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Magirus, Johannes: Christliche und getreue Warnung vor dem falschen calvinischen Wegweiser Georg Hanfelds. Tübingen, 1592.

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Christi Leib aber mit disem Brot auff vbernatürliche vnnd vnbegreiffliche weiß empfangen werde.

Pag. 152.

Fürs ander / zeucht er das sechst Capitel Johan. auff das Sacramentliche oder mundtliche essen des Leibs Christi / vnnd sagt: dasselb möge keiner recht verstehen / der nicht auch acht habe / was das geistliche essen des Leibs Christi sey / welches Christus selbs Johan. 6. weitleuffig gelehrt habe.

Dieweil er aber in andern orten mehr / die Predig Christi / Joh. 6 vnd die Einsatzung des Nachtmals in einander menget / so muß man wol acht nemen / warinn die geistliche Niessung Johan. 6. vnnd die Sacramentliche im Nachtmal mit einander einstimmen / oder vnterscheiden 1.sind. Dann was den nutzen betrifft des Abendmals / darumb es eingesetzt ist / so haben disen allein die Gläubigen / welche Christi Leib auch geistlich 2.essen. Was auch den Leib vnnd Fleisch Christi selbs betrifft / so ists seines wesens halber ein Fleisch / welches Johan. am 6. geistlich zugeniessen befohlen / vnnd im Nachtmal Sacramentlich zuessen geordnet ist.

Aber der modus manducationis / das ist / die weiß / wie er genossen würdt / vnnd ander vmbständ machen einen grossen vnterscheid. 1.Dann Johan. 6. hat Christus keine sichtbare Wortzeichen geordnet: aber 2.im Nachtmal hat er befohlen / Brot vnnd Wein zugebrauchen. Dort hat er nichts befohlen vom mundtlichen essen: sonder hat das essen seines Fleischs selbs vom Glauben an jhn außgelegt: da aber hat er das mundtliche essen außgetruckt / vnnd befohlen: Nemet / esset / daß ist mein 3.Leib / vnnd hat des Glaubens mit keinem wort gedacht. Dort sagt er von eim essen seines Fleischs / ohn welches niemand kan selig werden. Da aber sagt er von eim essen / dessen vnterlassung / da es nicht auß verachtung geschicht 4./ niemand verdammet. Auff jene weiß kan niemand Christi Fleisch zum zeitlichen oder ewigen Gericht essen / sonder wer es ißt / der hat Gottes Gnad vnd das ewige Leben: aber auff dise weiß kan es nicht allein zum zeitlichen / sonder auch zum ewigen Gericht (als wir vnden hören sollen) 5.empfangen werden. Summa / dorten redet Christus allein von der heilsamen Krafft vnnd Nutzen seines Fleisches / da aber redet er von der Substantz seines Leibs / welche er im Nachtmal außtheilen wölle.

Christi Leib aber mit disem Brot auff vbernatürliche vnnd vnbegreiffliche weiß empfangen werde.

Pag. 152.

Fürs ander / zeucht er das sechst Capitel Johan. auff das Sacramentliche oder mundtliche essen des Leibs Christi / vnnd sagt: dasselb möge keiner recht verstehen / der nicht auch acht habe / was das geistliche essen des Leibs Christi sey / welches Christus selbs Johan. 6. weitleuffig gelehrt habe.

Dieweil er aber in andern orten mehr / die Predig Christi / Joh. 6 vnd die Einsatzung des Nachtmals in einander menget / so muß man wol acht nemen / warinn die geistliche Niessung Johan. 6. vnnd die Sacramentliche im Nachtmal mit einander einstimmen / oder vnterscheiden 1.sind. Dann was den nutzen betrifft des Abendmals / darumb es eingesetzt ist / so haben disen allein die Gläubigen / welche Christi Leib auch geistlich 2.essen. Was auch den Leib vnnd Fleisch Christi selbs betrifft / so ists seines wesens halber ein Fleisch / welches Johan. am 6. geistlich zugeniessen befohlen / vnnd im Nachtmal Sacramentlich zuessen geordnet ist.

