzig Hauptüberschwemmungen verursacht haben; jede solche Ueberschwemmung ganzer Landschaften mußte aber nothwendig die Anhäufung des Materials in den Flußbetten befördern, indem der durch die Seitenabflüsse geschwächte Strom nicht Kraft genug hatte, diese Materialien fortzuschwemmen. Unterhalb Gorckum liegt in der Meerwede, die Hauptfahrstraße vom Rhein nach Rotterdam und Dortrecht bildend, eine Sandbank (Giesendammsche droogte genannt), welche nicht mehr als sieben Fuß Tiefe im Fahrwasser gestattet. Die Meerwede ist bis Dortrecht sehr versandet, so wie die Noord und die Neue-Maas oberhalb und unterhalb Rotterdam. Von dieser Haupthandelsstadt können acht Fuß tief gehende Schiffe nicht direct in See gelangen. Wie diese Nachtheile sich abwenden ließen, wird in dem vierten Bande eines eben herausgekommenen Werkes zur Verbesserung des holländischen Wasserstaates zu entwickeln gesucht. Legt man wie bisher die Hände in den Schooß, so wird Holland nach Vollendung der Eisenbahn von Antwerpen bis Köln zusehen müssen, wie der Seehandel sich von Rotterdam, Schiedam und Dortrecht mehr und mehr ab-, und der Schelde, so wie den an Belgiens Canälen liegenden Städten zuwendet.

Türkei.

Der Semaphore de Marseille schreibt aus Konstantinopel vom 7 April: "Eine Colonie französischer Militärs ist hier auf der Durchreise nach Persien begriffen und wird unter der Führung des Grafen v. Damas unverzüglich nach Trapezunt absegeln. Man liebt in Persien die Franzosen, und dieß verdanken wir dem Grafen v. Sercey. Dieser Gesandte hat den Schah bewogen, auf seine Expedition nach Ispahan und Schiras zu verzichten und sucht ihn der englischen Regierung wieder nahe zu bringen, wodurch das gute Einvernehmen zwischen den beiden westlichen Mächten befestigt werden wird. - Die Pforte hat einen französischen Officier, Hrn. Thevenin, nach Bagdad geschickt, um dort ein Armeecorps zu organisiren. Er hat Befehl, einige Tage in Diarbekir zu verweilen, um die dortigen- Waffen und Munitionsvorräthe zu untersuchen."

[1647]

Angelo Maria v. Vergani.*)*)

In diesen weitverbreiteten Blättern, wo dem Verdienste ausgezeichneter Männer so oft gerechte Würdigung widerfuhr, soll auch ein Mann, wie A. M. v. Vergani, nicht unerwähnt bleiben, welcher die Zahnheilkunde durch neue Methoden, mechanische Vorrichtungen

*) Professor, Hof- und Leibzahnarzt Ihrer Maj. der Frau Erzherzogin Maria Louise, Herzogin von Parma, Ihrer k. k. Hoheiten der Erzherzoge Karl und Joseph Palatin, Ihrer königl. Hoheiten des regierenden Herzogs von Lucca und des Prinzen von Salerno. Mitglied mehrerer gelehrten Gesellschaften.

dessen Namen ich mich nicht mehr entsinne, weil er so unbekannt ist, wie es Hr. Flourens vor seiner Erwählung war, gab ein Stück Jugurtha von Sallust in einer endlosen Reihe von französischen Versen zum Besten, declamirte und gesticulirte auf das entsetzlichste, und hatte kein Mitleid mit den anwesenden Dichtern, die gute Verse machen, keines mit den lieben Leuten, die deren weder machen noch lesen, keines selbst mit den schönen lieben Frauen, die ihre Taschentücher auf das geistreichste handhabten, damit die Symptome ihrer Langweile nicht gar zu verständlich würden. Was sonst in der Sitzung vorkam, war nicht possierlich, ausgezeichnet oder witzig genug, daß ich nicht darüber schweigen sollte.

Niederlande.

Parallele zwischen dem nautischen Zustand der Schelde und der Flüsse Hollands.

