Anmelden (DTAQ) DWDS     dlexDB     CLARIN-D

Braunschweig-Wolfenbüttel, Anton Ulrich von: Erneuerte Kirchen-Ordnung Unser von Gottes Gnaden Anthon Ulrichs Hertzogen zu Braunschweig und Lüneburg, Erster Teil. Braunschweig, 1709.

Bild:
<< vorherige Seite

mögen / daß solche bey die Wittwen-Häuser zu Garten / Wiesen oder Acker geleget werden möge.

VIII. Und als befunden worden daß durch Ordnung der Wittwen-Cassen denen Wittwen eine ziemliche Bey-Hülffe verschaffet werden könne; So committiren Wir und befehlen Unserem Consistorio hiemit dergleichen Witwen-Cassen in denen Districten / allwo es noch nicht geschehen / fürderlich anzuordnen und zu bestätigen / auch über solche Ordnungen und deren richtige observanz zu halten.

IX. Weil sich auch wol begeben kan daß bey der Pfarr / allwo ein Adjunctus bestellet / dieser eher als der Senior verstürbe und eine Wittwe verliesse; So soll auf solchen Fall des verstorbenen Adjuncti Wittwe zwar so lang / als der Pastor Senior im Leben ist / des Wittwenthums zu geniessen haben / auf erfolgeten dessen Todes-Fall aber soll der Wittwen-gehalt an des verstorbenen Senioris Witte hinwieder abgetreten und alsdann / wie es in §. V. bey concurrenz zweyer Wittwen verordnet worden / gehalten werden.

X. Und gleich wie im übrigen eines jedes Orts Gemeine gehalten ist für ihren Prediger / für dessen Wittwe / wie auch behuef der Schuel die nöhtige Häuser zuverschaffen / also sollen sie auch dieselbe in guten Stande erhalten und zu ihrem eigenen Schaden selbige nicht baufällig werden lassen / ohne Nothwendigkeit aber zu einiger Bau- und Verbesserung nicht angestrenget werden.

mögen / daß solche bey die Wittwen-Häuser zu Garten / Wiesen oder Acker geleget werden möge.

VIII. Und als befunden worden daß durch Ordnung der Wittwen-Cassen denen Wittwen eine ziemliche Bey-Hülffe verschaffet werden könne; So committiren Wir und befehlen Unserem Consistorio hiemit dergleichen Witwen-Cassen in denen Districten / allwo es noch nicht geschehen / fürderlich anzuordnen und zu bestätigen / auch über solche Ordnungen und deren richtige observanz zu halten.

IX. Weil sich auch wol begeben kan daß bey der Pfarr / allwo ein Adjunctus bestellet / dieser eher als der Senior verstürbe und eine Wittwe verliesse; So soll auf solchen Fall des verstorbenen Adjuncti Wittwe zwar so lang / als der Pastor Senior im Leben ist / des Wittwenthums zu geniessen haben / auf erfolgeten dessen Todes-Fall aber soll der Wittwen-gehalt an des verstorbenen Senioris Witte hinwieder abgetreten und alsdann / wie es in §. V. bey concurrenz zweyer Wittwen verordnet worden / gehalten werden.

X. Und gleich wie im übrigen eines jedes Orts Gemeine gehalten ist für ihren Prediger / für dessen Wittwe / wie auch behuef der Schuel die nöhtige Häuser zuverschaffen / also sollen sie auch dieselbe in guten Stande erhalten und zu ihrem eigenen Schaden selbige nicht baufällig werden lassen / ohne Nothwendigkeit aber zu einiger Bau- und Verbesserung nicht angestrenget werden.

