Anmelden (DTAQ) DWDS     dlexDB     CLARIN-D

Starck, Johann Friedrich: Tägliches Hand-Buch in guten und bösen Tagen. Frankfurt/Leipzig, 1749.

Bild:
<< vorherige Seite

Der glaubige Christ lobet und dancket GOtt.
dir, um dieses Blutes willen wirst du uns Armen
gnädig seyn, diß heisse Blut kan doch allein die
Zornes-Fluthen stillen.

9. Verleih uns doch gesunde Lufft, und schenck
uns noch das Leben, vertreib den gifftgen Pestes-
Dufft: wirst du uns dieses geben, so sollen Her-
tze, Geist und Mund, dein Lob und Ruhm zu al-
ler Stund mit tausend Danck erheben.



Der glaubige Christ lobet und dancket
GOtt nach erlangtem Frieden.
Psalm XLVI, 9.
Kommt her und schauet an die Wercke des
HErrn, der auf Erden solch Zerstören an-
richtet. Der den Kriegen steuret in aller
Welt, der Bogen zerbricht, Spiesse zu-
schlägt, Wagen mit Feuer verbrennt.
Seyd stille, und erkennet, daß ich GOtt
bin, ich wil Ehre einlegen unter den Hey-
den, ich wil Ehre einlegen auf Erden.
Der HERR Zebaoth ist mit uns, der
GOtt Jacob ist unser Schutz, Sela.

Aufmunterung.

KEine frölichere Bottschafft kan nach einem
blutigen und beschwerlichen Kriege erklingen,
als, es ist Friede, da kommen die Geflüchtete
wieder in ihre Häuser, die Verjagten haben Hoff-

nung,

Der glaubige Chriſt lobet und dancket GOtt.
dir, um dieſes Blutes willen wirſt du uns Armen
gnaͤdig ſeyn, diß heiſſe Blut kan doch allein die
Zornes-Fluthen ſtillen.

9. Verleih uns doch geſunde Lufft, und ſchenck
uns noch das Leben, vertreib den gifftgen Peſtes-
Dufft: wirſt du uns dieſes geben, ſo ſollen Her-
tze, Geiſt und Mund, dein Lob und Ruhm zu al-
ler Stund mit tauſend Danck erheben.



Der glaubige Chriſt lobet und dancket
GOtt nach erlangtem Frieden.
Pſalm XLVI, 9.
Kommt her und ſchauet an die Wercke des
HErrn, der auf Erden ſolch Zerſtoͤren an-
richtet. Der den Kriegen ſteuret in aller
Welt, der Bogen zerbricht, Spieſſe zu-
ſchlaͤgt, Wagen mit Feuer verbrennt.
Seyd ſtille, und erkennet, daß ich GOtt
bin, ich wil Ehre einlegen unter den Hey-
den, ich wil Ehre einlegen auf Erden.
Der HERR Zebaoth iſt mit uns, der
GOtt Jacob iſt unſer Schutz, Sela.

Aufmunterung.

KEine froͤlichere Bottſchafft kan nach einem
blutigen und beſchwerlichen Kriege erklingen,
als, es iſt Friede, da kommen die Gefluͤchtete
wieder in ihre Haͤuſer, die Verjagten haben Hoff-