Die Schelde anbetreffend, beträgt ihre geringste Tiefe im Fahrwasser von Antwerpen bis ins Meer 30 bis 60 Fuß. Ueberall ist dieses Fahrwasser selbst zwischen den Sandbänken der Mündung für die größten Schiffe so tief, daß dieselben an dem Kai von Antwerpen anlegen; zwischen den Sandbänken der Scheldemündung sind die drei Fahrstraßen mit großen Tonnen bezeichnet. Diese letzteren, so wie die neue Einrichtung von der Administration der Pilotage gewährt dem Seemann die größte Sicherheit, nur ist die Abgabe dafür zu hoch, und es wäre zu wünschen, daß sie um zwei Drittel erniedrigt würde. Hollands Hauptflüsse sind dagegen zum Theil dergestalt versandet, daß die Eismassen und Hochgewässer, sich über die Dämme stürzend, seit 1421 siebenzig Hauptüberschwemmungen verursacht haben; jede solche Ueberschwemmung ganzer Landschaften mußte aber nothwendig die Anhäufung des Materials in den Flußbetten befördern, indem der durch die Seitenabflüsse geschwächte Strom nicht Kraft genug hatte, diese Materialien fortzuschwemmen. Unterhalb Gorckum liegt in der Meerwede, die Hauptfahrstraße vom Rhein nach Rotterdam und Dortrecht bildend, eine Sandbank (Giesendammsche droogte genannt), welche nicht mehr als sieben Fuß Tiefe im Fahrwasser gestattet. Die Meerwede ist bis Dortrecht sehr versandet, so wie die Noord und die Neue-Maas oberhalb und unterhalb Rotterdam. Von dieser Haupthandelsstadt können acht Fuß tief gehende Schiffe nicht direct in See gelangen. Wie diese Nachtheile sich abwenden ließen, wird in dem vierten Bande eines eben herausgekommenen Werkes zur Verbesserung des holländischen Wasserstaates zu entwickeln gesucht. Legt man wie bisher die Hände in den Schooß, so wird Holland nach Vollendung der Eisenbahn von Antwerpen bis Köln zusehen müssen, wie der Seehandel sich von Rotterdam, Schiedam und Dortrecht mehr und mehr ab-, und der Schelde, so wie den an Belgiens Canälen liegenden Städten zuwendet.

Türkei.

Der Sémaphore de Marseille schreibt aus Konstantinopel vom 7 April: „Eine Colonie französischer Militärs ist hier auf der Durchreise nach Persien begriffen und wird unter der Führung des Grafen v. Damas unverzüglich nach Trapezunt absegeln. Man liebt in Persien die Franzosen, und dieß verdanken wir dem Grafen v. Sercey. Dieser Gesandte hat den Schah bewogen, auf seine Expedition nach Ispahan und Schiras zu verzichten und sucht ihn der englischen Regierung wieder nahe zu bringen, wodurch das gute Einvernehmen zwischen den beiden westlichen Mächten befestigt werden wird. – Die Pforte hat einen französischen Officier, Hrn. Thévenin, nach Bagdad geschickt, um dort ein Armeecorps zu organisiren. Er hat Befehl, einige Tage in Diarbekir zu verweilen, um die dortigen- Waffen und Munitionsvorräthe zu untersuchen.“

[1647]

Angelo Maria v. Vergani.*)*)

In diesen weitverbreiteten Blättern, wo dem Verdienste ausgezeichneter Männer so oft gerechte Würdigung widerfuhr, soll auch ein Mann, wie A. M. v. Vergani, nicht unerwähnt bleiben, welcher die Zahnheilkunde durch neue Methoden, mechanische Vorrichtungen

