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Blumenbach, Johann Friedrich: Handbuch der Naturgeschichte. Bd. 1. Göttingen, 1779.

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Baut sich, wie andre Gattungen dieses Geschlechts
die in die wärmsten Erdstriche beyder Welten zu
Hause gehören, ein langes Beutelförmiges Nest
von Schilf und Binsen, mit einer engen Oeffnung,
das er am Ende eines Baumzweiges aufhängt,
und dadurch seine Jungen für den Ueberfällen der
Affen und Schlangen sichert.



IX. PASSERES.

Kleine Vögel, mit kurzen schlanken Füssen,
und kegelförmigem scharf zugespitztem Schnabel
von verschiedner Grösse und Bildung. Sie le-
ben in Monogamie, nären sich von Insecten und
Pflanzen. Saamen, und füttern mehrentheils
ihre Jungen aus dem Kropfe. Sie haben ein
zartes schmackhaftes Fleisch, und die meisten
von ihnen singen.

47. alauda. Rostrum cylindrico-subulatum,
rectum: mandibulis aequalibus, basi deor-
sum dehiscentibus. Unguis posticus rectior,
digito longior.

1. + Arvensis. Die Feldlerche, Himmelsler-
che. A. rectricibus extimis duabus extror-
sum longitudinaliter albis: intermediis infe-
riori latere ferrugineis.
*

Lebt in ebnen Gegenden, von Insecten und Ge-
traidesaamen, besonders auch von wildem Knob-
lauch, der das Fleisch dieser Thiere vorzüglich
schmackhaft macht. Sie steigen hoch in die Luft,
und singen, zumal bey heiterm Wetter. Sie brü-

Baut sich, wie andre Gattungen dieses Geschlechts
die in die wärmsten Erdstriche beyder Welten zu
Hause gehören, ein langes Beutelförmiges Nest
von Schilf und Binsen, mit einer engen Oeffnung,
das er am Ende eines Baumzweiges aufhängt,
und dadurch seine Jungen für den Ueberfällen der
Affen und Schlangen sichert.



IX. PASSERES.

Kleine Vögel, mit kurzen schlanken Füssen,
und kegelförmigem scharf zugespitztem Schnabel
von verschiedner Grösse und Bildung. Sie le-
ben in Monogamie, nären sich von Insecten und
Pflanzen. Saamen, und füttern mehrentheils
ihre Jungen aus dem Kropfe. Sie haben ein
zartes schmackhaftes Fleisch, und die meisten
von ihnen singen.

47. alauda. Rostrum cylindrico-subulatum,
rectum: mandibulis aequalibus, basi deor-
sum dehiscentibus. Unguis posticus rectior,
digito longior.

1. † Arvensis. Die Feldlerche, Himmelsler-
che. A. rectricibus extimis duabus extror-
sum longitudinaliter albis: intermediis infe-
riori latere ferrugineis.
*

Lebt in ebnen Gegenden, von Insecten und Ge-
traidesaamen, besonders auch von wildem Knob-
lauch, der das Fleisch dieser Thiere vorzüglich
schmackhaft macht. Sie steigen hoch in die Luft,
und singen, zumal bey heiterm Wetter. Sie brü-

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[224/0247] Baut sich, wie andre Gattungen dieses Geschlechts die in die wärmsten Erdstriche beyder Welten zu Hause gehören, ein langes Beutelförmiges Nest von Schilf und Binsen, mit einer engen Oeffnung, das er am Ende eines Baumzweiges aufhängt, und dadurch seine Jungen für den Ueberfällen der Affen und Schlangen sichert. IX. PASSERES. Kleine Vögel, mit kurzen schlanken Füssen, und kegelförmigem scharf zugespitztem Schnabel von verschiedner Grösse und Bildung. Sie le- ben in Monogamie, nären sich von Insecten und Pflanzen. Saamen, und füttern mehrentheils ihre Jungen aus dem Kropfe. Sie haben ein zartes schmackhaftes Fleisch, und die meisten von ihnen singen. 47. alauda. Rostrum cylindrico-subulatum, rectum: mandibulis aequalibus, basi deor- sum dehiscentibus. Unguis posticus rectior, digito longior. 1. † Arvensis. Die Feldlerche, Himmelsler- che. A. rectricibus extimis duabus extror- sum longitudinaliter albis: intermediis infe- riori latere ferrugineis. * Lebt in ebnen Gegenden, von Insecten und Ge- traidesaamen, besonders auch von wildem Knob- lauch, der das Fleisch dieser Thiere vorzüglich schmackhaft macht. Sie steigen hoch in die Luft, und singen, zumal bey heiterm Wetter. Sie brü-

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Zitationshilfe: Blumenbach, Johann Friedrich: Handbuch der Naturgeschichte. Bd. 1. Göttingen, 1779, S. 224. In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/blumenbach_naturgeschichte_1779/246>, abgerufen am 23.04.2021.