<TEI>
  <text>
    <body>
      <div>
        <p><pb facs="#f0056" n="56"/>
mögen / daß solche bey die Wittwen-Häuser zu                      Garten / Wiesen oder Acker geleget werden möge.</p>
        <p>VIII. Und als befunden worden daß durch Ordnung der Wittwen-Cassen denen Wittwen                      eine ziemliche Bey-Hülffe verschaffet werden könne; So committiren Wir und                      befehlen Unserem Consistorio hiemit dergleichen Witwen-Cassen in denen                      Districten / allwo es noch nicht geschehen / fürderlich anzuordnen und zu                      bestätigen / auch über solche Ordnungen und deren richtige observanz zu halten.</p>
        <p>IX. Weil sich auch wol begeben kan daß bey der Pfarr / allwo ein Adjunctus                      bestellet / dieser eher als der Senior verstürbe und eine Wittwe verliesse; So                      soll auf solchen Fall des verstorbenen Adjuncti Wittwe zwar so lang / als der                      Pastor Senior im Leben ist / des Wittwenthums zu geniessen haben / auf                      erfolgeten dessen Todes-Fall aber soll der Wittwen-gehalt an des verstorbenen                      Senioris Witte hinwieder abgetreten und alsdann / wie es in §. V. bey concurrenz                      zweyer Wittwen verordnet worden / gehalten werden.</p>
        <p>X. Und gleich wie im übrigen eines jedes Orts Gemeine gehalten ist für ihren                      Prediger / für dessen Wittwe / wie auch behuef der Schuel die nöhtige Häuser                      zuverschaffen / also sollen sie auch dieselbe in guten Stande erhalten und zu                      ihrem eigenen Schaden selbige nicht baufällig werden lassen / ohne                      Nothwendigkeit aber zu einiger Bau- und Verbesserung nicht angestrenget werden.</p>
      </div>
    </body>
  </text>
</TEI>
[56/0056] mögen / daß solche bey die Wittwen-Häuser zu Garten / Wiesen oder Acker geleget werden möge. VIII. Und als befunden worden daß durch Ordnung der Wittwen-Cassen denen Wittwen eine ziemliche Bey-Hülffe verschaffet werden könne; So committiren Wir und befehlen Unserem Consistorio hiemit dergleichen Witwen-Cassen in denen Districten / allwo es noch nicht geschehen / fürderlich anzuordnen und zu bestätigen / auch über solche Ordnungen und deren richtige observanz zu halten. IX. Weil sich auch wol begeben kan daß bey der Pfarr / allwo ein Adjunctus bestellet / dieser eher als der Senior verstürbe und eine Wittwe verliesse; So soll auf solchen Fall des verstorbenen Adjuncti Wittwe zwar so lang / als der Pastor Senior im Leben ist / des Wittwenthums zu geniessen haben / auf erfolgeten dessen Todes-Fall aber soll der Wittwen-gehalt an des verstorbenen Senioris Witte hinwieder abgetreten und alsdann / wie es in §. V. bey concurrenz zweyer Wittwen verordnet worden / gehalten werden. X. Und gleich wie im übrigen eines jedes Orts Gemeine gehalten ist für ihren Prediger / für dessen Wittwe / wie auch behuef der Schuel die nöhtige Häuser zuverschaffen / also sollen sie auch dieselbe in guten Stande erhalten und zu ihrem eigenen Schaden selbige nicht baufällig werden lassen / ohne Nothwendigkeit aber zu einiger Bau- und Verbesserung nicht angestrenget werden.

Suche im Werk

Hilfe

Informationen zum Werk

Download dieses Werks

XML (TEI P5) · HTML · Text
TCF (text annotation layer)
TCF (tokenisiert, serialisiert, lemmatisiert, normalisiert)
XML (TEI P5 inkl. att.linguistic)

Metadaten zum Werk

TEI-Header · CMDI · Dublin Core

Ansichten dieser Seite

Voyant Tools ?

Language Resource Switchboard?

Feedback

Sie haben einen Fehler gefunden? Dann können Sie diesen über unsere Qualitätssicherungsplattform DTAQ melden.

Kommentar zur DTA-Ausgabe

Dieses Werk wurde im Rahmen des Moduls DTA-Erweiterungen (DTAE) digitalisiert. Weitere Informationen …

Weitere Informationen:

Anmerkungen zur Transkription:

  • Langes s (ſ) wird als rundes s (s) wiedergegeben.
  • Rundes r (ꝛ) wird als normales r (r) wiedergegeben bzw. in der Kombination ꝛc. als et (etc.) aufgelöst.
  • Die Majuskel J im Frakturdruck wird in der Transkription je nach Lautwert als I bzw. J wiedergegeben.
  • Übergeschriebenes „e“ über „a“, „o“ und „u“ wird als „ä“, „ö“, „ü“ transkribiert.
  • Ligaturen werden aufgelöst.
  • Silbentrennungen über Zeilengrenzen hinweg werden aufgelöst.
  • Silbentrennungen über Seitengrenzen hinweg werden beibehalten.
  • Kolumnentitel, Bogensignaturen und Kustoden werden nicht erfasst.
  • Griechische Schrift wird nicht transkribiert, sondern im XML mit <foreign xml:lang="el"><gap reason="fm"/></foreign> vermerkt.



Ansicht auf Standard zurückstellen

URL zu diesem Werk: https://www.deutschestextarchiv.de/braunschweig_kirchenordnung01_1709
URL zu dieser Seite: https://www.deutschestextarchiv.de/braunschweig_kirchenordnung01_1709/56
Zitationshilfe: Braunschweig-Wolfenbüttel, Anton Ulrich von: Erneuerte Kirchen-Ordnung Unser von Gottes Gnaden Anthon Ulrichs Hertzogen zu Braunschweig und Lüneburg, Erster Teil. Braunschweig, 1709, S. 56. In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/braunschweig_kirchenordnung01_1709/56>, abgerufen am 02.03.2024.