*) Professor, Hof- und Leibzahnarzt Ihrer Maj. der Frau Erzherzogin Maria Louise, Herzogin von Parma, Ihrer k. k. Hoheiten der Erzherzoge Karl und Joseph Palatin, Ihrer königl. Hoheiten des regierenden Herzogs von Lucca und des Prinzen von Salerno. Mitglied mehrerer gelehrten Gesellschaften.
<TEI>
  <text>
    <body>
      <div n="1">
        <div type="jArticle" n="2">
          <p><pb facs="#f0013" n="1037"/>
dessen Namen ich mich nicht mehr entsinne, weil er so unbekannt ist, wie es Hr. Flourens vor seiner Erwählung war, gab ein Stück Jugurtha von Sallust in einer endlosen Reihe von französischen Versen zum Besten, declamirte und gesticulirte auf das entsetzlichste, und hatte kein Mitleid mit den anwesenden Dichtern, die gute Verse machen, keines mit den lieben Leuten, die deren weder machen noch lesen, keines selbst mit den schönen lieben Frauen, die ihre Taschentücher auf das geistreichste handhabten, damit die Symptome ihrer Langweile nicht gar zu verständlich würden. Was sonst in der Sitzung vorkam, war nicht possierlich, ausgezeichnet oder witzig genug, daß ich nicht darüber schweigen sollte.</p><lb/>
        </div>
      </div><lb/>
      <div n="1">
        <head> <hi rendition="#b">Niederlande.</hi> </head><lb/>
        <p>Parallele zwischen dem nautischen Zustand der Schelde und der Flüsse Hollands.</p><lb/>
        <p>Die <hi rendition="#g">Schelde</hi> anbetreffend, beträgt ihre geringste Tiefe im Fahrwasser von Antwerpen bis ins Meer 30 bis 60 Fuß. Ueberall ist dieses Fahrwasser selbst zwischen den Sandbänken der Mündung für die größten Schiffe so tief, daß dieselben an dem Kai von Antwerpen anlegen; zwischen den Sandbänken der Scheldemündung sind die drei Fahrstraßen mit großen Tonnen bezeichnet. Diese letzteren, so wie die neue Einrichtung von der Administration der Pilotage gewährt dem Seemann die größte Sicherheit, nur ist die Abgabe dafür zu hoch, und es wäre zu wünschen, daß sie um zwei Drittel erniedrigt würde. Hollands Hauptflüsse sind dagegen zum Theil dergestalt versandet, daß die Eismassen und Hochgewässer, sich über die Dämme stürzend, seit 1421 siebenzig Hauptüberschwemmungen verursacht haben; jede solche Ueberschwemmung ganzer Landschaften mußte aber nothwendig die Anhäufung des Materials in den Flußbetten befördern, indem der durch die Seitenabflüsse geschwächte Strom nicht Kraft genug hatte, diese Materialien fortzuschwemmen. Unterhalb <hi rendition="#g">Gorckum</hi> liegt in der <hi rendition="#g">Meerwede</hi>, die Hauptfahrstraße vom Rhein nach Rotterdam und Dortrecht bildend, eine Sandbank (Giesendammsche droogte genannt), welche nicht mehr als sieben Fuß Tiefe im Fahrwasser gestattet. Die Meerwede ist bis Dortrecht sehr versandet, so wie die <hi rendition="#g">Noord</hi> und die <hi rendition="#g">Neue</hi>-<hi rendition="#g">Maas</hi> oberhalb und unterhalb Rotterdam. Von dieser Haupthandelsstadt können acht Fuß tief gehende Schiffe nicht direct in See gelangen. Wie diese Nachtheile sich abwenden ließen, wird in dem vierten Bande eines eben herausgekommenen Werkes zur Verbesserung des holländischen Wasserstaates zu entwickeln gesucht. Legt man wie bisher die Hände in den Schooß, so wird Holland nach Vollendung der Eisenbahn von Antwerpen bis Köln zusehen müssen, wie der Seehandel sich von Rotterdam, Schiedam und Dortrecht mehr und mehr ab-, und der Schelde, so wie den an Belgiens Canälen liegenden Städten zuwendet.</p>
      </div><lb/>
      <div n="1">
        <head> <hi rendition="#b">Türkei.</hi> </head><lb/>
        <p>Der <hi rendition="#g">Sémaphore de Marseille</hi> schreibt aus <hi rendition="#b">Konstantinopel</hi> vom 7 April: &#x201E;Eine Colonie französischer Militärs ist hier auf der Durchreise nach Persien begriffen und wird unter der Führung des Grafen v. Damas unverzüglich nach Trapezunt absegeln. Man liebt in Persien die Franzosen, und dieß verdanken wir dem Grafen v. Sercey. Dieser Gesandte hat den Schah bewogen, auf seine Expedition nach Ispahan und Schiras zu verzichten und sucht ihn der englischen Regierung wieder nahe zu bringen, wodurch das gute Einvernehmen zwischen den beiden westlichen Mächten befestigt werden wird. &#x2013; Die Pforte hat einen französischen Officier, Hrn. Thévenin, nach Bagdad geschickt, um dort ein Armeecorps zu organisiren. Er hat Befehl, einige Tage in Diarbekir zu verweilen, um die dortigen- Waffen und Munitionsvorräthe zu untersuchen.&#x201C;</p><lb/>
        <div n="2">
          <head>[1647]</head><lb/>
