Anmelden (DTAQ) DWDS     dlexDB     CLARIN-D

Kotzebue, August von: Die deutschen Kleinstädter. Leipzig, 1803.

Bild:
<< vorherige Seite
gen Sie Ihr Eigenthum! schalten Sie damit
nach Gefallen. Der König ist verschwunden,
aber die Königin steht vor mir! Meine Kö-
nigin! mein Götterkind!
Zehnte Scene.
Olmers. Vorige.
Olm. (stutzt als er herein tritt) Ich bitt'
um Vergebung, eine so schöne Unterhaltung
muß man nicht stören.
Sperl. (steht auf)
Sab. Es hat nichts zu bedeuten. Kom-
men Sie nur näher.
Olm. (bitter) Nichts zu bedeuten? Es
mögte doch wohl Leute geben, denen ein sol-
cher Anblick sehr bedeutend vorkäme.
Sperl. Ey freylich! Sie sollen wissen,
mein Herr, daß nach einer Ewigkeit von zwey
Jahren die treue Liebe endlich siegt.


Olm.
F
gen Sie Ihr Eigenthum! ſchalten Sie damit
nach Gefallen. Der Koͤnig iſt verſchwunden,
aber die Koͤnigin ſteht vor mir! Meine Koͤ-
nigin! mein Goͤtterkind!
Zehnte Scene.
Olmers. Vorige.
Olm. (ſtutzt als er herein tritt) Ich bitt’
um Vergebung, eine ſo ſchoͤne Unterhaltung
muß man nicht ſtoͤren.
Sperl. (ſteht auf)
Sab. Es hat nichts zu bedeuten. Kom-
men Sie nur naͤher.
Olm. (bitter) Nichts zu bedeuten? Es
moͤgte doch wohl Leute geben, denen ein ſol-
cher Anblick ſehr bedeutend vorkaͤme.
Sperl. Ey freylich! Sie ſollen wiſſen,
mein Herr, daß nach einer Ewigkeit von zwey
Jahren die treue Liebe endlich ſiegt.


Olm.
F
<TEI>
  <text>
    <body>
      <div n="1">
        <div n="2">
          <sp who="#SPER">
            <p><pb facs="#f0087" n="81"/>
gen Sie Ihr Eigenthum! &#x017F;chalten Sie damit<lb/>
nach Gefallen. Der Ko&#x0364;nig i&#x017F;t ver&#x017F;chwunden,<lb/>
aber die Ko&#x0364;nigin &#x017F;teht vor mir! <hi rendition="#g">Meine</hi> Ko&#x0364;-<lb/>
nigin! mein Go&#x0364;tterkind!</p>
          </sp>
        </div><lb/>
        <div n="2">
          <head><hi rendition="#g">Zehnte Scene</hi>.           </head><lb/>
          <stage><hi rendition="#g">Olmers. Vorige</hi>.</stage><lb/>
          <sp who="#OLM">
            <speaker><hi rendition="#g">Olm</hi>.</speaker>
            <stage>(&#x017F;tutzt als er herein tritt)</stage>
            <p>Ich bitt&#x2019;<lb/>
um Vergebung, eine &#x017F;o &#x017F;cho&#x0364;ne Unterhaltung<lb/>
muß man nicht &#x017F;to&#x0364;ren.</p>
          </sp><lb/>
          <sp who="#SPER">
            <speaker><hi rendition="#g">Sperl</hi>.</speaker>
            <stage>(&#x017F;teht auf)</stage>
          </sp><lb/>
          <sp who="#SAB">
            <speaker><hi rendition="#g">Sab</hi>.</speaker>
            <p>Es hat nichts zu bedeuten. Kom-<lb/>
men Sie nur na&#x0364;her.</p>
          </sp><lb/>
          <sp who="#OLM">
            <speaker><hi rendition="#g">Olm</hi>.</speaker>
            <stage>(bitter)</stage>
            <p>Nichts zu bedeuten? Es<lb/>
mo&#x0364;gte doch wohl Leute geben, denen ein &#x017F;ol-<lb/>
cher Anblick &#x017F;ehr bedeutend vorka&#x0364;me.</p>
          </sp><lb/>
          <sp who="#SPER">
            <speaker><hi rendition="#g">Sperl</hi>.</speaker>
            <p>Ey freylich! Sie &#x017F;ollen wi&#x017F;&#x017F;en,<lb/>
mein Herr, daß nach einer Ewigkeit von zwey<lb/>
Jahren die treue Liebe endlich &#x017F;iegt.</p><lb/>
            <fw place="bottom" type="sig">F</fw>
            <fw place="bottom" type="catch"><hi rendition="#g">Olm</hi>.</fw>
          </sp><lb/>
        </div>
      </div>
    </body>
  </text>
</TEI>
[81/0087] gen Sie Ihr Eigenthum! ſchalten Sie damit nach Gefallen. Der Koͤnig iſt verſchwunden, aber die Koͤnigin ſteht vor mir! Meine Koͤ- nigin! mein Goͤtterkind! Zehnte Scene. Olmers. Vorige. Olm. (ſtutzt als er herein tritt) Ich bitt’ um Vergebung, eine ſo ſchoͤne Unterhaltung muß man nicht ſtoͤren. Sperl. (ſteht auf) Sab. Es hat nichts zu bedeuten. Kom- men Sie nur naͤher. Olm. (bitter) Nichts zu bedeuten? Es moͤgte doch wohl Leute geben, denen ein ſol- cher Anblick ſehr bedeutend vorkaͤme. Sperl. Ey freylich! Sie ſollen wiſſen, mein Herr, daß nach einer Ewigkeit von zwey Jahren die treue Liebe endlich ſiegt. Olm. F

Suche im Werk

Hilfe

Informationen zum Werk

Download dieses Werks

XML (TEI P5) · HTML · Text
TCF (text annotation layer)
XML (TEI P5 inkl. att.linguistic)

Metadaten zum Werk

TEI-Header · CMDI · Dublin Core

Ansichten dieser Seite

Voyant Tools ?

Language Resource Switchboard?

Feedback

Sie haben einen Fehler gefunden? Dann können Sie diesen über unsere Qualitätssicherungsplattform DTAQ melden.

Kommentar zur DTA-Ausgabe

Dieses Werk wurde gemäß den DTA-Transkriptionsrichtlinien im Double-Keying-Verfahren von Nicht-Muttersprachlern erfasst und in XML/TEI P5 nach DTA-Basisformat kodiert.




Ansicht auf Standard zurückstellen

URL zu diesem Werk: https://www.deutschestextarchiv.de/kotzebue_kleinstaedter_1803
URL zu dieser Seite: https://www.deutschestextarchiv.de/kotzebue_kleinstaedter_1803/87
Zitationshilfe: Kotzebue, August von: Die deutschen Kleinstädter. Leipzig, 1803, S. 81. In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/kotzebue_kleinstaedter_1803/87>, abgerufen am 13.07.2024.