Anmelden (DTAQ) DWDS     dlexDB     CLARIN-D

Eckarth, Friedrich: Chronica Oder Historische Beschreibung Des Dorffes Herwigsdorff. 1737.

Bild:
<< vorherige Seite

mit den Auditoribus wunderlich angelassen, GOtt helffe mit Gnaden ferner, den 24 zog ich zu Herwigsdorff an.

Von seinen Schrifften weiß ich sonst nichts, als eine gedruckte Leichen-Predigt, welche er An. 1615. den 26 Aug. zu Hirschfelde, Frau Ursulen, Hrn. M. Martin Raphelts, Pfarrers allda, Liebsten, gehtan, über den Text Hiob 19. v. 24. 25. 26. 27. Zittau gedruckt bey Johann Jägern, 7 und einen halben Bogen starck in 4to.

XI. M. Augustus Posselt.

M. Augustus Posselt, Zitt. Natus d. 20 Febr. 1597. ward Pfarrer zu Hennersdorff in Seiffen 1623. allhier 1629. Mittags-Prediger in Zittau 1633. gieng mit tode ab 1634. den 4 Mart. alt 37 Jahr 12 Tage.

Sein Herr Vater M. Zacharias Posselt, Prediger in Leipzig, Hirschfelde, und letztes auch Mittags-Prediger in Zittau, allwo er starb 1608. den 10 Jun. Carpzov. in Anal. Zitt. Part. 3. fol. 87.

Er ward 1629. den 7 Mäy von Hennersdorff in Seiffen anhero von der Gemeine abgeholet, hielt Sonntags Cantate die erste Predigt, und ward darauf von Hrn. Christophoro Mauern, und Hr. Gottfried Kabsen der Gemeine vorgestellet, und vollends investiret worden. An. 1633. in die Convers. Pauli that er wiederum seine Valet-Predigt allhier.

Als er einmahl Sonntags Abends einen Collegen, Nicol. Procopium Paschen, zu sich bitten ließ, und bemeldter Pascha nach den Abend-Essen aus der Stuben gehet, wird er gewahr, daß M. Posselts Schlaf-Kammer offen stehet, in welche er gegucket, und wird bey hellen Monden-Schein gewahr, daß ein schwartz Creutz über sein Bette liege; Indem er in der Stube darnach fraget, weiß niemand davon; sie giengen alle hinzu, und funden nichts. Nach wenig Tagen starb M. Posselt, wie dieses aus dem Munde der Paschianischen Witwen observiret, M. G. C. von Lanckisch. Moench. Annal.

XII. M. Wolffgang Günther.

M. Wolffgang Günther, Glaßhütt. Mißn. natus 1586. studirte

mit den Auditoribus wunderlich angelassen, GOtt helffe mit Gnaden ferner, den 24 zog ich zu Herwigsdorff an.

Von seinen Schrifften weiß ich sonst nichts, als eine gedruckte Leichen-Predigt, welche er An. 1615. den 26 Aug. zu Hirschfelde, Frau Ursulen, Hrn. M. Martin Raphelts, Pfarrers allda, Liebsten, gehtan, über den Text Hiob 19. v. 24. 25. 26. 27. Zittau gedruckt bey Johann Jägern, 7 und einen halben Bogen starck in 4to.

XI. M. Augustus Posselt.

M. Augustus Posselt, Zitt. Natus d. 20 Febr. 1597. ward Pfarrer zu Hennersdorff in Seiffen 1623. allhier 1629. Mittags-Prediger in Zittau 1633. gieng mit tode ab 1634. den 4 Mart. alt 37 Jahr 12 Tage.

Sein Herr Vater M. Zacharias Posselt, Prediger in Leipzig, Hirschfelde, und letztes auch Mittags-Prediger in Zittau, allwo er starb 1608. den 10 Jun. Carpzov. in Anal. Zitt. Part. 3. fol. 87.

Er ward 1629. den 7 Mäy von Hennersdorff in Seiffen anhero von der Gemeine abgeholet, hielt Sonntags Cantate die erste Predigt, und ward darauf von Hrn. Christophoro Mauern, und Hr. Gottfried Kabsen der Gemeine vorgestellet, und vollends investiret worden. An. 1633. in die Convers. Pauli that er wiederum seine Valet-Predigt allhier.