nung,
<TEI>
  <text>
    <body>
      <div n="1">
        <div n="2">
          <div n="3">
            <p><pb facs="#f0809" n="779"/><fw place="top" type="header">Der glaubige Chri&#x017F;t lobet und dancket GOtt.</fw><lb/>
dir, um die&#x017F;es Blutes willen wir&#x017F;t du uns Armen<lb/>
gna&#x0364;dig &#x017F;eyn, diß hei&#x017F;&#x017F;e Blut kan doch allein die<lb/>
Zornes-Fluthen &#x017F;tillen.</p><lb/>
            <p>9. Verleih uns doch ge&#x017F;unde Lufft, und &#x017F;chenck<lb/>
uns noch das Leben, vertreib den gifftgen Pe&#x017F;tes-<lb/>
Dufft: wir&#x017F;t du uns die&#x017F;es geben, &#x017F;o &#x017F;ollen Her-<lb/>
tze, Gei&#x017F;t und Mund, dein Lob und Ruhm zu al-<lb/>
ler Stund mit tau&#x017F;end Danck erheben.</p>
          </div>
        </div><lb/>
        <milestone rendition="#hr" unit="section"/><lb/>
        <div n="2">
          <head><hi rendition="#b">Der glaubige Chri&#x017F;t lobet und dancket</hi><lb/>
GOtt nach erlangtem Frieden.</head><lb/>
          <cit>
            <quote><hi rendition="#c">P&#x017F;alm <hi rendition="#aq">XLVI,</hi> 9.</hi><lb/>
Kommt her und &#x017F;chauet an die Wercke des<lb/>
HErrn, der auf Erden &#x017F;olch Zer&#x017F;to&#x0364;ren an-<lb/>
richtet. Der den Kriegen &#x017F;teuret in aller<lb/>
Welt, der Bogen zerbricht, Spie&#x017F;&#x017F;e zu-<lb/>
&#x017F;chla&#x0364;gt, Wagen mit Feuer verbrennt.<lb/>
Seyd &#x017F;tille, und erkennet, daß ich GOtt<lb/>
bin, ich wil Ehre einlegen unter den Hey-<lb/>
den, ich wil Ehre einlegen auf Erden.<lb/>
Der HERR Zebaoth i&#x017F;t mit uns, der<lb/>
GOtt Jacob i&#x017F;t un&#x017F;er Schutz, Sela.</quote>
          </cit><lb/>
          <div n="3">
            <head> <hi rendition="#b">Aufmunterung.</hi> </head><lb/>
            <p><hi rendition="#in">K</hi>Eine fro&#x0364;lichere Bott&#x017F;chafft kan nach einem<lb/>
blutigen und be&#x017F;chwerlichen Kriege erklingen,<lb/>
als, es i&#x017F;t Friede, da kommen die Geflu&#x0364;chtete<lb/>
wieder in ihre Ha&#x0364;u&#x017F;er, die Verjagten haben Hoff-<lb/>
<fw place="bottom" type="catch">nung,</fw><lb/></p>
          </div>
        </div>
      </div>
    </body>
  </text>
</TEI>
[779/0809] Der glaubige Chriſt lobet und dancket GOtt. dir, um dieſes Blutes willen wirſt du uns Armen gnaͤdig ſeyn, diß heiſſe Blut kan doch allein die Zornes-Fluthen ſtillen. 9. Verleih uns doch geſunde Lufft, und ſchenck uns noch das Leben, vertreib den gifftgen Peſtes- Dufft: wirſt du uns dieſes geben, ſo ſollen Her- tze, Geiſt und Mund, dein Lob und Ruhm zu al- ler Stund mit tauſend Danck erheben. Der glaubige Chriſt lobet und dancket GOtt nach erlangtem Frieden. Pſalm XLVI, 9. Kommt her und ſchauet an die Wercke des HErrn, der auf Erden ſolch Zerſtoͤren an- richtet. Der den Kriegen ſteuret in aller Welt, der Bogen zerbricht, Spieſſe zu- ſchlaͤgt, Wagen mit Feuer verbrennt. Seyd ſtille, und erkennet, daß ich GOtt bin, ich wil Ehre einlegen unter den Hey- den, ich wil Ehre einlegen auf Erden. Der HERR Zebaoth iſt mit uns, der GOtt Jacob iſt unſer Schutz, Sela. Aufmunterung. KEine froͤlichere Bottſchafft kan nach einem blutigen und beſchwerlichen Kriege erklingen, als, es iſt Friede, da kommen die Gefluͤchtete wieder in ihre Haͤuſer, die Verjagten haben Hoff- nung,

Suche im Werk

Hilfe

Informationen zum Werk

Download dieses Werks

XML (TEI P5) · HTML · Text
TCF (text annotation layer)
TCF (tokenisiert, serialisiert, lemmatisiert, normalisiert)
XML (TEI P5 inkl. att.linguistic)

Metadaten zum Werk

TEI-Header · CMDI · Dublin Core

Ansichten dieser Seite

Voyant Tools ?

Language Resource Switchboard?

Feedback

Sie haben einen Fehler gefunden? Dann können Sie diesen über unsere Qualitätssicherungsplattform DTAQ melden.

Kommentar zur DTA-Ausgabe

Auflagennummer hier erschlossen und nicht gesiche… [mehr]

Dieses Werk wurde im Rahmen des Moduls DTA-Erweiterungen (DTAE) digitalisiert. Weitere Informationen …

Matthias Boenig, Benjamin Fiechter, Susanne Haaf, Li Xang: Bearbeitung und strukturelle Auszeichnung der durch die Grepect GmbH bereitgestellten Texttranskription. (2023-05-24T12:24:22Z) Bitte beachten Sie, dass die aktuelle Transkription (und Textauszeichnung) mittlerweile nicht mehr dem Stand zum Zeitpunkt der Übernahme des Werkes in das DTA entsprechen muss.
Britt-Marie Schuster, Alexander Geyken, Susanne Haaf, Christopher Georgi, Frauke Thielert, Linda Kirsten, t.evo: Die Evolution von komplexen Textmustern: Aufbau eines Korpus historischer Zeitungen zur Untersuchung der Mehrdimensionalität des Textmusterwandels

Weitere Informationen:

Dieses Werk wurde gemäß den DTA-Transkriptionsrichtlinien im Double-Keying-Verfahren von Nicht-Muttersprachlern erfasst und in XML/TEI P5 nach DTA-Basisformat kodiert.




Ansicht auf Standard zurückstellen

URL zu diesem Werk: https://www.deutschestextarchiv.de/starck_handbuch_1749
URL zu dieser Seite: https://www.deutschestextarchiv.de/starck_handbuch_1749/809
Zitationshilfe: Starck, Johann Friedrich: Tägliches Hand-Buch in guten und bösen Tagen. Frankfurt/Leipzig, 1749, S. 779. In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/starck_handbuch_1749/809>, abgerufen am 21.05.2024.