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Sanders, Daniel: Brief an Ernst Ziel. Altstrelitz, 20. Dezember 1882.

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Mein Lieber guter Landsmann
und
Freund
[
,
]

Auf Ihren freundlichen Brief erwidere ich sofort (verzeihen Sie dem Über-
beschäftigten, daß er zur bequemen Postkarte greift) mit einem freudigen Ja -, so weit
Kraft und Muße ausreicht. Besonders dankbar bin ich Ihnen dafür, daß Sie mich
nicht drängen. Die Senth. T.-L. kenne ich sehr genau, die von Alte ist mir gleichfalls,
wenn auch nur von älterer Zeit her, bekannt; dagegen ist das sogenannte Waist.-S. mir bisher nicht zu-
gänglich gewesen. Hat die Redaktion vielleicht betreffende Bücher zugesandt erhalten, so wäre
mir die Mittheilung willkommen; sonst werde ich sie mir hier zu verschaffen suchen. Ich bemerke
nur noch, daß ich Sie allzulange nicht werde warten lassen.

Den noch bleibend[en] Raum benutze ich zu freundlichsten Grüßen für Sie und die
Ihrigen (auch seitens meiner Angehörigen) und zu dem Wunsche: Ein frohes Weihnachts-
fest und ein gutes Jahr und (um mit zwei Worten alles zu sagen): alles Gute!

Adschüs! Treu ergeben der Ihre
Daniel Sanders

Gleichzeitig mit Ihrem Brief erhielt ich das Posener
Tageblatt
mit einer (fast überschwänglichen) Empfehlung
meiner Sprachlehre. So kommt erfreuliches gewöhnlich nicht allein[.]

Mein Lieber guter Landsmañ
und
Freund
[
,
]

Auf Ihren freundlichen Brief erwidere ich sofort (verzeihen Sie dem Über-
beschäftigten, daß er zur bequemen Postkarte greift) mit einem freudigen Ja –, so weit
Kraft und Muße ausreicht. Besonders dankbar bin ich Ihnen dafür, daß Sie mich
nicht drängen. Die Senth. T.-L. keñe ich sehr genau, die von Alte ist mir gleichfalls,
weñ auch nur von älterer Zeit her, bekañt; dagegen ist das sogenannte Waist.-S. mir bisher nicht zu-
gänglich gewesen. Hat die Redaktion vielleicht betreffende Bücher zugesandt erhalten, so wäre
mir die Mittheilung willkom̃en; sonst werde ich sie mir hier zu verschaffen suchen. Ich bemerke
nur noch, daß ich Sie allzulange nicht werde warten lassen.

Den noch bleibend[en] Raum benutze ich zu freundlichsten Grüßen für Sie und die
Ihrigen (auch seitens meiner Angehörigen) und zu dem Wunsche: Ein frohes Weihnachts-
fest und ein gutes Jahr und (um mit zwei Worten alles zu sagen): alles Gute!

Adschüs! Treu ergeben der Ihre
Daniel Sanders

Gleichzeitig mit Ihrem Brief erhielt ich das Posener
Tageblatt
mit einer (fast überschwänglichen) Empfehlung
meiner Sprachlehre. So kommt erfreuliches gewöhnlich nicht allein[.]

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[1v/0002] Mein Lieber guter Landsmañ u. Freund, Auf Ihren freundlichen Brief erwiedre ich sofort (verzeihen Sie dem Über- beschäftigten, daß er zur bequemen Postkarte greift) mit einem freudigen Ja –, so weit Kraft u. Muße ausreicht. Besonders dankbar bin ich Ihnen dafür, daß Sie mich nicht drängen. Die Senth. T.-L. keñe ich sehr genau, die von Alte ist mir gleichfalls, weñ auch nur von älterer Zeit her, bekañt; dagegen ist das sog. Waist.-S. mir bisher nicht zu- gänglich gewesen. Hat die Redaktion vielleicht betreffende Bücher zugesandt erhalten, so wäre mir die Mittheilung willkom̃en; sonst werde ich sie mir hier zu verschaffen suchen. Ich bemerke nur noch, daß ich Sie allzulange nicht werde warten lassen. Den noch bleibenden Raum benutze ich zu freundlichsten Grüßen für Sie und die Ihrigen (auch seitens meiner Angehörigen) und zu dem Wunsche: Ein frohes Weihnachts- fest und ein gutes Jahr und (um mit zwei Worten alles zu sagen): alles Gute! Adschüs! Treu ergeben der Ihre DS. Gleichzeitig mit Ihrem Br. erhielt ich das Posener Tageblatt mit einer (fast überschwänglichen) Empfehlung meiner Sprachlehre. So kommt erfreuliches gewöhnlich nicht allein. 20/12.82.

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Zitationshilfe: Sanders, Daniel: Brief an Ernst Ziel. Altstrelitz, 20. Dezember 1882, S. 1v. In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/sanders_ziel_1882/2>, abgerufen am 01.03.2024.