Anmelden (DTAQ) DWDS     dlexDB     CLARIN-D

Libelt, Karol: Wykłady Humboldta na uniwersytecie Berlińskim: notaty prelekcyj tych po uczniu Jego Karolu Libelcie. [s. l.], [1828]. [= Nachschrift der ‚Kosmos-Vorträge‛ Alexander von Humboldts in der Berliner Universität, 3.11.1827–26.4.1828.]

Bild:
<< vorherige Seite

Barometertrogdruck. 145° R ist der Un-
terschied
der Wärme in welcher der
Mensch leben kann. Dies ist die große
Flexibilitaet des Menschen die aus seiner
Willenskraft hervorgeht, mit der
der Mensch die Natur beherrscht.

[60. Vorlesung, 24. April 1828]

Die Entdeckungen der inneren asiatischen
Völker gaben wichtige Aufschlüsse
über die europäische Abstammung. Wir trennen
hier den Causalzusammenhang, und betrachten
blos physische Betrachtungen bei den
Menschenracen. Die wilden Indianer
verlassen nur mit größter Gefahr die
Ebenen oder die Berge. Die amerikanischen
Negerstämme sind mehr flexibel. Man
glaubte daß nur die Menschen Sprachorgane
Stimmwerkzeuge hätten. Die ThiereCharakter des Menschen

sprechen deßhalb nichts, weil die nichts
zu sprechen haben. Der Unterschied
liegt in der Seelenanlage zur Sprache
nach Rudolphi. Was den Menschen caracterisiert
muß in der Intelligenz gesucht werden.
Das Uebergewicht ist des Gehirns des Menschen
ein Verhältniß zu den Nerven.

Barometertrogdruck. 145° R iſt der Un-
terschied
der Wärme in welcher der
Menſch leben kañ. Dies iſt die große
Flexibilitaet des Menſchen die aus ſeiner
Willenskraft hervorgeht, mit der
der Menſch die Natur beherrſcht.

[60. Vorlesung, 24. April 1828]

Die Entdeckungen der iñeren asiatiſchen
Völker gaben wichtige Aufſchlüſſe
über die europäiſche Abſtam̃ung. Wir treñen
hier den Causalzuſam̃enhang, und betrachten
blos physiſche Betrachtungen bei den
Menſchenracen. Die wilden Indianer
verlaſſen nur mit größter Gefahr die
Ebenen oder die Berge. Die amerikaniſchen
Negerſtäm̃e ſind mehr flexibel. Man
glaubte daß nur die Menſchen Sprachorgane
Stim̃werkzeuge hätten. Die ThiereCharakter des Menſchen

ſprechen deßhalb nichts, weil die nichts
zu ſprechen haben. Der Unterſchied
liegt in der Seelenanlage zur Sprache
nach Rudolphi. Was den Menſchen caracteriſiert
muß in der Intelligenz geſucht werden.
Das Uebergewicht iſt des Gehirns des Menſchen
ein Verhältniß zu den Nerven.