          <p>Angelo Maria v. Vergani.<hi rendition="#sup">*)</hi><note place="foot" n="*)"><p>Professor, Hof- und Leibzahnarzt Ihrer Maj. der Frau Erzherzogin Maria Louise, Herzogin von Parma, Ihrer k. k. Hoheiten der Erzherzoge Karl und Joseph Palatin, Ihrer königl. Hoheiten des regierenden Herzogs von Lucca und des Prinzen von Salerno. Mitglied mehrerer gelehrten Gesellschaften.</p></note></p><lb/>
          <p>In diesen weitverbreiteten Blättern, wo dem Verdienste ausgezeichneter Männer so oft gerechte Würdigung widerfuhr, soll auch ein Mann, wie A. M. v. Vergani, nicht unerwähnt bleiben, welcher die Zahnheilkunde durch neue Methoden, mechanische Vorrichtungen<lb/></p>
        </div>
      </div>
    </body>
  </text>
</TEI>
[1037/0013] dessen Namen ich mich nicht mehr entsinne, weil er so unbekannt ist, wie es Hr. Flourens vor seiner Erwählung war, gab ein Stück Jugurtha von Sallust in einer endlosen Reihe von französischen Versen zum Besten, declamirte und gesticulirte auf das entsetzlichste, und hatte kein Mitleid mit den anwesenden Dichtern, die gute Verse machen, keines mit den lieben Leuten, die deren weder machen noch lesen, keines selbst mit den schönen lieben Frauen, die ihre Taschentücher auf das geistreichste handhabten, damit die Symptome ihrer Langweile nicht gar zu verständlich würden. Was sonst in der Sitzung vorkam, war nicht possierlich, ausgezeichnet oder witzig genug, daß ich nicht darüber schweigen sollte. Niederlande. Parallele zwischen dem nautischen Zustand der Schelde und der Flüsse Hollands. Die Schelde anbetreffend, beträgt ihre geringste Tiefe im Fahrwasser von Antwerpen bis ins Meer 30 bis 60 Fuß. Ueberall ist dieses Fahrwasser selbst zwischen den Sandbänken der Mündung für die größten Schiffe so tief, daß dieselben an dem Kai von Antwerpen anlegen; zwischen den Sandbänken der Scheldemündung sind die drei Fahrstraßen mit großen Tonnen bezeichnet. Diese letzteren, so wie die neue Einrichtung von der Administration der Pilotage gewährt dem Seemann die größte Sicherheit, nur ist die Abgabe dafür zu hoch, und es wäre zu wünschen, daß sie um zwei Drittel erniedrigt würde. Hollands Hauptflüsse sind dagegen zum Theil dergestalt versandet, daß die Eismassen und Hochgewässer, sich über die Dämme stürzend, seit 1421 siebenzig Hauptüberschwemmungen verursacht haben; jede solche Ueberschwemmung ganzer Landschaften mußte aber nothwendig die Anhäufung des Materials in den Flußbetten befördern, indem der durch die Seitenabflüsse geschwächte Strom nicht Kraft genug hatte, diese Materialien fortzuschwemmen. Unterhalb Gorckum liegt in der Meerwede, die Hauptfahrstraße vom Rhein nach Rotterdam und Dortrecht bildend, eine Sandbank (Giesendammsche droogte genannt), welche nicht mehr als sieben Fuß Tiefe im Fahrwasser gestattet. Die Meerwede ist bis Dortrecht sehr versandet, so wie die Noord und die Neue-Maas oberhalb und unterhalb Rotterdam. Von dieser Haupthandelsstadt können acht Fuß tief gehende Schiffe nicht direct in See gelangen. Wie diese Nachtheile sich abwenden ließen, wird in dem vierten Bande eines eben herausgekommenen Werkes zur Verbesserung des holländischen Wasserstaates zu entwickeln gesucht. Legt man wie bisher die Hände in den Schooß, so wird Holland nach Vollendung der Eisenbahn von Antwerpen bis Köln zusehen müssen, wie der Seehandel sich von Rotterdam, Schiedam und Dortrecht mehr und mehr ab-, und der Schelde, so wie den an Belgiens Canälen liegenden Städten zuwendet. Türkei. Der Sémaphore de Marseille schreibt aus Konstantinopel vom 7 April: „Eine Colonie französischer Militärs ist hier auf der Durchreise nach Persien begriffen und wird unter der Führung des Grafen v. Damas unverzüglich nach Trapezunt absegeln. Man liebt in Persien die Franzosen, und dieß verdanken wir dem Grafen v. Sercey. Dieser Gesandte hat den Schah bewogen, auf seine Expedition nach Ispahan und Schiras zu verzichten und sucht ihn der englischen Regierung wieder nahe zu bringen, wodurch das gute Einvernehmen zwischen den beiden westlichen Mächten befestigt werden wird. – Die Pforte hat einen französischen Officier, Hrn. Thévenin, nach Bagdad geschickt, um dort ein Armeecorps zu organisiren. Er hat Befehl, einige Tage in Diarbekir zu verweilen, um die dortigen- Waffen und Munitionsvorräthe zu untersuchen.“ [1647] Angelo Maria v. Vergani.*) *) In diesen weitverbreiteten Blättern, wo dem Verdienste ausgezeichneter Männer so oft gerechte Würdigung widerfuhr, soll auch ein Mann, wie A. M. v. Vergani, nicht unerwähnt bleiben, welcher die Zahnheilkunde durch neue Methoden, mechanische Vorrichtungen *) Professor, Hof- und Leibzahnarzt Ihrer Maj. der Frau Erzherzogin Maria Louise, Herzogin von Parma, Ihrer k. k. Hoheiten der Erzherzoge Karl und Joseph Palatin, Ihrer königl. Hoheiten des regierenden Herzogs von Lucca und des Prinzen von Salerno. Mitglied mehrerer gelehrten Gesellschaften.

