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Gustav Rose: Reise nach dem Ural, dem Altai und dem Kaspischen Meere. Band 1. Berlin, 1837.

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geführten Analysen, nach welchen er von 6 bis 8 Proc. N002
abweicht. Noch besser ergiebt sich diess aus den wei- N003
ter unten angegebenen Tabellen, in welchen der Sil- N004
bergehalt der jährlich gewonnenen Menge Gold ange- N005
führt ist. Ob sich aber in Rücksicht dieses Silberge- N006
halts eine bestimmte Regel wahrnehmen lässt, ob er N007
in den obern oder untern Teufen grösser oder geringer N008
ist, darüber sind noch keine Untersuchungen ange- N009
stellt. --

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Der Abbau der Erze in den Beresowschen Gru- N002
ben wird sehr regelmässig betrieben. Die Haupt- N003
strecken sind im Granite geführt und haben ein gleiches N004
Streichen mit demselben; von ihnen aus hat man die N005
Goldgänge mit Querschlägen abgebaut. Die Haupt- N006
strecken sind hoch und geräumig, so dass man gerade N007
darin gehen kann, stehen aber überall in sehr starker N008
Zimmerung, da der Granit sehr klüftig und milde ist. N009
Die Wasser werden durch einen Stollen abgeführt, der N010
auf der Blagoweschtschenskischen Grube nur die sehr N011
geringe Teufe von 9 Lachtern einbringt. In grössern N012
Teufen unter dem Stollen wird jetzt nicht gearbeitet. N013
Vor der Entdeckung des Goldsandes hatte man die N014
Grube bis zu einer Teufe von 6 Lachtern unter der N015
Stollensohle gebracht, und das sehr reichlich zuflies- N016
sende Wasser durch eine Dampfmaschine auf den Stol- N017
len gehoben; nach dieser Zeit hat man die Arbeiten N018
in den tiefern Theilen der Grube eingestellt, und die N019
Dampfmaschine abgetragen, da die Gewinnung des N020
Goldes aus dem Goldsande viel leichter und einträg- N021
licher ist. Die Temperatur der Stollenwasser fanden N022
wir in dieser Grube 4,7° R., die der Luft 6° R. Un- N023
geachtet der geringen Tiefe der Grube friert es jedoch, N024
wie man uns sagte, in derselben nie.

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Mit der Preobraschenskischen Grube war der Stol- N002
len noch nicht durchschlägig geworden. Die Grube N003
lag aber viel höher als die Blagoweschtschenskische, N004
und war so trocken, dass man gar keiner Wasser-

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geführten Analysen, nach welchen er von 6 bis 8 Proc. N002
abweicht. Noch besser ergiebt sich diess aus den wei- N003
ter unten angegebenen Tabellen, in welchen der Sil- N004
bergehalt der jährlich gewonnenen Menge Gold ange- N005
führt ist. Ob sich aber in Rücksicht dieses Silberge- N006
halts eine bestimmte Regel wahrnehmen lässt, ob er N007
in den obern oder untern Teufen grösser oder geringer N008
ist, darüber sind noch keine Untersuchungen ange- N009
stellt. —

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Der Abbau der Erze in den Beresowschen Gru- N002
ben wird sehr regelmässig betrieben. Die Haupt- N003
strecken sind im Granite geführt und haben ein gleiches N004
Streichen mit demselben; von ihnen aus hat man die N005
Goldgänge mit Querschlägen abgebaut. Die Haupt- N006
strecken sind hoch und geräumig, so dass man gerade N007
darin gehen kann, stehen aber überall in sehr starker N008
Zimmerung, da der Granit sehr klüftig und milde ist. N009
Die Wasser werden durch einen Stollen abgeführt, der N010
auf der Blagoweschtschenskischen Grube nur die sehr N011
geringe Teufe von 9 Lachtern einbringt. In grössern N012
Teufen unter dem Stollen wird jetzt nicht gearbeitet. N013
Vor der Entdeckung des Goldsandes hatte man die N014
Grube bis zu einer Teufe von 6 Lachtern unter der N015
Stollensohle gebracht, und das sehr reichlich zuflies- N016
sende Wasser durch eine Dampfmaschine auf den Stol- N017
len gehoben; nach dieser Zeit hat man die Arbeiten N018
in den tiefern Theilen der Grube eingestellt, und die N019
Dampfmaschine abgetragen, da die Gewinnung des N020
Goldes aus dem Goldsande viel leichter und einträg- N021
licher ist. Die Temperatur der Stollenwasser fanden N022
wir in dieser Grube 4,7° R., die der Luft 6° R. Un- N023
geachtet der geringen Tiefe der Grube friert es jedoch, N024
wie man uns sagte, in derselben nie.

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Mit der Preobraschenskischen Grube war der Stol- N002
len noch nicht durchschlägig geworden. Die Grube N003
lag aber viel höher als die Blagoweschtschenskische, N004
und war so trocken, dass man gar keiner Wasser-

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[219/0253] N001 geführten Analysen, nach welchen er von 6 bis 8 Proc. N002 abweicht. Noch besser ergiebt sich diess aus den wei- N003 ter unten angegebenen Tabellen, in welchen der Sil- N004 bergehalt der jährlich gewonnenen Menge Gold ange- N005 führt ist. Ob sich aber in Rücksicht dieses Silberge- N006 halts eine bestimmte Regel wahrnehmen lässt, ob er N007 in den obern oder untern Teufen grösser oder geringer N008 ist, darüber sind noch keine Untersuchungen ange- N009 stellt. — N001 Der Abbau der Erze in den Beresowschen Gru- N002 ben wird sehr regelmässig betrieben. Die Haupt- N003 strecken sind im Granite geführt und haben ein gleiches N004 Streichen mit demselben; von ihnen aus hat man die N005 Goldgänge mit Querschlägen abgebaut. Die Haupt- N006 strecken sind hoch und geräumig, so dass man gerade N007 darin gehen kann, stehen aber überall in sehr starker N008 Zimmerung, da der Granit sehr klüftig und milde ist. N009 Die Wasser werden durch einen Stollen abgeführt, der N010 auf der Blagoweschtschenskischen Grube nur die sehr N011 geringe Teufe von 9 Lachtern einbringt. In grössern N012 Teufen unter dem Stollen wird jetzt nicht gearbeitet. N013 Vor der Entdeckung des Goldsandes hatte man die N014 Grube bis zu einer Teufe von 6 Lachtern unter der N015 Stollensohle gebracht, und das sehr reichlich zuflies- N016 sende Wasser durch eine Dampfmaschine auf den Stol- N017 len gehoben; nach dieser Zeit hat man die Arbeiten N018 in den tiefern Theilen der Grube eingestellt, und die N019 Dampfmaschine abgetragen, da die Gewinnung des N020 Goldes aus dem Goldsande viel leichter und einträg- N021 licher ist. Die Temperatur der Stollenwasser fanden N022 wir in dieser Grube 4,7° R., die der Luft 6° R. Un- N023 geachtet der geringen Tiefe der Grube friert es jedoch, N024 wie man uns sagte, in derselben nie. N001 Mit der Preobraschenskischen Grube war der Stol- N002 len noch nicht durchschlägig geworden. Die Grube N003 lag aber viel höher als die Blagoweschtschenskische, N004 und war so trocken, dass man gar keiner Wasser-

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Zitationshilfe: Gustav Rose: Reise nach dem Ural, dem Altai und dem Kaspischen Meere. Band 1. Berlin, 1837, S. 219. In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/rose_ural01_1837/253>, abgerufen am 02.03.2024.