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Boeck, Josef Phileas: Marmorirkunst. 2. Aufl. Wien u. a., 1896.

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damit sie beim Aufhängen nicht mehr ablaufen können. Es
kann eine beliebige Anzahl Marmorirapparate verwendet
werden, also statt der angedeuteten zwei können deren drei
oder noch mehr angebracht werden. Durch Verstellen und
Auswechseln von Bürsten und Linealen kann man die ver-
schiedenartigsten Papiere erzeugen, die gleichmäßiger aus-
fallen, als die bisher mit der Hand gefertigten. Es ist
selbstredend, daß man diese Marmorirapparate an jeder be-
liebigen Färbemaschine anbringen kann. Soll die Anlage

[Abbildung] Fig. 26.

Pneumatische Zugwalze.

ausschließlich für Marmorpapiere sein, ohne damit auch
andere Papiere zu streichen, so tritt an die Stelle der
Färbemaschine eine wohlfeilere Grundirmaschine.

Bei der in Fig. 25 abgebildeten Färbemaschine wird
das Auftragen der Farbe mittelst einer mit Filz über-
zogenen Walze, oder auf Wunsch mit einem laufenden Filz
in vollkommener gleichmäßiger Weise bewirkt und das Ver-
streichen derselben geschieht ebenfalls auf einem Cylinder
durch acht Bürsten, von denen ein Theil feststeht und der
andere hin und her bewegt wird. Der Cylinder dieser
Maschine hat einen Durchmesser von 50 Centimeter.

Die Bewegung der Bürsten geschieht durch einen
Riemenbetrieb und nicht durch Zahnräder, wodurch ein

damit sie beim Aufhaͤngen nicht mehr ablaufen koͤnnen. Es
kann eine beliebige Anzahl Marmorirapparate verwendet
werden, also statt der angedeuteten zwei koͤnnen deren drei
oder noch mehr angebracht werden. Durch Verstellen und
Auswechseln von Buͤrsten und Linealen kann man die ver-
schiedenartigsten Papiere erzeugen, die gleichmaͤßiger aus-
fallen, als die bisher mit der Hand gefertigten. Es ist
selbstredend, daß man diese Marmorirapparate an jeder be-
liebigen Faͤrbemaschine anbringen kann. Soll die Anlage

[Abbildung] Fig. 26.

Pneumatische Zugwalze.

ausschließlich fuͤr Marmorpapiere sein, ohne damit auch
andere Papiere zu streichen, so tritt an die Stelle der
Faͤrbemaschine eine wohlfeilere Grundirmaschine.

Bei der in Fig. 25 abgebildeten Faͤrbemaschine wird
das Auftragen der Farbe mittelst einer mit Filz uͤber-
zogenen Walze, oder auf Wunsch mit einem laufenden Filz
in vollkommener gleichmaͤßiger Weise bewirkt und das Ver-
streichen derselben geschieht ebenfalls auf einem Cylinder
durch acht Buͤrsten, von denen ein Theil feststeht und der
andere hin und her bewegt wird. Der Cylinder dieser
Maschine hat einen Durchmesser von 50 Centimeter.

Die Bewegung der Buͤrsten geschieht durch einen
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[107/0117] damit sie beim Aufhaͤngen nicht mehr ablaufen koͤnnen. Es kann eine beliebige Anzahl Marmorirapparate verwendet werden, also statt der angedeuteten zwei koͤnnen deren drei oder noch mehr angebracht werden. Durch Verstellen und Auswechseln von Buͤrsten und Linealen kann man die ver- schiedenartigsten Papiere erzeugen, die gleichmaͤßiger aus- fallen, als die bisher mit der Hand gefertigten. Es ist selbstredend, daß man diese Marmorirapparate an jeder be- liebigen Faͤrbemaschine anbringen kann. Soll die Anlage [Abbildung Fig. 26. Pneumatische Zugwalze. ] ausschließlich fuͤr Marmorpapiere sein, ohne damit auch andere Papiere zu streichen, so tritt an die Stelle der Faͤrbemaschine eine wohlfeilere Grundirmaschine. Bei der in Fig. 25 abgebildeten Faͤrbemaschine wird das Auftragen der Farbe mittelst einer mit Filz uͤber- zogenen Walze, oder auf Wunsch mit einem laufenden Filz in vollkommener gleichmaͤßiger Weise bewirkt und das Ver- streichen derselben geschieht ebenfalls auf einem Cylinder durch acht Buͤrsten, von denen ein Theil feststeht und der andere hin und her bewegt wird. Der Cylinder dieser Maschine hat einen Durchmesser von 50 Centimeter. Die Bewegung der Buͤrsten geschieht durch einen Riemenbetrieb und nicht durch Zahnraͤder, wodurch ein

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Zitationshilfe: Boeck, Josef Phileas: Marmorirkunst. 2. Aufl. Wien u. a., 1896, S. 107. In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/boeck_marmorirkunst_1896/117>, abgerufen am 02.03.2024.