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[Herwegh, Georg]: Gedichte eines Lebendigen. Bd. 1. Zürich u. a., 1841.

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Nun schweig', du ehernes Gedicht!
Des Fürsten Mund wird bitter schmollen.
Ich weiß, man hört die Sänger nicht,
Man stellt die Freien vor Gericht
Und wirft sie in die Schar der Tollen.
Gleichviel -- wie er auch immer schmollt,
Ich hab' gethan, was ich gesollt;
Und wer, wie ich, mit Gott gegrollt,
Darf auch mit einem König grollen.

Nun ſchweig', du ehernes Gedicht!
Des Fürſten Mund wird bitter ſchmollen.
Ich weiß, man hört die Sänger nicht,
Man ſtellt die Freien vor Gericht
Und wirft ſie in die Schar der Tollen.
Gleichviel — wie er auch immer ſchmollt,
Ich hab' gethan, was ich geſollt;
Und wer, wie ich, mit Gott gegrollt,
Darf auch mit einem König grollen.

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[125/0131] Nun ſchweig', du ehernes Gedicht! Des Fürſten Mund wird bitter ſchmollen. Ich weiß, man hört die Sänger nicht, Man ſtellt die Freien vor Gericht Und wirft ſie in die Schar der Tollen. Gleichviel — wie er auch immer ſchmollt, Ich hab' gethan, was ich geſollt; Und wer, wie ich, mit Gott gegrollt, Darf auch mit einem König grollen.

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Zitationshilfe: [Herwegh, Georg]: Gedichte eines Lebendigen. Bd. 1. Zürich u. a., 1841, S. 125. In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/herwegh_gedichte01_1841/131>, abgerufen am 19.07.2024.