Aber der modus manducationis / das ist / die weiß / wie er genossen würdt / vnnd ander vmbständ machen einen grossen vnterscheid. 1.Dann Johan. 6. hat Christus keine sichtbare Wortzeichen geordnet: aber 2.im Nachtmal hat er befohlen / Brot vnnd Wein zugebrauchen. Dort hat er nichts befohlen vom mundtlichen essen: sonder hat das essen seines Fleischs selbs vom Glauben an jhn außgelegt: da aber hat er das mundtliche essen außgetruckt / vnnd befohlen: Nemet / esset / daß ist mein 3.Leib / vnnd hat des Glaubens mit keinem wort gedacht. Dort sagt er von eim essen seines Fleischs / ohn welches niemand kan selig werden. Da aber sagt er von eim essen / dessen vnterlassung / da es nicht auß verachtung geschicht 4./ niemand verdammet. Auff jene weiß kan niemand Christi Fleisch zum zeitlichen oder ewigen Gericht essen / sonder wer es ißt / der hat Gottes Gnad vnd das ewige Leben: aber auff dise weiß kan es nicht allein zum zeitlichen / sonder auch zum ewigen Gericht (als wir vnden hören sollen) 5.empfangen werden. Summa / dorten redet Christus allein von der heilsamen Krafft vnnd Nutzen seines Fleisches / da aber redet er von der Substantz seines Leibs / welche er im Nachtmal außtheilen wölle.

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[68/0070] Christi Leib aber mit disem Brot auff vbernatürliche vnnd vnbegreiffliche weiß empfangen werde. Fürs ander / zeucht er das sechst Capitel Johan. auff das Sacramentliche oder mundtliche essen des Leibs Christi / vnnd sagt: dasselb möge keiner recht verstehen / der nicht auch acht habe / was das geistliche essen des Leibs Christi sey / welches Christus selbs Johan. 6. weitleuffig gelehrt habe. Dieweil er aber in andern orten mehr / die Predig Christi / Joh. 6 vnd die Einsatzung des Nachtmals in einander menget / so muß man wol acht nemen / warinn die geistliche Niessung Johan. 6. vnnd die Sacramentliche im Nachtmal mit einander einstimmen / oder vnterscheiden sind. Dann was den nutzen betrifft des Abendmals / darumb es eingesetzt ist / so haben disen allein die Gläubigen / welche Christi Leib auch geistlich essen. Was auch den Leib vnnd Fleisch Christi selbs betrifft / so ists seines wesens halber ein Fleisch / welches Johan. am 6. geistlich zugeniessen befohlen / vnnd im Nachtmal Sacramentlich zuessen geordnet ist. 1. 2. Aber der modus manducationis / das ist / die weiß / wie er genossen würdt / vnnd ander vmbständ machen einen grossen vnterscheid. Dann Johan. 6. hat Christus keine sichtbare Wortzeichen geordnet: aber im Nachtmal hat er befohlen / Brot vnnd Wein zugebrauchen. Dort hat er nichts befohlen vom mundtlichen essen: sonder hat das essen seines Fleischs selbs vom Glauben an jhn außgelegt: da aber hat er das mundtliche essen außgetruckt / vnnd befohlen: Nemet / esset / daß ist mein Leib / vnnd hat des Glaubens mit keinem wort gedacht. Dort sagt er von eim essen seines Fleischs / ohn welches niemand kan selig werden. Da aber sagt er von eim essen / dessen vnterlassung / da es nicht auß verachtung geschicht / niemand verdammet. Auff jene weiß kan niemand Christi Fleisch zum zeitlichen oder ewigen Gericht essen / sonder wer es ißt / der hat Gottes Gnad vnd das ewige Leben: aber auff dise weiß kan es nicht allein zum zeitlichen / sonder auch zum ewigen Gericht (als wir vnden hören sollen) empfangen werden. Summa / dorten redet Christus allein von der heilsamen Krafft vnnd Nutzen seines Fleisches / da aber redet er von der Substantz seines Leibs / welche er im Nachtmal außtheilen wölle. 1. 2. 3. 4. 5.

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Zitationshilfe: Magirus, Johannes: Christliche und getreue Warnung vor dem falschen calvinischen Wegweiser Georg Hanfelds. Tübingen, 1592, S. 68. In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/magirus_warnung_1592/70>, abgerufen am 23.04.2024.