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Blumenbach, Johann Friedrich: Handbuch der Naturgeschichte. 12. Aufl. Göttingen, 1830.

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ders am Ohio etc. in Menge ausgegraben werden; und
das sich unter andern schon durch die eigene auffallende
Form seiner enormen Backzähne (- Abbild. n. h. Ge-
genst.
tab. 19. -) von der übrigen thierischen Schöpfung
der Vorwelt auszeichnet*).

6) Das besonders durch die abenteuerliche Mißgestalt
des Kopfs, Beckens, der Beine und Krallen auffallende
Megatherium americanum, dessen Gebeine hin und
wieder in Südamerica ausgegraben werden**).

7) 8) Die ganzen Geschlechter der Paläotherien
und Anoplotherien, wovon Baron Cüvier im
Gypsflötz von Montmartre schon mehrere Gattungen ent-
deckt hat; unbekannte Mittelgeschöpfe zwischen den Nas-
horn-, Tapir- und Schweinegeschlechtern***); aber
manche Arten nur von der Größe des Fuchses und noch
kleiner.



Die im Pappenheimer Kalkschiefer gefundenen kleinen
Skelete eines fliegenden Thiergeschlechts der Urwelt zei-
gen einen so zweydeutigen Bau, daß dasselbe von Söm-
merring
unter dem Namen von Ornithocephalus zu
den Chiropteris hier dieser Classe gerechnet+), hingegen
von Cüvier++) und Oken+++) unter dem von Pte-
rodactylus
für ein geflügeltes Amphibium angesprochen
wird a).



*) Rembr. Peale's Account os the Skeleton of the Mam-
moth. Lond. 1802. 4. Cuvier. T. I. p. 206. und A. C. Bonn
in den natuurlyke Verhandel. der Maatsch. der Wetensch. te
Haarlem
. IV. B. 2. St.
**) Chr. Pander's und E. d'Alton's Riesenfaulthier,
Bradypus giganteus. Bonn 1821. quer Fol.
***) Cuvier. T. III. p. 250.
+) Im VI. B. der Denkschriften der Königl. Acad. der
Wissensch. zu München.
++) T. V. P. II. p. 350.
+++) In der Isis 1818 u. 19.a) "Es ist deutlich" (sagt Link a. a. O. Th. I. S. 21),
daß dieses Thier zwischen drey Thierclassen in der Mitte stand,
den Säugethieren, den Amphibien, und auch den Vögeln."

ders am Ohio ꝛc. in Menge ausgegraben werden; und
das sich unter andern schon durch die eigene auffallende
Form seiner enormen Backzähne (– Abbild. n. h. Ge-
genst.
tab. 19. –) von der übrigen thierischen Schöpfung
der Vorwelt auszeichnet*).

6) Das besonders durch die abenteuerliche Mißgestalt
des Kopfs, Beckens, der Beine und Krallen auffallende
Megatherium americanum, dessen Gebeine hin und
wieder in Südamerica ausgegraben werden**).

7) 8) Die ganzen Geschlechter der Paläotherien
und Anoplotherien, wovon Baron Cüvier im
Gypsflötz von Montmartre schon mehrere Gattungen ent-
deckt hat; unbekannte Mittelgeschöpfe zwischen den Nas-
horn-, Tapir- und Schweinegeschlechtern***); aber
manche Arten nur von der Größe des Fuchses und noch
kleiner.



Die im Pappenheimer Kalkschiefer gefundenen kleinen
Skelete eines fliegenden Thiergeschlechts der Urwelt zei-
gen einen so zweydeutigen Bau, daß dasselbe von Söm-
merring
unter dem Namen von Ornithocephalus zu
den Chiropteris hier dieser Classe gerechnet†), hingegen
von Cüvier††) und Oken†††) unter dem von Pte-
rodactylus
für ein geflügeltes Amphibium angesprochen
wird a).



*) Rembr. Peale's Account os the Skeleton of the Mam-
moth. Lond. 1802. 4. Cuvier. T. I. p. 206. und A. C. Bonn
in den natuurlyke Verhandel. der Maatsch. der Wetensch. te
Haarlem
. IV. B. 2. St.
**) Chr. Pander's und E. d'Alton's Riesenfaulthier,
Bradypus giganteus. Bonn 1821. quer Fol.
***) Cuvier. T. III. p. 250.
†) Im VI. B. der Denkschriften der Königl. Acad. der
Wissensch. zu München.
††) T. V. P. II. p. 350.
†††) In der Isis 1818 u. 19.a) „Es ist deutlich“ (sagt Link a. a. O. Th. I. S. 21),
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[620/0638] ders am Ohio ꝛc. in Menge ausgegraben werden; und das sich unter andern schon durch die eigene auffallende Form seiner enormen Backzähne (– Abbild. n. h. Ge- genst. tab. 19. –) von der übrigen thierischen Schöpfung der Vorwelt auszeichnet *). 6) Das besonders durch die abenteuerliche Mißgestalt des Kopfs, Beckens, der Beine und Krallen auffallende Megatherium americanum, dessen Gebeine hin und wieder in Südamerica ausgegraben werden **). 7) 8) Die ganzen Geschlechter der Paläotherien und Anoplotherien, wovon Baron Cüvier im Gypsflötz von Montmartre schon mehrere Gattungen ent- deckt hat; unbekannte Mittelgeschöpfe zwischen den Nas- horn-, Tapir- und Schweinegeschlechtern ***); aber manche Arten nur von der Größe des Fuchses und noch kleiner. Die im Pappenheimer Kalkschiefer gefundenen kleinen Skelete eines fliegenden Thiergeschlechts der Urwelt zei- gen einen so zweydeutigen Bau, daß dasselbe von Söm- merring unter dem Namen von Ornithocephalus zu den Chiropteris hier dieser Classe gerechnet †), hingegen von Cüvier ††) und Oken †††) unter dem von Pte- rodactylus für ein geflügeltes Amphibium angesprochen wird a). *) Rembr. Peale's Account os the Skeleton of the Mam- moth. Lond. 1802. 4. Cuvier. T. I. p. 206. und A. C. Bonn in den natuurlyke Verhandel. der Maatsch. der Wetensch. te Haarlem. IV. B. 2. St. **) Chr. Pander's und E. d'Alton's Riesenfaulthier, Bradypus giganteus. Bonn 1821. quer Fol. ***) Cuvier. T. III. p. 250. †) Im VI. B. der Denkschriften der Königl. Acad. der Wissensch. zu München. ††) T. V. P. II. p. 350. †††) In der Isis 1818 u. 19. a) „Es ist deutlich“ (sagt Link a. a. O. Th. I. S. 21), daß dieses Thier zwischen drey Thierclassen in der Mitte stand, den Säugethieren, den Amphibien, und auch den Vögeln.“

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Zitationshilfe: Blumenbach, Johann Friedrich: Handbuch der Naturgeschichte. 12. Aufl. Göttingen, 1830, S. 620. In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/blumenbach_naturgeschichte_1830/638>, abgerufen am 03.07.2022.