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Littrow, Joseph Johann von: Die Wunder des Himmels, oder gemeinfaßliche Darstellung des Weltsystems. Bd. 2. Stuttgart, 1835.

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Der Mond.
Güter dort aufsuchen möchten: den ewigen Frieden, nach dem
wir schon so lange vergebens seufzen, das goldene Zeitalter,
das nur mehr in unseren Gedichten lebt, und die Unschuld der
Sitten
, die, nach Ariosto's lieblicher Dichtung, sammt dem ver-
lornen gesunden Menschenverstande unserer großen Gelehrten
und Helden, dort unter der Aufsicht eines eigenen Genius in be-
sonderen Phiolen aufbewahrt werden sollen.



Der Mond.
Güter dort aufſuchen möchten: den ewigen Frieden, nach dem
wir ſchon ſo lange vergebens ſeufzen, das goldene Zeitalter,
das nur mehr in unſeren Gedichten lebt, und die Unſchuld der
Sitten
, die, nach Arioſto’s lieblicher Dichtung, ſammt dem ver-
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[206/0216] Der Mond. Güter dort aufſuchen möchten: den ewigen Frieden, nach dem wir ſchon ſo lange vergebens ſeufzen, das goldene Zeitalter, das nur mehr in unſeren Gedichten lebt, und die Unſchuld der Sitten, die, nach Arioſto’s lieblicher Dichtung, ſammt dem ver- lornen geſunden Menſchenverſtande unſerer großen Gelehrten und Helden, dort unter der Aufſicht eines eigenen Genius in be- ſonderen Phiolen aufbewahrt werden ſollen.

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Zitationshilfe: Littrow, Joseph Johann von: Die Wunder des Himmels, oder gemeinfaßliche Darstellung des Weltsystems. Bd. 2. Stuttgart, 1835, S. 206. In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/littrow_weltsystem02_1835/216>, abgerufen am 13.08.2022.