Suche im Werk

Hilfe

Informationen zum Werk

Download dieses Werks

XML (TEI P5) · HTML · Text
TCF (text annotation layer)
TCF (tokenisiert, serialisiert, lemmatisiert, normalisiert)
XML (TEI P5 inkl. att.linguistic)

Metadaten zum Werk

TEI-Header · CMDI · Dublin Core

Ansichten dieser Seite

Voyant Tools ?

Language Resource Switchboard?

Feedback

Sie haben einen Fehler gefunden? Dann können Sie diesen über unsere Qualitätssicherungsplattform DTAQ melden.

Kommentar zur DTA-Ausgabe

Dieses Werk wurde im Rahmen des Moduls DTA-Erweiterungen (DTAE) digitalisiert. Weitere Informationen …

Deutsches Textarchiv: Bereitstellung der Texttranskription. (2016-06-28T11:37:15Z) Bitte beachten Sie, dass die aktuelle Transkription (und Textauszeichnung) mittlerweile nicht mehr dem Stand zum Zeitpunkt der Übernahme des Werkes in das DTA entsprechen muss.
Matthias Boenig: Bearbeitung der digitalen Edition. (2016-06-28T11:37:15Z)

Weitere Informationen:

Bogensignaturen: gekennzeichnet; Druckfehler: keine Angabe; fremdsprachliches Material: gekennzeichnet; Geminations-/Abkürzungsstriche: keine Angabe; Hervorhebungen (Antiqua, Sperrschrift, Kursive etc.): wie Vorlage; i/j in Fraktur: Lautwert transkribiert; I/J in Fraktur: Lautwert transkribiert; Kolumnentitel: gekennzeichnet; Kustoden: gekennzeichnet; langes s (ſ): als s transkribiert; Normalisierungen: keine Angabe; rundes r (&#xa75b;): als r/et transkribiert; Seitenumbrüche markiert: ja; Silbentrennung: aufgelöst; u/v bzw. U/V: Lautwert transkribiert; Vokale mit übergest. e: als ä/ö/ü transkribiert; Vollständigkeit: teilweise erfasst; Zeichensetzung: wie Vorlage; Zeilenumbrüche markiert: nein;




Ansicht auf Standard zurückstellen

URL zu diesem Werk: https://www.deutschestextarchiv.de/augsburgerallgemeine_130_18400509
URL zu dieser Seite: https://www.deutschestextarchiv.de/augsburgerallgemeine_130_18400509/13
Zitationshilfe: Allgemeine Zeitung. Nr. 130. Augsburg, 9. Mai 1840, S. 1037. In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/augsburgerallgemeine_130_18400509/13>, abgerufen am 07.07.2022.