Als er einmahl Sonntags Abends einen Collegen, Nicol. Procopium Paschen, zu sich bitten ließ, und bemeldter Pascha nach den Abend-Essen aus der Stuben gehet, wird er gewahr, daß M. Posselts Schlaf-Kammer offen stehet, in welche er gegucket, und wird bey hellen Monden-Schein gewahr, daß ein schwartz Creutz über sein Bette liege; Indem er in der Stube darnach fraget, weiß niemand davon; sie giengen alle hinzu, und funden nichts. Nach wenig Tagen starb M. Posselt, wie dieses aus dem Munde der Paschianischen Witwen observiret, M. G. C. von Lanckisch. Moench. Annal.

XII. M. Wolffgang Günther.

M. Wolffgang Günther, Glaßhütt. Mißn. natus 1586. studirte

<TEI>
  <text>
    <body>
      <div n="1">
        <div n="2">
          <div n="3">
            <p><pb facs="#f0060" n="56"/>
mit den <hi rendition="#aq">Auditoribus</hi> wunderlich angelassen, GOtt helffe mit Gnaden ferner, den 24 zog ich zu Herwigsdorff an.</p>
            <p>Von seinen Schrifften weiß ich sonst nichts, als eine gedruckte Leichen-Predigt, welche er An. 1615. den 26 Aug. zu Hirschfelde, Frau Ursulen, Hrn. <hi rendition="#aq">M.</hi> Martin Raphelts, Pfarrers allda, Liebsten, gehtan, über den Text Hiob 19. v. 24. 25. 26. 27. Zittau gedruckt bey Johann Jägern, 7 und einen halben Bogen starck in <hi rendition="#aq">4to.</hi></p>
          </div>
          <div n="3">
            <head> <hi rendition="#fr"><hi rendition="#aq">XI. M. Augustus</hi> Posselt.</hi><lb/>
            </head>
            <p><hi rendition="#aq">M. Augustus</hi> Posselt, <hi rendition="#aq">Zitt. Natus</hi> d. 20 Febr. 1597. ward Pfarrer zu Hennersdorff in Seiffen 1623. allhier 1629. Mittags-Prediger in Zittau 1633. gieng mit tode ab 1634. den 4 Mart. alt 37 Jahr 12 Tage.</p>
            <p>Sein Herr Vater <hi rendition="#aq">M.</hi> Zacharias Posselt, Prediger in Leipzig, Hirschfelde, und letztes auch Mittags-Prediger in Zittau, allwo er starb 1608. den 10 Jun. <hi rendition="#aq">Carpzov. in Anal. Zitt. Part. 3. fol. 87.</hi></p>
            <p>Er ward 1629. den 7 Mäy von Hennersdorff in Seiffen anhero von der Gemeine abgeholet, hielt Sonntags <hi rendition="#aq">Cantate</hi> die erste Predigt, und ward darauf von Hrn. Christophoro Mauern, und Hr. Gottfried Kabsen der Gemeine vorgestellet, und vollends <hi rendition="#aq">investi</hi>ret worden. An. 1633. <hi rendition="#aq">in die Convers. Pauli</hi> that er wiederum seine <hi rendition="#aq">Valet-</hi>Predigt allhier.</p>
            <p>Als er einmahl Sonntags Abends einen <hi rendition="#aq">Colleg</hi>en, <hi rendition="#aq">Nicol. Procopium</hi> Paschen, zu sich bitten ließ, und bemeldter Pascha nach den Abend-Essen aus der Stuben gehet, wird er gewahr, daß <hi rendition="#aq">M.</hi> Posselts Schlaf-Kammer offen stehet, in welche er gegucket, und wird bey hellen Monden-Schein gewahr, daß ein schwartz Creutz über sein Bette liege; Indem er in der Stube darnach fraget, weiß niemand davon; sie giengen alle hinzu, und funden nichts. Nach wenig Tagen starb <hi rendition="#aq">M.</hi> Posselt, wie dieses aus dem Munde der Paschianischen Witwen <hi rendition="#aq">observi</hi>ret, <hi rendition="#aq">M. G. C.</hi> von Lanckisch. <hi rendition="#aq">Moench. Annal.</hi></p>
          </div>
          <div n="3">
            <head> <hi rendition="#fr"><hi rendition="#aq">XII. M.</hi> Wolffgang Günther.</hi><lb/>
            </head>
            <p><hi rendition="#aq">M.</hi> Wolffgang Günther, Glaßhütt. Mißn. <hi rendition="#aq">natus</hi> 1586. studirte
</p>
          </div>
        </div>
      </div>
    </body>
  </text>
</TEI>
[56/0060] mit den Auditoribus wunderlich angelassen, GOtt helffe mit Gnaden ferner, den 24 zog ich zu Herwigsdorff an. Von seinen Schrifften weiß ich sonst nichts, als eine gedruckte Leichen-Predigt, welche er An. 1615. den 26 Aug. zu Hirschfelde, Frau Ursulen, Hrn. M. Martin Raphelts, Pfarrers allda, Liebsten, gehtan, über den Text Hiob 19. v. 24. 25. 26. 27. Zittau gedruckt bey Johann Jägern, 7 und einen halben Bogen starck in 4to. XI. M. Augustus Posselt. M. Augustus Posselt, Zitt. Natus d. 20 Febr. 1597. ward Pfarrer zu Hennersdorff in Seiffen 1623. allhier 1629. Mittags-Prediger in Zittau 1633. gieng mit tode ab 1634. den 4 Mart. alt 37 Jahr 12 Tage. Sein Herr Vater M. Zacharias Posselt, Prediger in Leipzig, Hirschfelde, und letztes auch Mittags-Prediger in Zittau, allwo er starb 1608. den 10 Jun. Carpzov. in Anal. Zitt. Part. 3. fol. 87. Er ward 1629. den 7 Mäy von Hennersdorff in Seiffen anhero von der Gemeine abgeholet, hielt Sonntags Cantate die erste Predigt, und ward darauf von Hrn. Christophoro Mauern, und Hr. Gottfried Kabsen der Gemeine vorgestellet, und vollends investiret worden. An. 1633. in die Convers. Pauli that er wiederum seine Valet-Predigt allhier. Als er einmahl Sonntags Abends einen Collegen, Nicol. Procopium Paschen, zu sich bitten ließ, und bemeldter Pascha nach den Abend-Essen aus der Stuben gehet, wird er gewahr, daß M. Posselts Schlaf-Kammer offen stehet, in welche er gegucket, und wird bey hellen Monden-Schein gewahr, daß ein schwartz Creutz über sein Bette liege; Indem er in der Stube darnach fraget, weiß niemand davon; sie giengen alle hinzu, und funden nichts. Nach wenig Tagen starb M. Posselt, wie dieses aus dem Munde der Paschianischen Witwen observiret, M. G. C. von Lanckisch. Moench. Annal. XII. M. Wolffgang Günther. M. Wolffgang Günther, Glaßhütt. Mißn. natus 1586. studirte