<TEI>
  <text>
    <body>
      <div type="session" n="59">
        <div n="1">
          <div n="2">
            <pb facs="#f0286" n="419"/>
            <p><hi rendition="#aq">Barometer</hi><subst><del rendition="#ow">trog</del><add place="across">druck</add></subst>. 145° R i&#x017F;t der <choice><abbr>Un-<lb/>
ter&#x017F;chd</abbr><expan resp="#SB">Un-<lb/>
terschied</expan></choice> der <choice><abbr>Wrme</abbr><expan resp="#SB">Wärme</expan></choice> in welcher der<lb/><choice><abbr>Mn&#x017F;ch</abbr><expan resp="#SB">Men&#x017F;ch</expan></choice> leben kan&#x0303;. Dies i&#x017F;t die <choice><abbr>grße</abbr><expan resp="#SB">große</expan></choice><lb/><hi rendition="#aq">Flexibilitaet</hi> <choice><abbr>ds</abbr><expan resp="#SB">des</expan></choice> <choice><abbr>M.</abbr><expan resp="#SB">Men&#x017F;chen</expan></choice> die aus <choice><abbr>&#x017F;nr</abbr><expan resp="#SB">&#x017F;einer</expan></choice><lb/><choice><abbr>Wllenskrft</abbr><expan resp="#SB">Willenskraft</expan></choice> hervorgeht, mit der<lb/>
der Men&#x017F;ch die Natur beherr&#x017F;cht.</p>
          </div>
        </div>
      </div><lb/>
      <div type="session" n="60">
        <head>
          <supplied resp="#SB">60. Vorlesung, <ref target="http://www.deutschestextarchiv.de/kosmos/gliederung"><date when="1828-04-24">24. April 1828</date></ref></supplied>
        </head><lb/>
        <div n="1">
          <div n="2">
            <p>Die Entdeckungen der in&#x0303;eren <hi rendition="#aq">asiati</hi>&#x017F;chen<lb/><choice><sic>Völkern</sic><corr resp="#SB">Völker</corr></choice> gaben wichtige Auf&#x017F;chlü&#x017F;&#x017F;e<lb/>
über die <hi rendition="#aq"><choice><abbr><choice><sic>E</sic><corr>e</corr></choice>urop:</abbr><expan>europäi&#x017F;che</expan></choice></hi> Ab&#x017F;tam&#x0303;ung. Wir tren&#x0303;en<lb/>
hier den <hi rendition="#aq">Causal</hi>zu&#x017F;am&#x0303;enhang, und betrachten<lb/>
blos <hi rendition="#aq">physi&#x017F;che</hi> Betrachtungen bei den<lb/>
Men&#x017F;chenracen. Die wilden <hi rendition="#aq">Indianer</hi><lb/>
verla&#x017F;&#x017F;en nur mit größter Gefahr die<lb/>
Ebenen oder die Berge. Die <hi rendition="#aq"><choice><abbr>amerik:</abbr><expan resp="#SB">amerikani&#x017F;chen</expan></choice></hi><lb/>
Neger&#x017F;täm&#x0303;e &#x017F;ind mehr <hi rendition="#aq">flexibel</hi>. Man<lb/>
glaubte <choice><abbr></abbr><expan resp="#SB">daß</expan></choice> nur die Men&#x017F;chen Sprachorgane<lb/>
Stim&#x0303;werkzeuge hätten. Die Thiere<note place="right">Charakter des <choice><abbr>Men&#x017F;ch.</abbr><expan resp="#SB">Men&#x017F;chen</expan></choice><lb/></note><lb/>
&#x017F;prechen deßhalb nichts, weil die nichts<lb/>
zu &#x017F;prechen haben. Der Unter&#x017F;chied<lb/>
liegt in der Seelenanlage zur Sprache<lb/>
nach <hi rendition="#aq"><persName resp="#SB" ref="http://www.deutschestextarchiv.de/kosmos/person#gnd-115526641 http://d-nb.info/gnd/115526641">Rudolphi</persName></hi>. Was den <choice><abbr>M.</abbr><expan resp="#SB">Men&#x017F;chen</expan></choice> <hi rendition="#aq"><choice><abbr>caractr.</abbr><expan resp="#SB">caracteri&#x017F;iert</expan></choice></hi><lb/>
muß in der Intelligenz ge&#x017F;ucht werden.<lb/>
Das <choice><abbr>Uebergew:</abbr><expan resp="#SB">Uebergewicht</expan></choice> i&#x017F;t des Gehirns <choice><abbr>ds</abbr><expan resp="#SB">des</expan></choice> <hi rendition="#aq"><choice><abbr>M.</abbr><expan resp="#SB">Men&#x017F;chen</expan></choice></hi><lb/>
ein Verhältniß zu den Nerven.</p><lb/>
          </div>
        </div>
      </div>
    </body>
  </text>
</TEI>
[419/0286] Barometertrogdruck. 145° R iſt der Un- terſchd der Wrme in welcher der Mnſch leben kañ. Dies iſt die grße Flexibilitaet ds M. die aus ſnr Wllenskrft hervorgeht, mit der der Menſch die Natur beherrſcht. 60. Vorlesung, 24. April 1828 Die Entdeckungen der iñeren asiatiſchen Völker gaben wichtige Aufſchlüſſe über die europ: Abſtam̃ung. Wir treñen hier den Causalzuſam̃enhang, und betrachten blos physiſche Betrachtungen bei den Menſchenracen. Die wilden Indianer verlaſſen nur mit größter Gefahr die Ebenen oder die Berge. Die amerik: Negerſtäm̃e ſind mehr flexibel. Man glaubte dß nur die Menſchen Sprachorgane Stim̃werkzeuge hätten. Die Thiere ſprechen deßhalb nichts, weil die nichts zu ſprechen haben. Der Unterſchied liegt in der Seelenanlage zur Sprache nach Rudolphi. Was den M. caractr. muß in der Intelligenz geſucht werden. Das Uebergew: iſt des Gehirns ds M. ein Verhältniß zu den Nerven. Charakter des Menſch.

Suche im Werk

Hilfe

Informationen zum Werk

Download dieses Werks

XML (TEI P5) · HTML · Text
TCF (text annotation layer)
TCF (tokenisiert, serialisiert, lemmatisiert, normalisiert)
XML (TEI P5 inkl. att.linguistic)

Metadaten zum Werk

TEI-Header · CMDI · Dublin Core

Ansichten dieser Seite

Voyant Tools ?

Language Resource Switchboard?

Feedback

Sie haben einen Fehler gefunden? Dann können Sie diesen über unsere Qualitätssicherungsplattform DTAQ melden.

Kommentar zur DTA-Ausgabe

Dieses Werk wurde im Rahmen des Moduls DTA-Erweiterungen (DTAE) digitalisiert. Weitere Informationen …

Christian Thomas: Herausgeber
Sandra Balck, Benjamin Fiechter, Christian Thomas: Bearbeiter
Alexander-von-Humboldt-Forschungsstelle der BBAW: Finanzierung der Bilddigitalisierung

Weitere Informationen:

Anmerkungen zur Edition: Bei dem vorliegenden Manuskript handelt es sich um ein Fragment. Es setzt in der 23. Vorlesung (23.01.1828) ein und endet mit der letzten Vorlesung am 26.04.1828.

Mehrere Blätter sind falsch gebunden: Zwei Blätter sind an einer ganz falschen Stelle, zwei weitere vertauscht und außerdem kopfstehend (Reihenfolge der Seiten im Manuskript: 141–156, 137–140, 157–414, 418, 417, 416, 415, 419–434). Die Reihenfolge der Biddigitalisate und der Transkription wurde korrigiert.




Ansicht auf Standard zurückstellen

URL zu diesem Werk: https://www.deutschestextarchiv.de/libelt_hs6623ii_1828
URL zu dieser Seite: https://www.deutschestextarchiv.de/libelt_hs6623ii_1828/286
Zitationshilfe: Libelt, Karol: Wykłady Humboldta na uniwersytecie Berlińskim: notaty prelekcyj tych po uczniu Jego Karolu Libelcie. [s. l.], [1828]. [= Nachschrift der ‚Kosmos-Vorträge‛ Alexander von Humboldts in der Berliner Universität, 3.11.1827–26.4.1828.], S. 419. In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/libelt_hs6623ii_1828/286>, abgerufen am 17.06.2024.