Suche im Werk

Hilfe

Informationen zum Werk

Download dieses Werks

XML (TEI P5) · HTML · Text
TCF (text annotation layer)
TCF (tokenisiert, serialisiert, lemmatisiert, normalisiert)
XML (TEI P5 inkl. att.linguistic)

Metadaten zum Werk

TEI-Header · CMDI · Dublin Core

Ansichten dieser Seite

Voyant Tools ?

Language Resource Switchboard?

Feedback

Sie haben einen Fehler gefunden? Dann können Sie diesen über unsere Qualitätssicherungsplattform DTAQ melden.

Kommentar zur DTA-Ausgabe

Die vorliegende Chronica Oder Historische Beschre… [mehr]

Dieses Werk wurde im Rahmen des Moduls DTA-Erweiterungen (DTAE) digitalisiert. Weitere Informationen …

Wikisource: Bereitstellung der Texttranskription und Auszeichnung in Wikisource-Syntax. (2012-11-21T13:03:31Z) Bitte beachten Sie, dass die aktuelle Transkription (und Textauszeichnung) mittlerweile nicht mehr dem Stand zum Zeitpunkt der Übernahme aus Wikisource entsprechen muss.
Wikimedia Commons: Bereitstellung der Bilddigitalisate (2012-11-21T13:03:31Z)
Frank Wiegand: Konvertierung von Wikisource-Markup nach XML/TEI gemäß DTA-Basisformat. (2012-11-21T13:03:31Z)

Weitere Informationen:

Anmerkungen zur Transkription:

  • Als Grundlage dienen die Wikisource:Editionsrichtlinien.
  • Wo Virgeln (/) anstelle von Kommata genutzt werden, werden sie wie letztere behandelt, ohne Leerzeichen davor und mit Leerzeichen danach: "Wort/ Wort" genau so.
  • überstrichenes m → kontextsensitive Auflösung nach em, mm oder mb
  • ct-Ligatur → ct
  • rc., &c. → etc.



Ansicht auf Standard zurückstellen

URL zu diesem Werk: https://www.deutschestextarchiv.de/eckarth_chronica_1737
URL zu dieser Seite: https://www.deutschestextarchiv.de/eckarth_chronica_1737/60
Zitationshilfe: Eckarth, Friedrich: Chronica Oder Historische Beschreibung Des Dorffes Herwigsdorff. 1737, S. 56. In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/eckarth_chronica_1737/60>, abgerufen am 14.04.2021.